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Norwegen – Durch Schweden bis auf die Lofoten – Reisebericht

Norwegen ist das Traumland für Wohnmobilreisen. Update 2018

Unser Roadtrip geht durch Schweden über Mora schnell bis zu den Lofoten und dann langsam über das Fjordland zurück.

Die schönsten Bilder unserer Reise
Planung

00 – Aller Anfang ist schwer

01 – Es geht los: Ziel Travemünde

02 – Travemünde Växjo und ein überraschendes EM-Spiel

03 – Von Växjö nach Mora

04 – Von Mora bis Bodø – Herkules-Tour

05 – Endlich wieder Lofoten

06 – Uttakleiv – Traumstrand im Geheimen

07 – Nusfjord und Strand von Flakstad

08 – Traumwetter in REINE! Wanderung zum Reinebringen

09 – Haeningsvaer bis Vesteralen – Die Bullen sind hinter uns her!

10 – Walsafari in Andenes

11 – Vogelinsel Bleik und Abschied nehmen

12 – Polarzirkel

Statoil Rallye mit Free coffee!

13 – Torghatten oder die Sache mit dem Loch

Torghatten: Nur an einer Stelle im Meer kann man durch das Loch hindurchschauen

14 – Das Trondheim Fiasko

15 – Von Andalsnes über die Trollstiegen nach Geiranger – The Golden Route

16 – Geiranger und die 5 + 2 Schwestern – Delfine und ein Regenbogen

17 – Vom Geiranger zum Briksdalbreen

18 – Stabkirche von Borgund

19 – Bergen

20 – Auf der Zunge des Trolls – 10h Fjellwanderung zur Trolltunga

21 – Stabkirche Heddal, Oslo und der Holmenkollen

22 – Oslo und Herrn Vigeland sein Park, Felszeichnungen in Tanumsvede und Abschied in Fjällbacka

23 – Fjällbacka – Vogelreservat Morups Tange

24 – Travemünde – Wieder in Deutschland

25 – Badetag an der Ostsee und Heimfahrt

Fazit und Statistk

Belgien mit dem Wohnmobil – ohne Maut und Anmeldung – Urlaubstip

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Belgien ist vielleicht nicht eure erste Wahl für einen Urlaub oder Kurztrip mit dem Wohnmobil.
Das wollen wir mit diesem Artikel ändern.

Belgien kennen viele nur als kleiner Nachbar der Niederlande, an der Küste gelegen und vielleicht auf der Durchfahrt in die französische Bretagne.
Wer an Belgien denkt, denkt in diesem Jahr vielleicht noch an die gelungenen Auftritte der Fußballer bei der WM, an den alten Formel 1 Parcours in Spa oder ein Hoch auf die Royal-Fans: an das belgische Königspaar.

Manch einer erinnert sich vielleicht sogar an Fritten: Die Pommes Frittes sollen in Belgien erfunden worden sein, oder gar an die weltbesten Biere. Auch da rühmt sich Belgien mittlerweile nicht zu Unrecht: Belgische Biere sollen im internationalen Vergleich Spitze sein.

Tim (in Belgien Tintin genannt) und Struppi sind belgische Comic-Helden und verzaubern heute noch die Menschen. Auf mancher Fassade, auf T-Shirts und Taschen, sogar in Museen und in vielen Geschäften sind die beiden zu finden.

Unsere Videos zu Belgien:

Belgien - Mit dem Wohnmobil in die Ardennen
Belgien - mit dem Wohnmobil durch die Ardennen
Belgien - auf dem Weg nach Brügge
Brügge - mit dem Wohnmobil
Belgien Roadtrip Zurück im Hohen Venn

Viele mittelalterliche Städte, von Kriegen unzerstört, warten auf Besucher.
Eine Bevölkerung, die auf der einen Seite sehr weltoffen ist, aber leidenschaftlich um ihre Herkunft und ihre Nationalsprache ringt.
So gibt es drei offizielle Sprachen: Französisch, Niederländisch und Deutsch, die in den entsprechenden Landesteilen strikt gesprochen werden. Das Ringen der Flamen und Wallonen ist schon Jahrhunderte alt.

UMWELTZONEN in Belgien

Es gibt verschiedene Umweltzonen in Belgien, bei denen ihr euch registrieren müsst.
Zumindest wenn ihr NICHT mit dem Wohnmobil in eine solche Zone einfahren wollt.
Wohnmobile sind von den Umweltzonen ausgenommen.
Solltet ihr trotzdem ein Ticket bekommen, müsst ihr unbedingt Einspruch einlegen. Offenbar können die automatischen Kameraanlagen nicht erkennen, dass ihr ein Wohnmobil fahrt.
(Tip von Torsten Berning, Autor des Buchs Europa mit dem Wohnmobil*)

Und dann natürlich Brüssel als Vermittler mittendrin.
„Die europäischste aller Hauptstädte in Europa,“ hat ein Belgier mir erklärt, „ist Brüssel. Die Stadt gehört eigentlich gar nicht zu Belgien.
Ohne Brüssel könnte man Belgien in ein flämisches und wallonisches Belgien teilen. Aber in Brüssel wird alles gemixt. Und das funktioniert auch noch.“ Er schüttelt dabei den Kopf und kann das nicht verstehen. Auf dem Land hat man es gerne ruhig und einfach und nicht so hektisch wie in den großen Städten.

Die Brüsseler sind weltoffen und dank der europäischen Behörden und Bediensteten hat sich dort ein ganz eigener Lebensflair entwickeln können.

Mit dem Wohnmobil nach Belgien zu fahren ist also eine gute Idee.
Wenn da mittlerweile nicht die Umweltzonen wären. Aber dazu im obigen Kasten ein Tip.
Neben Antwerpen, Gent, Brüssel gibt es eine Reihe von lohnenden kleineren Städten wie Brügge, Lüttich, Tournai oder Charleroi.

Und überall gibt es Campingplätze, Stellplätze, Yachthäfen und auch gute Möglichkeiten frei zu stehen.
Wobei man das in den Sommermonaten unterlassen sollte, dann ist Belgien überfüllt, Franzosen und Italiener, Spanier und Holländer haben längst den Urlaubswert Belgiens erkannt.Insbesondere am Meer wird es dann eng und man muss schon vorgebucht oder Glück haben, um auf einem der Stellplätze noch einen Platz zu bekommen.

Dafür gibt es auf der anderen Seite Belgiens ein echtes Kleinod.

Mehr dazu im 2ten Teil über Belgien

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Schottland – Bass Rock – mit den Basstölpeln auf Du und Du

Die Kajaks haben wir immer mit dabei. Wohnmobilurlaub ohne Spielzeug wie Kletterausrüstung, Kajak oder Drohne ist bei uns nicht denkbar. Und daher lassen sich immer wieder tolle Sachen erleben. 
Wie zum Beispiel eine Kajaktour zum Bass Rock. Einem Felsen nur wenige Kilometer vor der Küste von Edinburgh, der die größte Basstölpel Kolonie Europas beherbergt. Abertausende der großen und eleganten Vögel nisten auf dem Vulkanberg und so konnte ich gar nicht anders, als in die Urlaubsplanung einen Tag zum Kajakfahren einzuplanen.
Da noch dazu im Fernsehen die königliche Hochzeit übertragen wurde, konnten Nadja und ich an diesem Tag einvernehmlich getrennte Wege gehen. 
Vom Campingplatz Tantallon Caravan Park aus lasse ich – nach einer Wanderung mit dem Kajak auf unserem Wägelchen durch (!) den Golfplatz – das Kajak ins Wasser. Wieder haben wir blauen Himmel und das Meer ist spiegelglatt. Der neue, dickere Neoprenanzug bleibt im Wohnmobil, die Strecke sollte kein Problem sein.
Unweit vom Bass Rock, am Seacliff-Beach, werden wohl auch Kajaktouren zum Bass Rock angeboten. Von dort aus sind es gerade einmal 3 Kilometer zum Felsen.
Auf meiner Tour von North Berwick aus bringe ich es am Ende immerhin (oder gerade mal) auf 13 km. Auch dort lassen sich Boote mieten.

Unterwegs zum Felsen hält ein kleines Fischerboot neben mir an. Der Mann hatte mich verwechselt, wir kommen trotzdem ins Gespräch und er erklärt mir eine Stelle unterhalb der Seacliff-Beach, die ich unbedingt nach dem Bass Rock noch ansteuern soll.
Das ist das Tolle an den Schotten: sie helfen gerne und geben hervorragende Tipps!

Nach zwei weiteren Kilometern stehe ich unterhalb des Leuchtturms von Bass Rock und es stinkt erbärmlich.
Gott sei Dank habe ich an einen Hut gedacht, denn über mir fliegen hunderte von Vögeln durch die Luft und lassen ab und zu auch etwas fallen!

Die nächsten Stunden (!) umrunde ich den Felsen und liege dank kaum spürbaren Seegangs bewegungslos vor der Basstölpel Kolonie im Wasser. Um mich herum schwimmen Toralke und Trottellummen und lassen sich nicht von mir stören. In aller Ruhe kann ich eindrucksvolle Bilder schießen.

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Irgendwann muss ich dann doch einmal weiter und so steuere ich die Felsen unterhalb der Seacliff Beach an.
Und tatsächlich, als würden sie auf mich warten: Robben.
Ganz langsam nähere ich mich ihnen und so komme ich auf wenige Meter an sie heran, ohne dass sie sich gestört fühlen.

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Total geflasht merke ich erst spät, dass mittlerweile Wind aufgekommen ist und die Wellen zunehmen. Aber alles unter einem Meter Welle.
Gemütlich fahre im Küstensaum entlang, an Tantallon Castle vorbei.
Es ist erst Mittag und am Nachmittag werden Nadja und ich die eBikes schnappen und der alten Burg einen Besuch abstatten.

Zurück am Strand kommt der härteste Teil meines Ausflugs. Jetzt muss ich das Kajak viele Höhenmeter auf die Klippe des Campingplatzes zurück bringen. Einfacher ließe sich das Kajak  an der Strandpromenade von North-Berwick einsetzen, dafür wollte ich aber nicht noch einmal das Womo bewegen.

Kleiner Hinweis am Rande: unterhalb des Campingplatzes 
gibt es einen Parkplatz, den viele Wohnmobile trotz der Kennzeichnung „no overnight Parking“ auch nachts nutzen.

Zurück am Campingplatz schaue ich mir rasch eine Zusammenfassung der Hochzeit an und dann packen wir die eBikes, um zum Tantallon Castle zu fahren.
Schon nach wenigen hundert Metern ist uns klar, dass eBikes für Schottland wie geschaffen sind: ständig geht es ziemlich – zum Teil sehr steil – auf und ab. Außerdem haben wir mittlerweile heftigen Gegenwind.

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Tantallon Castle ist auch in unserer Membership Historic Scotland enthalten und so sparen wir die 6 Pfund pro Person für den Eintritt.
Die Burg wurde lange erfolgreich verteidigt, aber irgendwann war es dann soweit: Cromwell eroberte und schleifte sie.
Zurück blieb ein eindrucksvolles Zeugnis der bewegten Geschichte Schottlands.

Ein Besuch der Kleinstadt North-Berwick lohnt sich zum Abschluß:
Die preisgekrönte Eisdiele in der Mitte der Stadt ist schon umlagert und man muss sich hineinkämpfen. Aber das ausgezeichnete Eis lohnt die Anstrengung.

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Am Strand schauen wir dann den spielenden und schwimmenden (!) Schotten zu. Das Wasser ist unseres Erachtens viel zu kalt, aber die Menschen hier sind offenbar aus einem anderen Holz geschnitzt.

Schottland Reisebericht:

Schottland - Wichtige Infos vor dem Start
Unsere Reiseführer - Buchempfehlung
Die TOP-Reiseziele
01 - Anreise, Jedburgh Abbey, Melrose Abbey
02 - Mit dem Kajak zum Bass Rock, Tantallon Castle, Basstölpel und Robben  
03 - Edinburgh mit dem eBike, Castle und Royal Mile
04 - Harry Potter Trail, Dean Village und die Kelpies
05 - Stirling Castle, Wallace Monument
06 - Zum Golfen nach St. Andrews
07 - Highlands und Balmoreal Castle: Die Queen ist zu Besuch
08 - Dunnotar Castle - Pennan
09 - Whiskytasting und das Schlachtfeld Culloden
10 - Dunrobin Castle und Loch Ness
11 - Delfine vom Stellplatz aus beobachten
12 - Das berühmteste Schloss: Eilean Donan Castle
13 - Hebrideninsel Skye und der Leuchtturm Neist Point
14 - Feary Pool ohne Wiederkehr
15 - Singing Sands
16 - Tobermory auf Mull
17 - PUFFINS!!!
18 - Islay - ein ganz privater Whisky Trip
19 - Clencoe,
20 - Radtour am Lake Katrine: Mit Sir Walter Scott unterwegs
21 - Calaeverock Castle, Hadrians Wall und Robin Hood
21 - Tipps
22 - Empfehlungen
23 - Reiseroute

Schottland: Links fahren muss gelernt sein!

Endlich ist es soweit, es geht los: Schottland!
Seit vielen Jahren wollen wir dorthin, aber dann wurde es Schweden, Norwegen, Frankreich und wieder Schweden.
Diesmal geht es nun nach Schottland.
Dreieinhalb lange Wochen!
Wobei schon bei den Planung klar wurde, dass wir nie im Leben alle Highlights des Landes in drei Wochen sehen können – da braucht es eher drei Monate dafür.

Dazu muss man noch die An- und Abreise  rechnen, die ganz schnell schon vier, fünf Tage kosten kann.
Statt die günstige Fähre Dover – Calais oder ähnliches zu nehmen, um dann durch ganz England fahren zu müssen, haben wir uns für die lange und mit 800 Euro (Hin- und Rückfahrt) nicht billige Fähre von Amsterdam nach Newcastle entschieden. Im Preis inbegriffen waren Abendessen, Frühstück und eine kleine Außenkabine.
Durch die Fähre spart man natürlich Sprit und bekommt schon von Anfang an echte Urlaubsstimmung. Einfach sich irgendwo hinsetzen und lesen und sich fahren lassen – wer Lust hat kann sich in Kino, Disco, Bar vergnügen. Aber das ist unsere Sache nicht.

So sitzen wir auf dem Deck und lassen uns die Steife Prise um die Nase wehen.
Der Seegang ist heftig und die hohen Wellen schlagen mit solcher Wucht gegen das Schiff, dass die Bordwand unter uns jedes Mal einen dumpfen, hallenden Ton abgibt. Das Schiff schlingert und manch ein Gast sieht etwas grün um die Nase aus.
Vorausschauend wie sie nun einmal ist, hat Nadja Tabletten gegen Reisekrankheit im Gepäck und ich sage nicht nein. Lieber ein wenig müde und früh im Bett als am Ende seekrank werden.

Zum Frühstück auf See ist es immer noch ziemlich unruhig, aber je näher wir Newcastle kommen, desto ruhiger wird die Nordsee, der Himmel reißt auf und England begrüßt uns mit einem herrlich blauen Himmel.
Ach könnte es nicht den ganzen Urlaub so bleiben!

Wir haben in den letzten Wochen viele Regenklamotten dazu gekauft, einen langen Poncho, Regenhosen, Gummistiefel. Fürs Kajak noch einen dickeren Neoprenanzug – bei 12 Grad Wassertemperatur überlebenswichtig, wenn man ins Meer fällt.

Durch viele Reiseberichte haben wir uns gelesen und jeder berichtet von den Regentagen und Nebelschwaden, von Sturm, aber auch, dass in Schottland das Wetter sich binnen einiger Stunden völlig verändern kann. Und der Mai soll oft der beständigste Monat sein. Wobei uns gleich die Nachbarn der Nebenkabine auf dem Schiff erzählten, dass es vor einem Jahr im Mai ununterbrochen geregnet hat. Soweit zum Thema Statistik.
Aber heute ist der Himmel blau und wir fahren aus der Fähre hinaus zu neuen Ufern.

Etwas aufgeregt bin ich schon, denn noch nie bin ich im Linksverkehr unterwegs gewesen. Dazu noch mit einem Linkslenker. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.
Die ersten Meter geht es im Hafengebiet noch auf der rechten Spur voran, irgendwann kommt dann eine Wechselspur und ab jetzt ist man in England angekommen: Linksverkehr.
Und jeder, wirklich jeder, hat mich in den letzten Wochen vor den Kreiseln in England gewarnt: bloß nicht in die falsche Richtung fahren. Oder aus der falschen Richtung die ankommenden Autos erwarten.

Alles gar nicht so schlimm.
Lasst euch einfach nicht stressen und auf gar keinen Fall schnell fahren.
Ganz locker hänge ich mich an einen Laster, der offenbar auch in Richtung Schottland fährt und fahre konsequent hinter ihm her.
Schon nach wenigen Metern der erste Kreisel und dann kommen die Kreisel wirklich im Minutentakt.

Irgendwann fährt mein Laster dann eine andere Richtung und ich bin wieder auf mich allein gestellt. In einem Kreisel drehe ich dann eine Ehrenrunde, weil ich nicht kapiere, welche Ausfahrt unser Navi meinte. Dank Baustellen sieht das manchmal aus.
Dann kommt schon die Autobahn in Richtung Edinburgh: und hier zeigt sich das erste Mal der große Nachteil eines Linkslenkers! Insbesondere bei Wohnmobilen, wo man nicht mal durch die (nicht vorhandenen) hinteren Fenster als Fahrer schauen kann.
Spitze Winkel nach rechts hinten sind absolut nicht einsehbar.
So muss Nadja diese Rolle ab jetzt übernehmen und wir sprechen ab, dass sie das Kommando zum losfahren gibt: auf ihr „LOS“ fahre ich sofort und ohne etwas nach hinten zu sehen auf die Autobahn.
SEHR gewöhnungsbedürftig.
Aber es klappt und dank klarer Absprache, klappt das nun jedes Mal. Der Beifahrer wird hier wirklich gut gebraucht. Ohne Nadja geht es nicht. Aber das weiß ich ja seit mehr als dreißig Jahren.

Wir sind auf der Hauptroute gen Schottland und als wir die Grenze erreichen haben wir auf dem Parkplatz Glück und stehen direkt am Grenzstein. Wenige Minuten später kommen Busse und PKW’s und überfluten den Platz, der von einem Imbisswagen und einem dudelsackspielenden Verkäufer beherrscht wird.

Kitschig, aber auch wieder irgendwie gut. Uns gefällt unser erste Blick auf unser Urlaubsland: ewige Weiten und in der Ferne erste Berge.


Nach einem Imbiss fahren wir weiter und stehen unversehens vor der ersten Sehenswürdigkeit:
Man kann sie gar nicht verpassen und sollte auf keinen Fall weiterfahren! Das hatte ich eigentlich vor:
Jedburgh Abbey

Jedburgh Abbey
TIPP: Historic Scotland - Membership

Wenn ihr länger als zwei Wochen unterwegs seid, holt euch an der ersten Sehenswürdigkeit von Historic Scotland die Jahresmitgliedschaft!
Dazu gibt es auch eine App und ihr könnt jederzeit sehen, welche Sehenswürdigkeit in der Nähe im Preis inbegriffen ist. Nach wenigen Besuchen hat sich die Mitgliedschaft schon gelohnt. Der Jahresbeitrag kostete uns £96,00 für 2 Personen - Bei Eintrittspreisen von 10-15£ pro Person bei einer Sehenswürdigkeit ist man ansonsten sehr schnell teurer.
Manche Sehenswürdigkeit ist im Privatbesitz und dementsprechend nicht im Preis enthalten. Es lohnt trotzdem.

Die nette Frau am Empfang begrüßt uns, als seien wir alte Bekannte. Fragt nach unserem Wohlergehen, wo wir herkommen und wir üben das erste Mal wieder unser Schulenglisch. Es quietscht etwas, aber wir können uns verständlich machen und verstehen auch alles.
Als sie erfährt, das wir länger als zwei Wochen unterwegs sind und viele Sehenswürdigkeiten besuchen wollen, empfiehlt sie uns eine Mitgliedschaft im Historic Scotland.

Zwar gibt es auch ein Angebot 7 Tage in 14 Tagen. Dann darf man an diesen 7 Tagen in so viele Sehenswürdigkeiten wie man will, aber bei längerem Aufenthalt bekommt man für ein paar Pfund mehr unbegrenzten Zutritt.
Und das rechnet sich schon nach 5 Schlössern, Parks oder Museen.

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Und so werden wir MEMBER!
Und werden ab sofort auch so behandelt.
Wir bekommen kostenlos Audioguides, dürfen an den Warteschlangen einfach vorbei gehen und werden am Empfang oft herzlich begrüßt. Tolle Sache und sehr zu empfehlen.

Es gibt noch einen zweiten Verein, der sich ebenfalls lohnt, wenn man mehr im Norden und in Museen und Parks unterwegs ist. Dazu ein anderes Mal mehr.

Jedburgh Abbey ist somit für uns das erste Highlight und kaum sind wir weitergefahren, stehen wir schon vor Melrose Abbey.

Melrose Abbey

Und natürlich besuchen wir diese auch – wir sind schließlich Member.
Dürfen an allen vorbei an die Kasse, bekommen unseren exklusiven Stempel (sie dürfen erst aus Schottland heraus, wenn sie alle Kästchen mit Stempeln voll haben) bekommen einen Audioguide und los geht es.
Eindrucksvoll sind die Gemäuer und liegen im sanften Abendlicht direkt vor uns.
Wir fühlen uns wie zur Zeit von Robert the Bruce, dessen Herz hier begraben sein soll.

Überhaupt stoßen wir immer wieder auf unser Reise auf die Lichtgestalten Schottlands: Rob Roy, Maria Stuart, William Wallace und Robert the Bruce. Der liegt ja an verschiedenen Ecken Schottlands verteilt begraben. Das war damals halt so, wenn man beliebt war. Jeder sollte etwas zum Andenken bekommen.

Von Melrose fahren wir direkt an die Küste. Das Wetter verspricht schön zu bleiben und morgen ist die große Hochzeit in England. So kann Nadja in Ruhe die Hochzeit im Fernsehen anschauen und ich mit dem Kajak die erste Tour machen. In der Nähe von Tantallon Castle finden wir einen Campingplatz, von dem aus ich zum Bass Rock starten kann.

Und Leith gibt uns den Tipp zum „singing Sand“

Nach wenigen Minuten auf unserem Platz haben wir schon Kontakt zu den Schotten von nebenan uns. Leith und seine Frau Heather kommen aus dem wenige Kilometer entfernten Edinburgh und erzählen uns, dass das Wetter ungewöhnlich warm und sonnig sei – und ob wir schon auf Skye gewesen wären und ob wir da und dort und hier hin wollen. Im Nu haben wir eine ganze Liste guter Tipps und Orte beisammen und den Hinweis: sollte irgendwas passieren, wir könnten sie anrufen, sie würden helfen.
Leith ist Bauunternehmer und handfest und meint, was er sagt –  und sofort fühlen wir uns einfach nur gut aufgehoben: Danke Leith!

Unser erster Tag in Schottland war schon aufregend und ereignisreich.
Freut euch, wir haben noch 24 Tage vor uns!!

Schottland Reisebericht:

Schottland - Wichtige Infos vor dem Start
Unsere Reiseführer - Buchempfehlung
Die TOP-Reiseziele
01 - Anreise, Jedburgh Abbey, Melrose Abbey
02 - Mit dem Kajak zum Bass Rock, Tantallon Castle, Basstölpel und Robben  
03 - Edinburgh mit dem eBike, Castle und Royal Mile
04 - Harry Potter Trail, Dean Village und die Kelpies
05 - Stirling Castle, Wallace Monument
06 - Zum Golfen nach St. Andrews
07 - Highlands und Balmoreal Castle: Die Queen ist zu Besuch
08 - Dunnotar Castle - Pennan
09 - Whiskytasting und das Schlachtfeld Culloden
10 - Dunrobin Castle und Loch Ness
11 - Delfine vom Stellplatz aus beobachten
12 - Das berühmteste Schloss: Eilean Donan Castle
13 - Hebrideninsel Skye und der Leuchtturm Neist Point
14 - Feary Pool ohne Wiederkehr
15 - Singing Sands
16 - Tobermory auf Mull
17 - PUFFINS!!!
18 - Islay - ein ganz privater Whisky Trip
19 - Clencoe,
20 - Radtour am Lake Katrine: Mit Sir Walter Scott unterwegs
21 - Calaeverock Castle, Hadrians Wall und Robin Hood
21 - Tipps
22 - Empfehlungen
23 - Reiseroute

 

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