Neuer Van ist da: Wir machen ihn autark!

– Enthält Werbung –

„Wir haben jetzt endlich einen neuen Van!
Und die Frage ist, was sollen wir jetzt alles einbauen, damit wir möglichst autark sind?

Der Van kommt direkt aus dem Werk und besitzt nicht viel mehr, als das Grundpaket – perfekt um Geld zu sparen und viel selber zu machen. Er hat eine Diesel-Heizung, eine 90Ah AGM Batterie, ein paar Lampen und immerhin zwei 230 Volt-Steckdosen, die aber nur bei Landstrom funktionieren. Ein Midi-Heki über der Sitzgruppe und ein Dachfensterchen im Heck. Die Gasflasche im Heck ist für den Herd und Kühlschrank da und ansonsten war es das mit Technik.“

Die Bedürfnisse kennen

Was würdest du einbauen, fragt man uns.

Da steht er nun: ein völlig nackter Van, direkt aus dem Werk. So, wie er von den meisten bestellt wird.
Alles notwendige hat er, und etliches, was eigentlich bestellt war, wurde mangels Teile nicht verwirklicht.
Die Frage war: Warten oder Liefern lassen.
Dann lieber liefern lassen.
Bestellt waren eine Solaranlage und ein Wechselrichter, ein Batteriecomputer und andere Dachhauben.
Jetzt ist er da und hat nur das Basispaket.

Wasser, Kühlschrank, Heizung, Aufbaubatterie AGM und das wars im Wesentlichen.
Der Besitzer ist froh, dass er nur ein halbes Jahr länger auf den Kastenwagen warten musste und er insgesamt nach einem Jahr des Wartens das erste Mal mit seinem Van starten kann.

Aber natürlich kann er so nicht bleiben. 
Und da wir uns sehr gut kennen und nebenan wohnen, freue ich mich darauf, ihm zur Hand zu gehen und den schönen neuen Kastenwagen nach und nach aufzurüsten.

Nun ist das sehr individuell und schwer zu beantworten, aber um unser Reise- und Arbeitverhalten abzubilden, bauen wir ein:

Als erstes USB-Steckdosen und mehr LED-Lampen, dazu Außenlampe – Stripes.
Unbedingt Alarmanlage mit GPS Tracker,
zusätzlichen GPS Tracker
Dann muss mehr Energie her, damit Scotti genug zum beamen hat:
Ladebooster
Lithium-Batterie 100Ah, wenn möglich 200Ah
Batteriecomputer
Eine Dachhaube mit Ventilator
Gaswaage
Internet-Router
5G Dachantenne
Solaranlage + MPPT Regler
Solartasche + eigenem MPPT Regler
Trenntoilette 
Zusatzschlösser und PrickStop
Fahrradträger
Gas-Außensteckdose
Truma-Duo-Control CS
Rückfahrkamera
Grauwasserventil und Kamera.

Einkaufsliste zum stöbern:

Der späte Winter ist die beste Zeit

Im zeitigen Frühjahr kommen die ersten Ausfahrten und bis dahin soll einiges eingebaut werden.

Die komplette Stromanlage wird überarbeitet, dabei müssen wir erst einmal den Bedarf ermitteln und dann entsprechend aufrüsten.
Sicher ist, dass ein Lithiumbatterie nachgerüstet wird. Momentan sind 95 Ah AGM verbaut, wir werden 100 Ah Lithium einbauen – vielleicht auch 200 Ah. Gerade die günstigen Anbieter erweisen sich nicht mehr als die schlechtesten.
Der Batteriecomputer von BlueBattery liegt dann schon bereit.
Zur Lithiumbatterie gehört bei modernen Motoren einfach ein guter Ladebooster – das werden wir in den nächsten Wochen mit WCS vertiefen. Ein Einbauvideo und Interview mit Götz von WCS Goch ist schon in Vorbereitung.
Dann soll ein Wechselrichter her und eine Netzvorrangschaltung und wir überprüfen, ob zusätzliche Sicherungen und FI-Schalter notwendig sind (heute heißt das RCD oder Fehlerstromschutzschalter, wir werden wohl einen RCBO nehmen).

Die Heizung wird aufgerüstet und fürs Internet brauchen wir eine 5G Dachantenne und einen sehr guten WLAN Router.
Denn fürs Home-Office brauchen wir einen schnelle Datenfluss.
Aufs Dach sollen Solarpanels mit mindestens 200 Watt, eher 300 Watt. Das hängt jedoch vom vorhandenen Platz ab.
Ein MPPT Solarladeregler ist dann Pflicht.
Vielleicht kommt auch weniger aufs Dach, dafür eine Solartasche dazu, die über einen eigenen MPPT Regler angeschlossen wird, damit sich beide Systeme unabhängig betreiben lassen.

Wenns finanziell möglich ist, sollen noch zwei Comworks Wassertanksensoren folgen.
Das ist die genauste Möglichkeit seinen Tankinhalt exakt zu messen

Von Fraron wird es den Wechselrichter und das Ladegerät für die Lithiumbatterie geben.
Mit unserem Rabattcode bekommt ihr bei Fraron 5% Rabatt!
Den solltet ihr unbedingt nutzen, denn die Geräte von Fraron werden in vielen Foren und Gruppen hoch gelobt und langlebig. Dazu gibt es im schönen Schöllkrippen im Spessart nicht nur eine super Hotline, die Kollegen entwickeln auch selbst und bauen ein – wissen also, was gebrauch wird!

Sicherheit

Wichtiger ist aber eine Alarmanlage und die Sicherung der Türen.
Die Fahrerhaustür werden wir von innen sichern, 
einen Prick-Stop einbauen,
Die Schiebetüren und die hintere Tür werden ebenfalls gesichert.

Als Alarmanlage dient die Thitronik WiPro 3 mit Sendern an allen Türen und Fenstern. Dazu die Fernabschaltung und das Ortungsmodul.
Zusätzlich verstecken wir einen GPS Sender, der nur einmal am Tag sendet und somit nicht ortbar ist.
Bei einem Fahrzeug mit vielen Fenstern gibt es gegen grobe Gewalt keinen 100% Schutz, aber zumindest haben wir die Chance, dass Fahrzeug wiederzufinden.

Zusätzlich wollen wir die Idee aus einer unserer News&Neuheiten umsetzen und die Pedale so sichern, dass ein potentieller Dieb lange brauchen wird, um das Fahrzeug überhaupt wegbewegen zu können.

Selbermachen

Und ja, das kann man alles mit ein wenig handwerklichen Geschick selber machen. Wer sich in Sachen Elektrik nicht sicher ist, findet in seinem Bekanntenkreis hoffentlich jemanden, der sich damit auskennt. Aber auch das ist kein Hexenwerk. Verantwortlich für Fehler ist dann natürlich jeder für sich.
Hat aber den Vorteil, dass man auch unterwegs alles selbst reparieren kann, sollte doch ein Problem auftreten.

Viele der hier angedachten Ausbauten haben wir schon auf Womo.blog verwirklicht.
Insbesondere dem Thema Netzvorrangschaltung werden wir aber einen neuen Clip und Artikel gönnen.
So nach und nach könnt ihr in den nächsten Wochen dabei sein, wie es mit dem Kastenwagen weiter geht.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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10 Antworten

  1. Wir haben unseren Van gleich selbst ausgebaut und alles elektrisch – kein Gas. Wir verwenden eine Induktionsplatte, haben Photovoltaik am Dach und eine 250Ah Lithium Batterie. Zudem haben wir eine Fußbodenheizung, eine Klimaanlage und eine Dieselheizung verbaut.

    1. Ja, war auch ein Thema. Aber autark im Herbst und Winter mit Induktion? Da braucht es extrem viel mehr Batterieleistung und man muss häufig laden gehen, denn die Solaranlage auf dem Dach wird den Verbrauch nie ausgleichen.
      Im Sommer ist das mit Sicherheit gut, aber im Winter – wie sind da deine Erfahrungen?

  2. Waren die neuen Besitzer jemals campen? Soviel unnützes Zeug an den eigenen Bedürfnissen vorbei, ohne einmal damit unterwegs gewesen zu sein, habe ich noch nicht gelesen. Aber das ist auch der Grund für die überzogenen Preise der „Glücklichmachindustrie“: Der Camper kauft alles, ohne zu schauen, was man wirklich braucht.

    1. Hallo Udo,
      ja, sie sind schon jahrzehntelang Camper.
      Insofern wissen sie und ich genau, was man haben muss, soll oder kann.
      Natürlich geht es auch puristisch – aber das nimmt uns den Spaß des Bastelns 🙂

  3. Hallo Jürgen, mit grossem Interesse verfolge ich seit kurzer Zeit Deinen Blog, da ich mir / wir uns bis in spätestens zu Rente in vier Jahren auch ein Wohnmobil zulegen wollen. Bis dahin schauen wir was andere für Erfahrungen machen und testen selber das ein oder andere Fahrzeug indem wir es ausleihen.

    Danke auch für diesen Blog. Kannst Du noch kurz mitteilen, was der Van für ein Modell ist und was er in der Grundausstattung, wie Du ihn erhalten hast, kosten würde? Liebe Grüsse Christoph

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