Die schönsten Schlösser der Loire – Frankreich mit dem Wohnmobil – Chambord und Blois

Die Loire gilt als einer der schönsten, naturbelassenen Flüsse Europas.
Und dank unzähliger Schlösser und Gärten, Kathedralen und Klöster, Museen und Sehenswürdigkeiten ist die Loire Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Dazu überall Radwege und nette Gastronomie und ein perfektes Netz aus Camping- und Stellplätzen und unserer heiß geliebten „Camping Municipale“ machen diesen Roadtrip zu einem einzigartigem Erlebnis.

Schlösser der Loire

Im Vorfeld haben wir 37 Schlösser herausgesucht, die wir gerne besucht hätten.
Jedoch sind drei Wochen dafür einfach zu wenig Zeit.
Noch dazu gibt es hunderte große und kleine Schlösser in der Region.
Unbekannte, eher kleine Burgen, große Villen, alle sehenswert und mit viel (Familien-) Geschichte.
Wir konzentrieren uns daher auf die 10 schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten

Schlösser ohne Ende

Reiseführer

Haben wir immer dabei und diese waren uns besonders wertvoll:
Gerade der Womo Verlag Reiseführer mit seinen vielen Stell- und Campingplatz Emfehlungen war Gold wert. Auch Ausflüge und Wanderungen findet man hier.
Und für die Kulturinfos ist der Know How Verlag unschlagbar.

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Château de Chambord

Des Königs erste Wahl

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Die Landschaft um uns herum ähnelt immer mehr einem gigantischen Park, als wir erstmals einen Blick auf Chambord erhaschen können. Ein Bauwerk von atemberaubender Schönheit und mystischem Zauber: das Schloss Chambord.
Diese prächtige Residenz, ein Meisterwerk der französischen Renaissance-Architektur, scheint direkt aus einem Märchenbuch entsprungen zu sein.

Es war im Jahre 1519, als König Franz I., der charismatische und visionäre Herrscher Frankreichs, den Bau dieses prachtvollen Schlosses in Auftrag gab. Er träumte von einem Rückzugsort, der sowohl seine Macht als auch seine Leidenschaft für Kunst und Natur widerspiegeln sollte. So wurde Chambord auf einer weiten Lichtung errichtet, umgeben von einem weitläufigen Wald, in dem der König und seine Hofgesellschaft der Jagd nachgehen konnten.

Die Baupläne für das Schloss wurden vom Genie Leonardo da Vinci beeinflusst, der zur selben Zeit am französischen Hof weilte. Die zentrale Wendeltreppe, die sich wie eine filigrane Skulptur aus dem Inneren des Schlosses emporwindet, soll von ihm selbst entworfen worden sein. Diese Treppe ist ein Wunderwerk an sich, mit zwei separaten Spiralen, die es ermöglichen, dass sich zwei Menschen gleichzeitig hinauf- oder hinabbewegen können, ohne einander zu begegnen.
Im Schloss gibt es dazu extra Kinderräume, in denen wir eine Miniatur der Treppe finden, Dort kann man mit zwei Murmeln ausprobieren, wie die Treppe funktioniert. Unterstützung bekommen wir von zwei Betreuerinnen, die sich um die Kinder kümmern, Nadja sogar helfen, ins Gewand Ludwigs des Sonnenkönigs zu kommen. Für Kinder wird hier einiges geboten!

 

Die Baupläne für das Schloss wurden vom Genie Leonardo da Vinci beeinflusst, der zur selben Zeit am französischen Hof weilte. Die zentrale Wendeltreppe, die sich wie eine filigrane Skulptur aus dem Inneren des Schlosses emporwindet, soll von ihm selbst entworfen worden sein. Diese Treppe ist ein Wunderwerk an sich, mit zwei separaten Spiralen, die es ermöglichen, dass sich zwei Menschen gleichzeitig hinauf- oder hinabbewegen können, ohne einander zu begegnen.

Das Schloss Chambord ist ein wahres Mosaik der Renaissance-Kunst. Seine imposanten Türme und Giebel, die kunstvoll geschnitzten Fassaden und die symmetrischen Gärten entspringen einer architektonischen Perfektion, die ihresgleichen sucht. 

Der Legende nach gibt es im Inneren des Schlosses verborgene Räume und geheime Gänge, die nur Eingeweihten bekannt sind. Es wird erzählt, dass Franz I. selbst einen geheimen Rückzugsort im Schloss hatte, ein verstecktes Kabinett, wo er sich ungestört seinen Gedanken und Träumen hingeben konnte.
Zudem wurde das Schloss nur möbliert, wenn der König sich ankündigte. Insofern sehen wir heute das rohe Schloss so, wie es die Bediensteten immer sahen, wenn niemand zu Besuch war. Heute gibt es die Möglichkeit durch mediale Tabletts sich einen Eindruck von den Gestaltungen im Inneren im Laufe der Jahrhunderte zu machen. Beim Eintritt gleich mit buchen!

 

Ein weiteres Wunder des Schlosses ist der gewaltige Jagdpark, der das Gebäude umgibt. Mit einer Fläche von über 5000 Hektar ist er der größte geschlossene Waldpark Europas. Hier durchstreifen noch heute Hirsche und Wildschweine die uralten Eichen- und Kiefernwälder.

Im Laufe der Jahrhunderte hat Chambord viele Besitzer gesehen und zahlreiche Veränderungen erfahren, doch sein majestätischer Glanz und die Aura des Geheimnisvollen blieben stets unberührt. Es war nicht nur ein königlicher Jagdsitz, sondern auch ein Schauplatz historischer Ereignisse, ein Refugium für Künstler und Dichter, und ein Ort, der unzählige Geschichten und Legenden birgt.

 

Ein besonders Kapitel in der Geschichte von Chambord ereignete sich während des Zweiten Weltkriegs, als das Schloss zum Zufluchtsort für wertvolle Kunstwerke aus den Museen von Paris wurde. Hier, in den weitläufigen Sälen und versteckten Kammern, fanden Meisterwerke wie die Mona Lisa vorübergehend Schutz vor den Schrecken des Krieges.

Gegen Abend wandern wir vom Stellplatz hinüber und lassen uns im kleinen Park nieder. Wenn es dunkel wird, kommt die große Zeit der Lichinstallation: Bis spät in die Nacht wird das Schloss angestrahlt und illumniert.

Für uns ist Chambord nicht nur ein architektonisches Wunder, sondern auch ein lebendiges Märchen, dessen Zauber nicht verblasst. 

Stell- / Campingplatz

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Einfacher Schotterplatz direkt vor dem Schloss. Von hier aus in 5 Minuten im Schloss.
Keine Ver- und Entsorgung.
Sehr einfache Komposttoiletten am Parkplatz.
Auf keinen Fall dort die Toilette entleeren!

Ausflug / Lohnenswert

Wanderung oder ausgedehnte Fahrradtouren durch die nähere Umgebung, den Wald und die angrenzenden Orte.

Eigene Routenplanung

DigiCamper

Plant eure eigene Tour.
In DigiCamper haben wir alle „unsere“ Schlösser als Route gespeichert.
Dort könnt ihr euch alle, aber auch einzelne zu eurer eigenen Route zusammenstellen oder auch weitere Sehenswürdigkeiten hinzufügen.
In diesem Blog findet ihr dementsprechend kein Tagebuch unserer Reise, sondern die Zusammenfassung der schönsten Schlösser, Museen oder Attraktionen am Wegesrand.
Auch die Reihenfolge ist nicht an eine spezielle Route angelehnt

DigiCamper ist kostenlos.
Anmelden und in den Trips oder den Travelbooks Ziele Auswählen und eigene Routen erstellen

Schloss Blois

Hauptschloss der Könige

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Das Herzstück dieser Stadt ist das prächtige Schloss Blois, das auf eine faszinierende Geschichte zurückblickt. Erbaut im 13. Jahrhundert und später von Königen wie Ludwig XII. und Franz I. erweitert, vereint das Schloss verschiedene architektonische Stile von Gotik bis Renaissance.

Das Schloss Blois war einst die Residenz.
Hier führte Katharina von Medici ihre mysteriösen Alchemie-Experimente durch und Heinrich III. wurde im Thronsaal Zeuge der dramatischen Ermordung des Herzogs von Guise.

Die kunstvoll gestalteten Räume und die sehenswerte Freitreppe erzählen von einer Zeit voller Machtspiele, Intrigen und königlicher Pracht.
Die gut geführte Tour durch die Räumlichkeiten dauert eine, eher zwei Stunden, die GPS gesteuerte Audioguides und Tablets sollte man unbedingt nutzen.
Direkt vor dem Schloss gibt es ein nettes Touristenlokal für den schnellen Hunger, auf der anderen Seite findet sich das Houdini Museum, dazu gleich mehr.

Die Stadt Blois selbst verzaubert mit ihren engen Gassen, charmanten Fachwerkhäusern und der imposanten Kathedrale Saint-Louis, die hoch über der Loire thront. Ein Spaziergang in der Einkaufsstraße zeigt uns den zeitlosen Charme dieser historischen Stadt, die Künstler und Dichter gleichermaßen inspiriert hat.

 

Auf der anderen Seite des Platzes vor dem Stadtschloss und mit nicht umittelbaren Zusammenhang steht das Houdini Museum, das dem berühmten Entfesselungskünstler Harry Houdini gewidmet ist. Houdini, der Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen spektakulären Fluchtkünsten die Welt begeisterte. Das Museum zeigt eine Sammlung von Houdinis Originalrequisiten, handgeschriebenen Notizen und Fotografien, die einen Einblick in das Leben und die magischen Fähigkeiten dieses legendären Künstlers geben.
Kein Muss, aber wir hatten eine Kombikarte und uns das Museum angeschaut. Einiges ist wirklich interessant, aber empfehlen möchte ich es deswegen nicht.

Stell- / Campingplatz

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Wir parken am Stellplatz „Aire de repos pour Camping-cars“ 19 Levée des Acacias, 41000 Blois, Frankreich
Ein einfacher Parkplatz mit Ver- und Entsorgung.
Dort kann man auch übernachten, wir jedoch wollen am nächsten Tag nach Cheverny, da bietet sich der dortige Campingplatz an.
Mit den Fahrrädern ist man in 10 Minuten am Stadtschloss Blois angekommen. Und da es steil den Berg hinauf geht, sind wir über die eBikes sehr froh!

Ausflug / Lohnenswert

Die Altstadt von Blois und die schönen Läden sind einen Besuch wert.

Im nächsten Teil besuchen wir das Schloss Cheverny, werden von einer Hundemeute überrascht und erinnern uns an die eigene Kindheit mit Tim und Struppi.
Danach geht es zum Schloss Chaumont, bevor Schoss Chenonceau auf uns wartet!

Weiter zu Teil 3: Cheverny, Tim und Struppi und Schloss Chaumont

Im zweiten Teil besuchen wir das sehenswerte Chateau Cheverny. Dort gibt es die berühmte Hundemeute, die uns an hochbeinige Beagle erinnern. Und wir stoßen auf ein Tum & Strupps Museum und ahnen noch nicht, das es einen Zusammenhang zwischen den berühmten Hauptakteuren der Comicserie von Hergé und dem Cahteau Cheverny gibt.
Das Schloss Chaumont hat uns dann regelrecht von den Socken. Hoch über der Loire liegend, mit einem gigantischen Par, einem jährlichen Gartenfestival und zudem dem Traum einer Ritterburg. Und auch für Pferdefreunde wird einiges geboten.

Also freut euch auf den 3ten Teil, der in Kürze erscheint.

Schlösser der Loire

Die gesamte Reiseroute zum selbst gestalten auf DigiCamper

In DigiCamper könnt ihr eure eigene Route basierend auf unseren Einträgen erstellen.
Dann einfach in Google Maps übertragen und losfahren.
DigiCamper ist kostenlos!

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Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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2 Responses

  1. Da kommen Erinnerungen hoch!, Vor ziemlich 47 JAhren waren wir auch dort, natürlich nicht so gut ausgerüstet, mit einem VW Variant den wir auf der Ladefläche zum Schlafen nutzten und täglich auf den Campng Municipal ausladen mussten, mit einem Sichtschutzzelt und alles sehr einfach. Aber es war toll, alles noch sehr rudimentär aber die Camping Klo´s ok die Duschen auf diesen Camping Plätzen in den Orten ok. Tja wir sind dann sogar weiter gen Westen bis Galizien. Jetzt fahren wir auch mit WoMo. Und diesmal gen Osten. Wir berichten dann gerne.

    1. Ja, das hört sich nach Abenteuer an.
      Osten? Wie weit?
      Ich will ja noch in die Mongolei, aber derzeit lass ich das mal.

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