Loire – Schlösser sind des Campers Traum

Auch wer nur die allerschönsten Schlösser der Loire besuchen möchte, wird schon Wochen benötigen:
es gibt einfach so viele dieser geschichtsträchtigen Bauten.
Dazu dann Parks und Landschaften, wie man sie sonst nur selten sieht – hier finden sie sich dicht an dicht und man muss selten länger fahren um die nächste Überraschung zu finden.
Ein wenig fühlt es sich an, wie ein Adventskalender: Jeden Tag ein neues Highlight!

Wir hatten Bilder der Schlösser gesehen.
In der GEO und im dritten Programm bei Sendungen wie Wunderschön.
Und nicht nur die alten Gemäuer beeindruckten uns, auch die Parks und Gärten, die Blumenbracht, die Natur.
Eingebettet in Naturparks, direkt am Wasser oder auch mitten in einer kleinen Stadt,
Je mehr Bilder wir sahen, desto beeindruckter waren wir, denn es gibt nicht fünf oder sechs Schlösser, die sich anzusehen lohnen. Wir recherchierten. Erst waren es 10, dann 12, irgendwann waren es zwanzig und dreißig – und es gibt noch viel mehr.
Die Schlösser der Loire hatten uns in ihrem Bann geschlagen.
Wir kauften also einen Reiseführer, denn nun sollte es los gehen.

Aller Anfang ist lang

Das war 1989 und der Reiseführer von damals steht noch immer verstaubt im Schrank.
Wegen Urlaube in Jugoslawien, Norwegen oder Italien. Haus, Kinder, Klettern, Kajaken, Segeln.
„Dahin können wir auch noch touren, wenn wir alt sind“ haben wir damals gesagt.
Und so vergeht Jahr um Jahr und in wirklich jedem Jahr kommt die Loire auf den Prüfstand und wird doch verschoben.
Oft war der Grund, dass Nadja die Schlösser sehen will, wenn die Blumen blühen.
Das schließt den Herbst und das zeitige Frühjahr meist aus.
Und im Sommer ist uns zu viel los.
Denn, Nadja und ich können heute noch die ersten Sätze aus unserem Französischunterricht rezitieren: (Grünes Buch, siebte Klasse) „En France, les grandes vacances commencent le 1er juillet
Es ist in den großen Ferien einfach alles zu voll und viel zu heiß.
So verging also Jahr um Jahr, bis es nun endlich soweit war:

Wir fahren im Mai nach Frankreich.

Früh genug, damit die Sehenswürdigkeiten nicht von Touris überlaufen sind und spät genug, damit schon Blumen blühen und die Gärten in voller Pracht stehen.

Ziel erkannt

Auch mit fast vier Wochen Urlaub hat man nicht den Hauch einer Chance alle Schlösser zu sehen. Nicht einmal die meisten oder die Schönsten oder die Wichtigsten.
Es gibt einfach so viele und je nach Geschmack sind die einen die Schönsten oder die geschichtlich wichtigsten – oder eben die anderen.
So sitzen wir schon Wochen vor dem Urlaub jeden Abend am Esstisch und wälzen Reiseführer, Bildbände, googlen, schauen uns Dokus auf YouTube und im TV an.
Wir erstellen eine Liste mit den Schlössern, die wir unbedingt einmal sehen wollen und dazu eine Reihe von Nice-to-see.  
Im nächsten Schritt übertrage ich das in Google und diese Karte könnt ihr für euch verwenden: GOOGLE-LINK

Schlösservielfalt:

Vorbereitungen

Einfach drauf los fahren, das war einmal.
Ich erinnere mich an die Webseite „Frankreich-mobil-erleben“ von unserem Bloggerkollegen Claus und durchforste die aktuellen Tipps und Änderungen. Umweltplakette – Sonst gibts Probleme in manchen Regionen.

Bei „Frankreich-mobil-erleben“ findet ihr alle Informationen und könnt dann unter auf der offiziellen Seite die Plakette bestellen: https://www.certificat-air.gouv.fr/ – Die Plakette kostet dann mit Porto nach Deutschland runde 4,50 €

Wem das zu schwierig ist, der kann es über einen Dienstleister bestellen, der die Formalitäten für einen erledigt, dann kostet die Plakette 19,95:
https://mautgebuhren.de/crit-air-plakette/

Wir starten im nächsten Teil mit der Route von Frankfurt ins Herz Frankreichs und besuchen zuerst die noch im Bau befindliche Burg Guedelon. Zum einen interessiert uns die Idee, heute eine Burg zu bauen, ausschließlich mit den Methoden und Mitteln des Mittelalters.
Zum anderen liegt die Burg perfekt, um nach einem langen Fahrtag einen ersten Pausentag zu machen.

Im Herzen Frankreichs, im nördlichen Burgund, hat ein Team von vierzig Baumeistern die außergewöhnliche Herausforderung angenommen, eine Burg mit der Technik und den Materialien des Mittelalters zu bauen.
Im Herzen des Waldes von Guédelon, in einem verlassenen Steinbruch, baut ein Team von Baumeistern eine Burg aus dem 13. Jahrhundert wieder auf. Steinbrucharbeiter, Steinmetze, Zimmerleute, Holzfäller, Schmiede, Dachdecker, Fuhrleute und Seiler… arbeiten zusammen, um alte Handwerkstechniken wiederzubeleben und die Welt des mittelalterlichen Bauwesens zu beleuchten.

Im kommenden Teil 2 geht es um die Routenplanung in Frankreich und die erste Burg, die wir auch als Pausentag in unseren Roadtrip einbauen

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog

Share:

Facebook
Twitter
Pinterest
LinkedIn

5 Antworten

  1. Hallo Jürgen, vielen Dank für die tollen Informationen! Insbesondere der Google-Link ist genial und nimmt einem einiges an Arbeit ab! Liebi Grüess Jack

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

LogoWomo-rund-MITTE300

Immer informiert sein!

Jetzt Womo.blog abonnieren:
29418
Abonnenten

Dabei sein: