Schweden – Sehenswert: Gripsholm

Eine Sommergeschichte.
So nennt Kurt Tucholsky seinen Roman „Gripsholm“.
Seine Liebesgeschichte spielt drei Wochen in dem alten Gemäuer – für uns sind es zwei Tage, aber wir verlieben uns schnell in das Schloß, die kleinen Kaffees und den niedlichen Ort am Malären.

Aber der Reihe nach:
Wir finden einen Übernachtungsplatz am aufgegebenen Strandrestaurant direkt am See in Mariefred.

Ein Parkplatz, Wohnmobile sind geduldet. Und da wir Wasser für vier Tage haben, die Sonne uns mit Strom versorgt, freuen wir uns über die tolle Gelegenheit einen ruhigen Stellplatz direkt am Rande der Stadt zu nutzen.
Vier bis fünf Wohnmobile passen dort hin, aber meist ist der Parkplatz mit PKWs zugeparkt. Frühes Ankommen kann da helfen.

Hat man einen Parkplatz ergattert, laden die kleinen Kaffees und Restaurants zum Verweilen.
Für 150 Kronen bekommen wir zwei Bier und sitzen mit dem Blick auf das Schloss in zwei Liegestühlen und fühlen uns ein wenig wie der alte Kurt und seine Prinzessin.

Am Abend wandern wir durch den Schloßpark und ich freue mich über die gelungenen Bilder vom Schloss.

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Am nächsten Tag steht dann die Besichtigung der Innenräume von Gripsholm an.
Viele, viele alte Bilder und original Räume erwarten uns.
Die Spezialführung, die jedes einzelene Bild erläutert, lassen wir aus, aber auch nur mit unserem gedruckten Führer, bekommen wir einen Eindruck von den weitverzweigten Verwandschaftsverhältnissen des Mittelalterlichen Adels.

Beeindruckend das Theater in einem der runden Türme. Man kann sich lebhaft vorstellen, dass hier Dramen und Komödien effektvoll dargestellt wurden. Erst recht, wenn man den dahinter liegenden Technikraum besichtigt, der mechanisch verstellbare Wandteile enthüllt. Im Museumsladen findet sich dann eine detailgetreue Miniatur des Museums

Man sollte schon einen gewissen Faible für das Mittelalter bis zur jüngeren Geschichte mitbringen, dann werden einen die vielen Details und Gesichter auf den Wandbildern sicherlich, sowie die Originalräume im Schloss begeistern. Es dauert einige Stunden, bis man alle Räume des Schosses besichtigt hat. Belohnt wird man mit vielen interessanten Eindrücken.

 

Am Nachmittag schlendern wir durch die beschauliche Fußgängerzone von Mariefred mit seinen detailverliebten Läden und netten Kaffees.


Noch ein Tip:
Von Stockholm aus lässt sich eine Malären-Schifffahrt mit einem historischen Schiff buchen. Morgens geht es los, man tuckert über den langgezogenen See bis nach Mariefred.
Empfangen am ebenfalls sehenswerten, historischen Wartehäuschen kann man nun mit einer Dampflok eine Runde drehen oder das Schloss Gripsholm und das Örtchen Mariefred besuchen, um anschließen wieder nach Stockholm zurück zu fahren.


Wer jetzt noch nicht genug von Gripsholm und Mariefred hat,
für den haben wir noch eine Diashow unserer schönsten Bilder:
DiaShow Gripsholm und Mariefred

 

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