Caravan Salon 2018: Die Spannung steigt

Ihr kommt doch hoffentlich auch, oder?
Zum Caravan Salon nach Düsseldorf.
Wenn ihr am ersten Wochenende da seid und Lust habt, können wir uns ja vielleicht einmal vor Ort treffen.
Das würde uns sehr freuen.

Ansonsten ist es wie in den vergangenen Jahren: Wir würden gerne eure Augen und Ohren sein: Was interessiert euch, was sollen wir uns uns für euch in diesem Jahr angucken.

Schreibt uns einfach einen Kommentar und vielleicht klappt es ja.

Dometic BirdView – So einfach war das rangieren mit dem Wohnmobil noch nie / Werbung

Nasse Hände beim Rangieren mit dem großen Wohnmobil, leichte Panik beim Wenden in engen Gassen? Hier ist die Lösung

Sie gucken nach oben. Alle. Jeder. Immer.

Schauen auf den Monitor und schauen dann in den Himmel und suchen die Drohne, die doch über unserem Wohnmobil schweben muss.

 

Die Dometic BirdView ist ein geniales Stück Technik. Dank vier fest verbauter Kameras entsteht ein  360° Bild auf dem Monitor mit dem man auch die schwierigste Situation als Fahrer eindeutig beurteilen kann.

Unser neues Video zeigt euch die Details und wie aufwendig der Einbau der Anlage ist.
Aber es lohnt sich. Schaut es euch an. Die BirdView ist unglaublich.

Bei manchem Luxus-Auto kennt man ein solches System schon Dometic BirdView – So einfach war das rangieren mit dem Wohnmobil noch nie / Werbung weiterlesen

Schottland – Die schönsten Ziele – Der Roadtrip –

Schottland Reisebericht:

Schottland - Wichtige Infos vor dem Start
Unsere Reiseführer - Buchempfehlung
Die TOP-Reiseziele
01 - Anreise, Jedburgh Abbey, Melrose Abbey
02 - Mit dem Kajak zum Bass Rock, Tantallon Castle, Basstölpel und Robben  
03 - Edinburgh mit dem eBike, Castle und Royal Mile
04 - Harry Potter Trail, Dean Village und die Kelpies
05 - Stirling Castle, Wallace Monument
06 - Zum Golfen nach St. Andrews
07 - Highlands und Balmoreal Castle: Die Queen ist zu Besuch
08 - Dunnotar Castle - Pennan
09 - Whiskytasting und das Schlachtfeld Culloden
10 - Dunrobin Castle und Loch Ness
11 - Delfine vom Stellplatz aus beobachten
12 - Das berühmteste Schloss: Eilean Donan Castle
13 - Hebrideninsel Skye und der Leuchtturm Neist Point
14 - Feary Pool ohne Wiederkehr
15 - Singing Sands
16 - Tobermory auf Mull
17 - PUFFINS!!!
18 - Islay - ein ganz privater Whisky Trip
19 - Clencoe,
20 - Radtour am Lake Katrine: Mit Sir Walter Scott unterwegs
21 - Calaeverock Castle, Hadrians Wall und Robin Hood
21 - Tipps
22 - Empfehlungen
23 - Reiseroute

21 Reisetage…

…haben wir in Schottland verbracht. Mit An- und Abreise waren es
3 1/2 Wochen in denen wir viel erlebt und gesehen haben. Unglaublich nette Menschen kennengelernt, einige abenteuerliche Straßen mit dem Wohnmobil bewältigt. Mit ein wenig Mut tolle Übernachtungsplätze gefunden und nicht nur die schönsten Kalender-Bilder in natura gesehen, auch Tiere aus nächster Nähe sehen dürfen, die wir sonst nur aus Tierfilmen kennen.

Schottland ist sicher mehr als nur eine Reise wert und wir sind dankbar in diesen drei Wochen keinen Regen gehabt zu haben, obwohl die Schotten uns immer wieder erzählten, dass zu Schottland der Regen einfach gehört und viele Landschaften im Regen schöner erscheinen.
Doch wir wollen nicht undankbar sein, haben aber gerne auf den Regen verzichtet.

Folgt uns doch auf unserem Roadtrip, gestartet haben wir in Newcastle und nach 3500 langen Kilometern ging es von dort auch wieder zurück nach Amsterdam.

Am besten ihr beginnt hier und arbeitet euch dann von Tag zu Tag durch unsere Reise: Jedburgh

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Schottland: Die Dreiecksburg und der Robin Hood Baum

Caerlaverock Castle,

das berühmte dreieckige Schloss an der Grenze zu England, sollte auf einer Schottlandreise nicht fehlen.
Wir nutzen den günstigen und perfekten Stellplatz einige hundert Meter entfernt zur Übernachtung und ent- und versorgen. Der Stellplatz bittet um einen Zuwendung übers Internet und das machen wir auch gerne.


Nach einer ruhigen Nacht am Meer starten wir morgens zum letzten Schloss unseres Urlaubs. Wir bekommen den Stempel für ‚Member“ in unseren Guide und unterhalten uns noch eine Weile mit den netten Damen am Empfang.
Wir kennen das Schloss von Kindesbeinen an: In „Robbi, Tobbi und das Fliwatüt“ gab es ein dreieckiges Schloss in Schottland. Das kann nur Caerlaverock Castle gewesen sein.
Anmutig sieht die Burg aus der Luft aus und auch in den noch stehenden Gemäuern spürt man den Geist der Jahrhunderte.

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Unweit der Burg stand eine noch ältere Anlage. Nur die Grundmauern sind übrig, doch auch hier weht ein Hauch der Geschichte.
Im Besucherzentrum läuft ein kurzer Film über die Belagerungen der Burg. Lange hielt sie stand, aber irgendwann wurden die Mauern überwunden.

Wir fahren weiter in Richtung Fähre. Newcastle könnten wir schnell auf der Autobahn erreichen, aber eine Nacht haben wir noch Zeit. So folgen wir der kleinen Straße parallel des Hadrian Wall und kommen auf diesem Weg nach England.

Die Geschichten von Robert the Bruce und William Wallace sind hier nicht mehr Gegenstand der Verehrung.
In diesem Teil von England scheint sich alles um die ersten Römer zu drehen, die nicht nur überall Forts hinterlassen haben, sondern auch den berühmten Wall, quer durch England, um sich vor den barbarischen Pikten zu schützen.

Hadrianswall

Dass dies so nicht stimmen kann, sieht man schnell, wenn man auf einem der Hügel über eine lange Strecke der Mauer schaut. So viele Römer können hier gar nicht gewacht haben, um an allen Enden einen Angriff abzuwehren.

Hadrianswall

So glauben wir viel eher der neueren Einschätzung, dass die Mauer dazu diente, den Warenverkehr zu bestimmten Übergängen zu lotsen, um Steuern erheben zu können und Schmuggel zu erschweren.
Auch ungewünschte Einwanderung sollte so unterbunden werden.

Das erinnert leider alles an heutige Zustände. Trumps Mauer und Seehofers Lager. Irgendwie scheint sich Geschichte immer zu wiederholen.

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Wir sind sehr beeindruckt von der immerhin 170km langen Mauer aus den Jahren 122-128.
Wie man zu dieser Zeit ein solches Bauwerk hier errichten konnte? Ohne Bagger, schwere Maschinen, Laster und moderne Logistik?
Offenbar waren die alten Römer zu mehr in der Lage, als wir es heute manchmal sind.

Beim Flug mit der Drohne entlang des Hadrianwalls fällt mir ein Baum auf.
Erst heute Morgen haben Nadja und ich gerade über diese  eine Filmszene gesprochen, die am Hadrianswall gedreht sein könnte, und nun ist doch tatsächlich dieser Baum direkt voraus. Wir wussten nicht einmal, dass der Film hier gedreht wurde

Robin Hood, König der Diebe. Mit Kevin Costner und Morgan Freeman.
An dieser Stelle rettet sich der Junge vor den Soldaten des Scherriffs auf den Baum und Robin Hood kämpft alleine gegen die Soldaten, während Morgan Freeman noch betet.

Nennt sich Sycamore Gap

Wir beschließen, die Nacht am Hadrianswall zu verbringen. An unserem Parkplatz ist dies verboten – ganz eindeutig sind Erklärungen am Parkautomat jedoch nicht. Irgendetwas steht von Kamera und Abfahrtszeit. Werden wir hier gescannt? Wir lesen weiter und finden einen Hinweis zu einem Stellplatz am Besucherzentrum mit dem bezeichneten Namen „The Still“ unterhalb des Hügels.
Dieser entpuppt sich dann als wahre Oase!Viele Wohnmobile könnten hier stehen. Aber wir sind ganz alleine!
Man bezahlt an einem Automaten, wenn man abfährt. Bei An- und Ausfahrt wird von einer Kamera das Nummernschild aufgenommen und das System erkennt, wie lang man auf dem Platz war. Nun kann man am Automat oder übers Internet bezahlen! Wer nicht bezahlt, bekommt nach einigen Wochen eine hohe Strafe in Rechnung gestellt.
Die Übernachtung kostet 10 Pfund – uns werden am nächsten Morgen, warum auch immer, nur 5 Pfund in Rechnung gestellt.

Der Platz ist himmlisch gelegen, sanfte Hügel tausende von bunten Blumen, Schmetterlingen, Vögeln.
Die nahegelegene Straße hört man überhaupt nicht.
So sitzen wir lange in der Abendsonne, warten auf den Sonnenuntergang.
Morgen geht es wieder nach Hause. Leider.

 

Schottland: Bei Sir Walter Scott

The Lady of the Lake (vertont von Schubert), Ivanhoe und natürlich Rob Roy machten Sir Walter Scott bekannt. Natürlich hat es etwas mit Heldenverehrung zu tun und die Schotten suchten  zu dieser Zeit ihre Nationalhelden.
Hier am Loch Katrine hat Sir Walter Scott einige seiner Geschichten angesiedelt und dementsprechend geliebt wird dieser See von vielen Schotten.
Auch hat Queen Viktoria ein Cottage hier, das alte Dampfschiff trägt den Namen der großen Ikone und am Ende des Sees steht tatsächlich auch noch das Haus des legendären Rob Roy. Ein Viehdieb und Clanoberhaupt, der sich gegen die Engländer behauptet – heute zum schottischen Robin Hood erkoren.
Grund genug, dass Lake Katrine zumindest bei Engländern und Schotten ein begehrtes Ausflugsziel ist. Schottland: Bei Sir Walter Scott weiterlesen

Schottland: Glencoe – Das Wunderland

Glencoe ist vielen Wanderern ein Begriff. Hunderte Trails ziehen sich durch das Hochland, viele Touristen vergessen dabei, dass sie sich quasi im Hochgebirge bewegen. Schnell kann das Wetter umschlagen und den höchsten Berg, Bidean nam Bian, einmal ohne Nebel zu sehen, soll eins der Weltwunder sein.
Wir starten sehr früh am morgen und der Nebel sitzt noch auf den Bergspitzen, die Sonne tastet sich aber langsam voran. Und so ahnen wir, wie verwunschen die Landschaft aussehen kann.
Wir fahren eine kleine Straße parallel der Hauptroute entlang. Es lohnt sich obwohl die Straße für ein Wohnmobil schon recht schmal ist. Aber da sind wir von Skye schlimmeres gewohnt.

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An einem Bach halten wir uns erfrischen uns nahe der Quelle am sauberen Wasser. Davon nehme ich doch gleich mal ein wenig mit, denn entgegen der viel verbreiteten Meinung, verdünnen die Schotten gerne einmal ihren Whisky mit Wasser. Quellwasser.

Am Clachaig Inn kommen wir (leider) wieder auf die Hauptstraße. Das Tal wird enger, die Berge höher und wir wollen an fast jeder Ecke aus dem Auto springen und die Landschaft feiern. Am „Meeting of three waters“ tun wir das dann auch, drehen dann noch einmal um, fahren zu einem weiteren Aussichtsparkplatz, können uns nicht satt sehen.

Weiter geht es zur Moorlandschaft am Loch Ba.

Das Wetter spielt wieder einmal mit. Was sollen wir erzählen? Von Libellen, die um uns herum sausen? Der Sonne, die heiß vom Himmel scheint? Von Spiegelungen weit entfernter Berge im See?

Schaut einfach selbst:

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Der Tag vergeht viel zu schnell, am Nachmittag fahren wir an Kilchurn Castle vorbei. Die Sonne hat hier wohl den Hochnebel den ganzen Tag nicht bezwungen.

Erst am späten Nachmittag, als wir am Invernary Castle ankommen, erbarmt sich die Sonne und will uns auch dieses Schloss mit seinem schönen Garten im besten Licht zeigen.

Invernary Castle

Invernary Castle ist im Privatbesitz (so nutzt uns unsere Member-Karte nichts) lohnt aber den Besuch.
Der attraktive Garten bietet biedere und wilde Teile und viele Bänke, die zum verweilen einladen.
Die Midges lassen uns zumindest im sonnigen Teil in Frieden, im eher schattigen Teil lauern sie hingegen.

Das Innere des Schlosses ermöglicht einem ein Einblick in das Familienleben des Duke of Argyll.
Viel bekannter durfte das Schloss hingegen allen Bewunderern der Serie Downtown Abbey sein. Aber auch James Bond Skyfall wurde hier gedreht.

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Gegen Abend übernachten wir auf einem Campingplatz am Loch Lomond. Doch hier sind Schwärme von Midges unterwegs und obwohl der See und Landschaft schön sind, bleiben wir lieber im Wohnmobil.
Der Campingplatz liegt wie fast alle Übernachtungsplätze am nördlichen Teil des Sees, direkt an der Straße und richtig ruhig wird es dort nicht. Vielleicht wären wir doch besser gleich zum Loch Katrine gefahren. Dort erwartet uns morgen kein geringerer als Sir Walter Scott.

Schottland: Islay – Der Whiskywanderweg

Laphroaig, Lagavulin, Ardberg

6 km Spaziergang und drei berühmte Destillerien erfolgreich abgearbeitet.

Heute ist ein Vatertag. Also einer dieser Urlaubstage, bei denen ich mache, was ich will. Vor zwei Jahren war die Übernachtung am Geirangerfjord (wo mich Steine fast erschlagen hätten).
Dieses Jahr ist es der Besuch meiner Lieblings-Whisky Destille Laphroaig.
Schließlich besitze ich auf Islay auch ein Stück Land.

Ok, nur ein Werbegag, aber die Idee fand ich lustig. Beim Kauf einer Flasche Laphroaig war ein Zettel dabei, dass man sich anmelden sollte und man wäre dann ein Freund und bekäme einen Plot Land auf Islay. Wenn man sein Land besuchen kommt, bekommt man einen Whisky umsonst, man solle aber Gummistiefel mitbringen, es könne sein, dass das Land nicht ganz trocken liegt.

Soweit so gut.
Das war 2011. Ich bekam eine Urkunde zugeschickt und seit diesem Tag, reifte der Plan, irgendwann einmal m e i n Grundstück auf Islay zu besuchen.

Die Insel Islay ist die südlichste Insel der inneren Hebriden und zudem sehr fruchtbar. Aber außer Whiskydestillerien scheint es nicht viel zu geben.
3000 Menschen, 30000 Schafe, einige Sehenswürdigkeiten von der Steinzeit bis heute, ein mildes Klima (sagen die Leute dort – der normale Mitteleuropäer mag da anders denken)

Auf die Frage an eine junge Frau, die gerade Hund und Kind Gassi führt, was das schönste an Islay wäre, erstaunt mich deswegen die Antwort nicht: „Die Winterstürme! Wir haben so herrliche Winterstürme auf Islay“

Aha!

Dann erzählt sie noch, dass sie noch nie im Ausland war und deswegen keinen Vergleich hat. Also sie war schon mal in England. Aber das zählt ja nicht.

Die Menschen hier lieben ihre Insel und was braucht man auch mehr, als weite Wiesen, sanfte Hügel, einen guten Whisky und natürlich Winterstürme. Die dürfen selbstverständlich nicht fehlen.

Ich hingegen habe nur einen Tag für Islay, um genau zu sein sogar nur 4 Stunden.
Wer auch immer sich den Fahrplan ausgedacht hat, es muss ein Spaßvogel gewesen sein.

Um 7 Uhr morgens fährt die Fähre von Kennacraig auf Kintyre ab nach Port Ellen auf Islay.
Und um 12.45 fährt die letzte Fähre wieder zurück.
Die letzte Fähre!
Bei zwei Stunden Fahrzeit bleiben knapp vier Stunden. Und es überrascht mich nicht dass Handwerker zu Insel übersetzen und für ihren Auftrag über Nacht dort bleiben oder aber ganz schnell arbeiten müssen. So Typen treffe ich auf dem Schiff, der Kesselbauer ist am Mittag zurück, die Männer von der Steinmauerfirma bleiben über Nacht.

Die Trockenmauerjungs treffe ich später tatsächlich beim Arbeiten und für 18 Meter Mauer brauchen sie zu dritt drei Tage.
Ich sehe Mauern, die sind hunderte Meter lang – für Steinmauerarbeiter gibt es also mehr als genug zu tun. „Brücken machen wir auch“ sagt der Senior und lacht. „Der schönste Beruf der Welt“
Vielleicht sollte ich das mal in Deutschland beginnen. Hört sich nach einer Marktlücke an.

Zumindest in Schottland funktioniert es und die zwei Männer sehen bei ihrer Arbeit glücklich aus. Hat etwas von Tetris in 3D.

Port Ellen kommt in Sicht.
Von der kleinen Hafenstadt wurde ein Touristenpfad bis zur Destillerie Ardberg gebaut.
Diesen Weg kann man in 3 ½ Stunden bequem wandern und so drei bekannte Destillerien besuchen und die Mittagsfähre zurück nehmen.
Dachte ich beim Aussteigen noch, dass ich der einzige Bekloppte bin, der sich so etwas antut, spätestens auf dem gut ausgebauten Weg stelle ich fest, dass mit mir einige Dutzend sich auf den Weg gemacht haben. Per Fahrrad bin ich kurze Zeit später bei Laphroaig und jetzt kommt die große Überraschung: Nix Werbegag: Die meinen das ernst mit dem Plot und der Freundschaft.
Ich bekomme meinen Begrüßungswhisky (um 10 Uhr morgens) und im Besucherzentrum gibt es extra einen Raum mit Gummistiefeln in allen Größen. Dazu Fähnchen zum Abstecken des eigenen Plots mit den verschiedensten Fahnen.

Das Beste aber ist eine ganze Wand mit dicken Büchern.
Hier sind alle registrierten Freunde von Laphroaig eingetragen und da ich meine Nummer kenne, finde ich tatsächlich in einem der über 130 Bücher meinen Eintrag.

Nach einem Whiskytasting (es ist ja immerhin schon 10:30) bei dem ich drei interessante 15 jährige probiere, mache ich mich auf, um meinen persönlichen Plot zu suchen.

Mein GPS spinnt ein wenig, zeigt mir dann aber das Areal.
Schön grün und nicht einmal unter Wasser.
Zwei Holländer, die mit mir schon auf der Fähre waren, wandern mit ihren Fähnchen aber in eine ganz andere Richtung. Irgendetwas ist hier faul. Also beschatte ich sie heimlich und komme auf der anderen Straßenseite auf ein großes Feld – mit vielen, vielen Fähnchen aus aller Herren Länder.
Ich checke noch einmal Google und siehe da, mitten auf dem matschigen Feld zeigt er nun meinen Plot. Da hätte ich doch beinahe ein falsches Stück Land als mein Eigentum markiert! Der steht zwar dank der aktuellen Trockenheit nicht unter Wasser, aber im restlichen Jahr verwandelt sich der matschige Boden sicher in eine nette Schlammparty – gut, dass Laphroaig so viele Gummstiefel für seine Freunde zum ausleihen anbietet.

Jetzt aber schnell weiter, die Zeit rennt.
Mit dem Rad ist man in wenigen Minuten auf dem perfekt ausgebauten Wanderweg bei der Destillerie von Lagavulin.
Auch hier teste ich einige Whisky (es ist ja schon fast 12 Uhr, da ist das sicher auch Nicht-Schotten erlaubt), aber auch der teure 18 jährige Whisky trifft meinen Geschmack nicht.

Relativ schnell finde ich mich daher in Ardberg wieder.
Ardberg ist im Vergleich zu Lagavulin deutlich mehr auf Besucher ausgerichtet. Ein großzügiger Außenbereich, überall stehen Exponate, Weinfässer, alte Gerätschaften, ein großer Verkaufsraum.
Ich teste diesmal nur 2 Sorten (8 Whisky bis zur Mittagszeit – das wird eine lustige Heimfahrt), aber auch hier finde ich nur, was ich in Deutschland auch kenne.

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Überhaupt sind die Preise in Schottland für Whisky deutlich teurer. 10-15% spart man für die Flasche, wenn man sie in Deutschland bestellt.

Auf dem Rückweg überhole ich die ganzen Fußgänger, die schon morgens mit mir auf der Überfahrt waren und bin pünktlich um 12.45 Uhr an der Fähre.

Was wirklich sehr schade ist, denn Islay hat sicher viel mehr zu bieten als drei Destillen. Landschaftlich sah es sehr nett aus und einige Wohnmobilstellplätze um Port Ellen lassen auch einen längeren Aufenthalt zu.
Wer aber nur einmal die berühmten torfigen Whisky Destillerien von Islay sehen möchte, der kann den Schnelldurchgang wie oben beschrieben wählen.

Zurück am Festland fahren wir über Oban in Richtung Fort Williams. Glencoe soll der nächste Höhepunkt unserer Reise werden.
An einem stillen Wanderparkplatz nicht weit vom Loch Leven und  fern der Hauptroute finden wir einen Platz für die Nacht.

 

 

Schottland: Papageientaucher knutschen und Erdgeschichte auf Staffa erleben

Mit dem Boot fahren wir heute zu den Treshnish Islands und nach Staffa.

Die Crew von „Staffa Tours“ sammelt uns am Morgen in Tobermory auf und da das Meer spiegelglatt ist, fährt das hochmoderne und schnelle Boot uns ziemlich rasch und komfortabel zu den Treshnish Islands.

Tipp:
Von Tobermory aus lässt sich mit einigen Booten die Inseln vor Mull gut erreichen. Staffa Tours hat eins der schnellsten Boote und bietet Tagestrips an.
Auf den Treshnish Islands kommt man dann bis auf wenige Meter an die Puffins heran. Wer sich vorsichtig nähert und leise ist, dem sind unvergessliche Bilder garantiert.

Auf Lunga haben wir zwei Stunden Aufenthalt und können die Insel erobern.
Und unsere Models warten schon.
Die Vögel auf der Insel sind nicht gezähmt, aber wenn man sich ihnen vorsichtig und überlegt nähert, hat man gute Chancen Papageientaucher, Trottellummen und Toralke aus nächster Nähe zu beobachten.

Mein 300 mm Teleobjektiv hätte ich auch zuhause lassen können.
Dieses Video ist aus einem halben Meter Entfernung mit dem Handy gemacht.
Eigentlich will ich gar nicht mehr von der Insel, aber man hat uns vorgewarnt: es wird nicht gewartet, gerne kann man auch am nächsten Tag wieder mit dem Schiff zurückfahren.

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Der nächste Halt ist die Insel Staffa.
Staffa ist eine Vulkaninsel, von der wir schon früher öfters gehört haben. Sehenswert sind die Basaltblöcke, die achteckig die ganze Insel zu bilden scheinen. Dabei sind originelle Strukturen entstanden, eine erinnert uns an eine Sprungschanze.

Das Schiff fährt dank des ruhigen Wasser bis in die Höhle „Fingals Cave“ und entlässt uns dann an Land.

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Auf dem Rückweg fahren wir noch an einem Schloss vorbei und können aus der Ferne einen Seeadler erkennen. Unser Skipper kennt den Horst des Pärchens und fährt auch dort noch vorbei. Ich bin dankbar, dass er das aus großer Entfernung tut, denn Seeadler in der Brut zu stören, finde ich unmöglich.
Am späten Nachmittag kommen wir im sonnigen Tobermory an, gönnen uns eine weitere Hafenrunde mit Eis und Kaffee und freuen uns über die tollen Eindrücke des Tages.

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Schottland: Single Road Trip to Tobermory

Von der restlichen Landschaft auf „Ardemacken“ (Ardnamurchan) habe ich nicht viel gesehen.
Auf dem Weg zur Fähre nach Tobermory war ich dermaßen auf die Straße fixiert, dass ich von der Landschaft (wunderschön sagt Nadja) und den tollen Landhäusern (wunderschön sagt Nadja) absolut nichts mitbekommen haben.
Warum ich mich so auf den Weg konzentriert habe: na schaut einfach selbst.

Nach einiger Zeit habe ich nur noch Randstreifen, Ausweichbuchten und ab zu einen Rhododendron gesehen.

Einige Kilometer vor dem Fährhafen hält uns dann ein Wohnmobil an.
„Die Fähre fährt heute nicht mehr. Auf dem Meer ist dichter Nebel“
Das hat uns gerade noch gefehlt. Aber die Straße ist so eng, dass wir die 50 Meilen Umweg nicht fahren wollen. Im Zweifel warten wir bis zum nächsten Tag.

Direkt vor der Fähre hält uns wieder ein Wohnmobil an.
„Die Fähre fährt frühestens am Nachmittag, vielleicht auch erst morgen“
Es ist nun 11 Uhr geworden und wir sind froh angekommen zu sein. Dann geht es halt erst morgen weiter.
An der Fähre stellt man uns (mal wieder) die Frage: „Haben sie reserviert ?“ Nein, haben wir nicht.
„Wegen Nebels können wir nicht fahren“
Vielleicht später. Ich frage, ob denn überhaupt Platz für uns sei. Die Antwort: „Ja. Es sind zwei Wohnmobile weggefahren. Daher haben wir wieder Platz“.
Am Hafen scheint fett die Sonne auf den Asphalt, aber keine Meile entfernt, steht auf dem Meer eine undurchdringliche Nebelwand.
So etwas haben wir noch nicht gesehen.

Wir warten und nur eine Stunde später öffnet die Fähre ihre Tore und es geht tatsächlich schon los.
Gut, das die anderen Wohnmobilfahrer und Autofahrer ungeduldig waren, sonst hätten wir an diesem Tag vielleicht keinen freien Platz bekommen.

Nach kurzer Überfahrt kommen wir auf der Isle of Mull im sehenswerten Tobermory an.
Wir finden einen Parkplatz direkt am Hafen und der Mitarbeiter eines Reservierungsbüros ermutigt uns, trotz Warnschild, auf dem Parkplatz zu übernachten.
Wir buchen bei ihm eine Bootstour für den nächsten Tag nach Staffa und zu den Treshnish Islands.
Den restlichen Tag genießen wir beim Bummel durch die kleinen Läden, die Destillerie (bäh – schmeckt wie Medizin) und nette Cafés.
Gegen Abend besuchen wir das Mishnish, den Pub in Tobermory.
Grandioser Name – nach drei Ale spricht sich der ganz automatisch.
Alle Innenräume sind individuell und jeden Abend gibt es irgendetwas Besonderes. Meist wechseln sich wohl Fußball und Live-Musik ab.

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Mull wimmelt von Ottern. Überall an der Küste besteht die Möglichkeit, welche zu sehen.
Aber wir hatten genug Aktion in den letzten Tagen und so sitzen wir nur faul auf einer Bank vorm Wohnmobil, lesen, trinken Kaffee, schlafen, essen, lesen und schlafen.
Genau das ist es, was uns am Wohnmobil gefällt: wir machen gerade das, was uns gefällt.

Schottland: Von Harry Potters Viadukt und singenden Stränden

Sehr, sehr früh am Morgen verlassen wir die kleine Straße an den Fairy Pools und fahren zurück zur Talisker Brauerei. Erst dort duschen und frühstücken wir. Noch einmal Touristenchaos, darauf hatten wir keine Lust.
Sehr, sehr viele Besucher in Schottland fahren mit Mietautos durch die Gegend. Die Cleveren haben kleine Wagen gebucht – die anderen dicke Schlitten. Und auf den kleinen Straßen ihre Entscheidung sicher oft bereut.
Wir wollen zügig nach Armadale und dann mit der Fähre nach Mallaig.
Was wir nicht ahnen: diese Fähre sollte man immer vorbuchen. Ansonsten kann es passieren, dass man länger warten muss, manchmal auch bis zum nächsten Tag. Naiv, wie wir sind, fahren wir munter drauf los. 
Erstes Highlight an diesem Tag sind dann unverhofft: Hochlandrinder!
Es gibt sie gar nicht mehr so oft. Häufig zu sehen sind mit Hochlandrindern gekreuzte Rinder. Aber echte Highland Cattle haben wir nur drei Mal im ganzen Urlaub gesehen.

Ich habe mir ernsthaft überlegt, ob ich ein paar Bilder aus dem Odenwald oder der Rhön in unseren Reisebericht einbaue. Dort sieht man häufiger Hochlandrinder als in Schottland.

Die Fahrt durch den unteren Teil von Skye gestaltet sich geruhsam: mit europäischen Fördermitteln sind weite Teile der Straßen ausgebaut worden und so kommen wir gegen 11 Uhr am Hafen von Armadale an. „Wie, nicht gebucht? Dann bitte zur Seite fahren, die nächsten Fähren sind ausgebucht.“ Glücklicherweise findet sich dann doch schon auf der nächsten Fähre ein Plätzchen.
Nadja hat sich derweil Armadale Castle und den großzügigen Park angeschaut, ich in der Nähe an einer öffentlichen Toilette entsorgt. Unser Zeitplan kommt zwar wieder einmal durcheinander, aber noch sind wir im Plan.

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In Mallaig fahren wir dann kurz nach der Ankunft an der schon unter Dampf stehenden Lokomotive des Jakobite Train vorbei. Wenn nun alles klappt und wir gut vorankommen, schaffen wir es tatsächlich rechtzeitig zum Harry Potter Viadukt in Glennfinnan, um die fahrende Dampflok zu sehen. Im Bewusstsein, dass wir später die Strecke auch wieder zurück fahren, rasen wir an einigen schönen Ecken vorbei, stellen unser Wohnmobil auf den letzten freien Parkplatz unterhalb des Viadukts und schnappen die Räder, um rasch die zwei Kilometer auf einer für den Verkehr gesperrten Straße zu fahren.
Wir hasten den steilen Hang zum bekannten Aussichtspunkt hinauf und keine 20 Minuten später kommt der erste Jakobite Train aus Fort Williams und kurz danach die Dampflok aus Mallaig.

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Perfektes Timing!
Die Drohne hatte ich aufgrund eines Hinweisschildes im Wohnmobil gelassen, ein Ungar erklärt mir dann, dass das Schild nicht auf ein Flugverbot hinweist, sondern nur darauf, dass man sich eine Erlaubnis für 10 Pfund kaufen muss, wenn man den Zug aus der Vogelperspektive filmen möchte.
Freundlicherweise überlässt uns Tommy Plugor seine Bilder und Videos.

created Tommy Plugor

Nun haben wir viel Zeit und so fahren wir tiefenentspannt und zufrieden bei schönstem Sonnenschein zurück in Richtung Mallaig, um nach dem Loch Eilt auf kleinen Straßen in Richtung Westen abzubiegen.
Könnt ihr euch noch an Leith aus Edinburgh erinnern? Am Campingplatz vor dem Tantallon Castle haben uns Leith und seine Frau Heather ihre Lieblingsorte auf Skye und  Ardnamurchan (wenn er es ausspricht, hört es sich wie „Ardemacken“ an) auf unserer Planungskarte eingezeichnet.
Von  den „Singing Sands“ haben sie mehr als nur geschwärmt!
Obwohl wir davon nie gehört hatten und auf dieser Halbinsel auch sonst keine großen Ziele kennen, war es für uns selbstverständlich hier her zu fahren. Schließlich wollten wir wissen, was Leith an den Singing Sands so begeistert.

Die Straße wird zusehends enger und wir kommen nur langsam voran. Landschaftlich ist es wunderschön und es gibt hier viele Hütten und Ferienhäuser. Als wir nicht sicher sind, ob wir mit dem Wohnmobil einen noch kleineren Weg befahren können, fragen wir eine andere Autofahrerin, die gerade an uns vorbei fahren will. Und oh Wunder: sie antwortet auf Deutsch! Sie ist Deutsche und wohnt schon lange in diesem einsamen Winkel Schottlands und fängt ebenfalls sofort an, von den Singing Sands zu schwärmen. Ja, wir könnten bis ca. 4 km vor den Singing Sands mit dem Wohnmobil fahren und dann mit den Rädern bis zum Strand.
Und übernachten könnten wir auf dem Parkplatz auch, das sein kein Problem.
Wunderbar! Denn mittlerweile ist es später Nachmittag, dann haben wir schon einen Platz für die Nacht.
Was die nette Frau natürlich nicht einschätzen kann: kurz vor dem Parkplatz geht es durch ein enges Tor und noch enger stehende Hecken und wir schrubben ganz gut mit dem Wohnmobil an den Ästen entlang. Glücklicherweise gibt es keinen Gegenverkehr.
Der Parkplatz liegt dann völlig einsam an einer flachen Bucht. Perfekt für die Nacht.
Mit den eBikes geht es über sehr grobe und holprige Wege an der Bucht entlang durch Wälder über einen steilen Höhenrücken und einem weiteren Wald.
4 Kilometer, eher mehr. Und wir sind froh, die Räder zu haben.
Und dann stehen wir vor feinstem Sandstrand, die tiefstehende Sonne wärmt uns, wir sitzen am Strand, trinken ein mitgebrachtes Bier.
Völlig allein.
Sind wir wirklich in Schottland?
Dieser Strand könnte auch irgendwo weit im Süden liegen.
Aber warum heißt der Strand „Singing Sands“?

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Wir entdecken es nicht sofort. Erst als wir nicht über den Sand gehen, sondern die Füße schleifen lassen, geht es los.

Der Sand gibt tatsächlich Töne ab. Wir sind völlig perplex. WIESO? WIE GEHT DAS?
Man kann sogar unterschiedliche Töne erzeugen. Es quietscht, je länger man durch den Sand schlurft.
Je tiefer der Sand, desto lauter.
Das ist der Knaller!

Und das genialste ist: niemand weiß, warum das so ist.
In unserer ach so perfekt erforschten Welt, gibt es noch immer Dinge, die nicht erklärbar sind.

Lange sitzen wir am Strand und genießen die Ruhe. Einmal taucht eine Robbe kurz auf – ansonsten passiert einfach nichts. Unweit des Strands gibt es noch ein idyllisches Becken mit einem Wasserfall.
Ebenfalls ein schönes Fotomotiv.

Zurück am Wohnmobil offenbart uns sich die Kehrseite der Medaille: mit dem Sonnenuntergang (geniale Bilder durch die Spiegelung im flachen Wasser der Bucht!!!) kommen die Midges!
Unmengen. Schwärme. Ich grille im Freien. Komplett eingesprüht mit Nobite. Doch das reicht nicht. Hut, lange Jacke, Strümpfe, dicke Schuhe. Bloß nicht den Mund aufmachen und immer wieder habe ich Midges in den Ohren und der Nase.

Ein langer Tag neigt sich dem Ende zu. Wieder haben wir viel gesehen und erlebt. Wieder war uns der Wettergott gewogen und auch die Technik passt bislang perfekt.

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