Archiv der Kategorie: Grundlagen

Ducato: Die Hinterachse schlägt ständig auf…

Wumms. Wieder ein Schlagloch und mit einem harten Schlag, der von hinten ins Führerhaus schalt, erschreckt uns unser Wohnmobil.

So ein 3,5t Wohnmobil fährt eigentlich immer am Limit. Die Basisfahrzeuge sind zwar für 3,5t ausgelegt – doch die Handwerkerautos, für die die Fahrzeuge eigentlich konstruiert werden, fahren sicherlich nicht dauerhaft voll geladen. Die Anforderung an Motor, Getriebe, Bremsen und Chasis sind u.E. völlig anders.

Überladen

Wir stellen einmal die These auf: Fast alle Wohnmobile unter 3,5t fahren überladen in den Urlaub!
Vielleicht passt ja noch das zulässige Gesamtgewicht, aber spätestens bei den Achslasten wird es spannend.
So hatten wir am letzten Stellplatz das Thema „Aufsetzen“ der Hinterachse angesprochen. Ducato: Die Hinterachse schlägt ständig auf… weiterlesen

Winterfit: an die Toilette denken

Unser Leser Reinhart hat noch einen wichtigen Tip vor dem ersten Frost für uns:
An der Toilette (in seinem Fall eine C260 – aber sicher auch für viele andere Typen) sicherstellen, dass in der Zuleitung kein Wasser mehr steht. Ansonsten könnte der Frost das Magnetventil sprengen – spätestens im Frühjahr eine unschöne Überraschung! Winterfit: an die Toilette denken weiterlesen

Wir rüsten auf: EFOY 140 Brennstoffzelle

An einem trüben Novemberwochenende haben wir testweise eine EFOY 140 in unseren großen Unterboden gestellt und kurzerhand provisorisch angeschlossen. 

Über den Tag haben wir 40 A verbraten – TV, Heizung, Fön, Computer. Da kommt doch einiges zusammen. Nach drei, spätestens vier Tagen wären wir mit diesem Verbrauch im kritischen Bereich unserer Batteriekapazität.
Ab und an zeigte der Solarladeregler mal 1,5 bis 2,5 A an, meist deutlich weniger. Aber das reicht über den Tag hin nicht, um die Verluste auszugleichen.
Dann kam die EFOY erstmals zum Einsatz.

„Läuft nicht“, sage ich zu Inga. „Mist. Vielleicht falsch angeschlossen?“, antwortet sie.
„Es gibt nur zwei Kabel, was soll man da falsch machen?“
„Ich höre aber was.“, meint Nadja.
Wir sind ganz still. 
Ganz ganz still. Und tatsächlich, ein leises, sehr leises rhythmisches Brummen ist zu hören. Man würde es nicht einmal wahrnehmen, wenn es nicht ab und zu aussetzen würde.
„Läuft doch?“ fragt Inga. 
Ich begebe mich in den Unterboden und tatsächlich. Die EFOY läuft längst, die Anzeige verkündet 5 Ah, nur die APP bekommt keine Verbindung. Sie ist so leise, dass wir gar nicht gehört haben, dass die kleine Anlage uns schon unterstützt.
Ich fahre die EFOY noch einmal herunter, ziehe den Bluetooth-Dongle ab und stecke ihn wieder an, starte die Anlage erneut. Und jetzt bekomme ich sofort nach Eingabe der Seriennummer Verbindung und sehe auch auf dem Smartphone, dass die EFOY ordentlich Energie in die Batterie pumpt. 5 bis 6 A – Stunde für Stunde.
Wir stellen auf Automatik und legen den Batterietyp fest und lassen die EFOY arbeiten.
Am Morgen haben wir wieder 100%.
Hip, Hip, Hurray! – AUTARK!!!


Die nächsten drei Tage machen wir uns keinerlei Gedanken mehr über unseren Verbrauch. 
Und nun – wir sind wieder zuhause – klären wir erst einmal mit dem EFOY-Hersteller, an welcher Stelle wir am besten die Anlage verbauen.
Denn unser erster Gedanke, in einem kleinen Räumchen unter der Truma-Heizung, scheitert womöglich an der hohen Temperatur, die dort herrschen kann. Über 40 Grad wird die EFOY heruntergeregelt. Aber dies und viele andere Details erzählen wir euch in unserer Einbaueinleitung zur EFOY.

Mehr zum Thema Freistehen? Lesen sie: Wie viel Solarpower brauche ich im Wohnmobil

Winter: Wie mache ich mein Wohnmobil winterfest?

Winterfest

Die Frage trifft früher oder später jeden Wohnmobilfahrer (aber auch Wohnwagenbesitzer):

Wie mache ich mein Wohnmobil winterfest?

Nachdem ich viel gelesen habe, dabei auch viel Unsinniges, stellten wir uns die Frage: Beheizen wir das Wohnmobil über den Winter, oder machen wir es winterfest? Sollte man wöchentlich oder wenigstens zweiwöchentlich das Wohnmobil nutzen, ist es durchaus sinnvoll permanent die Heizung laufen zu lassen. Dabei ist es eine Kostenfrage, ob man die Gasheizung dazu nutzt oder einen elektrischen Ofen oder Frostwächter. Gas ist dabei die deutlich günstigere Variante! Strom um ein vielfaches teurer! Trotzdem summieren sich die Kosten rasch auf 20-30 Euro die Woche! wenn es richtig kalt ist. Desweiteren muss sichergestellt werden, dass die Heizung nicht ausfällt. Also z.B. Gas und Frostwächter und regelmäßig kontrollieren! Egal, wie man sich entscheidet: Das Heizen kostet Strom, ohne Nutzen! Denn es wohnt niemand in dieser Zeit im Wohnmobil. Es ist also reine Bequemlichkeit, den Winter über zu heizen. Denn das Mobil winterfest zu machen, dauert seine Zeit und bedarf einer Checkliste.

Die will ich mir hier für unser Wohnmobil erstellen. Die Liste hat dementsprechend keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist für andere Womos vielleicht nicht weitgehend genug. Winter: Wie mache ich mein Wohnmobil winterfest? weiterlesen

Dreikampf: Camping.info Pro, Womo Stellplatz Pro und Caramaps im Test

Drei neue Apps buhlen um die Gunst der Wohnmobilisten.
Camping.info Pro, Womo Stellplatz Pro und Caramaps

Wir haben alle drei Anwendungen in den letzten Monaten gegeneinander laufen lassen und auch mit den alten Platzhirschen verglichen. 

Der große Vorteil der neuen Apps ist, dass sie die Neuerungen in den Betriebssystemen der Smartphones optimal nutzt.
Dazu entspricht das Look and Feel dem, was man mittlerweile von Apps erwartet. Im Test standen nur die Android-Versionen, für andere Betriebssysteme erwarten wir Dreikampf: Camping.info Pro, Womo Stellplatz Pro und Caramaps im Test weiterlesen

Einbruch, Raub, Überfall: Gefahr im Wohnmobilurlaub ist vermeidbar!

In einem älteren Bericht haben wir dazu schon einmal einige Tipps gegeben.
Nun dreht sich die Welt weiter und auch wir haben einiges geändert und unser Verhalten angepasst.
Denn eins ist sicher: Der Urlaub darf nicht durch einen Überfall, Diebstahl oder Raub im Chaos enden.

Im Gespräch mit Herstellern und  Anbietern von Sicherheitstechnik haben wir in den letzten Monaten einiges erfahren, dass unsere Sicherheitsstrategie bestätigt, aber auch neue Verhaltensmuster fordert.

Unsere Zusatzsicherungen:
Zusatz-Türschlösser für die Fahrer- und Beifahrertür von Fiamma
Thitronik WiPro III Alarmanlage
Türstange für das Fahrerhaus von Fiamma
Aufbautürsicherung Fiamma Pro
GPS-Tracker

Einig sind sich wirklich alle, so hört man vom ADAC, der Polizei, den Herstellern oder den Sicherheitstechnikanbietern:

NIEMALS auf Rastplatz-Parkplätzen an der Autobahn übernachten!
Dies gilt nicht nur für das Ausland, sondern selbstverständlich auch für Deutschland!
Binnen Minuten werden dort Wohnmobile geknackt und ausgeraubt, ohne dass selbst die Insassen davon etwas merken.
Tipp: Von der Autobahn abfahren und abseits der lauten Autobahn einen Stellplatz anfahren. Alternativ nutzen wir gerne einen Wanderparkplatz oder suchen uns Sportplätze oder -hallen. Dort gibt es immer eine deutlich leisere und sicherere Übernachtungsmöglichkeit.
Dazu am Morgen einen Bäcker vor Ort. So wird die Reise zum Urlaubsziel zum Genuss und artet nicht in Stress aus.
Einbruch, Raub, Überfall: Gefahr im Wohnmobilurlaub ist vermeidbar! weiterlesen

Wieviel „Solaranlage“ brauche ich im Wohnmobil?

Wie viel Solarpower brauche ich auf dem Wohnmobildach, um unabhängig zu sein. Dieser Frage habe ich mich schon einmal von der Seite der Verbraucher genähert: Stromverbrauch im Wohnmobil

Dabei habe ich beim Besuch der Profis von FraRon nun gelernt, dass noch ganz andere Faktoren wichtig sind.

Denn es ist genauso unsinnig, sich viele Solarpanels aufs Dach zu kleben, ohne auf die Batteriekapazität zu schauen, wie fette Batterien im Wohnmobilbauch zu bunkern, und nur ein kleines Ladepanel auf dem Dach zu haben.

Unser Ziel ist es, lange Zeit autark zu stehen, also ohne Landstrom auszukommen.

Dabei muss man sein Reiseverhalten und seine Verbraucher im Blick haben.

FraRon hat dazu einen Fragebogen entwickelt, um den optimalen Mix für den Kunden herauszufinden, deb wir für uns einmal ausgefüllt haben:

Nutzungszeitraum: das ganze Jahr

Reisegebiet: Deutschland, Skandinavien
 Bevorzugter Reisestellplatz: meist autark

Kapazität der Aufbaubatterie/n: 80 Ah / 12 V

Ist Platz für eine eventuell erforderliche Zusatzbatterie vorhanden bzw. erwünscht: Ja

Wo befinden Sich die Aufbaubatterien? Im Beifahrersitz

Aus dem früheren Artikel und durch einige Jahre Erfahrung kennen wir unseren Verbrauch:
meist 40Ah, im Winter 60Ah – im Sommer in der Spitze 70AH und im Winter können es auch 100 Ah werden.

Jetzt rechnen viele: 100 Watt Solaranlage = 8,3 Amper. Wenn die Wieviel „Solaranlage“ brauche ich im Wohnmobil? weiterlesen

Netzvorrangschaltung: dann gibt es immer 230 V Strom aus der Steckdose

Im nächsten Teil unserer Stromumrüstung werden wir als Ergänzung zum Fraron Wechselrichter noch eine Stromvorrangschaltung einbauen und um den Überblick über den Stromverbrauch zu haben folgt dann noch ein Batteriemonitor BMV 700* mit Bluetooth.

Bislang klappt alles wunderbar: Die neue 200 AH Batterie speist alle Lampen, 12V Steckdosen und den TV. Für die Geräte, die nur mit 230 Volt funktionieren, schalten wir den Wechselrichter hinzu.
Momentan stöpseln wir die Geräte noch an ein Verlängerungskabel an, dass in einem der Staukasten endet. 
Das funktioniert zwar, ist natürlich nicht sonderlich praktisch.

Im letzten Urlaub in Ischgl war dies problemlos, brauchten wir den den Föhn doch nur einmal am Tag.

Viel schöner wäre es aber, wenn der 230 Volt Strom einfach an jeder Steckdose vorhanden wäre. Ganz wie zuhause.
Und noch schöner, wenn automatisch zwischen Landstrom und Wechselrichterstrom umgeschaltet werden würde.

Denn – ganz wichtig – man kann nicht einfach Netzvorrangschaltung: dann gibt es immer 230 V Strom aus der Steckdose weiterlesen

Wie funktioniert die Toilette im Wohnmobil? – WOHNMOBIL FÜR BEGINNER – DIE EINSTEIGER-REIHE

Ja, so etwas gibt es wirklich.
Man kauft oder mietet ein Wohnmobil und geht irgendwann auf das stille Örtchen und bemerkt: Das funktioniert ja ganz anders, wie zuhause.
Und während die Notdurft in der Schüssel langsam riecht, krabbelt man um die Toilette und versucht zu verstehen, wie sie funktioniert.

Hier erklären, wir, auf was man achten sollte und wie es funktioniert

Aber fangen wir erst einmal mit dem Aufbau einer normalen Campingtoilette an. 
Im Regelfall sind die Toiletten in den modernen Wohnmobilen aus
dem  Haus Thetford oder Dometic.

Schüsselprobleme

Im Grunde ist die Campingtoilette nicht viel anders, wie Wie funktioniert die Toilette im Wohnmobil? – WOHNMOBIL FÜR BEGINNER – DIE EINSTEIGER-REIHE weiterlesen

Stromversorgung – WOHNMOBIL FÜR BEGINNER – DIE EINSTEIGER-REIHE

Auch im Wohnmobil kommt der Strom aus der Steckdose. Wenn er kommt. Denn im Normalfall sind nur die 12V-Steckdosen aus der Batterie versorgt. Die normalen 230V Steckdosen funktionieren nicht. 

Erst wenn man das Wohnmobil an den Strom des Campingplatzes oder Stellplatzes angeschlossen hat, gehen auch die 230 Volt Steckdosen. Wir nennen deswegen auch den Strom von außen: Landstrom

Das bedeutet: Während des Fahrens oder des Freistehens  funktioniert alles nur über die 12V Aufbaubatterie.
Das Wohnmobil hat mindestens 2 Batterien. Eine für den Motor und eine für das Wohnmobil. Die Aufbaubatterie (Der Name kommt von der Kabine oder den ‚Aufbau‘ auf das Basisfahrzeug). Beide sind voneinander getrennt. Sonst könnte es passieren, dass der Aufbau (das Wohnmobil) die Batterie leert und man den Motor nicht mehr starten kann.

Die Batterien werden, wenn der Motor läuft, über die Lichtmaschine geladen. Hängt man am Landstrom, wird oft nur Stromversorgung – WOHNMOBIL FÜR BEGINNER – DIE EINSTEIGER-REIHE weiterlesen