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Caravan Salon 2017 – Lohnt es sich zu kommen?

Ich treffe auf Frank und Claudia, die ziemlich verloren in einer der riesigen Messehalle vor einem Kastenwagen stehen. Claudia will zurück zu Karman, Frank lieber zu Westfalia. Sie können sich nicht entscheiden und stehen einfach nur da. Um sie herum wuseln tausende Menschen. Es sieht aus, wie ein Ameisenhaufen, auf dem zwei Ameisen sich weigern weiter zu gehen. 

Wir kommen ins Gespräch, Claudia ist schwanger, sie suchen ein Wohnmobil, dass sie auch im Alltag nutzen können und in das auch der Kinderwagen passt. Zukünftig wollen sie Campingurlaub machen.
Zukünftig?
Nein, sie haben bisher noch nie gecampt.

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Wenn ihr denkt, dass diese Geschichte ein Einzelfall wäre, täuscht ihr euch. Nur Minuten später sitzen wir in einem Wohnmobil und ein zweites, schwangeres Pärchen gesellt sich zu uns. Fast die gleiche Geschichte, außer das dieses Pärchen zumindest Campingerfahrung hat.

Der Caravan Salon Düsseldorf ist eindeutig das Mekka der Branche  und man sollte sich immer die Dimensionen vor Augen führen, bevor man anreist: 13 große Messehallen plus Außengelände, 214.000 qm Ausstellungsfläche, 2.100 Caravans und Wohnmobile und 130 Marken.

Nach drei Tagen auf dem Caravan Salon haben wir trotzdem erst einen Bruchteil davon gesehen. Und genau das ist das Problem, und daher droht der Besuch von Frank und Claudia auch zu scheitern. Sie sind von der Informationsflut schier überfordert und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Wer auf der Suche nach einem Wohnwagen oder Wohnmobil ist, hat in Düsseldorf die Chance sich einen kompletten Überblick über das Angebot zu verschaffen. Und daher ist die Messe ein Pflichttermin und ersetzt viele, viele Besuche bei lokalen Händlern, die am Ende doch nur eine überschaubare Anzahl von Wohnwagen und Wohnmobilen vor Ort haben. In Düsseldorf wartet dann die geballte Branchenflotte, die es zu besichtigen gilt.
Das gelingt aber nur, wenn man mehrere Tage zur Verfügung hat. 

Sinnvoller erscheint uns, sich vorab zu informieren (z.B. Wie finde ich das richtige Wohnmobil) und dann gezielt verschiedene Typen von Wohnwagen und Wohnmobilen bei den unterschiedlichen Herstellern im Detail anzuschauen und abzuhaken.
Das spart viel Zeit und ermöglicht die Vergleichbarkeit.
Aber auch dann sind zwei Tage sinnvoll! Denn ein Messetag vergeht wie im Flug.

Daher ist der Besuch des Caravan Salon Düsseldorf ein Pflichttermin für alle Suchenden und Campingfans. Nirgendwo sonst kann man sich so umfassend informieren! Zu empfehlen sind mehrere Tage, das eTicket ist übrigens immer zwei Tage gültig.

 


Claudia und Frank haben gleich zu Beginn der Messe noch ein Zusatzproblem bekommen: Der erste Hersteller hat ihnen sogleich ein Super-Messe-Angebot gemacht. Mit diesem Angebot im Auge, hatten sie den Blick auf das Wesentliche verloren: Sie wissen gar nicht, ob Camping ihnen gefällt!
Daher ist mein Tipp an die beiden: Mietet erst einmal ein Wohnmobil und testet es im Alltag und im Urlaub. Das erscheint auf den ersten Blick teuer, denn die Mietpreise sind oft heftig, schont aber den Geldbeutel, falls ihr erkennt, dass Camping doch nicht so toll ist oder ein Wohnmobil zum Einkaufen doch nicht euer Ding ist.

Caravan Salon 2017: Erstes Video

Die Füße sind platt gelaufen, die Stimme will nach hunderten Gesprächen auch nicht mehr so richtig. Sehr schön war, alte Bekannte und Freunde und Partner wieder zu treffen und sich auszutauschen.
Gar nicht so einfach, bewegte Bilder am ersten Tag des Caravan Salons 2017 zu finden, die ein wenig die Stimmung zeigen, ohne in Werbung auszuarten. Aber hier habe ich einen gefunden:

Caravan Salon 2017: Wie finde ich das richtige Wohnmobil?

Hier geht es zu den einzelnen Teilen:

So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 1
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 2
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 3
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 4
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 5
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 6
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 7
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 8
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 9

Lieber Leser,

eine kleine Serie haben wir geschrieben, um unsere Erfahrungen zu schildern:

Wie finde ich das richtige Wohnmobil?
Was ist überhaupt das richtige Wohnmobil für mich?
Welche Möglichkeiten gibt es und was passt zu mir, zu uns, zur Familie und ganz wichtig: Zum Budget!

Wenn sie, wir wir, auf der Suche sind, dann beantworten sie ernsthaft die Eingangsfragen und überprüfen sie ihre Urlaubsgewohnheiten. Folgen sie nicht jedem Wunschtraum, sondern überprüfen sie alles auf Alltagstauglichkeit.
Lassen sie sich Zeit und auch wenn der geplante Urlaub kurz bevor steht: Druck ist ein schlechter Berater! 
Und bloß keinen Spontankauf, auch wenn der Händler prophezeit: ‚Ansonsten ist der Wagen heute Abend weg…‘

Wir hoffen, wir konnten mit dieser Serie ein wenig Licht ins Dunkel bringen, ihre Gedanken ordnen, Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen beleuchten.
Am Ende kommen sie sicherlich zu ganz anderen Ergebnissen wie wir. Und das ist gut so. Zumindest haben wir versucht unsere eigenen Vorlieben nicht als allgemeingültige Weisheiten in den Vordergrund zu stellen – wobei die Serie natürlich nicht neutral sein kann. Wenn wir etwas als Blödsinn einstufen, dann scheuen wir uns nicht, dies auch auszusprechen. Vielleicht sind sie bei diesen Punkten anderer Meinung, dann würden wir uns freuen, mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen.

So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 1
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 2
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 3
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 4
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 5
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 6
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 7
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 8
So findet man das richtige Wohnmobil – Teil 9

Caravan Salon – Freikarten! Die Gewinner

And the Winner is….

TROMMELWIRBEL…

Erst mal die Laudatio:
Danke an alle 478 Teilnehmer, die mitgemacht haben und manchmal nette Sprüche mitlieferten.
Die allerallermeisten haben uns auch ihr Wunschzubehör genannt.
Witzig die Zuschrift: Das weiß ich doch jetzt noch nicht, habe noch nie gecampt“ 

Am häufigsten genannt:
– Hubstützen und Luftfederung
danach kamen:
– Stühle
– Solaranlage
– Alarmanlage
– SAT-Anlage

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schwer uns das Auslosen Caravan Salon – Freikarten! Die Gewinner weiterlesen

Nachlese CaraSalon: Ein Klick zum Glück bei Alden

Auf unserem Weg durch die Zubehörhalle kamen wir auch bei Alden Deutschland vorbei. Mit unserer Sat-Anlage haben wir bislang nur gute Erfahrungen gehabt und so freuten wir uns die Techniker und den Chef einmal persönlich kennen zu lernen.

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Der Sat-Flüsterer C.Paluch, Jürgen Rode, Alden-Deutschland Chef M. Sandow

Besonders interessant war zu hören, mit welchen Problemen Wohnmobilisten so kämpfen. Den allermeisten bereiten wohl Updates Probleme. Oft sind die Nutzer zu alt, um noch mit Begriffen wie USB-Stick oder Formatierung etwas Nachlese CaraSalon: Ein Klick zum Glück bei Alden weiterlesen

Nachlese CaraSalon: Mit Mr. SOG im Gespräch

Beim durchblättern meiner Notizen zum Caravan Salon 2016 habe ich einige interessante Dinge gefunden, die ich noch erzählen möchte. Nicht immer sind es die großen Neuigkeiten und dicken Wohnmobile, die mich begeistern. Die findet man dann bei Pro- und Reisemobil und Hinz und Kunz.

Die Tücke steckt bekanntlich im Detail und als alter Bastler hat mir die große Halle mit den vielen kleinen Zubehörständen extrem gut gefallen.

Auf dem Stand von SOG-Systeme kam ich ins Gespräch Nachlese CaraSalon: Mit Mr. SOG im Gespräch weiterlesen

Schüsselprobleme

Wir stehen am Stand eines Vermieters spezieller hundefreundlicher Wohnmobile und lauschen mit offenem Mund dem Dialog, den der Chef mit seinem Mietkunden am Telefon führt:

Vermieter: „Sitzen sie gerade auf der Toilette?“
Offenbar bejahrt der Mieter.
„Dann greifen sie mit der rechten Hand mal nach unten, da finden sie einen Griff, den schieben sie nach hinten…“

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Der Vermieter lacht uns an, wir können kaum an uns halten.
Jeder, der sich mit Wohnmobilen auskennt, ahnt, welches Problem der Mieter hat:
Gemietet, bestimmt auch erklärt – aber bei all den Details einer Einweisung schlicht und ergreifend  vergessen, wie die Toilette funktioniert.
Der arme Kerl sitzt nun auf dem Klo, hat vielleicht auch fleißig den Knopf an der Rückwand gedrückt. Da kommt dann nur Wasser, aber das Häufchen liegt nach wie vor im Becken.
Irgendwann rettet nur der Anruf beim Vermieter.
Und den erreicht er mitten am Caravan Salon, mit uns als ungebetene Zuhörer.

Mitfühlend unterhalten wir uns noch eine Weile über den armen Mieter, aber bekanntlich ist aller Anfang ist schwer…

Kastenwagen: Wer plant denn solche Bäder?

Jetzt muss ich einfach einmal meckern.

Wir interessieren uns mal wieder für einen Kastenwagen, hatten ja vor Jahrhunderten schon einmal einen selbst ausgebaut, und ich frage mich gerade, was die einzelnen Hersteller da eigentlich bei der Planung so denken und treiben.

Ist der Herr Ingenieur eigentlich auch Camper? War er mit seinem Wohnmobil jemals auf einem Stellplatz oder einige Wochen unterwegs?

Wo hängt man die nassen Anoraks nach der Wanderung hin?
Ist irgendwo ein Mülleimer?
Kann man die Schuhe irgendwo am Eingang abstellen?

Am allerschlimmsten sieht es aber in den Badezimmern aus.
Ein netter Verkäufer ruft den Besuchern tatsächlich zu: ‚Ach, man ist doch nur ein paar Minuten im Bad, da ist mir das große Bett wichtiger‘

Was sollen wir von so einer Aussage halten?
Wie sieht es denn aus, wenn der Partner auf die Toilette geht? Wie funktioniert das? Beim Duschen? Wo geht der Wasserdampf hin?

Richtig schrecklich waren die Mobile, die nicht einmal ein Fenster oder zumindest eine Dachhaube im Bad hatte.

Und nach einigen Dutzend Wohnmobilen war uns klar:
Immer der gleiche Grundriss, aber verschiedene Hersteller!
Da wird immer die gleiche Dusch/Toilettenkabine eingebaut und ein wenig darum herum gestaltet.

Hier mal zwei Bilder:

Zwei völlig unterschiedliche Hersteller, aber eigentlich das gleiche Wohnmobil, die Bedienung u.E. eine Katastrophe.

Will man auf die Toilette, geht erst einmal das Verschieben der Lamellenwände los. Sitzt man auf dem Klo, ist der Durchgang versperrt. Ebenso, wenn man duscht.

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In beiden Fällen wird es spannend, wenn man das Bad verlässt, denn entweder verteilt sich der Wasserdampf, oder aber die Toilettengerüche im Wohnmobil. Nach oben sind die Bäder nicht dicht.

Eine echte Herausforderung ist es, den Duschkopf vom Waschbecken in die Dusche zu bringen, befestigen und dann den Raum dicht zu bekommen. Man muss das echt einmal ausprobieren, um zu verstehen, was wir meinen: Da bleibt ganz schnell irgendetwas hängen und hoffentlich geht nicht etwas dabei kaputt.

Wie das im Herbst oder Winter mit dem austretenden Wasserdampf funktionieren soll, bleibt uns ein Rätsel, über die Geruchsbelästung schweigen wir besser…

Auffällig, dass von fast allen Anbietern diese Version (mit kleinen Unterschieden) angeboten wird. Möglicherweise hat der Duschenhersteller sein Massenprodukt erfolgreich vermarkten können.
Die Anwendertauglichkeit würde ich gerne einmal testen, aber vielleicht schreibt ja ein Leser einmal seine Erfahrungen dazu – kann ja gut sein, dass wir den Sinn und die grandiose Funktionalität einfach nicht verstanden haben.