Fränkische Schweiz: Betzenstein als Ausgangspunkt

Männerwochenende
Männerwochenende

Gerne kommen wir immer wieder auf den kleinen Campingplatz nach Betzenstein zurück.
Familiär, gut zu erreichen, eine kleine Kneipe, gute sanitäre Anlagen und für Freunde, die mitklettern auch ein günstiges Zimmer.

Bei den Preisen in der fränkischen Schweiz kann man noch Urlaub machen und wir wundern uns jedes Mal, wieso nicht viel mehr Urlauber dort sind.
Die Landschaft ist grandios, es gibt unendlich viele Ziele, Burgen, Höhlen, Abenteuer zu erleben, dazu die größte Brauereidichte Deutschlands.
Herz, was willst du mehr.

Diesmal bin ich mit meinem Kletterpartner Holger auf einem Männerwochenende hier. Drei Tage klettern, was die Finger halten.

Männerwochenende
Männerwochenende

Schon am Freitag ging es in Leupoldstein los, bis die Sonne unterging. Dann ordentlich in Betzenstein gegessen und auf dem Campingplatz geschlummert, um fit für den langen Samstag zu sein. Denn den starteten wir in Graisch an den Graischer Bleisteinwänden. Wir waren allein. Absolut. Die Straße wird gerade neu gemacht und so kamen wohl keine Touristen in das beschauliche Dorf. Sensationell.

Bis zum Mittag kletterten wir sechs Routen und beschlossen dann ins fast noch schönere Trubachtal zu fahren. Dort waren Freunde aus Darmstadt am Fels, die wir noch besuchten. Nach weiteren zwei Routen wollten wir noch schnell nach Gössweinstein.

Den meisten bekannt durch seine Wallfahrtskirche, ging unsere Wallfahrt an den Napoleon. Ein Fels, der kurz hinter dem Ort in Richtung Tal liegt. Eine 30 Meter hohe Felsnase, die aus dem Wald zu wachsen scheint. Zwei Wanderwege gehen an seinen Seiten vorbei und wenn man unten steht und die glatte Wand nach oben schaut, kann man erahnen, was uns so daran reizt, da hoch zu kommen.

Zwei Mal waren wir schon gescheitert: Nicht unserer Kletterkünste wegen, sondern weil es jedesmal regnete, als wir hier waren. Heute war es trocken und wir machten noch eine einfache Route auf den Gipfel.

Erst am Sonntag gingen wir die schwere Route am Napoleon und nun passte auch das Wetter. Strahlender Sonnenschein begrüsste uns uns der Blick über die Hügel und Täler war phantastisch. Als dann auch noch eine Dampflock durchs Tal für, war das Fotografenglück perfekt.

Wir kletterten dann noch bis Nachmittag und führen dann Richtung Forchheim auf der Landstraße, da die Autobahnen um Nürnberg und Würzburg proppenvoll waren.
Kurz vor Forchheim, die Sonne stand noch hoch am Himmel, lockte dann der Tafelberg Walberla bei Forchheim. Schon oft waren wir hier vorbei gefahren. Meist Abends oder bei schlechtem Wetter oder einfach unter Zeitdruck.
Nun lockte das schöne Wetter und viel besser: Die Landstraße war schon so voll, dass wir uns dachten: Was solls. Ob wir auf der Autobahn stehen oder hier einen Kaffee trinken.

Also ab zum Walberla. Eine nette Gaststätte hatte für zwei ausgehungerte ein gutes Stück Kuchen und einen starken Kaffee und so gefestigt, beschlossen wir noch auf den Berg zu laufen – und zu klettern. Was ich nicht bedacht hatte: Der Weg ist noch lang und so kamen wir nach einer dreiviertel Stunde strammen Wanderns am Fels an.
Die Route lohnte sich – der Blick über die Ebene bei Sonnenuntergang ist genial.

Bei der allerletzten Route hing ich dann in großer Höhe und konnte auch die allerletzten Sonnenstrahlen genießen.
Zurück im Wohnmobil gab es dann erst einmal Abendessen und mittlerweile hatte sich der Stau auch schon Richtung Frankfurt verschoben.
So fuhren wir gemütlich der Stauwelle hinterher ohne noch einmal hinein zu kommen. Manchmal sollte man sich einfach mehr Zeit lassen.

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