Norwegen 2013: Tag 3 – Von Växjö nach Mora

3. Tag

Gegen morgen, noch im Halbschlaf, müsste ich grinsen: Was uns alles so passiert. Da kommen wir doch tatsächlich noch bei der EM ins Stadion.

Solchermaßen gutgelaunt haben wir gefrühstückt und den Tag begrüßt. Heute soll es bis Mora gehen. Mora am Siljansee ist das schwedische Urlaubsparadies. Neben unzähligen Fischerhütten findet man im Wald überall Jagdhütten und wer nicht jagt und fischt, flaniert am Ufer des rostroten Sees. Stellenweise ist das Wasser tiefschwarz und zusammen mit der tiefstehenden Sonne, dem satten Grün der Inseln prägte sich uns vor Jahren das Bild dieser Landschaft unwiederbringlich ein.

In Schweden gibt es Autobahnen mit Tempo 110. Was einem rasch auffällt: keiner rast und es geht alles sehr entspannt zu. Und weil keiner rast und drängelt, gibt es keine Stauungen. Allemal zähflüssiger Verkehr. Das liegt natürlich auch an der Verkehrsdichte. Und je weiter wir in den Norden kommen, desto weniger Mitreisende gibt es.
Richtung Skövde kommen wir rasch auf den größeren Landstraßen voran, auf denen man 90 km/h fahren darf. Diese Straßen sind breiter und wenn einmal nur 80 erlaubt sind, kommt einem das ungebührlich langsam vor. Später vor Mora, werden die Straßen noch schmaler und da sind manchmal 90 ziemlich rasant und 80 noch schnell. So kann sich die Wahrnehmung ändern.
Auf jeden Fall muss man in Schweden von seinen in Deutschland gewöhnten Reiseleistungen Abschied nehmen. Für 100 km braucht man 1 Stunde 20 Minuten. Wenn es gut geht. Es können auch 1 Stunde 40 Minuten werden.

Nach Skövde kommen wir an einer Kirche vorbei und ich halte spontan. Denn schon vor 20 Jahren hat mir gefallen, dass die Gräber nur mit Grabsteinen bestückt sind und dazwischen einfach Rasen wächst, der gut gepflegt und sattgrün ist. So möchte ich einmal begraben werden.

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Mittagspause machen wir mitten im Wald!
Gibt es etwas schöneres als naturnaher Wald, mit Moosteppichen und Elfen und Zwergen, die an jeder Ecke um die Steine schauen? Die Sonne wirft ein zauberhaftes Licht durch die Äste und wir genießen eine ruhige Stunde.

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Am Götakanal steht die Straße plötzlich vor uns senkrecht. Erst raffe ich gar nicht, was da passiert, bis mir klar ist, dass der Kanal hier ist und gerade ein Schiff durch fährt. Das können wir uns nicht entgehen lassen und schauen der „Marianne“ beim schleußen zu. Wir fahren weiter.

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Zwischen dem Vännern und Vättern fahren wir an vielen kleinen Seen vorbei. Die Kinder meutern langsam. Seit Stunden fahren wir im Auto. Ich möchte aber eigentlich rasch zum Siljansee und vielleicht dort noch baden.

Aber irgendwann fahren wir an einem einladenden See vorbei und ich finde sogar eine schmale Einfahrt, dass ich gar nicht anders kann. Bei 25 Grad und strahlendem Sonnenschein stürzen wir uns in den überraschend warmen See. Wären nicht Schwärme von Bremsen gewesen, hätten wir uns sicherlich noch auf die Steine zum sonnenbaden gelegt. So hatten wir einen guten Grund nach einer Kaffeepause weiter zu fahren.

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In Mora fanden wir dann unseren alten Campingplatz nicht mehr und  sind am Ende bei Mora Parkens Camping hängen geblieben. Eine gute Entscheidung. Für 25 Euro haben wir einen tollen Stellplatz und können noch eine Runde mit dem Kajak drehen. Morgen schauen wir uns dann Mora an, bevor es weiter geht.

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Gefahrene Kilometer: 560 km –

Die Fahrtstrecke im Zeitraffer:

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