Frankreich – Der höchste Berg der Cevennen: Mont Aigoual (1597)

2014-08-12_12-31-01_Frankreich__MG_8814-1600Unser Reiseführer warnt regelrecht vor dem höchsten Berg der Cevennen. Immer nur Regen oder wenigstens Nebel. Nichts zu sehen vom Mittelmeer. Bis dahin kann man bei guter Fernsicht manchmal schauen. Als wir uns nach dem obligatorischen langen und übigen Frühstück auf den Weg machen, strahlt die Sonne an einem wolkenlosen Himmel. Der Weg zum Mont Aigoual zieht sich. Viele Kilometer geht es durch menschenleere Gegenden und kleine Dörfer. Aber am Ende fahren wir von Schafherden begleitet auf den Parkplatz des Gipfels. 2014-08-12_11-52-44_Frankreich__MG_8755-1600 Und wir haben wohl ausgesprochenes Glück: Kein Regen, kein Nebel. Es ist noch früh am Morgen und wir genießen den unbehinderten Blick in alle Richtungen. 2014-08-12_12-13-10_Frankreich__MG_8771-1600 Ja, wirklich man kann tatsächlich 100km weit bis zum Mittelmeer schauen! 2014-08-12_12-31-01_Frankreich__MG_8814-1600 Und in der Gegenrichtung schauen wir auf Jonte, Tarn und die Causses. Phantastisch. Als dann auch noch Geier in geringer Höhe über uns fliegen hält uns nichts mehr, wir wandern um den ganzen Gipfel herum. Sehr empfehlenswert. 2014-08-12_12-40-39_Frankreich__MG_8867-1600   Offenbar war auch schon Obelix einmal hier: Ein Menhir – für mich ein Hinkelstein! 2014-08-12_12-49-26_Frankreich__MG_8888-1600 Der Berg wird nicht ohne Grund Windberg genannt. Immer wieder sehen wir gebrochene Bäume und eine der Antennen der Wetterstation hat den letzen Sturm nur verbogen überstanden. Innerhalb kurzer Zeit sind Wolken aufgezogen und wer jetzt noch zum Gipfel kommt, kann nicht einmal erahnen, wie weit wir noch vor einer Stunde schauen konnten. Daher sagen wir Au revoir und ziehen weiter. 2014-08-12_13-38-45_Frankreich__MG_8949-1600 2014-08-12_14-01-23_Frankreich__MG_8969-1600 Unterwegs kommen wir an mehreren schön gelegenen Plätzen vorbei, an denen wir direkt an der Abbruchkante hätten die Nacht verbringen können, doch aus mir heute unerfindlichen Gründen fahre ich weiter. Später werde ich mich ärgern, denn mit der Ruhe, dem wenigen Verkehr und den wenigen Touristen ist es schlagartig vorbei, wenn man wieder in die Haupturlaubsgebiete zurück kehrt. Viele kleine Dörfer durchqueren wir, malerische Landschaften breiten sich unter uns aus. Viel, viel Wald und wenige Häuser. Ein Tal, eine Wasserscheide, enge Schluchten, Straßen und Sträßchen. Irgendwann kommt die erste größere Straße in Richtung Ales. Und sofort ist es mit Ruhe und Beschaulichkeit vorbei. Noch dazu wurde es schlagartig heißer. Einen Camping- oder Stellplatz finden wir nicht. Daher entschließen wir uns am Parkplatz der La Bambouseraie d’Anduze übernachten.

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