CMT – Urlaubsziele, für jeden etwas dabei

Gefühlt 20.000 Schritte gelaufen, viele nette Gespräche, tolle Länder und Städte haben wir gesehen. Dabei war es nur ein Messetag in Stuttgart auf der CMT.

Hatten wir gestern Wohnmobil auf Wohnmobil und Caravan nach Caravan besucht und uns gefragt, was wohl in der anderen Reihe der Messehallen los sein wird, konzentrierten wir uns nun auf die „Urlaubsmesse“. Drei große Messehallen voll mit Ständen zu Urlaubszielen in aller Welt.
Schon um 10 Uhr waren die Hallen voll und manche Stände hart umkämpft. Albanien und nördlicher Schwarzwald, die großen Themen der diesjährigen Messe, boten dabei ein großes Programm.
Aber auch viele kleine Länder und Regionen buhlen um das Wohl der Kunden.

Natürlich interessierten uns eher die Campingplätze, jedoch fanden wir im Laufe des Tages einige Ziele, die uns nun für die Zukunft neue Reisemöglichkeiten offenbaren.

Am Anfang sprangen uns oft die Plätze an, die wir schon besucht hatten: Italien, Kroatien, Österreich, Frankreich und viele Campingplätze in Deutschland.
Norwegen und Schweden suchten wir vergebens –  vielleicht brauchen diese Länder keine Reklame.
Der Campingplatz Dei Fiori, den wir einige Jahre in Italien besuchten, als die Kinder noch klein waren, zeigte sich ebenso verändert, wie der gesamte Teutonengrill bei Venedig noch größer, gigantischer und reglementierter geworden zu sein scheint.
Aber auch in Kroatien ist es nicht mehr so ursprünglich und wild, wie wir es lieben gelernt hatten: Überall Hotelanlagen und aus nicht wenigen Campingplätzen sind riesige Urlaubsresorts mit überwiegend Appartements geworden.

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Die Regionen in Italien buhlen um ihre Gäste: In der Toscana lockt man mit San Gimiano und Florenz – doch auch dort waren wir schon.

Stundenlang kann man in den drei großen Messehallen den Duft der großen weiten Welt einsaugen. Bilder und Prospekte, Videos und gute informierte Reiseleiter oder Einheimische locken.
Teilweise einfach zu voll und oft zu pauschaltouristisch erscheint uns das Angebot.
Aber es gibt Ausnahmen und die haben es uns angetan.

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Das ältere Ehepaar aus Donaueschingen, dass Reklame für einen spanischen Campingplatz (Amfora) an der französischen Grenze macht.
Seit vier Jahren tun sie ihre Begeisterung für Land und Leute auf der CMT kund. Aus Verbundenheit zu ihrer Urlaubsliebe.

Oder die Engländerin (Curtis-Beard Ltd), die einen kleinen Stand am Rand der großen Halle besetzt: Englische Gärten und Wanderungen, klein und gediegen – England aus einer ganz eigenen Sicht. Begeistert holt sie ein Fotoalbum hervor und zeigt uns Bilder aus einem Schloss, in dem sie bei Bekannten sogar übernachten darf.
Dazu zeigt sie uns ihre Geheimtips und Parks und Campingplätze.
Das ist für uns wieder einmal ein Highlight und wir werden sicherlich ihr Angebot einmal wahrnehmen.

Dann war noch die Dame, die es schaffte uns für eine Rumänienrundreise zu begeistern. So anschaulich hat sie uns auf ihrer Rundreise mitgenommen, dass wir sogleich mitgefahren wären… wenn der Termin nur nicht erst im September wäre.
Viele Ansichten von Rumänien kennen wir schon aus diversen Berichten, jedoch haben wir es noch nicht geschafft, selbst bis nach Rumänien zu fahren. Und vielleicht ist es gar nicht so verkehrt eine betreute Reise zu unternehmen, um Land und Leute erstmals kennen zu lernen. Frau Stanciu machte auf jeden Fall einen sehr kompetenten Eindruck und bei max. 10 Wohnmobilen pro Tour hat man sowohl die Möglichkeit im Konvoi zu fahren, wie die täglichen Strecken auf eigene Faust zu bewältigen, was unserer Art von Urlaub eher entspricht.

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Bulgarien zog uns dann ebenso in seinen Bann, wie Tauberbischoffsheim.
Hups, dass ist ja ganz in der Nähe und noch dazu fuhren wir vor Jahrzehnten eine Radtour der Tauber entlang, und schwärmen noch immer davon.
Und wie wir mit der netten Tourismusbotschafterin so plaudern, merken wir wieder, wie fern doch manche nahen Ziele sind. Und dabei so schön. So ist schnell der Plan gefasst, im Frühjahr wieder einmal Tauberbischofsheim einen Besuch abzustatten. Vielleicht fahren wir einmal den Rad-Achter (552 km) oder besser einen Teil davon zur Erinnerung an die Tour von  vor 25 Jahren.

Der Tag neigt sich dem Ende zu und die Füße werden schwer.
Zwei Messetage sind vorüber, noch immer haben wir nicht alles gesehen, viele Wohnmobile und Caravane links liegen lassen, die Rad-Messehalle nur kurz gestreift und die Technikhalle für interessante Gespräche zwar besucht, aber viel zu viel noch nicht gesehen.

 

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