Riss in der Duschwanne vermeiden – DIY im Wohnmobil

Ein Riss in der Duschwanne und schon kann der Urlaub zu Ende sein. Langsam aber sicher läuft das Wasser unter die Wanne, ins Holz, in die Schränke und lässt Schimmel und Moder blühen. Ein Alptraum.

Bevor es passiert

Und deswegen habe ich mir überlegt, dass man da proaktiv werden muss. In unserer Duschwanne gibt es mehrere Stellen, die sich eindrücken lassen, wenn man mit dem ganzen Gewicht auf der Ferse steht. Und im Laufe der zeit dürfte das eine Soll-Bruchstelle werden.
Im Video kann gut sehen, wie tief sich das eindrückt.

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Nur, wie dran kommen?

In unserem Euramobil mit großem Unterboden kein Problem, doch kann ich mir vorstellen, dass dies bei vielen Wohnmobilen und Kastenwagen ganz anders ist. Wie kommt man unter die Duschwanne, ohne sie auszubauen.
Sofern es von unten nicht geht, könnt ihr versuchen den Siphon abzunehmen und von dort aus zu arbeiten.
Oder mögliche Verblendungen vorne abzuschrauben und von dort den Zargenschaum einzuspritzen.

Das braucht ihr dazu

Wir haben Zargenschaum verwendet, da dieser sich nicht so massiv ausdehnt!

Sinnvoll oder nicht

Da streiten sich die Geister, ich habe noch viel hin und her es bei unserem Wohnmobil so gemacht.
Das damit eine spätere Reparatur, wenn sie denn jemals nötig ist, schwieriger wird, habe ich in Kauf genommen.
Aber das müsst ihr für euch selbst entscheiden.

Fakt ist: Die Duschwanne ist jetzt viel stabiler, wie vorher. Ihr seht das ebenfalls im Video.
Und wieder einmal frage ich mich, warum das nicht ab Werk schon gemacht ist. Im Haus sind die Duschwannen doch ebenfalls von unten ausgeschäumt und liegen somit gleichmassig auf. Warum macht man das beim Campingbedarf nicht ebenso.

 

Gegendruck

Aufpassen müsst ihr, dass der Zargenschaum euch nicht die Duschwanne nach oben drückt.
Um dies zu vermeiden ein großes Gewicht – flächig – in der Duschwanne platzieren. Ich habe dazu einige Backsteine verwendet, die ich auf eine Styroporplatte legte. 
Ein Sandsack oder ähnliches wäre auch nicht schlecht gewesen.

 

Den Zargenschaum solltet ihr einige Zeit trocknen lassen, bevor ihr die herausquellenden Teile mit einem Cuttermesser abschneidet.
Und wenn alles klappt, habt ihr ab jetzt einen deutlich festeren Stand in der Dusche.
Das fühlt sich schon viel besser an und noch wichtiger: Die Dusche wird nun nicht mehr so stark strapaziert.

Ich bin sehr gespannt auf eure Kommentare, denn vielleicht ist das ja auch totaler Blödsinn und ihr überzeugt mich, dass man das nicht hätte tun müssen. 
Derzeit bin ich aber überzeugt, dass unsere Dusche durch diese Maßnahme viel länger halten wird.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog

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3 Antworten

  1. Im Prinzip eine gute Idee. Aber wenn die Wanne trotz Vorsichtsmaßnahmen einmal undicht wird, saugt sich der Bauschaum mit Wasser voll.
    Ich habe das selbige Problem in meinem Euramobil (ich fahre das selbe Modell wie dein Vorgängermobil) dort ist die Wanne gerissen. Stört mich, ist aber nicht so schlimm, weil ich nie darin Dusche.
    Ich habe für mein jetziges Projekt, Ausbau eines Kastenwagens, eine Duschwanne im Campingzubehör gekauft. Das ist der grösste Mist. Die Qualität des Plastiks ist eine Schande. Es gibt nicht einmal einen Duschwannenträger aus Styrodur wie im Hausbau üblich dazu zu kaufen. Da wird man in der Zukunft genau die selben Probleme haben.
    Ich habe nun eine Duschwanne aus Stahl gekauft. Die bleibt Dicht.

  2. Lieber Herr Rode, ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass eine gebrochene Duschwanne riesige Probleme durch Fäulnis im Boden bereitet und die Folgen nur mit einem riesigen Aufwand zu beseitigen sind. Ich musste die Duschwanne unseres Kastenwagens 2 mal ersetzen und habe beim 2 ten mal die neue Duschwanne vor 3 Jahren komplett mit Dichtungsmaterial unterfüttert und die neue Duschwanne eingebaut. Seitdem habe ich keine Probleme mehr. Leider kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern, wie ich das gemacht habe, aber es ging. Der Vorteil ist, dass kein Wasser zwischen Boden und Duschwanne eindringen kann und die Duschwanne (nunmehr aus dickerem Material) sich nicht mehr unter Last verformt.
    Die Idee mit der neuen Duschwanne aus Stahl oder Aluminium ist gut, sie ist jedoch bei einer runden Duschwanne nur schwer darstellbar. Vermutlich führt Ihre Idee zu einer deutlichen Senkeung der Bruchgefahr. Danke, dass Sie das von den Herstellern vernachlässigte Problem aufgegriffen haben.

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