Gordes und dann einen Kaffee vorm Kloster Sénanque

Provence!
Irgendwann müssen wir hierher kommen, wenn der Rosmarin blüht.
„Lavendel!“, ruft Nadja entrüstet von hinten.
Na klar, der Lavendel ist’s.

Er riecht so extrem, dass wir vor ein paar Jahren, als wir auf der Autobahn fuhren, schon das Lavendelfeld rochen, bevor wir es hunderte Meter weiter in der Sonne liegen sahen.
Jetzt im Oktober sind die Lavendelfelder kurz geschnitten. Überall sieht man sie. Wie prachtvoll muss das sein, wenn er im Juni / Juli blüht!

So fahren wir heute in Richtung Gordes und dem Kloster Sénanque, um danach zu unserer Partnerstadt Point Saint Esprit zu fahren, denn Samstag ist dort ein toller französischer Wochenmarkt, den wir seit etlichen Jahren für die Rückreise einplanen.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Es  geht durch herrliche Allen und manchmal steil den Berg hinauf, um dann wieder durch liebliche Täler zu fahren. Man könnte hier überall Urlaub machen, wandern, biken.
Es ist so schön hier – wir brauchen einfach mehr Zeit!

Gordes haben wir 2014 im Sommer erlebt – von Touristen geflutet.
Heute liegt das schöne Städtchen hoch auf seinem Berg, eher beschaulich dar.

Einen Blick ins beste Hotel der Stadt, verwirrt uns ein wenig, aber vielleicht könnt ihr es ja enträtseln

Gordes ist natürlich durch und durch touristisch.
Und trotzdem gibt es nette kleine Läden und liebevolle Details zu entdecken.

Von Gordes aus kann man schön wandern. Also bringt am besten Zeit mit und genießt im Umland die herrlich Fernsicht.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Weiter geht es zum Kloster Sénanque. Von Gordes fährt man die 4 Kilometer in 10 Minuten.
Aufgepasst, und das letzte Stück langsam fahren. Hier sind Abschnitte nur mit eine Auto befahrbar und mancher Tourist in seinem SUV will tatsächlich noch an uns vorbei fahren. Breit, wie wir sind, geben sie aber schnell auf. Manchmal hat Größe auch Vorteile.
Vor dem Kloster wollen wir einen Kaffee trinken, an der gleichen Stelle, wie beim letzten Mal. An der letzten Kehre vor dem Tal gibt es dazu einen kleinen Parkplatz, den wir ganz frech blockieren.
Blöd nur, dass die Bäume in den letzten 6 Jahren höher gewachsen sind. Die Lavendelfelder vor dem Kloster sehen wir kaum noch. Das war früher besser zu sehen.

Die berühmteste Ansicht müssen wir uns denken, denn ohne Morgensonne und blühenden Lavendel sieht es so aus

Dabei sieht es auf dem Buch aus dem Womo-Verlag, dem wir diesen grandiosen Tipp zu verdanken haben, viel schöner aus:

Jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wie es hier aussieht, aber keinesfalls, wie es hier riecht.
Sogar jetzt, im Oktober, liegt der Lavendelduft immer noch in der Luft und aus dem Kloster hören wir leise die Mönche singen.
Unfassbar stimmungsvoll. Wir sind total ergriffen!

Aber nicht allen geht es so. Die jungen Spanierinnen haben wohl nicht mitbekommen, dass man hier leise sein soll und posieren ziemlich lautstark für das nächste Instagram Foto

Zu Beginn habe ich völlig vergessen zu erzählen, daß wir eine extrem ruhige Nacht an einem Wanderparkplatz im Wald nahe der Hauptstraße verbrachten und heute morgen noch die versteinerten Mönche von Les Mées besuchten.

Na, eher kurz hielten, um Bilder zu machen.

Die Legende sagt, dass dort wandernde Mönche auf eine Gruppe junger Frauen stießen und diesen hinterher schauten. Ein mitwandernder Heiliger verwandelte die Mönche daraufhin in Steine.
Und irgendwie sehen sie doch aus, wie eine Kolonne wandernde Mönche, oder?

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Die Mönche von Les Mées

Und so stehen sie nun am Berghang über der Stadt.

 

Ach und Nadja hat noch ein Bild aus einem Supermarkt, an dem man sich bei uns einmal eine Scheibe abschneiden sollte. So sieht eine Fischtheke weit weg vom Meer aus!

Man muss aber auch sagen, das die Lebensmittel hier deutlich teurer sind, denn bekanntlich bezahlen die Franzosen für gutes Essen gerne etwas mehr.
Das sollten wir Deutschen vielleicht auch endlich mal kapieren. Gutes Essen darf mehr kosten!

Wir sind an der letzten Station unserer Reise angekommen.
Stehen wieder unter den alten Platanen zwischen den beiden Kirchen auf dem Kirchplatz und freuen uns schon auf das französische Frühstück und den traditionellen Wochenmarkt in Pont Saint Esprit

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Ein Highlight für uns in Pont Saint Esprit ist immer der samstägliche Wochenmarkt.
Ein provencialischer Markt vom Feinsten.
Nicht für Touristen, hier gehen am Samstag die Franzosen aus der Region einkaufen und man findet in Hülle und Fülle alles, was die Provence ausmacht. Vom Käse über Hartwürste, Wein, Obst und Gemüse, bis hin zu Handwerk und Bekleidung.
Und dann natürlich die Gewürzstände, die mit einem gigantischen Angebot protzen und uns wieder zum Kaufen bewegen. Nirgendwo sonst finden wir wie selbstverständlich die tollsten Sachen.
Dieser Wochenmarkt ist nicht ohne Grund seid vielen Jahren unsere letzte Station vor der Heimreise!

Unsere Reiseführer für die Provence. Mit dabei sind immer diese zwei!

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog

Share:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Immer informiert sein!

Jetzt Womo.blog abonnieren:

27899
Abonnenten