Die Schlucht von Verdon – enge Kurven für Genießer

Die Verdon Schlucht ist die größte und tiefste Schlucht Europas.
Und wir wollten sie nach der Tarn Schlucht (die  wir zusammen mit Inga gesehen haben) und der Ardeche nun endlich mit eigenen Augen sehen.

Wir starten in Castellane, finden dort aber keine Vernünftige Ver- und Entsorgung, das gelingt uns dann in Trigance. In jedem Laden kauft ihr dort einen Jeton für den Wasserautomat!

Hier kann man die Dimension gar nicht einschätzen, es fehlen einfach Häuser oder Vergleichspunkte.
Erst ein klitzekleines Haus auf der anderen Seite, lässt erahnen, wie tief es hier hinunter geht.

Das Bild macht es auch nicht besser. Aber vielleicht ein Fernblick

Eigentlich auch nur, wenn ihr stark hineinzoomt und das große Restaurant im Vergleich euch anschaut.

Lustig ist, dass hier nix los ist. Normalerweise stauen sich auf der engen Straße die Autos in jeder Kurve und an jedem Parkplatz muss man zum Aussichtspunkt anstehen.

Heute jedoch nicht. Und so konnte ich relativ entspannt fahren. Naja, was heißt entspannt.
Wenn man an jeder Ecke auf so etwas treffen kann

Dafür finden sich vor der Schlucht noch nette Dörfer, die einen Besuch lohnen.
Wir versorgen uns mit Wasser in Trigance. Die dafür nötigen Jetons bekommt man in jedem Laden oder bei der Post und dem Rathaus (Marie)

So richtig Bilderbuchleben

Aber weiter zur Schlucht. Wir fahren auf der südlichen Route, Flußabwärts gesehen, die linke Seite. Von hier hat man die Sonne im Rücken und fährt immer mit vielen Parkbuchten auf seiner Seite.
Drehen wir uns mal um und schauen nach Westen. Die Sonne steht im Zenit und schafft es trotzdem nicht den Grund zu erhellen. So erkennt man erstmals, wie tief die Schlucht ist.

Und je weiter wir zum Ausgang der Verdonschlucht kommen, desto mehr erkennen wir, wie hoch wir eigentlich sind. Weit in der Ferne die Ebene der Rhone und ganz weit am Horizont ein Berg auf dem wir damals bei der Tarnfahrt standen. Der Mont Ventoux oder ist es der Mont Aigoual?
Perfekte Fernsicht heute.

Der türkise See ist ein großer Stausee hinter den Bergen.
Wir beenden die Tour und fahren hinab zum See, dort gibt es viele Camping- und Stellplätze. Einige sind jetzt, wir haben Oktober, schon geschlossen.

Uns zeiht es mehr in eins der schönsten Dörfer Frankreichs: Moustiers-Sainte-Marie
Dort hängt hoch oben zwischen zwei Bergspitzen ein Stern, den ein Kreuzfahrer im Mittelalter aus dem Orient mitgebracht haben soll an einer 270 Meter langen Kette direkt über der kleinen Kirche, die über viele Treppen erreicht werden kann.

Und das Dorf hat wirklich schnuckelig Ecken und nette Kaffees und da trinken wir lieber einen Cappuccino und lassen Treppen Treppen sein und bleiben auf dem Boden der Tatsachen.

Am Wohnmobil, direkt unterhalb des Dorfes ist ein schöner Stellplatz für gerade einmal 12.50 Euro, bleiben wir über Nacht und fahren morgen nochmal die Schlucht, aber auf der anderen Seite, der nördlichen / rechten Seite zurück.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

Womo.blog
Jürgen Rode schreibt seit 2012 auf Womo.blog
Der gelernte Wertpapierspezialist ist in der elterlichen Maschinenbaufirma groß geworden und arbeitet noch heute gerne in seiner Werkstatt. Als Sportler wurde er 1991 Bumerang-Europameister

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3 Antworten

  1. Hallo ihr beiden, vielen Dank für den schönen Bericht und die Bilder. Das macht richtig Lust, wieder zu starten.
    Wir werden im Januar eine Rundtour durch Schleswig-Holstein machen. Bis dahin bleibt es bei Kurzausflügen am Wochenende.

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