Wenn der blaue Engel kommt – Truma Notfallservice – Daumen hoch!

2015-11-19_10-59-15_Truma__MG_1087-1600Was der gelbe Engel für das Auto, ist der blaue Engel für die Heizung. Die Heizung streikt. Natürlich im Winter. Da muss rasch Hilfe her. Gut, das Truma eine mobile Werkstatt bietet. Wir haben sie für euch getestet. Und um es vorweg zu nehmen: Daumen hoch für den blauen Engel! Unsere Heizung geht immer wieder auf Störung. Dann läuft sie wieder einen ganzen Tag, um in der Nacht auszufallen. Wir rufen den Truma Service 
Telefon: +49 (0)89 4617-2020 an und die nette Damen verspricht uns zeitnah einen Termin zu finden. Wir nennen unseren Aufenthaltsort, denn der ist wichtig für die Routenplanung der Techniker. Und wirklich, einige Tage später ist etwas frei. „Die genaue Uhrzeit spricht der Techniker am Vortag mit ihnen ab.“ Wer es schneller braucht, dem vermittelt Truma einen Servicepartner, den man anfahren kann oder der selbst Serviceleute vorbei schicken kann. Wer also auf der Reise ist, kommt so recht schnell ans Ziel. Zudem bietet Truma auf vielen Campingplätzen insbesondere zum Winteranfang einen Servicetag an. Wir haben die Zeit und tatsächlich am Nachmittag vor dem angegeben Termin meldet sich der Servicemann und wir vereinbaren die Besuchszeit. 2015-11-19_10-59-15_Truma__MG_1087-1600 Am nächsten Morgen steht dann der blaue Engel vor unserem Wohnmobil. Herr Barrenpohl begrüsst uns fröhlich, den ersten Kunden hat er schon im Morgengrauen abgearbeitet und ist schon 100 Kilometer auf Achse. Als erstes nimmt er unsere Heizung in Augenschein. Super findet er, dass die Heizung zentral eingebaut ist und viel Freiraum rundherum ist. Da ist viel Platz zum arbeiten. Das sieht bei neueren Mobilen manchmal ganz anders aus. Auch das die Heizung mittig angebracht ist, findet er gut. Sind doch die Leitungen viel kürzer, mehr Heizwärme kommt an. Besser, wie bei den Mobilen, wo der Heizstrang vom Heck durchs ganze Wohnmobile verläuft und im Alkoven nichts mehr ankommt. Die Heizung ist alt. Von 2009. „Aber wir garantieren noch viele Jahre Ersatzteile“, erklärt er. Für alte Wohnwagenheizungen gilt das immer noch. Wobei er nicht ganz verstehen kann, wenn sich jemand mit einer 30 Jahre alten Heizung beschwert, wenn es keine Bauteile mehr gibt. Irgendwann ist halt Schluß. Aber das geht uns bei der Heizung im Haus ja genauso. Auf die Frage, ob man denn irgendeine Wartung regelmäßig machen soll, antwortet Herr Barrenpohl lachend: “ Da gibst nichts. Wir haben ja auch keine Stundenzähler. Die eine Heizung läuft monatelang, die andere nur wenige Tage. Da wäre ein Serviceintervall nicht sinnvoll. Und die Geräte sind sehr robust. Also wenn etwas nicht mehr geht, dann ist es halt so weit“. Er erzählt dann aus seinem reichem Erfahrungsschatz. Von Kunden, die selbst Hand anlegen und dann kleinlaut doch eingestehen müssen, die Heizung schon einmal geöffnet zu haben. Schnell wird klar, warum es wichtig ist den Profi die Arbeit machen zu lassen. Nicht nur, dass man an der Gasanlage arbeitet, auch die Zusammenhänge sind nicht unbedingt für den Laien erkennbar. So kann die Elektrik einen Defekt auslösen, oder Verschleiß. Aber auch äußere Umstände. Verdrecktes Gas oder der Wespenschwarm, der sich das Abgasrohr als ideale Brutstätte einrichtet. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Heizung gestartet wird. Oder wie bei uns: Findet der Techniker doch tatsächlich an der Sonde vor dem Brennraum ein dickes Spinnennetzgeflecht. Die Spinne fand es sicher auch nicht nett, dass wir irgendwann die Heizung einschalteten. (Abgesehen davon frage ich mich, was sie dort fangen wollte) Aber egal – das ist nicht der Grund für die Störung. Herr Barrenpohl baut in wenigen Minuten die gesamte Heizung aus. Alles ist gesteckt und in der richtigen Reihenfolge gelöst, hat er rasch das Gerät aus unserem Schrank in seinen Werkstattwagen gebracht. Dort kann er quasi am offenen Herzen arbeiten und die Anlage dank Gasanschluss und Steuerung gleich ausprobieren. Die erste Vermutung lautete: Zündkerzen. „Wenn es die Zündkerzen sind, dann hört es sich beim Startversuch anders an. Aber wir schauen immer danach, wenn die Anlage ausgebaut ist.“ Sowohl die Kontakte, als auch die Keramikhalter sind in Ordnung und auch die Brennkammer sauber. Schon interessant, seine Heizung einmal in Einzelteilen zu sehen. Die Brennkammer schaut er sich dann auch noch von der anderen Seite an und findet beim Ausbau eines Sensors besagtes Spinnennetz. Schon spannend, was unsere Heizung da alles preis gibt. Bei den Ventilatoren wird er dann fündig. Das Verbrennungsgebläse ist es. „Das ist halt ein Verschleißteil.“, erläutert der Trumamann. „Bei manchem Großkunden wechsele ich die vorsorglich, damit seine Verkaufsflotte keine Probleme hat“ Na klar. Solche Heizungen haben natürlich nicht nur Camper. Jeder Zirkuswagen, Verkaufsstand, Bürocontainer kann mit so einer Anlage über die kalten Tage kommen. Und die laufen dann mehrere Monate am Stück. Wir fragen, wo denn die meisten Probleme her kommen. Er überlegt länger. „Das schöne an meinem Job, ist, dass er so vielfältig ist. Da ist jedes Mal etwas anderes. Und ich kann nie sagen, die Anlage macht das Problem. Eher ist es schmutziges Gas, oder Dreckreste in der Gasflasche, die dann mit dem letzten Gas in die Anlage kommen. Ok, unsere Gasfilter haben wir sicherheitshalber ausgetauscht, aber das war ja vorsorglich und nicht, weil sie kaputt waren. Ansonsten laufen die Anlgen viele, viele Jahre ohne Probleme“ Dann erzählt er von abenteurlichen Konstruktionen oder alten Wohnwagenheizungen, bei denen die Zündanlagen nicht funktionieren und mit dem Streichholz durchs ausgebaute Sichtfenster gezündet werden (ich erzähle ihm besser nicht, dass wir vor Jahren auf diese Weise einen Kühlschrank im Hochsommer zum laufen brachten :-)) Er checkt noch einige Kleinigkeiten, bevor er die Heizung wieder zusammenbaut. Gasanschluss anschließen und Tür auf. Der Test steht an. Noch eine Fernsteuerung aus den reichhaltig bestückten Regalen – für jedes Gerät und jedes Baujahr ist fast alles vorrätig – und dann kann es los gehen. Stille. Klick, klick klick. Das Gebläse läuft an, es riecht nach Abgasen. Zufrieden grinst mich der Profi an: „Läuft wieder!“ Nach einem dutzend Tests ist er endgültig zufrieden. „War doch tatsächlich das Verbrennungsgebläse“ Der Einbau ins Wohnmobil dauert nur deswegen einige Minuten länger, weil Herr Barrenpohl es sich nicht nehmen lässt unter der Heizung noch sauber zu machen „Jetzt kommt man da wenigstens mal ran.“ Da steht sie nun, wieder eingebaut und läuft. Noch einmal alle Funktionen durchgetestet. Gerade will ich mich bedanken, sagt Mr. Truma „Ne, erst noch den Drucktest“. Na, klar. Die Gasanlage war ja offen und dementsprechend muss wie bei einer Gasprüfung noch ein Drucktest erfolgen. Nach 10 Minuten kann er auch den positiv bestätigen und wir kommen zur Abrechnung. „Die Anfahrt rechnen wir immer Pauschal. Und sollte ich zweimal kommen müssen, rechnen wir die nicht noch mal. Damit ist es auch für unsere Kunden nicht wichtig, wie weit ich fahren muss. Trotzdem lohnt es sich bei unseren Servicepartnern vorbei zu fahren, wenn es schnell gehen muss.“ Aber wer etwas Zeit hat oder nicht mobil ist,  dem können wir nun den Truma Engel wärmstens empfehlen. Bezahlt haben wir am Ende für die Arbeitsstunde 61 Euro, die Anfahrt pauschal schlägt mit 49 Euro zu Buche und das Ersatzgebläse kam auf 169 Euro. Bezahlen konnten wir übrigens direkt im Wagen mit der Scheckkarte. Super Service, Bargeld hätten wir erst holen müssen. Die Arbeitszeit und das Ersatzteil hätten wir auch in der Werkstatt bezahlt. Wir finden, da bietet Truma einen fairen und sehr feinen Service! Von wegen Servicewüste Deutschland. Und am Ende noch ein Lob an unseren blauen Engel: Herr Barrenpohl war extrem freundlich, dazu noch sehr schnell und kompetent.
Picture of Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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Hier ist eine lustige Geschichte über die Erfindung des Campings und irgendwie passt die auch heute noch ganz gut. Geändert hat sich also quasi nichts:


Es war einmal in einer längst vergangenen Zeit, als Menschen noch in Höhlen wohnten und sich Gedanken darüber machten, warum sie ständig von tropfendem Wasser, ungebetenen Höhlenbären und muffigem Höhlenklima geplagt wurden. Besonders unglücklich war Grak, ein pfiffiger Höhlenmensch, der immer den Drang verspürte, die Welt da draußen zu erkunden. Er hatte das Gefühl, dass es doch irgendwo einen besseren Ort geben müsse – vielleicht einen ohne diesen ewig nörgelnden Nachbarn Ugga, der ständig die besten Mammutsteaks für sich beanspruchte.


Eines Tages, nach einem besonders heftigen Streit mit Ugga über das letzte trockene Stück Moos, beschloss Grak, auszuziehen. Aber wohin? Es gab ja keine Immobilienmakler, und Höhlenanzeigen à la „Gemütliche 3-Zimmer-Höhle mit Blick auf den Vulkan“ waren noch nicht erfunden. Grak kratzte sich am Kopf, nahm einen großen Lederbeutel, stopfte ein paar Mammutrippen und einen angekokelten Ast hinein und zog einfach los.


Nach ein paar Stunden Wanderung fand er eine hübsche Lichtung mit einem Fluss, der weder muffig roch noch Bären anzog. Begeistert wollte er sich niederlassen, bis er merkte, dass es ohne Höhlendecke ganz schön kalt wurde, sobald die Sonne unterging. „Kein Problem“, dachte Grak, „ich baue mir einfach eine mobile Höhle!“ Er nahm einige Äste, band sie mit Lianen zusammen und warf ein Mammutfell darüber. Das sah zwar eher aus wie ein schiefgelaufenes Kunstprojekt, hielt aber den Regen ab. Grak war begeistert. Er nannte sein Werk „Zelt“. Niemand wusste damals, dass er damit Geschichte schreiben würde.


Am nächsten Morgen wachte Grak gut gelaunt auf, machte sich ein Feuer und grillte seine Mammutrippen. Plötzlich tauchten andere Höhlenmenschen auf, angezogen vom verführerischen Duft. „Was machst du hier draußen, Grak?“ fragte einer. „Camping!“ rief Grak stolz und deutete auf sein Zelt. „Besser als eure muffigen Höhlen!“ Natürlich wollten alle sofort bleiben, und bald gab es auf der Lichtung ein richtiges „Campingdorf“.


Doch mit den neuen Campern kamen auch neue Probleme. Ugga tauchte irgendwann mit seinem zerkratzten Mammutfell an und behauptete, er hätte das Camping erfunden, weil er immer schon lieber draußen geschlafen habe. Ein anderer, namens Blorg, brachte zu viele Mammutrippen mit, zog Bären an und ruinierte den Grillabend. Grak schüttelte nur den Kopf und dachte: „So war das nicht geplant.“


Und so ist der Mensch zum Camping gekommen und es hat sich bis heute kaum etwas geändert…


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5 Antworten

    1. Ne, so viel, wie wir gequatscht haben, hab ich einen Nachlass bekommen 🙂 Ansonsten hätte ich ganz still in der Ecke gestanden und den guten Mann (rasch) arbeiten lassen 😉

  1. Ich habe in der nächsten Woche einen Termin, wegen der Geruchsbelästigung beim Aufheizen des Wasservorrates ohne Heizungsgebläse, da stehen aber schon erheblich mehr Euros auf der Uhr.

  2. Spannend. Ich habe seit Monaten Ärger mit der Warmwasser Versorgung. Ich kann nur wenige Minuten duschen. Alle sagen mir man müsse länger duschen können aber keiner findet den Fehler. Heute habe ich bereits zwei mal eine Rückrufbitte für Herrn Barrenpohl ausrichten lassen. Er ist wohl auch für meinen Fahrzeug Verkäufer Caravan Hexel in Dortmund der Ansprechpartner. (Fendt 550 SD Modell 2025)

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