Archiv der Kategorie: Allgemein

Was macht der Buckelwal in Brügge?

Ein tolles Kunstwerk steht in Brügge.
Aber eigentlich ist der Hintergrund ziemlich traurig.
Der gesamte Wal ist aus Plastikmüll aus dem Meer zusammen gesetzt.
Der Künstler hat dazu extra die Plastikteile aus den Ozeanen der Welt gesammelt.
Ein holländischer Reiseführer erklärte seiner Gruppe dazu: „Da hätte er nicht in die ganze Welt gemusst. Das haben wir alles schon direkt vor unserer Küste.“

So langsam müssen wir ALLE dagegen etwas tun.
Und uns nicht damit heraus reden, was es denn bringe, wenn wir Plastik vermeiden, aber die da in Asien den Müll ins Meer kippen.

Die ANDEREN sind auch wir – für die anderen.

Womit wir beim Wohnmobil und beim Urlaub sind.
Daheim sind wir alle Müllvermeider und trennen, was das Zeug hält.
Im Urlaub kommt dann alles in eine Tüte und ab in die nächste Mülltonne.
Es ist möglich, auch im Urlaub zu trennen und zu entsorgen.
Es ist aufwendig und immer noch bieten viel zu wenig Parkplätze und Stellplätze getrennte Sammlung an.
In Deutschland ist das selten, im Ausland sehen wir das schön öfter.
Also fordert doch von den Touristenverbänden Mülltrennung. Fordert es auf jeden Camping- und Stellplatz.
Und lasst die Plastikverpackung im Supermarkt und nehmt Jutetaschen zum einkaufen mit.

JEDER MUSS ETWAS TUN.
Und sei es auch nur ein klitzekleiner Beitrag.

DANKE fürs Zuhören

Kleiner Nachtrag:

Leider ist es auch in Belgien an der Tagesordnung, dass Menschen ihre Taschentücher, Cola-Dosen und Plastiktüten einfach fallen lassen.
Und das ist kein Problem der jungen Leute, sondern auch bei älteren Menschen anzutreffen.
Ich bin immer erschüttert, wenn ich Menschen die Nase putzen sehe und diese dann ihr Papiertaschentuch gezielt in den nächsten Busch werfen.
Glauben die wirklich, dass das Papiertuch sich rasch auflöst?
Oder an einem Wanderweg, wenn der Stuhlgang drückt, die nächste Hütte aber weit ist – dann geht man in den Wald. Und dann liegt da das Geschäft mitsamt der Taschentücher.  Einfach eklig!
Wenn sie es wenigstens verbuddeln würden.

Ganz übel – und das ist in Deutschland mittlerweile ein echtes Problem (der Jugend)
Mc Donalds Tüten vom abendlichen Gelage auf dem Parkplatz, einfach aus dem Fenster geworfen und weiter fahren.
Die Plastikbecher und Dosen werden dann im nächsten Stau bei der Ausfahrt in der Kurve entsorgt.
Was ist nur passiert? Da kämpfen Menschen für den Erhalt des Hambacher Forstes und andere vermüllen in aller Seelenruhe die Landschaft!

Wenigstens wir wollen es besser machen, oder?

Lohnt der Kauf eines Wohnmobils, wenn man berufstätig ist?

Die letzten Tage war es bei uns, was das Wohnmobil angeht, etwas ruhiger. In unserem Dorf war Kerb und an vier Tagen herrscht Ausnahmezustand. 
Da bleibt in den Wochen davor keine Zeit für eine Fahrt mit dem Wohnmobil.
Berufsbedingt kommen wir und die meisten von euch nur am Wochenende und im Urlaub dazu, das Wohnmobil zu nutzen.
Und Familie, Freunde, Feste, Vereinsleben kürzen noch einmal die Anzahl der Wochenenden massiv ein, an denen man mit dem Wohnmobil losziehen kann.
Und wenn man das Wohnmobil nur für die wenigen Wochen Urlaub im Jahr nutzt, dann muss man sich schon fragen, ob sich das für einen rechnet. 

Vielleicht geht euch das auch so, dass man Mittwochs davon träumt, am Freitag durchzustarten. Aber dann sind da alte Freunde, die Eltern, die Kinder. Ein wichtiger Termin und man kommt doch nicht los.
Oft höre ich auch: Das Packen hindert mich am losfahren. Bis alles gerichtet ist und aufgefüllt und eingekauft und eingeladen – da bleiben wir am Ende doch lieber daheim.

Die Sehnsucht ist groß: RAUS!
Und doch behindern wir uns oft selbst.

Am Ende muss man sich dann schon fragen: Lohnt sich ein Wohnmobil überhaupt, wenn ich nur im Urlaub damit weg fahre?

Familie und Freunde sind wichtig und gehen vor. Aber man kann trotzdem sein Wohnmobil mit ein wenig Planung und Vorbereitung besser einsetzen:

1) Sucht euch freie Wochenenden im Kalender und markiert euch diese, wie einen Urlaub: Eine feste Vereinbarung: Wir fahren an diesem Tag weg.

2) Nein sagen lernen: Manchmal muss man Freunden und Familie für eine Einladung absagen.

3) Eurer Wohnmobil ist immer bereit:
Ein paar Klamotten, der Pyjama, Zahnbürste und einige Lebensmittel sind immer im Wohnmobil, Gas und Wasser aufgefüllt. Dann kann man spontan los und muss nicht erst viel packen. Einen Supermarkt, um weitere Lebensmittel zu kaufen, findet sich immer

4) Nicht vom Wetter abhängig machen:
Oft ist das Wetter am ‚Packtag‘ gar nicht schön und man fährt am Ende gar nicht los.
Auch bei Regenwetter holt man sich im Wohnmobil Erholung. Und oft ist das Wetter besser, wie es angekündigt wurde.

5) Keine Fernziele für ein Wochenende planen:
Hunderte von Kilometern über die Autobahn für den Wochenendtrip sind gar nicht nötig. Erstaunlich, was man in 30 – 50 Kilometer Umkreis an schönen Plätzen finden kann, die ein Wochenende zum Highlight ohne Stress machen können.

6) Sich nicht zu viel vornehmen!
Keine Ziele, die man abhaken muss, kein fester Zeitplan für die wenigen Tage. Sich einmal treiben lassen. Vielleicht sogar das eigentliche Ziel gar nicht erreichen, weil man schon vorher einen schönen Flecken entdeckt hat. Warum nicht einfach bleiben?

Wenn es trotzdem nicht klappt, und ihr einfach immer etwas anderes zu tun habt, dann verzweifelt nicht.
Es gibt Zeiten im Leben, da kommen immer unvorhergesehene Dinge dazwischen. Manchmal ist es wie verhext: Krankheiten, Unglücksfälle, Unwohlsein.
Irgendwann kommt der Freitag, an dem ihr wieder weg kommt – und das freie Leben im Wohnmobil, an nur einem Wochenende, kommt einem dann noch wertvoller und viel länger vor.

Wir sind in den letzten Jahren oft nur 20 – 30 km gefahren: In den Odenwald, in die Wetterau, an den Rhein. Und oft waren diese Tage so wertvoll, wie ein ganzer Urlaub.
Wir stehen dann gerne auf kleinen Camping- und Stellplätzen, fragen einen Bauern oder nutzen einen Wanderparkplatz.
Wasser , Strom und Gas reichen allemal für drei Nächte und für die Toilette haben wir eine zweite Kassette dabei, um unabhängig von der Entsorgung zu sein.

Solange man berufstätig ist, muss man sich seine kleinen Fluchten immer wieder aufs Neue erkämpfen – aber es lohnt sich.  Oft auch bei nur einer Übernachtung!

Wie macht ihr das? Schreibt uns doch einfach in den Kommentaren, wie ihr eurer Wohnmobil häufiger nutzt.

Womo.Blog auf Youtube: Danke für 1000 Abonnenten

Die 1000 Abonnenten Marke ist geknackt. Wir sind ja spät mit Youtube gestartet, aber nach nicht einmal einem Jahr läuft es sehr gut.

Womo.blog auf Youtube

Viele Menschen kommen und schauen unsere Clips und was uns noch mehr freut: Sie kommen über die Erklär- und Testvideos mit uns ins Gespräch. Erstaunlich, wie viele Mails wir in den letzten Monaten zu den Videos bekamen.

Danke euch allen!

Von China nach Deutschland mit dem Wohnmobil

Von China mit dem Wohnmobil zum Caravan Salon nach Düsseldorf. 
Wenn ihr glaubt, es braucht ein Bimobil oder ein Allrad Adventure Wohnmobil für so eine Tour, so habt ihr unsere netten Nachbarn auf dem Stellplatz noch nicht kennengelernt.
Die beiden sympathischen Chinesen sind von Peking bis nach Europa, durch England und Schottland, nun nach Deutschland gefahren. Das ganze mit einem kleinen Wohnmobil, mit Alkoven und kleiner Küche, ein winziges Bad.
Weiter geht es über Norwegen und Schweden, und dann über die Seidenstraße zurück nach China. 
Auf geht’s. Das packt ihr auch.

Neues Wohnmobil? Das brauchen sie jetzt

Neues Wohnmobil und glücklich?

Um es optimal aufzurüsten, sollten sie noch einiges einbauen und ergänzen:

Bekannte von uns haben sich gerade ein Wohnmobil gekauft und bei der Besichtigung kamen wir ins Fachsimpeln. Und schnell wurde klar: Ein Wohnmobil bietet viele Bastelmöglichkeiten und wird nie vollendet sein. Aber einige Dinge sollte man unbedingt haben oder einbauen. 

Daher haben wir uns die Frage gestellt: Wenn wir morgen ein neues Wohnmobil bekämen, was würden wir unbedingt einbauen oder kaufen: Neues Wohnmobil? Das brauchen sie jetzt weiterlesen

Schottland: Islay – Der Whiskywanderweg

Laphroaig, Lagavulin, Ardberg

6 km Spaziergang und drei berühmte Destillerien erfolgreich abgearbeitet.

Heute ist ein Vatertag. Also einer dieser Urlaubstage, bei denen ich mache, was ich will. Vor zwei Jahren war die Übernachtung am Geirangerfjord (wo mich Steine fast erschlagen hätten).
Dieses Jahr ist es der Besuch meiner Lieblings-Whisky Destille Laphroaig.
Schließlich besitze ich auf Islay auch ein Stück Land.

Ok, nur ein Werbegag, aber die Idee fand ich lustig. Beim Kauf einer Flasche Laphroaig war ein Zettel dabei, dass man sich anmelden sollte und man wäre dann ein Freund und bekäme einen Plot Land auf Islay. Wenn man sein Land besuchen kommt, bekommt man einen Whisky umsonst, man solle aber Gummistiefel mitbringen, es könne sein, dass das Land nicht ganz trocken liegt.

Soweit so gut.
Das war 2011. Ich bekam eine Urkunde zugeschickt und seit diesem Tag, reifte der Plan, irgendwann einmal m e i n Grundstück auf Islay zu besuchen.

Die Insel Islay ist die südlichste Insel der inneren Hebriden und zudem sehr fruchtbar. Aber außer Whiskydestillerien scheint es nicht viel zu geben.
3000 Menschen, 30000 Schafe, einige Sehenswürdigkeiten von der Steinzeit bis heute, ein mildes Klima (sagen die Leute dort – der normale Mitteleuropäer mag da anders denken)

Auf die Frage an eine junge Frau, die gerade Hund und Kind Gassi führt, was das schönste an Islay wäre, erstaunt mich deswegen die Antwort nicht: „Die Winterstürme! Wir haben so herrliche Winterstürme auf Islay“

Aha!

Dann erzählt sie noch, dass sie noch nie im Ausland war und deswegen keinen Vergleich hat. Also sie war schon mal in England. Aber das zählt ja nicht.

Die Menschen hier lieben ihre Insel und was braucht man auch mehr, als weite Wiesen, sanfte Hügel, einen guten Whisky und natürlich Winterstürme. Die dürfen selbstverständlich nicht fehlen.

Ich hingegen habe nur einen Tag für Islay, um genau zu sein sogar nur 4 Stunden.
Wer auch immer sich den Fahrplan ausgedacht hat, es muss ein Spaßvogel gewesen sein.

Um 7 Uhr morgens fährt die Fähre von Kennacraig auf Kintyre ab nach Port Ellen auf Islay.
Und um 12.45 fährt die letzte Fähre wieder zurück.
Die letzte Fähre!
Bei zwei Stunden Fahrzeit bleiben knapp vier Stunden. Und es überrascht mich nicht dass Handwerker zu Insel übersetzen und für ihren Auftrag über Nacht dort bleiben oder aber ganz schnell arbeiten müssen. So Typen treffe ich auf dem Schiff, der Kesselbauer ist am Mittag zurück, die Männer von der Steinmauerfirma bleiben über Nacht.

Die Trockenmauerjungs treffe ich später tatsächlich beim Arbeiten und für 18 Meter Mauer brauchen sie zu dritt drei Tage.
Ich sehe Mauern, die sind hunderte Meter lang – für Steinmauerarbeiter gibt es also mehr als genug zu tun. „Brücken machen wir auch“ sagt der Senior und lacht. „Der schönste Beruf der Welt“
Vielleicht sollte ich das mal in Deutschland beginnen. Hört sich nach einer Marktlücke an.

Zumindest in Schottland funktioniert es und die zwei Männer sehen bei ihrer Arbeit glücklich aus. Hat etwas von Tetris in 3D.

Port Ellen kommt in Sicht.
Von der kleinen Hafenstadt wurde ein Touristenpfad bis zur Destillerie Ardberg gebaut.
Diesen Weg kann man in 3 ½ Stunden bequem wandern und so drei bekannte Destillerien besuchen und die Mittagsfähre zurück nehmen.
Dachte ich beim Aussteigen noch, dass ich der einzige Bekloppte bin, der sich so etwas antut, spätestens auf dem gut ausgebauten Weg stelle ich fest, dass mit mir einige Dutzend sich auf den Weg gemacht haben. Per Fahrrad bin ich kurze Zeit später bei Laphroaig und jetzt kommt die große Überraschung: Nix Werbegag: Die meinen das ernst mit dem Plot und der Freundschaft.
Ich bekomme meinen Begrüßungswhisky (um 10 Uhr morgens) und im Besucherzentrum gibt es extra einen Raum mit Gummistiefeln in allen Größen. Dazu Fähnchen zum Abstecken des eigenen Plots mit den verschiedensten Fahnen.

Das Beste aber ist eine ganze Wand mit dicken Büchern.
Hier sind alle registrierten Freunde von Laphroaig eingetragen und da ich meine Nummer kenne, finde ich tatsächlich in einem der über 130 Bücher meinen Eintrag.

Nach einem Whiskytasting (es ist ja immerhin schon 10:30) bei dem ich drei interessante 15 jährige probiere, mache ich mich auf, um meinen persönlichen Plot zu suchen.

Mein GPS spinnt ein wenig, zeigt mir dann aber das Areal.
Schön grün und nicht einmal unter Wasser.
Zwei Holländer, die mit mir schon auf der Fähre waren, wandern mit ihren Fähnchen aber in eine ganz andere Richtung. Irgendetwas ist hier faul. Also beschatte ich sie heimlich und komme auf der anderen Straßenseite auf ein großes Feld – mit vielen, vielen Fähnchen aus aller Herren Länder.
Ich checke noch einmal Google und siehe da, mitten auf dem matschigen Feld zeigt er nun meinen Plot. Da hätte ich doch beinahe ein falsches Stück Land als mein Eigentum markiert! Der steht zwar dank der aktuellen Trockenheit nicht unter Wasser, aber im restlichen Jahr verwandelt sich der matschige Boden sicher in eine nette Schlammparty – gut, dass Laphroaig so viele Gummstiefel für seine Freunde zum ausleihen anbietet.

Jetzt aber schnell weiter, die Zeit rennt.
Mit dem Rad ist man in wenigen Minuten auf dem perfekt ausgebauten Wanderweg bei der Destillerie von Lagavulin.
Auch hier teste ich einige Whisky (es ist ja schon fast 12 Uhr, da ist das sicher auch Nicht-Schotten erlaubt), aber auch der teure 18 jährige Whisky trifft meinen Geschmack nicht.

Relativ schnell finde ich mich daher in Ardberg wieder.
Ardberg ist im Vergleich zu Lagavulin deutlich mehr auf Besucher ausgerichtet. Ein großzügiger Außenbereich, überall stehen Exponate, Weinfässer, alte Gerätschaften, ein großer Verkaufsraum.
Ich teste diesmal nur 2 Sorten (8 Whisky bis zur Mittagszeit – das wird eine lustige Heimfahrt), aber auch hier finde ich nur, was ich in Deutschland auch kenne.

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Überhaupt sind die Preise in Schottland für Whisky deutlich teurer. 10-15% spart man für die Flasche, wenn man sie in Deutschland bestellt.

Auf dem Rückweg überhole ich die ganzen Fußgänger, die schon morgens mit mir auf der Überfahrt waren und bin pünktlich um 12.45 Uhr an der Fähre.

Was wirklich sehr schade ist, denn Islay hat sicher viel mehr zu bieten als drei Destillen. Landschaftlich sah es sehr nett aus und einige Wohnmobilstellplätze um Port Ellen lassen auch einen längeren Aufenthalt zu.
Wer aber nur einmal die berühmten torfigen Whisky Destillerien von Islay sehen möchte, der kann den Schnelldurchgang wie oben beschrieben wählen.

Zurück am Festland fahren wir über Oban in Richtung Fort Williams. Glencoe soll der nächste Höhepunkt unserer Reise werden.
An einem stillen Wanderparkplatz nicht weit vom Loch Leven und  fern der Hauptroute finden wir einen Platz für die Nacht.

Schottland Reisebericht:

Schottland - Wichtige Infos vor dem Start
Unsere Reiseführer - Buchempfehlung
Die TOP-Reiseziele
01 - Anreise, Jedburgh Abbey, Melrose Abbey
02 - Mit dem Kajak zum Bass Rock, Tantallon Castle, Basstölpel und Robben  
03 - Edinburgh mit dem eBike, Castle und Royal Mile
04 - Harry Potter Trail, Dean Village und die Kelpies
05 - Stirling Castle, Wallace Monument
06 - Zum Golfen nach St. Andrews
07 - Highlands und Balmoreal Castle: Die Queen ist zu Besuch
08 - Dunnotar Castle - Pennan
09 - Whiskytasting und das Schlachtfeld Culloden
10 - Dunrobin Castle und Loch Ness
11 - Delfine vom Stellplatz aus beobachten
12 - Das berühmteste Schloss: Eilean Donan Castle
13 - Hebrideninsel Skye und der Leuchtturm Neist Point
14 - Feary Pool ohne Wiederkehr
15 - Singing Sands
16 - Tobermory auf Mull
17 - PUFFINS!!!
18 - Islay - ein ganz privater Whisky Trip
19 - Clencoe,
20 - Radtour am Lake Katrine: Mit Sir Walter Scott unterwegs
21 - Calaeverock Castle, Hadrians Wall und Robin Hood
21 - Tipps
22 - Empfehlungen
23 - Reiseroute

 

Schottland: Das berühmteste Schloss: Eilean Donan Castle

Natürlich würden wir gerne bleiben, mit den Delfinen und dem Kajak durch die Wellen flügen.
Am Morgen hängt jedoch dickster Nebel über dem Firth.
Wir legen einen Zahn zu und beschließen nach dem Pausentag direkt nach Skye zu fahren.
Die Straße führt uns vorbei am Loch Garve, Loch Luichart, Attadale zum Eilean Donan Castle.
Heute ist der Weg das Ziel und als wir über eine Hochebene kommen und immer wieder mit offenem Mund vor einer gigantisch schönen Landschaft stehen, ärgern wir uns wieder einmal, nicht schon Rentner zu sein und einfach an jeder Ecke einen Tag stehen bleiben zu können.
Wir finden einen Traumplatz an einem See und verbringen zumindest den Nachmittag in der mittlerweile richtig heißen Sonne (wir brauchen sogar die Markise!) und können wieder einmal unser Glück kaum fassen.
Alles ist so wunderschön, das Wetter genial, die Natur berauschend, Vögel zwitschern überall.
Einfach die Füße hochlegen uns genießen.

Am späten Nachmittag kommen wir an: Das wohl bekannteste Schloss in Schottland.

Eilean Donan Castle

Eilean Donan Castle

Dank dem Film „Der Highlander“ mit Christopher Lampert ist für viele Menschen diese wiederaufgebaute Burg der Inbegriff für die schottischen Highlands. Auch bei „Rob Roy“, „Braveheart“, „Elisabeth“ und James Bond war die Burg schon Kulisse. Kein Wunder, das jeder diese Burg kennt.

So begeistert wir von der Landschaft und der Burg auch sind – toll anzusehen ist sie ja – ein wenig wie in Disneyland kommen wir uns schon vor. Die Touristenflut scheint nie abzuebben! Und die Ausgestaltung der Innenräume (fotografieren verboten) ist kein Highlight!

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Die Burg wurde vor mehr als 100 Jahren wieder aufgebaut und der Bauherr hat sich dabei ein schönes Domizil gebaut, das nun vom Clan Macrae für seine Events und als Museum genutzt wird.
Aber historisch ist hier nicht mehr viel. Und das hat uns dann doch enttäuscht.
Auch sehen die Bilder der Burg aus der Ferne bei weitem schöner aus, wie direkt vor der Burg. Also spart euch den Eintritt und wandert lieber in der Umgebung.

Und so sitzen wir noch einige Zeit auf der gegenüberliegenden Seite des Meeresarms und lassen die eindrucksvollen Bilder wirken. Aufgepasst beim Suchen des Platzes für die besten Perspektive: Die Flut kommt hier sehr schnell und man ist auf der vorgelagerten Insel rasch eingeschlossen.
Die besten Bilder bekommt man tatsächlich ganz einfach auf der Brücke an der Hauptstraße oder oberhalb der Burg (steile Wanderung).

Für uns geht es weiter zur Insel Skye.
Wir haben einen Tipp zu einem tollen Übernachtungsplatz bekommen. Bis zum Sonnenuntergang schaffen wir das spielend, denn die Sonne geht, so weit im Norden, erst gegen 22 Uhr unter.

Ich kann euch nur Park4Night wärmstens empfehlen:
Dieser Platz ist göttlich. Zwar muss man Mut haben, um dort hin zu fahren und das Wohnmobil sollte auch nicht zu groß sein, aber wenn man einmal dort ist, liegt einem die Welt zu Füßen.

Schottland Reisebericht:

Schottland - Wichtige Infos vor dem Start
Unsere Reiseführer - Buchempfehlung
Die TOP-Reiseziele
01 - Anreise, Jedburgh Abbey, Melrose Abbey
02 - Mit dem Kajak zum Bass Rock, Tantallon Castle, Basstölpel und Robben  
03 - Edinburgh mit dem eBike, Castle und Royal Mile
04 - Harry Potter Trail, Dean Village und die Kelpies
05 - Stirling Castle, Wallace Monument
06 - Zum Golfen nach St. Andrews
07 - Highlands und Balmoreal Castle: Die Queen ist zu Besuch
08 - Dunnotar Castle - Pennan
09 - Whiskytasting und das Schlachtfeld Culloden
10 - Dunrobin Castle und Loch Ness
11 - Delfine vom Stellplatz aus beobachten
12 - Das berühmteste Schloss: Eilean Donan Castle
13 - Hebrideninsel Skye und der Leuchtturm Neist Point
14 - Feary Pool ohne Wiederkehr
15 - Singing Sands
16 - Tobermory auf Mull
17 - PUFFINS!!!
18 - Islay - ein ganz privater Whisky Trip
19 - Clencoe,
20 - Radtour am Lake Katrine: Mit Sir Walter Scott unterwegs
21 - Calaeverock Castle, Hadrians Wall und Robin Hood
21 - Tipps
22 - Empfehlungen
23 - Reiseroute

Kroatien mit dem Wohnmobil – Werbung

Zuletzt waren wir im Oktober in Kroatien.
Ruhig und beschaulich geht es dann dort zu, viele Läden und Campingplätze schließen. Man richtet sich auf den Winter ein.

Wer hingegen im Sommer nach Kroatien kommt, der spürt das Leben und die Freude, genießt das warme Meer und die weitläufigen Strände. 

Thomas Cernak hat offenbar das Land über viele Jahre und zu allen Jahreszeiten bereist und berichtet davon in seinem Buch.

Thomas Cernak
Kroatien mit dem Wohnmobil
Die schönsten Route von Istrien bis Dubrovnik
ISBN 978-3734301025

Selten haben wir schon nach wenigen Seiten gewusst, dass der Autor weiß, von was er spricht. In jedem Absatz verstecken sich kleine Anekdoten und Ratschläge.
Auch die von ihm präsentierten Bilder sind für einen Wohnmobilführer außerordentlich gut!
Da macht es wirklich Spaß, immer wieder das Buch durchzublättern und mit ihm durch das Land am Mittelmeer zu reisen.

In den letzten 30 Jahren waren wir viele Mal in Kroatien und kennen das Land recht gut – aber bei weitem nicht so gut, wie Thomas Cernak. Sehr viel neues konnten wir durch das Buch erfahren und erneut Lust bekommen, spontan loszufahren.

Sieben zusammenhängende Touren werden im Buch vorgestellt.
Jede für sich einen ganzen Urlaub wert, aber natürlich kann man die einzelnen Teile auch verbinden.

Gut gefallen uns die abgesetzten Zusatzinformationen und die vielen geschichtlichen Hintergründe, die Thomas Cernak zusammengestellt hat.
Aber auch die gezielten Campingplatzempfehlungen oder gastronomischen Highlights.
Aber das sehen wir an der einen und anderen Stelle auch kritisch: Manchmal steckt uns etwas viel Werbung in einzelnen Tipps. Alternativen gibt es vor Ort freilich viele und wir fragen uns, war gerade dieses oder jenes Gasthaus hervorgehoben wird.
Gerade dort, wo wir selbst schon einmal waren, fielen uns Alternativen ein. Aber dies liegt nun einmal im Auge des Betrachters, und daher soll dies auch keine Kritik sein. Für den Urlauber, der noch nie dort war ist ein Tipp, noch dazu ein guter,  wie im Buch beschrieben, immer besser, wie keiner.

Froh sind wir, dass unser Lieblingscampingplatz keine Erwähnung im Buch findet – es gibt in Kroatien so unendlich viel Auswahl – wer will da bestimmen, was gut oder weniger gut ist?

Etwas irritiert hat uns die Auswahl der Routen und der Höhepunkte.
Paklenica mit seinem Wanderwegen im Nationalpark, nicht nur Winnetou Fans und der Kletter-Elite ein Begriff, fehlt ebenso, wie der Nationalpark Premantura unterhalb von Pula. Aber auch hier muss man dem Autor zu gute halten: Kroatien hat unglaublich viele Sehenswürdigkeiten – man kann unmöglich auf knapp 170 Seiten  alle erwähnen.

Fazit:

Ein sehr gelungenes Werk für Wohnmobilfahrer, nicht nur für solche, die zum ersten Mal nach Kroatien fahren, mit sehr, sehr vielen guten Tipps und Empfehlungen zu Land und Leuten.
Nicht allumfassend und das gesamte Land beschreibend, aber für mehr als einen Urlaub ausreichend.
Dazu eine hervorragende Qualität der Bilder und sprachlich ein Genuss.

Thomas Cernak
Kroatien mit dem Wohnmobil
Die schönsten Route von Istrien bis Dubrovnik
ISBN 978-3734301025