Roadtrip zum Träumen: Ligurien & Provence

Ligurien ist die  Region rund um Genua, direkt an der Küste. Im Westen schließt sich Frankreich an, weswegen es sich anbietet von hier aus auch Nizza, Monacco und Cannes zu besuchen, in die Camargue zu fahren, oder wie wir es gemacht haben, der Haute Provence einen Besuch abzustatten.
Ligurien, direkt an der Mittelmeerküste ist als die Italienische Riviera bekannt. Und die fünf farbenfrohen Fischerdörfer der Cinque Terre sowie die mondänen Orte Portofino und Santa Margherita Ligure sind weltberühmt und im Sommer nicht selten völlig überlaufen.
Ein Grund, weswegen wir Ende September uns aufmachen, diesen Küstenstreifen Italiens einen Besuch abzustatten.

Unser Reisebericht beginnt schon in der Schweiz, denn wir meiden den Tunnel und nehmen die Straße über den Gotthard.
Das hat den Vorteil, dass wir nicht im Stau vor dem Tunnel stehen müssen und da wir Nachts unterwegs sind: Oben auf dem Pass gibt es um diese Jahreszeit immer einen Parkplatz für eine Übernachtung.
Und mit ein wenig Glück hat man am Morgen eine phantastische Aussicht, wenn man sich aufmacht in die italienische Schweiz abzusteigen.

Die komplette Route mit allen Übernachtungsplätzen und den schönsten Trips und Sehenswürdigkeiten findet ihr als Karte: Hier klicken

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Gesamtstrecke: 2647 Kilometer

Der Roadtrip zum nachlesen:

Die berühmten fünf Orte ‚Cinque Terre‘ kann man mit dem Wohnmobil nicht erreichen. Zu steil, keine Straßen, zu eng und kein Parkplatz.

Aber in Levanto finden wir auf dem Campingplatz 5 Terre den perfekten Ausgangspunkt für unsere Wanderungen, Radtouren und Spaziergänge.
Mit dem Boot oder der Bahn kommt man von hier bequem zu den bunten Dörfern und genau das haben wir vor, denn die Wanderwege sind bei nassem Wetter geschlossen und dazu zu weit und steil für uns.
Dann lieber mit der Bahn.

Und hier findet ihr die Details: 

Wir starten  in Levanto

Und dann sind wir mitten in den Cinque Terre.
Mit der Bahn fahren wir ganz früh am Morgen nach Riomaggiore, der östlichsten der fünf Dörfer.
Wer gut zu Fuß ist, kann die Strecken zwischen den Dörfern nun wandern. Aber den Eintrittspreis für die Benutzung der Wanderwege nicht vergessen! Oder ein Tagesticket kaufen, dann ist die Zugfahrt – alle Zugfahrten – mit dabei. Das ist der Grund, warum wir lieber mit der Bahn fahren. In den Dörfern kann man noch genug laufen und Treppenstufen erklimmen.
Dafür wird man mit Aussichten und Bildern belohnt, die jährlich Millionen von Besuchern anlocken:

Weiter gehts: Cinque Terre – Riomaggiore und Manarola 

Die Reichen und Schönen dieser Welt geben sich immer wieder in dieser Perle am Mittelmeer ein Stelldichein.
Und das zieht die Besuchermassen magisch an.
Dementsprechend am besten gar nicht mit dem Wohnmobil anreisen, wir starten mit den Rädern vom Campingplatz und erobern so, ganz entspannt die kleine Stadt mit dem besten Eis, dass wir jemals gegessen haben!

Das erwartet euch in Portofino

Ohne unsere Reiseführer könnten wir auf unseren Roadtrips nur einen Bruchteil der schönen Orte und Sehenswürdigkeiten genießen!
Und viele Tipps aus dem Internet sind vor Ort nicht zu gebrauchen.
Das ist bei den gut recherchierten Büchern noch immer viel besser:

Diese Reiseführer bringen euch weiter

Aber vor dem Vergnügen fließt der Schweiß. Die Wanderung von unserem Übernachtungsplatz in San Rocca zum schönen Kloster direkt am Meer ist anstrengend. Aber es lohnt sich. Und wer möchte, kann weiter nach Portofino oder zurück wandern.
Wir nehmen lieber das Boot und ein Taxi.

Die ganze Tour: San Fruttuosa

Natürlich kann man tagelang in Genua bleiben.
Vom herrlichen Aquarium bis zum Schifffahrtsmuseum, alten Palästen und dunkle Gassen laden zum verweilen. Wir fühlen uns bisweilen, wie im Mittelalter und dann liegt auch noch ein altes Segelschiff im Hafen.
Und trotzdem bleiben wir nur, um uns einen Eindruck zu verschaffen. Zu quirlig, zu laut und hektisch und der Straßenverkehr ist mit dem Wohnmobil eine Katastrophe.

Und trotzdem solltet ihr Genua einen Besuch abstatten:

Auch Genua ist einen Besuch wert

Ihr kennt Noli nicht?
Wir auch nicht und das war ein Fehler.
Nadja fand den Tipp in unserem Reiseführer und so war schnell ein Campingplatz gefunden. Hier zwischen den Bergen ist das die beste Wahl, um dann mit dem Fahrrad die kleinen Städte und Örtchen zu erobern.
Und Noli kennt hier natürlich jedes Kind, denn im Mittelalter war es eine Stadt der Superreichen und hier wurde Geschichte geschrieben. Heute hat das kleine Dorf seinen mittelalterlichen Charme erhalten und wir genießen die Zeit in den Restaurants und Cafés ebenso, wie das Faullenzen am Strand zwischen den bunten Booten.

Schaut den Fischern zu in Noli

Wir sind am Ende von Ligurien angekommen. Direkt hinter Hanbury’s Garten beginnt schon Frankreich.
Und wenn ein botanischer Garten in einer solch grandiosen Landschaft auf uns wartet, können wir unmöglich daran vorbei fahren.
Nach einer Nacht auf einem Freistellplatz direkt am Meer in Sanremo, finden wir erst einmal den Eingang des Parks nicht, der sich hoch oben am Berg befindet.
Und nachdem wir endlich einen Parkplatz haben, kommt der Genießerteil des Tages!

Ruhe und Frieden finden im Garten Hanbury

Haute Provence

Monacco, Nizza, Cannes – wer mag, kann direkt nach der Grenze im Trubel der weltbekannten Städte shoppen, staunen und viel Geld ausgeben.
Uns zieht es hingegen in die Natur und was uns erwartet hätten wir uns nicht träumen lassen.
Und deswegen bleiben wir einfach irgendwo stehen und verbringen einen ganzen Tag damit, einfach nur der Sonne zuzuschauen, wie sie mit wechselndem Licht das Tal und die Berge vor uns immer neu erschaffen kann. Und mit dem Sonnenuntergang ist der Tag noch lange nicht vorbei.

Denn in der Haute Provence kann man viel erleben!

Wer meint, er muss nach Amerika, um tiefe Schluchten zu sehen, der irrt. Nicht ganz so groß, aber mindestens genauso unfassbar ist die größte Schlucht Europas: Die Schlucht von Verdon.
Wir fahren die südliche Straße und freuen und, dass das Wetter so gut ist und wir keinerlei Gegenverkehr haben. Im Sommer sind die Serpentinen sicher nicht so entspannt mit dem Wohnmobil zu befahren.
Gegen Abend besuchen wir eines der malerischsten Dörfer in ganz Frankreich: Moustiers-Sainte-Marie

Fahrt mit zu den tiefen Schluchten von Verdon

Keine Brücke. Daher muss man sich entscheiden, ob man rechts- oder linksseitig die Schlucht befährt.
Oder beides macht. Dazu nehmen wir uns satte 2 Tage, es soll Leute geben, die machen das an einem Tag, aber sogar 2 Tage sind eindeutig zu wenig, wenn man noch wandern oder gar klettern will.
Am zweiten Tag fahren wir die rechtsseitige, also nördliche Route und die bietet eine Überraschung: Eine Ringstraße um eine Bergspitze mit besten Aussichtspunkten von hoch oben auf die Schlucht. Bleibt am Ende die Frage: Welches ist die bessere Route? Unsere Antwort: unbedingt beide Seiten befahren und sich Zeit nehmen!!!

So gehts rund an der Verdon Schlucht

 

Und dann sind wir mittendrin in der Provence.
Gut, dass wir schon einige Urlaube hier erlebt haben, so picken wir uns für die letzten Tage einige Highlights heraus. Da ist natürlich Gordes und das naheliegende Kloster Sénanque, aber auch ‚Die Mönche von Les Mées‘

Und zum Abschluss muss noch einmal ein echter, provencialischer Wochenmarkt her. Mit Obst, Wein, Hartwurst, frischen Fisch, Unmengen von Gewürzständen und leckerem Käse.
Und den finden wir immer Samstags in Pont Saint Esprit.

Highlights der Provence

 

 

Viele Tausend Kilometer sind wir gefahren und haben es nicht einmal gemerkt: Die vorgeschriebene Warntafel Italien lag gut verstaut zuhause.
Und in Italien eine zu kaufen gelang uns nicht.
Noch dazu: Man kann nicht irgendeine Amazon-Tafel kaufen, sondern ganz spezielle:

Hier findet ihr die richtigen Warntafeln

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog

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3 Antworten

  1. Hallo Jürgen, ich finde niergens eine Angabe zu der Gesamtkilometerzahl eures Urlaubtrips. Oder habe ich es übersehen? Wie lange wart ihr unterwegs? 3 Wochen?
    Gruß, Claudia

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