Wohnmobilurlaub ist riskant!

Wohnmobil aufgebrochen.
Überfall auf Wohnmobil.
Gasangriff am Rastplatz.
Einbruch während die Urlauber schliefen.

Einkaufstipp für schnelle Leser: Diebstahlsicherung

So, oder so ähnlich kann man in vielen Foren die Überschriften lesen. Und so werden viele Menschen völlig verunsichert.
Sind also Wohnmobile eine Hauptzielgruppe für Kriminelle?

Meine Antwort: Mit Sicherheit! Aber auch nicht mehr, als alle anderen Autofahrer oder Urlauber oder Touristen in den großen Touristenzentren.

Inbesondere zu Beginn der Urlaubssaison wird uns oft die Frage nach dem Risiko gestellt. Weniger aus Unwissenheit, sondern da viele Schlagzeilen im Internet verunsichern. Und dies sind keine Fake-News, sondern oft wirkliche Fälle, die man aber mit der richtigen Strategie hätte vermeiden können.

Wo werden Bösewichte am ehesten Opfer finden?
Natürlich dort, wo viele Urlauber unterwegs sind und diese nach Möglichkeit abgelenkt und anonym sind.
Und je leichter es für den Angreifer ist, wieder zu verschwinden, desto wahrscheinlicher der Angriff.
Ein Dieb oder Einbrecher möchte schnellen Erfolg. Er wird sich nicht minutenlang mit Schlössern abmühen oder akribisch alles absuchen. Als Profis wissen diese Gauner sehr genau, wie der „normale“ Mensch tickt und seine Wertsachen ablegt oder versteckt. Verblüffenderweise sind unsere Handlungsweisen, etwas zu verstecken, leider sehr ähnlich. So legen 2/3 der Menschen ein Portemonnaie unter die Wäsche in ein Staufach. Oder die Kamera unter einen Sitz. Das Notebook unter die Matratze.

Bleiben wir aber bei der Frage: Ist Wohnmobilurlaub riskant?

Der Statistik nach nicht. Jedoch häufen sich an den Hauptreiserouten die Ereignisse. Und die werden immer und immer wieder in den verschiedensten Foren zitiert und diskutiert. Das vergrößert die scheinbare Anzahl ungemein. Betrachtet man aber die Übergriffe auf Urlauber  insgesamt, gehen die Wohnmobilaufbrüche jedoch unter. Viel häufiger werden Autos aufgebrochen oder Wohnungen ausgeraubt. An Ferienorten auch Ferienwohnungen und Zimmer.
Ob das mehr geworden ist? Schwer zu beantworten. Gefühlt ist das so, kann aber auch daran liegen, dass durch die sozialen Netzwerke solche Informationen oft mehrfach verbreitet werden und auf diese Weise ein Gefühl der Unsicherheit hinterlasst.

Fakt ist: Viele Wohnmobilisten berichten schon einmal Opfer gewesen zu sein. Bei der Gesamtzahl der Wohnmobile und Wohnwagen dürfte dies jedoch nur ein sehr geringer Prozentsatz sein.

Auch bei uns wurde einmal versucht durch die Seitenscheibe einzusteigen. Man wollte das Fenster auszuhebeln und gab aber auf. Witzigerweise war die hintere Tür nicht verschlossen. Das haben die Diebe wohl gar nicht versucht.
Ähnlich geht es vielen: Ja, es gab einen Übergriff, aber , wie bei uns war das einer in 20 Jahren. Und sehr häufig bleibt es beim Versuch.

Das Ärgerliche ist oft, dass die Schäden beim Aufbrechen des Wohnmobils teurer sind, wie der Wert der gestohlenen Sachen. Eine aufgebrochene Tür schlägt dann schnell mit 700 – 1000 Euro zu Buche, die gestohlene Kamera und der Ipod haben weit weniger Wert.

Kann man sich überhaupt schützen?
Diese Frage habe ich einem Kripobeamten einmal gestellt: „Einen 100% Schutz gibt es nicht. Aber wenn Diebe oder Einbrecher sehen oder merken, dass es nicht so einfach wird oder länger dauert, wagen sie es erst gar nicht. Prävention ist daher der beste Schutz“

Was kann man also tun?
Gegen den Diebstahl des ganzen Wohnmobils gibt es im Grunde kaum einen Schutz. Ähnlich wie bei PKWs gibt es mittlerweile GPSgestützte Systeme, mit denen man herausfinden kann, wo sich das Wohnmobil befindet. Aber das hilft einem erst einmal nicht weiter. Bis man sein Mobil wieder bekommt, ist es sicherlich leergeräumt.
Auch sind die Berichte über komplett geklaute Wohnmobile relativ selten.

Bleibt der Auf- oder Einbruch.
Um es gleich zu sagen: Wer in ein Wohnmobil oder Wohnwagen einbrechen will, wird es schaffen. Egal, wie gut es gesichert ist: Mit brachialer Gewalt kann man jede Tür und jedes Fenster und im Zweifel durch die (dünnen) Wände gehen.
Jedoch berichten die allermeisten Opfer, dass die Täter vorwiegend durch die Fahrertür oder Beifahrertür kommen.
Diese Türen kennen sie und können daheim oder am Schrottplatz das Öffnen üben.
Ich habe zu meinen Bumerangsportzeiten gesehen, wie schnell man ein Auto mit einem sehr flachen Bumerang (ähnlich eines langen Lineals) öffnen kann, wenn man weiß, wie die Mechanik in der Tür funktioniert! Wenn das ein paar verrückte Partygäste schaffen, was machen dann Diebe mit geeigneten Werkzeug? Und die Täter wissen sehr genau, wie die Mechanik funktioniert oder wie man ein Schloss überdrehen kann, dass es bricht. Das dauert nur wenige Sekunden!

Die Aufbautüren bieten zwar noch weniger Widerstand, aber die Täter kennen die Funktion nicht. Daher ist der einfachste Weg die Fahrer oder Beifahrertür.
Und das können die Profis so schnell und leise, dass sogar Schlafende im Wohnmobil nichts davon mitbekommen.

Die Fenster lassen sich ebenfalls leicht öffnen. Aber auch hier gibt es viele verschiedene Systeme und das ist den Dieben wiederum ein Greul. Wenn sie viel Zeit haben, werden sie sich daran versuchen, aber sie werden immer den schnellsten Erfolg suchen.

Dementsprechend sind offene Fenster oder Dachluken ein offenes Tor! Ein no-Go!

Nun können wir uns vorstellen, wie die Täter vorgehen, es bleibt die Frage wann und wo.
Wer denkt, die Einbrüche passieren meist nachts, täuscht sich.
Wer denkt, die Einbrüche passieren an verborgenen und einsamen Stellplätzen, der täuscht sich.

Am allermeisten passieren solche Übergriffe während einer Parkpause, am Rastplatz oder in der Nähe der Hauptreiserouten.
Wenn man sich die Vorgehensweise der Täter vor Augen führt und keinen spontanen Täter im Sinn hat, sondern organisierte Banden, dann leuchtet das auch ein.
Wo viele Menschen, ohne aufeinander zu achten, beisammen kommen, kann man unbemerkt agieren. Noch dazu kommen permanent neue potentielle Opfer vorbei. Man braucht nicht einmal suchen gehen, man benötigt nur Zeit. Dann kommt das Opfer zu einem. Absolut genial! Das Reh kommt zum wartenden Wolf.

Daher ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass am Waldrand in der Provinz das Wohnmobil aufgebrochen wird. Das war dann eher ein spontaner Einzeltäter. Die Wahrscheinlichkeit auf einem Rastplatz an der Autobahn erwischt zu werden, dürfte um ein vielfaches größer sein. Dort können die Täter schnell flüchten und als Bande organisiert, überwacht ein Teil der Täter die Zufahrtswege und warnt frühzeitig, wenn die Polizei im Anmarsch ist.

Ähnlich funktioniert es an den großen Parkplätzen von Supermärkten. Auch hier kommen die möglichen Opfer im Minutentakt vorbei und meist kann man rasch abhauen, sollte es brenzlig werden.

Natürlich klappt das auch bei großen Parkplätzen der Sehenswürdigkeiten, jedoch gibt es dort häufig Kameras und Personal. Von dort werden seltener Aufbrüche berichtet.

Wie kann man aber vermeiden Opfer zu werden, wenn man einen Rastplatz oder Parkplatz (Sehenswürdigkeit) besucht?

Als erstes sollte man tunlichst vermeiden an den Hauptrouten auf Rastplätzen zu übernachten! Das ist quasi eine Einladung. Besser einen Campingplatz oder Stellplatz fern der Autobahn ansteuern oder in einem kleinen Ort im Landesinnere frei  stehen. Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht.

Abgesehen von der Sicherheit, ist es auch noch viel ruhiger!

Beim Einkauf bleibt einer im Wohnmobil zurück.

Nicht am Rand des Parkplatzes stehen. Wir Wohnmobilisten wollen oft andere Autofahrer wenig stören, suchen uns daher durchaus einen Parkplatz am Rande. Vielleicht sind direkt daneben Hecken, Bäume oder Büsche. Man hat seine Ruhe…
Und genau das nutzen Diebe dann gerne aus. Während des Einkaufs lässt sich dort in aller Ruhe das Wohnmobil aufbrechen und dann geht es „ab durch die Hecke“.

Dem Einbrecher die Sicherungsmaßnahmen zeigen: Eine Kette, die Fahrertür und Beifahrertür verbindet, offen einsehbar. Das gibt es auch als Stange. So lassen sich die Türen nicht mehr von außen öffnen. So etwas wird auf den ersten Blick jeder Einbrecher erkennen. Sind wir ganz ehrlich: Das wird ihn nicht hindern. Die Scheibe eingeschlagen und die Kette oder Stange entfernen oder einfach durchs Fenster ins Innere. Aber Erinnern wir uns: Das würde den gewohnten Ablauf stören und noch dazu Zeit kosten. Und Zeit hat kein Verbrecher!

Die Alarmanlage zeigen.
Entweder mit Schildern oder die Tastatur sichtbar montieren, Sirene, Blinklicht.
Ich persönlich halte nichts von Alarmanlagen, denn erstens schaut heute keiner mehr, wenn es hupt und blinkt und zweitens sind die Diebe dann ja schon im Wohnmobil. Ein Schaden (z.B. die Tür) ist ja schon entstanden.
Jedoch kann der Anblick einer Alarmanlage, eines Glasbruchmelders schon abschrecken.
Meine Frau meinte zwar: Das lädt doch nur ein: „Hier ist etwas zu holen“
Aber ich denke, der Einbrecher sucht sich lieber ein einfacheres Opfer.

Kauftip: Eine gute Alarmanlage ist u.E.: Thitronic

Die Türen sichern: Von außen sichtbar eine zusätzliche Sicherung der Wohnmobiltür oder in der Fahrerkabine zusätzliche Halterungen, die ein Öffnen der Tür von außen verhindern. Auch hier sichtbar, damit erst gar nicht versucht wird, dass Schloss zu knacken – denn das wird teuer.

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Türen mit Kette und Schloss sichern (Bauanleitung folgt in Kürze)
Neben dem Fahrersitz kann man die Tastatur der Alarmanlage sehen.

Türsicherung zum Kaufen

 

Ein paar einfache Tricks gibt es natürlich auch:

Ein laufendes Radio signalisiert: hier ist jemand drin.
Idee: Tagesgeräusche (Unterhaltung, Musik, Essensgespräche) aufnehmen und als Dauerschleife (mehr als 30 Minuten, sonst fällt es auf) Mp3 o.ä. im Radio oder Brüllwürfel laufen lassen.

Lampe brennen lassen – vielleicht sogar mit Zeitschaltuhr

TV-Simulator: ein kleines Gerät, das einen laufenden Fernseher simuliert. Wenig Stromverbrauch und effektiv. Aber aufgepasst, auch die Diebe kennen das sicherlich. Daher ein Radio oder den  Brüllwürfel mitlaufen lassen und die Vorhänge vorziehen, damit man nicht sieht, dass es ein Fake ist.

Um das noch einmal zusammen zu fassen:

  • Auf der Urlaubsreise werden weit mehr Autos aufgebrochen und ausgeraubt, wie Wohnmobile oder Wohnwagen!
  • Meiden sie Autobahnraststätten zur Hauptreisezeit. Und wenn sie dort hin müssen, bleibt zumindest einer im Wagen.
  • Nie, nie, nie auf Autobahnraststätten übernachten.
    Besonders gefährdet sollen die Hauptrouten durch Frankreich und Spanien sein, Italien, Kroatien. Dort warnten zuletzt sogar Radio und TV davor. Aber auch in Deutschland und Polen ist das nicht mehr sicher.
    Schon gar nicht zur Hauptreisezeit!
  • Eine gute VERSICHERUNG!
    Klären sie mit ihrer Hausratversicherung ab, ob bei Diebstahl ihre Wertsachen im Wohnmobil versichert sind. Und in welchem Umfang. Eventuell sollten sie eine eigene Versicherung abschließen oder erhöhen.
    Ich habe für meine Fotoausrüstung eine weltweit gültige Versicherung bei Pergande und Pöthe abgeschlossen, die Schadensfälle in der Vergangenheit auch schon für mich reguliert hat – das funktioniert also tatsächlich!

Und sollte es sie doch einmal treffen:

NIEMALS WEHREN!

Sollten sie überfallen werden, geben sie bereitwillig alle Sachen heraus! Wehren sie sich nicht. Ihr Eigentum ist ersetzbar und hoffentlich versichert. Und wenn nicht: IHR LEBEN IST MEHR WERT!
Nichts, aber auch wirklich nichts sollte sie dazu verleiten, den starken Mann oder Frau zu spielen!
Es wurden in Rom schon Menschen neben Autos oder Motorrädern mitgeschleift und schwer verletzt, die die Handtasche, den Rucksack oder die Kamera nicht loslassen
Man kann den Urlaub auch ohne Notebook oder Kamera, sogar ohne Geldbeutel fortführen. Aber schwer verletzt oder tot, wird das schwierig.
Bleiben sie gelassen, man will nur ihr Geld. Je schneller, desto lieber.
Verfolgen sie die Täter nicht – überlassen sie das den Profis von der Polizei. Die Chance ihr Eigentum zurück zu erhalten ist ohnehin äußerst gering

Haben wir deswegen also Angst oder auch nur Bedenken mit dem Wohnmobil zu verreisen?

Überhaupt nicht. Gauner gibt es immer und überall und die Wahrscheinlichkeit zuhause bestohlen oder ausgeraubt zu werden ist wahrscheinlich sogar größer. Mit gesundem Misstrauen und etwas Menschenverstand haben wir es bislang immer vermieden in brenzlige Situation zu kommen.

Und sehr oft hat es sich gelohnt, den ortsansässigen Menschen zu vertrauen und zu fragen und einfach bei ihnen zu stehen oder zu bleiben. Da brauchte man keine Tür abschließen oder aufzupassen. Viele schöne Erlebnisse zeugen davon und lassen uns das Wohnmobilleben so erstrebenswert erscheinen.

Hier weiterlesen: Bastelei: Türen selbst sichern

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25 Gedanken zu „Wohnmobilurlaub ist riskant!“

  1. Hallo,
    was hilft eine Stahlkette im Führerhaus, wenn die Fenster im Aufbau an max. 3 kleinen Plastikteilen „gesichert“ sind, die quasi jeder mit bloser Hand abbrechen kann?
    Wohnmobile werden mitlerweile nicht mehr nach „wer ist am wenigsten sichtbar gesichert“ aufgebrochen, sondern nach anderen Gesichtspunkten.
    Es wird beobachtet, ob die Besitzer z.B. teure Markenkleidung tragen!
    Ein relativ neues Wohnmobil in Verbindung mit teurer Markenkleidung lädt Diebe direkt ein!
    Nur wer sein Mobil zusätzlich absichern muss, hat auch Wertgegenstände an Bord!

    Auch wird beobachtet, was die Wohnmobilfahrer unternehmen.
    Wird per Beobachtung festgestellt, dass der Besitzer des WoMo für 1 Std oder mehr, sein WoMo verlässt, besteht eine vielfach höhere Gefahr!
    Sorry, aber die Ketten bringen absolut gar nichts!
    Nicht einmal etwas für das „gute Gefühl“.

  2. … wir haben unsere tierische Sicherung an Bord, Larry und Paula, brauchen neben Futter auch eine richtige Aufgabe, aber den Tipp mit den abgelegenen Plätzen finde ich gut … Annett

  3. Hallo,

    Zu Insider.

    Die Ketten funktionieren. Morgens waren meine „beiden“Türschlösser kaputt, aber keiner im Auto.
    Ich benutze einen Spanngurt und zwei Haken aus dem Baumarkt, wo man Leitern an der Wand aufhängt. Die Enden an der Tür sind zudem in Rot.
    Jeder Schutz und ist er noch so simpel, ist besser als nichts. An der Aufbautür haben wir HEO. Erstens ist das Schloss verdeckt und zweitens kann man den Griff nicht ziehen.

    Mit Angst in den Urlaub fahren ist nicht richtig. Ganoven gibt es auch vor der Haustüre.
    Genießt fremde Gegenden und fremde Menschen. Ihr habt nur ein Leben. Nutzt es.

    Gruß

    Ralf

  4. Leider kann ich nur bestätigen: wirklich niemals eine Aubobahnraststätte zum Übernachten auszuwählen. Uns ist es gerade gestern Nacht passiert auf der Autobahn A7 zwischenOrgange und Avignon ca.1km vor der Ausfahrt 24 in RichtungMarseille.wirhaben geschlafen und nichts gemerkt : eingestiegen durch das Beifahrerfenster -ohne Beschädigungen amFahrzeug und Fahrzeug durch die Aufbautür verlassen.AllesBargeld und sämtliche Bank und Kreditkarten inkl 2 kompletter Handtaschen mit diversen Inhalten wie
    Sonnenbrille RayBan iPhone und sogar Schmuck ist weg. Mein Mann hat mir nie geglaubt, wenn ich die Warnungen aus demInternet vorgelesen habe -nun wird das wohl anders sein. Wir versuchen gerade an eine Blitzbargeldüberweisung zu kommen und eine Ersatzkreditkarte – aber wieviele Telefonate und Mails und natürlich Stunden wir damit verbracht haben diese Situation zu lösen: 1Handy +1iPad waren -Gott sei dank -nicht direkt greifbar!Bei derPolizei in Salon de Provence waren wir natürlich auch . Schlüssel waren noch da und sogar meine Ehering trotz Besatz mit kleinen Brillis -ist das nicht nett?

  5. deswegen habe ich unter der Matratze noch ein kleines Staufach. Bevor ich mein müdes Haupt zur Ruhe lege, kommt dort alles wichtige verstaut (Papiere, Kreditkarten, Geld, Handy, Schlüssel). Da müsste mich schon jemand samt Matratze hochheben, ehe er daran kommt.

  6. an Emil: Wenn die Richtigen kommen, werden sie Dich auch hoch heben. Eingenebelt in Narkosegas, dass in den Wagen geleitet wird, träumst Du (vielleicht)schön und schläfst tief, während auch diese allseits bekannten Verstecke abgesucht werden. Die Ganoven schrecken vor relativ wenig zurück, außer es ist Bewegung im Wagen. Auf einer Fahrt durch Spanien hatten wir auf einem (Maut-)Autobahnabschnitt übernachtet, hinter einer uns unbekannten Kollegen-womo-Fahrer-Familie, bei denen wohl immer einer die ganze Nacht über wach blieb. Die Aufbau-Türe war jedenfalls offen und die „Wache“ war immer mal wieder zu sehen. Bevor wir uns gegen 03.00 Uhr zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit hinlegten, konnten wir dann noch beobachten , wie ein Reisebusfahrer aus seinem Schlaffach herauskam und in Unterhosen auf dem Platz hinter einem Dieb herlief, um seine Reisetasche wiederzubekommen. Es waren übrigens mindestens 3 Leute, von denen ein oder zwei immer das Umfeld beobachteten. Sie konnten auch die beiden Wohnmobile sehen (ca. 50m Abstand). Auch das links und rechts neben dem Bus weitere Busse und LKWs standen, störte die Diebe offensichtlich nicht. Erst als wir auch aus dem Wagen stiegen und den Flüchtenden anriefen, ließ er die Tasche stehen. Die Bande machte sich schnell aus dem Staub – wahrscheinlich, auf zum nächsten Opfer. Polizei: weit und breit keine zu sehen.

  7. Die meisten Wohnmobile werden ausgeraubt, wenn der Eigentümer nicht da ist.
    Warum sollten Diebe auch das Risiko von der Besatzung entdeckt zu werden eingehen, wenn sie nur darauf warten müssen, bis die Eigentümer ihr Mobil alleine zurücklassen?
    Jedes Staukastenschloß lässt sich mit primitivsten Mitteln öffnen, ein Heki ebenso, von den Fenstern gar nicht zu sprechen.
    Bestimmt macht so eine Kette bei den anderen Wohnmobilfahrern am Stellplatz enorm Eindruck, den Dieben wird sie aber nur ein müdes lächeln bereiten!
    Sorry, aber warum soll man die Türen im Fahrerhaus zusätzlich derart verrammeln, wenn diese eh schon das größte Hindernis im Vergleich zu Fenstern, Dachluken usw. im Aufbau sind?
    Da werden teilweise wirklich viele Euros für die „gefühlte“ Sicherheit investiert, aber das Geld für eine Übernachtung am Campingplatz reicht dann scheinbar nicht?

    1. @Friedrich B.

      Wäre ich ein Dieb, würde ich vermuten, dass die höherwertigen Artikel in dem Wohnmobil mit Kette zu holen sind.

      Aber ich würde auch abwarten, bis die Eigentümer das Mobil verlassen und darauf achten, bei welchem Mobil Personen mit teurer Markenkleidung, teuren Handtaschen, teuren Uhren usw. aussteigen.

  8. Vor einigen Jahren hat man unser Wohnmobil in Arles Südfrankreich bei einem Stadtfest aufgebrochen und ausgeraubt. Da wir unsere Wertsachen, Geld, EC Karten usw. bei uns trugen hatten wir zunächst Glück obwohl da schon der Schock tief saß. Wir meldeten der örtlichen Polizei in Arles den Diebstahl. Als wir uns dort von dem Polizisten verabschiedeten fragte er uns wo die Reise denn nun weiter hinginge und blöd wie wir waren gaben wir konkrete Angaben. In der folgenden Nacht, die wir dann auf einem Autobahnrastplatz verbrachten unter mindestens weiteren 30 -40 Wohnmobilisten, wurden wir mit Gas betäubt und man raubte uns den Rest. Die herbeigerufene Polizei kannte das schon und wusste genau, dass unsere Papiere vermutlich auf dem nächsten Rastplatz entsorgt worden waren und sie brachten sie uns dann auch zügig zurück. Im Nachhinein glaube ich, dass wir es auch mit einem oder mehreren korrupten Polizisten zu tun hatten, denn der Rastplatz war weit weg von Arles und zweimal Opfer zu werden innerhalb von 12 Stunden ist wohl unwahrscheinlich. Hilfe haben wir von der Polizei keine bekommen. Wir waren zunächst mal nicht in der Lage die Autobahn wieder zu verlassen, da wir kein Geld mehr für die Mautstelle hatten. Das interessierte die Polizei aber nicht. Wir hatten dann Glück eine achtlos aufbewahrte EC Karte in der Seitentür des Autos wieder zu finden, die uns ermöglichte die Heimreise anzutreten.
    Zunächst hatten wir keine Lust mehr auf Frankreich. Aber Zeit heilt bekanntlich Wunden. Da wir uns dieses Jahr mal wieder trauen wollen, habe ich in diesem Forum versucht Informationen zu bekommen ob es immer noch so gefährlich ist. Wenn ich den Bericht von Petra lese, dann wird mir ganz schlecht und wir denken nochmal nach ob wir uns erneut dieser Gefahr aussetzen wollen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit wiederum zum Opfer zu werden prozentual möglicherweise gering ist.

  9. Ein Womo ist nun mal nicht Fort Knox.In meinem Buch „Wohnmobilidten sind auch nur Menschen“sind zahlreiche einfache Tipps solche Situationen zu verhindern bzw. abzuschwächen. Wichtige Dokumente, EC Karte und Geld sollten stehts im Safe aufbewahrt werden. Ist dieser nicht vorhanden, werden sie so untergebracht, das sie nicht gefunden werden. Wenn möglich an verschiedene Stellen.

  10. Bevor ich zum Thema komme: Schöne Website, bitte weiter so!

    Wir sichern unser Womo mit den Heo Schlössern für die Türen. Dabei geht es uns nicht darum, uns im Fahrzeug zu schützen. Das übernimmt unser Begleiter auf 4 Pfoten. Die Zusatzschlösser montierte ich, nachdem das Fahrzeug einmal aufgebrochen wurde. Allerdings nicht im Ausland, sondern bei uns vor der Haustür. Gestohlen wurde nur das Radio und der Rückfahrmonitor. Materieller Schaden 400€

    Leider konnte der dumme Dieb die Push locks nicht öffnen. Er nutzte einen Schraubenzieher (Klingelbreite 4mm, an jedem Schrank deutlich zu sehen) Schaden an den Möbeln 800€.

    Zum glorreichen Schluss pinselte die Spurensicherung dann alle Möbel mit Grafit ein, ein Tag Putzarbeit kam so dazu. Alle, auch die Polizei, waren sicher, dass der Dieb aufgegeben hätte, wenn er die Tür nicht aufbekommen hätte. In unserer ruhigen Wohnstraße spendeten weitere 4 PKW die Radios.

  11. Bin Italien in brescello ausgeraubt worden der Safe rausgerissen und Kleinigkeiten der Safe war zum Glück leer .

    Also der Safe nützt nichts .
    einfach durch womo Tür rein schloss zerfetzt kein Problem .
    Wir waren nur 10 Minuten weg.

    Anzeige erstattet Februar 2016

  12. Hallo, bin vor 3 Tagen in Schweden ausgeraubt worden, nachts schlafend und das trotz Hund! 2 weiter Womos direkt neben uns ebenso! Durch die Fahrertür, keiner hat etwas mitbekommen trotz unmittelbarer Nähe. Polizei sehr hilfsbereit und sicher das KO Gas eingesetzt wurde!
    Gruss Andreas

    1. Beschreibe bitte mal die näheren Umstände. Wo war es. Wo standet ihr?
      Stellplatz. Campingplatz. Autobahn.
      Welche Sicherungsmassnahmen nutzt ihr. Extra Schlösser?

  13. Ich sichere unser WOMO überhaupt nicht.
    Wir sind seit 1980 mit den Wohnmobilen unterwegs in ganz Europa und bis heute nichts passiert.
    Vor einigen Jahren habe ich in Spanien einen Wohnmobilisten getroffen der sein Fahrzeug gesichert hatte. Er wurde trotz allem bestohlen und das halber Fahrzeug demoliert.
    Deshalb mein Grundsatz, nicht sicher, denn hinein kommen sie immer.

  14. Vor einer Woche in Göteborg (zentraler Parkplatz/Stellplatz) wurde versucht unser nigelnagelneues WoMo aufzubrechen (Fahrertürschloss geknackt) während wir zur Stadtbesichtigung unterwegs waren. Aufgrund von Heos sind die Diebe aber erfolglos geblieben, die Türen waren weiterhin zu. Auf dem Parkplatz angelte eine Gruppe Nordafrikaner im Kanal (?!?!).

  15. Hätte diese Seite eher lesen sollen. Sind am26.8.17 morgens um ca.4:00 Uhr in Österreich auf dem Weg nach Kroatien während wir im Wohnwagen schliefen ausgeraubt worden. Türschloss aufgestochen und Bargeld aus derHandtasche neben dem Kopf meiner Frau geklaut. Haben beide nichts mitbekommen ( zum Gück ) Wir werden deine Ratschläge übernehmen.

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