Archiv der Kategorie: Süd-Schweden 2019

Schweden im Spätsommer

Sören hat seine Sache wirklich gut gemacht und uns in kurzer Zeit viel von seinem Heimatland gezeigt.
Urlaub in Schweden und nur 14 Tage Zeit?
Mit Anreise und Abreise?
Ja, es ist ausreichend, wenn man nicht die vielen Sehenswürdigkeiten besuchen will.
Dann sollte man eher 3 Wochen und länger anpeilen.


Wir haben Astrid Lindgrens Kindheitslandschaften gesehen und genossen und waren dann fast eine Woche im Wald abgetaucht.
Um Kraft für daheim zu tanken, für Arbeit, Familie und den Alltag.
Und das tat uns unglaublich gut.

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Allein im Wald am See

Wir sind unsichtbar.
Zumindest versuchen wir es zu sein.
Niemand soll wissen, dass wir hier sind.

Wir wollen alleine bleiben. An unserem kleinen See, mitten im Wald in Schweden.
Diese Stille. Diese Ruhe.
Nur der Wind, der durch die Bäume bläst und ein paar Vögel. Von weit her muht es abends.
Kühe?
Oder doch ein Elch.
Auch wenn es stockdunkel ist, bleibt es ruhig hier im Wald.

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Gamla Linköping

Nach gefühlten Wochen in Pipis Welt, verlange ich von Nadja, dass sie mich für den Rest des Urlaubs „Messerjocke“ oder „Blutsvente“ nennt.
Na, die kennt ihr doch sicherlich auch?
Am See im Naturschutzgebiet ist am frühen Morgen nur noch ein schwedisches Wohnmobil und wir unterhalten uns mit dem Pärchen.
Die Esel sind wohl immer so zutraulich und freuen sich über Besucher.


Es ist recht frisch, wir sitzen zum Frühstück im Freien und genießen die Stille und die wärmende Sonne.
In Linköping treffen wir unsere Tochter Inga, die dort für ein paar Monate studiert.
Sie zeigt uns die ‚Gamla‘, die Altstadt, die eher ein Museum ist.
Jetzt waren wir schon so oft in Schweden und finden doch immer wieder Sehenswürdigkeiten, die kaum Erwähnung in deutschen Reiseführern und Portalen findet. Schön, dass es so etwas gibt!

Gamla Linköping

Hier in der Gamla Linköping finden sich traditionelle Gebäude, in denen das alte Leben gezeigt wird. Es wirkt eher so, als dürfe man den Bewohnern der kleinen Stadt bei ihrem Alltag über die Schulter schauen. Die Räume sind eingerichtet wie vor 50 oder 100 Jahren und dort wird gearbeitet, gebacken, geputzt.
In einem Haus gibt es gerade getrocknete Apfelringe, in einer Seilerei machen zwei Frauen aus Hanf dicke Seile für Schiffe.

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Zu Gast bei Pipi Langstrumpf

Heute wird’s albern und am Ende verrate ich euch noch einen tollen Stellplatz!

Aber erst einmal fahren wir sehr früh am Morgen vom Campingplatz, um gleich um 10 Uhr im Pipi Langstrumpf Welt einlaufen zu können. Das ist wichtig, denn schon um 10:30 Uhr finden die ersten Vorstellungen statt. Dank eigener App kann man so den Tag ziemlich gut planen, um wirklich viel zu sehen und zu erleben, denn teilweise sind auf den vielen Bühnen zeitgleich Events.

Ach, und albern sind wir, weil wir nicht einmal Kinder dabeihaben. Nur so zum Spaß. So ziehen wir mit den Horden an Kinderwagen an einem Freitag in die bunte Kinderwelt und fühlen uns dabei pudelwohl.
Der Eintritt ist nicht gerade billig, aber wenn man in Vimmerby ist, muss man hier hinein gehen.
Der Park war ursprünglich von einigen Männern für ihre Kinder gestaltet und hat sich auch mit Unterstützung von Astrid Lindgren zu einem liebevoll gestalteten Kinderparadies gemausert.
Unendlich viele kleine Details. Wer die Augen aufmacht, wird sie finden. Ob irgendwelche kleinen Wesen und nur zentimeterhohe Häuschen im Unterholz, bis zu den Details in den Kulissen auf dem letzten Regal. Da passt einfach alles.
Aber der Reihe nach:

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Radtour nach Bullerbü und zum Katthult Hof

Wir fanden im Reiseführer eine Radtour, die uns angesprochen hat.
Durch die Wälder, an Seen vorbei, Wiesen, Täler und meist nicht an der Hauptstraße.
Genau das haben wir gesucht.
Also machen wir die eBikes flott und düsen los. Leider zieht der Himmel immer mehr zu und die Morgensonne verabschiedet sich. Aber da der Weg ziemlich heftige Steigungen mit sich bringt, wird uns trotz der eBikes recht schnell warm.


Im Reiseführer ‚Astrid Lindgrens Schweden‘ findet sich ein Bild mit einem Fahrradanhänger – und ohne eBike. Wer auch immer da gefahren ist: Allerhöchsten Respekt!
Man glaubt ja immer, Schweden sei flach, aber dem ist nicht so. Die Anstiege sind steil und knackig, dafür wird man mit einer malerischen Landschaft, versteckt im Wald liegenden Gehöften und einem sagenhaften Wald belohnt. Überall finden sich Blaubeeren und Pilze. Deutsche, die wir trafen, sammelten Pfifferlinge in großen Körben.

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Vimmerby

Gemütlich tuckern wir durchs Land und fahren ganz gezielt kleine Straßen, um Land und Leute zu sehen. Zwei Tage am See waren schon einmal gut, um abzuschalten. Und die Lebensweise der Menschen hier passt genau zu meiner Stimmung.
Kleine, rote Häuschen im Wald oder auf einem Hügel inmitten großer Felder. Freilaufende Kühe, die mit ihren Kälbern zusammen auf der Wiese stehen dürfen. Manchmal wollen wir kaum glauben, was wir sehen. Alles wirkt ruhig und gelassen und gar nicht hektisch.

Erst in Vimmerby stecken wir wieder im Zivilisationsstress. Der kleine Campingplatz am See ist für alle Besucher des Astrid-Lindgren-Lands der erste Anlaufpunkt. Zwar kann man auch mit dem Wohnmobil auf dem Stellplatz vor dem Freizeitpark stehen, aber auf der Betonfläche mit dutzenden anderen Wohnmobilen Tür an Tür, das ist nach drei Nächten am ruhigen See für uns keine Alternative.
Mit 38 Euro ist der Campingplatz nicht günstig, zumindest 5 Euro können wir am Ende für den Strom sparen. Dank Solar und EFOY sind wir völlig unabhängig.

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die Seele baumeln lassen – Südschweden mit See

Kennt ihr das Gefühl?
Im Hamsterrad rennen, für jeden und alles da zu sein, im letzten Moment noch ein Risenproblem oben drauf zu bekommen, die letzten Kräfte mobilisieren, um es doch zu schaffen und dann kommt der Punkt, wo ihr endlich loslassen könnt.
Und dann ist Schluss und alles egal. Wirklich ALLES!

Sören zeigt mir den See Äsen

So ging es mir heute an unserem Übernachtungsplatz am Äsen.
Den kleinen Freistellplatz neben der Straße hatten wir vor Jahren entdeckt und als wir gegen Abend angekommen waren und niemand auf dem Platz stand, fiel der ganze Druck der letzten Wochen von mir ab.

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Schweden Spontan! Astrid Lindgren, wir kommen…

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Wir haben es wieder gemacht.
Einfach so. Und ohne große Planung.
Ab nach Schweden.

Unseres Erachtens kommt man am besten per Fähre nach Schweden. Insbesondere, wenn man nur 14 Tage zur Verfügung hat. Viele wählen den Weg über die Brücke bei Malmö, aber wenn man ein wenig rechnen kann und die Sonderangebote nutzt, kommt man mit der TT-Line günstig und ausgeruht in Schweden an. Denn auf dem Weg durch Dänemark und über die Brücke, sitzt man viele Stunden hinter dem Lenker zahlt fast 100 Euro Maut und dann auch noch den Sprit. Per Fähre nach Trelleborg fängt der Urlaub spätestens in Travemünde an.

Tip: Sonderangebote von TT-Line nutzen
Im Winter liegen wir auf der Lauer und schlagen per ‚Rückfahr-Knaller‘ oder ähnliches zu. Dann gibt es manchmal die Überfahrt (Hin- und Zurück) , Kabine, Mittagessen uvm. für 250 Euro.
Wir fahren immer von 10-17 Uhr und können dann noch ausgeruht bis zum ersten Stellplatz fahren. Wenn man dann in der Kabine immer wieder ein Schläfchen gemacht hat, kommet man Tiefenentspannt in Schweden an. Nachtfahrten sind übrigens oft doppelt so teuer!

So genießen wir die ruhige Überfahrt und finden einen neuen Freund, der uns ab sofort begleitet.
Darf ich vorstellen:

Sören:

Elch ‚Sören‘ zeigt uns ab jetzt Schweden!

Sören zeigt uns dieses Mal sein Südschweden.
Und er bringt uns zu Astrid Lindgren. Wir waren dort zwar schon einmal vor einigen Jahren, aber mittlerweile haben wir viel über die Autorin und schwedische Nationalikone gelesen und gelernt und können immer mehr verstehen, warum Astrid Lindgren auch heute noch bei den Schweden so beliebt ist.
Also steht ihr Geburtsort Vimmerby und die Umgebung mit Bullerbü und Katthult ganz oben auf unserer Reiseliste.

Begleitet werden uns vier Reiseführer:

Schweden mit dem Wohnmobil – Bruckmann Verlag

Astrid Lindgrens Schweden – von Bullerbü zur Villa Kunterbunt

Mit dem Wohnmobil nach Süd-Schweden

Die schönsten Routen durch Südschweden

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