WOMO-FAQ: Darf man überall einfach übernachten?

Darf man überall einfach übernachten?

Das ist eine schwierig zu beantwortende Frage. Abgesehen von der rechtlichen Seite gibt es auch noch eine moralische. Rechtlich ist es auch in Deutschland nicht einheitlich geklärt, aber um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen, wird einem eigentlich immer ermöglicht zu übernachten. Wobei man die Fahruntüchtigkeit nicht böswillig herbeiführen darf (morgens um 8 drei Bier trinken, kommt bei den Ordnungshütern nicht gut an.) Aber um die rechtliche Frage abschließend zu beurteilen, sollte man besser einen Anwalt fragen – oder es gar nicht zu Kontroversen kommen lassen.

Denn mit ein wenig Fingerspitzengefühl braucht es gar keinen Ärger geben.

Die moralische Seite ist auch mindestens ebenso wichtig: Ist unweit vom ausgewählten Übernachtungsplatz z.B. ein Campingplatz, wäre das so ein Fall für mich!
Oder ein eindeutig als Nicht-Camping-Parkplatz deklarierter Platz und man stellt sich trotzdem dort hin. Das gibt böses Blut. Vielleicht nicht für den Camper selbst, aber für die, die später dort hin kommen.

Warum also nicht einfach einmal fragen. Ein Anwohner in der Nähe (“Meinen Sie, ich kann heute Nacht hier stehen bleiben?”) oder einen Bauern, einen Ladenbesitzer, das Restaurant oder den Pfarrer. Selten wird man abgewiesen! Und vielleicht sogar noch eingeladen.

Ein Grund, warum wir gerne in kleinen Dörfern, an Sportplätzen oder Turnhallen übernachten. Da stört man nicht und wenn man vielleicht noch Essen oder einkaufen geht, haben die heimischen Läden noch etwas davon.

Im Ausland ist die Frage nicht ganz so einfach zu klären und daher sollte man sich vor der Reise bei den Touristenverbänden kundig machen. Aber auch im Ausland gilt: Besser einfach die Menschen fragen.

Wird fortgesetzt…      Anfängerfragen – WOMO-FAQ – Antworten rund ums Wohnmobil

Ein Gedanke zu „WOMO-FAQ: Darf man überall einfach übernachten?“

  1. Genauso halten wir es auch. Probleme gab es bisher nur in den Niederlanden. Kaum hatte man die Handbremse angezogen, stand schon die Polizei daneben (1x) oder kam mitten in der Nacht (2x). Wir versuchen es gar nicht mehr.
    Und in Deutschland stand frühmorgens ein ganzer Trupp Polizei vor dem Auto. Mit MP im Anschlag. Wir waren bei Freunden eingeladen und parkten auf der Straße vor ihrem Haus. Auf der anderen Straßenseite wohnte allerdings eine Staatsanwältin, die mit Terroristen-Prozessen befasst war (RAF, lang ist’s her). Sie hatte offenbar Angst bekommen. Ansonsten von Rumänien bis Irland: No problem, wenn man sich an die obigen Regeln hält.

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