Archiv der Kategorie: Roadtrip

Schweden im Spätsommer

Sören hat seine Sache wirklich gut gemacht und uns in kurzer Zeit viel von seinem Heimatland gezeigt.
Urlaub in Schweden und nur 14 Tage Zeit?
Mit Anreise und Abreise?
Ja, es ist ausreichend, wenn man nicht die vielen Sehenswürdigkeiten besuchen will.
Dann sollte man eher 3 Wochen und länger anpeilen.


Wir haben Astrid Lindgrens Kindheitslandschaften gesehen und genossen und waren dann fast eine Woche im Wald abgetaucht.
Um Kraft für daheim zu tanken, für Arbeit, Familie und den Alltag.
Und das tat uns unglaublich gut.

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Allein im Wald am See

Wir sind unsichtbar.
Zumindest versuchen wir es zu sein.
Niemand soll wissen, dass wir hier sind.

Wir wollen alleine bleiben. An unserem kleinen See, mitten im Wald in Schweden.
Diese Stille. Diese Ruhe.
Nur der Wind, der durch die Bäume bläst und ein paar Vögel. Von weit her muht es abends.
Kühe?
Oder doch ein Elch.
Auch wenn es stockdunkel ist, bleibt es ruhig hier im Wald.

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Radtour nach Bullerbü und zum Katthult Hof

Wir fanden im Reiseführer eine Radtour, die uns angesprochen hat.
Durch die Wälder, an Seen vorbei, Wiesen, Täler und meist nicht an der Hauptstraße.
Genau das haben wir gesucht.
Also machen wir die eBikes flott und düsen los. Leider zieht der Himmel immer mehr zu und die Morgensonne verabschiedet sich. Aber da der Weg ziemlich heftige Steigungen mit sich bringt, wird uns trotz der eBikes recht schnell warm.


Im Reiseführer ‚Astrid Lindgrens Schweden‘ findet sich ein Bild mit einem Fahrradanhänger – und ohne eBike. Wer auch immer da gefahren ist: Allerhöchsten Respekt!
Man glaubt ja immer, Schweden sei flach, aber dem ist nicht so. Die Anstiege sind steil und knackig, dafür wird man mit einer malerischen Landschaft, versteckt im Wald liegenden Gehöften und einem sagenhaften Wald belohnt. Überall finden sich Blaubeeren und Pilze. Deutsche, die wir trafen, sammelten Pfifferlinge in großen Körben.

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Vimmerby

Gemütlich tuckern wir durchs Land und fahren ganz gezielt kleine Straßen, um Land und Leute zu sehen. Zwei Tage am See waren schon einmal gut, um abzuschalten. Und die Lebensweise der Menschen hier passt genau zu meiner Stimmung.
Kleine, rote Häuschen im Wald oder auf einem Hügel inmitten großer Felder. Freilaufende Kühe, die mit ihren Kälbern zusammen auf der Wiese stehen dürfen. Manchmal wollen wir kaum glauben, was wir sehen. Alles wirkt ruhig und gelassen und gar nicht hektisch.

Erst in Vimmerby stecken wir wieder im Zivilisationsstress. Der kleine Campingplatz am See ist für alle Besucher des Astrid-Lindgren-Lands der erste Anlaufpunkt. Zwar kann man auch mit dem Wohnmobil auf dem Stellplatz vor dem Freizeitpark stehen, aber auf der Betonfläche mit dutzenden anderen Wohnmobilen Tür an Tür, das ist nach drei Nächten am ruhigen See für uns keine Alternative.
Mit 38 Euro ist der Campingplatz nicht günstig, zumindest 5 Euro können wir am Ende für den Strom sparen. Dank Solar und EFOY sind wir völlig unabhängig.

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die Seele baumeln lassen – Südschweden mit See

Kennt ihr das Gefühl?
Im Hamsterrad rennen, für jeden und alles da zu sein, im letzten Moment noch ein Risenproblem oben drauf zu bekommen, die letzten Kräfte mobilisieren, um es doch zu schaffen und dann kommt der Punkt, wo ihr endlich loslassen könnt.
Und dann ist Schluss und alles egal. Wirklich ALLES!

Sören zeigt mir den See Äsen

So ging es mir heute an unserem Übernachtungsplatz am Äsen.
Den kleinen Freistellplatz neben der Straße hatten wir vor Jahren entdeckt und als wir gegen Abend angekommen waren und niemand auf dem Platz stand, fiel der ganze Druck der letzten Wochen von mir ab.

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Rumänien -Der fröhliche Friedhof?

Mit dem eigenen Tod umgehen, ist so eine Sache.
Zumindest auf diesem Friedhof in Rumänien haben die Leute es geschafft, auch im Tod ihren Humor zu bewahren.
Für uns Außenstehende nicht immer zu verstehen.
Zumindest uns fehlt an dieser Stelle vielleicht einfach der Humor.

Aber etwas ganz Besonderes und Sehenswertes ist der ‚Lustige oder Fröhliche Friedhof‘ in Săpânța im Kreis Maramures ganz gewiss.
Die Einheimischen sagen, Stan Ioan Pătraș sei ein mäßig erfolgreicher Künstler gewesen, zumindest bis er auf die Idee kam, die Grabstätten auf besondere Art und Weise zu verschönern.

Der fröhliche Friedhof in Rumänien


Er begann, die Holzkreuze mit Bildern der Verstorbenen zu schmücken und dazu Gedichte zu reimen, die das Leben und Sterben und manchmal auch ein Highlight im Leben des Verstorben darstellt.
Am Anfang kam das nicht immer gut an, heute ist es ein

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Rumänien – Alt und neu in Maramures

Nicht nur alte Klöster gibt es in Rumänien, offenbar ist die Gemeinschaft finanzstark genug, auch neue Klöster zu bauen.
In Bârsana stehen wir vor den Toren des erst 1993 geweihten Klosters.

Kloster Barsana


Hier vereinen sich traditionelle Handwerke mit moderner Gestaltung. Und das funktioniert hervorragend. Alle Kirchen und die meisten Gebäude sind aus Holz gebaut.

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Rumänien – Dampflok-Blues

Die Waldtalbahn – Viseu des Sus

Man muss kein Eisenbahnfan sein, um die alten Lokomotiven zu lieben, die in Viseu des Sus noch immer in den Wald fahren.
Vordringlich für die Touristen, ursprünglich für die Waldarbeiter und den Transport der Stämme aus den tiefen Wäldern.
Heute ist es ein Vergnügen. Früh am Morgen stehe ich am Kartenschalter an. Ausverkauft sollen die ersten drei Züge sein. Aber auf dem Zug um elf Uhr sollen noch ein paar Plätze frei sein.


Die Öffnungszeit steht groß an der Tür und sogar ein Security steht zur angegebenen Zeit vor der Tür. Die Schlange hinter mir wird länger. Aber von den Angestellten fehlt jede Spur.
Nach 15 Minuten tauchen Menschen im Büro auf. Aber es dauert noch einmal 10 Minuten, bis die ersten Touristen ins Büro eintreten dürfen. Völlig normal in Rumänien, meint ein Mann hinter mir. „20-30 Minuten zu spät ist doch völlig in Ordnung.“

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Rumänien – Sucovita, Moldovita und die längste Seilbahn Rumäniens

Wir radeln zum Koster Sucovita und sind ein wenig betrübt. Die Kirche im Inneren der hohen Mauern ist eingerüstet. Wir hätten gerne die prächtigen Außenfassaden gesehen, aber es trifft einen immer einmal und solche Erhaltungsmaßnahmen sind wichtig.
Innerhalb der Klostermauern befindet sich ein weitläufiges Areal. Dieses Kloster ist riesig, die Mauern neueren Datums.

Die Stimmung, die hier herrscht, lässt uns erkennen, wie achtlos wir gestern durch Voronet gelaufen sind. Gebete und Gesänge empfangen uns. Überall stehen Menschen im weiten Raum, unter Dächern und Bäumen und beten.

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Rumänien – Absturz in der Bicaz Schlucht

Heute sind wir Reisemobil und müssen wieder einmal Kilometer schrubben.
Aber auch das ist in Rumänien schön.
Wir fahren durch eine Landschaft, die uns an das Allgäu erinnert, nur 10-mal so groß.
Und grüner.
Und Blumen.
Blumen, Blumen, Blumen
.
Wir haben noch nie so viele Blumen in den Wiesen stehen sehen.

Kilometerlange Blumenwiesen.
Unser Fernziel sind die Klöster der Bukowina und auf dem Weg dorthin soll es durch die Bicaz Schlucht gehen. Wir übernachten an einem kleinen Campingplatz direkt an einem Bach.
Lagerfeuer ist wieder inklusive und wer möchte

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