Thitronik WiPro III Einbau: Sicherheit im Wohnmobil

Es gibt einfach ein sicheres Gefühl, wenn man eine ausgezeichnete Alarmanlage im Wohnmobil eingebaut hat.
Nicht nur, wenn man für eine Wanderung oder den Einkauf das Wohnmobil zurücklässt, sondern auch nachts, wenn man hinten schläft und sicher sein kann, dass niemand eine Tür, ein Fenster oder Stauklappe öffnet, ohne dass man das mitbekommt.

Wir haben uns für die Thitronik WiPro III * nicht nur der guten Testberichte wegen entschieden, überzeugt hat uns auch der modulare Aufbau. So sind spätere Erweiterungen jederzeit möglich.

Den ersten harten Alltagseinsatz haben wir mit dem System nun hinter uns und sind begeistert. Zwar muss man einige lieb gewonnene Gewohnheiten überdenken, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden - dazu später mehr - aber die Technik hat uns überzeugt.

Ein paar Worte zur Alarmanlage:
Die WiPro III verbindet sich mit der Schnittstelle des Autos, dem sogenannten CAM Bus.
So koppelt sich das System mit dem Computer des Basisfahrzeugs und erkennt offene Fahrzeugtüren, Verriegelungen oder reagiert auf den Funkschlüssel. Dies hat den Vorteil, dass vieles nicht erneut verkabelt werden muss.

Für die WiPro III gibt es Funk-Magnetkontakte, kleine Sender, die das Öffnen und Schließen von Türen, Klappen, Fenster registrieren und an die Zentraleinheit weitermelden. Zusätzlich noch Gaswarner oder für den Außenbereich ein Zusatzkabel, dass Fahrräder, Tisch und Stühle sichern kann.

Auf der Seite von Thitronik findet sich ein Konfigurator, mit der die Grundbedürfnisse abgefragt werden und man seine Wunschanlage zusammenstellen kann. Ein guter Start, um sich über die Möglichkeiten des Systems zu informieren.
Wir haben uns für Sender an allen Stauklappen, der Aufbautür, dem Dachfenster und allen Fenstern entschieden. Dazu ein Gaswarner und die Außensicherung für Fahrrad und Kajak.

Nicht testen konnten wir das GPS Modul, mit dem man den Standort des Fahrzeugs und Zustand der Alarmanlage ermitteln kann.

Obwohl technisch nicht unbegabt, habe ich mich an die Weisung von Thitronik gehalten und den Einbau der Alarmanlage an den CAN Bus von einem Profi machen lassen. Das sind zwar nur einige Kabel und ein Anschluss an der Hupe, jedoch war mir die Gefahr zu groß, einen Fehler zu machen und am Ende die Fahrzeugelektronik lahm zu legen.
Die Werkstatt baute dementsprechend die WiPro III im Armaturenbrett ein, alle Zusatz-Funksender und Melder konnte ich anschließend leicht selbst einbauen und am Ende anlernen.

Ist die Zentraleinheit erst einmal eingebaut, muss man sich gut überlegen, an welchen Stellen die Sender an den Fenstern und Türen angebracht werden sollen.
Zu Beginn war ich dabei überfordert, bis ich das grundlegende System begriffen habe. Dabei hilft die kleine rote LED an jedem Sender. 

Thitronik Funk-Magnetkontakt

Der Sender besteht aus einem Magnet und dem eigentlichen Sender der einen Reed-Kontakt beinhaltet. Liegt der Magnet in der Nähe des Senders (er muss nicht am Sender anliegen, auch einige Zentimeter vom Sender entfernt ist der Kontakt noch geschlossen) ist alles in Ordnung.
Entfernt sich der Magnet – die Tür / das Fenster wird geöffnet – gibt der Sender einen Impuls an die Alarmanlage weiter (kleine LED leuchtet auf)

Mit diesem Wissen, konnten wir geeignete Stellen an allen Türen, Fenstern und Stauklappen finden. Die Sender und Magnete werden mit den mitgelieferten Klebestreifen aufgeklebt. Einzig an den Stauklappen benötigten wir einen kleinen Eckwinkel, um nah genug den Magnet an den Sender zu führen.
Insgesamt hat das Suchen der geeigneten Stellen länger gedauert, wie der anschließende Einbau aller Funk-Magnetkontakte.
Für Fahrräder und Stühle haben wir an der Außenwand die Halterung für die Funk-Kabelschleife angeschraubt und mit Sika zusätzlich verklebt. Wird das Kabel durchtrennt oder der Sender aus der Halterung genommen, aktiviert sich der Alarm.

Den Gassensor haben wir ebenfalls an einer tief liegenden Stelle verbaut. Weniger, weil wir an die Narkosegasgeschichten glauben, sondern um gegen austretendes Propan- oder Butan-Gas geschützt zu sein.

Der erste Probelauf ging übrigens schief. Die Fahtzeug-Hupe, die bei unberechtigtem Öffnen eines Fensters laut Aufmerksamkeit erzeugen soll, schwieg beharrlich. Unser guter Werkstattmeister hatte versehentlich das falsche Kabel angezapft. Glücklicherweise war der Fehler schnell behoben und keine bleibenden Schaden am Fahrzeugsystem feststellbar. Wenn das schief gegangen wäre, wäre es ein größerer Fall für die Werkstatt geworden – ein Grund mehr, den Einbau besser den Profi machen zu lassen. Der ist für einen Fehler verantwortlich und zudem versichert.

Beim zweiten Versuch klappte dann alles: Alarmanlage mit dem Fahrzeugschlüssel aktiviert. Fenster geöffnet und die Hupe gibt alles, die Warnblinker leuchten. Alles, wie es sein soll.

Das Anlernen der Sender ist dann später ein Kinderspiel. So lassen sich auch nachträglich weitere Komponenten leicht ergänzen.

Zur Handhabung:
Wir haben nun einen Thitronik Funksender an unserem Schlüsselbund, an dem nur ein (Funkloser) Autoschlüssel hängt, sowie unseren Original Fahrzeug-Funkschlüssel.
Mit beiden lässt sich die Alarmanlage aktivieren und deaktivieren.
Mit dem Original-Funkschlüssel einfach durch den Knopfdruck, mit dem man auch das Auto ent- und verriegelt.
Der Thitronik-Funksender hat zwei Tasten. Egal welche Taste man drückt: Die Anlage ist aktiviert oder deaktiviert. Die Besonderheit: Drückt man BEIDE Tasten gleichzeitig als sogenannte PANIK-Taste, legt die Alarmanlage sofort los. Z.B. um Störenfriede, die sich schon außen zu schaffen machen, abzuschrecken.

Die Thitronik WiPro III kann aber noch einiges mehr:
Wir schlafen gerne bei offenen Fenster. Durchaus auch mit eingeschalteter Alarmanlage ist das möglich. Die Anlage erkennt bei der Aktivierung, welche Türen und Fenster geöffnet und geschlossen sind. Man erkennt dies am Antwortton der Alarmanlage. Sie piept dann häufiger mit einem scharfen Piiiiep am Ende: Aha, irgendein Fenster / Tür / Stauklappe ist noch offen. Feiner Nebeneffekt: Wir wissen nun immer beim Abschließen, ob noch ein Fenster o.ä. geöffnet ist!

Soll mein Fenster geöffnet sein, ist soweit alles soweit ok.
Ich kann nun des Nachts sogar das Fenster schließen, ohne die Alarmanlage auszulösen, auch eine Verstellung ist möglich. Dabei muss man bekanntlich bei vielen Fenstern erst einmal die Aussteller anheben, das Fenster zurück in den geschlossenen Zustand bringen, bevor man wieder im neuen Winkel einrasten kann. Auch das erkennt das System zuverlässig und löst keinen Alarm aus! Sehr komfortabel.

Die Fahrer- und Beifahrertür verriegeln wir auf dem Camping- oder Stellplatz nun mit dem Schalter im Führerhaus. Damit werden die Türen zwar verriegelt, ohne dass die Alarmanlage scharf geschaltet wird.

Was man tunlichst vermeiden sollte:

Wir haben durch Anschauungsunterricht gelernt, dass man nach dem Aufstehen erst einmal die Alarmanalage ausschalten sollte, BEVOR man die Außentür öffnet.
Da das schlaftrunken schnell einmal passiert, haben wir zuletzt immer das Mückengitter vor die geschlossene Tür geschoben und den Autoschlüssel als Mahnung innen vor die Tür gehängt.

Mitten in der Nacht ein Fenster oder die Heki zu öffnen ist auch keine gute Idee! Zumindest, wenn die Alarmanlage noch an ist. Glücklicherweise standen wir frei und nicht auf einem Campingplatz, als um drei Uhr die Alarmanlage los heulte. Wieder etwas gelernt, seitdem nicht mehr passiert.

Beim Heimkommen nach der Wanderung, die Außentür öffnen, ohne die Alarmanlage vorher zu deaktivieren.

Noch lustiger: Beim Weggehen noch einmal zurück gegangen, um doch noch eine Flasche Wasser aus dem Staukasten zu holen. Staukasten aufgeschlossen….

 

Fazit nach dem ersten Urlaub:
 Die Alarmanlage von Thitronik WiPro III gibt uns ein gutes Gefühl. Auch an entlegenen Orten und belebten Plätzen.
 Sie ist einfach zu bedienen und leicht zu erweitern.
 Den Einbau der Zentraleinheit sollte man einem Profi überlassen.
 Viele Funktionen sind sehr gut durchdacht. Besonders der Hinweis auf geöffnete Fenster/Klappen beim Abschließen des Wohnmobils finden wir gelungen und sehr hilfreich.

Vielleicht können wir in einem späteren Bericht auch noch die Fernalarmierung und Ortung mit dem Pro-Finder für Sie testen und beschreiben.

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3 Gedanken zu „Thitronik WiPro III Einbau: Sicherheit im Wohnmobil“

  1. Hallo,
    als Besitzer einer Wipro III kann ich von der gezeigten Montage des Funkkontaktes nur abraten.
    Der Funksender sollte immer fest mit dem Fensterrahmen verbunden sein. Der Magnet auf der Scheibe.
    Macht man es so wie gezeigt, kann ich einen weiteren Magneten von außen auf die Scheibe mit Klebeband befestigen und das Fenster aufbrechen ohne Alarm auszulösen, weil der Sender sich ja auf der gerade bewegten Scheibe befindet.
    Leider ist das bei den gezeigten Rahmenfenstern nicht anders möglich, mehr Platz hat man bei den vorgehängten Fenstern.
    Gruß Christian

  2. Hallo,
    ich muss meinen vorigen Eintrag korrigieren. Habe es eben selber getestet.
    Die Wipro III erkennt auch wenn zusätzlich ein Magnet an die Scheibe geklemmt und das Fenster geöffnet wird.
    Ein wirklich schlauer Magnetkontakt. Also kann man es doch so montieren, sorry.
    Gruss Christian

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