Trendwende bei Gebrauchtwagen

Mir fällt es schon seit einigen Wochen auf:
Bei den gebrauchten Wohnmobilen steigt das Angebot – oder es gibt nicht mehr so viele Käufer, die bereit sind zu jedem Preis und egal welcher Zustand zu kaufen:
 
 
Gerade bei den Kastenwagen ist das zu diesem Zeitpunkt im Jahr ungewöhnlich und auch bei den Teilintegrierten sieht man in den verschiedenen Foren und Gruppen derzeit viele Angebote, die offenbar auf Mobile.de und den anderen Automobilplattformen nicht so schnell verkauft werden.

Die Verkäufer müssen sich wieder mehr Mühe geben, um die Gebrauchten los zu werden.

So finden sich unter den Einträgen in Facebook auch deutlich weniger Kommentare und das übliche: Du hast eine PN
ist selten.
Das deckt sich mit der Aussage der Besitzerin eines großen Wohnmobilhändlers, die uns vor einer Woche berichtete, dass Stornierungen und Abbestellungen zunehmen.
Noch ist das den Händlern nicht so wichtig, haben sie genügend andere potentielle Käufer auf der Warteliste,
aber auch das ist ein Zeichen für eine Trendwende.

 

Die dargestellten Zahlen stammen aus Mobile.de und sind sicherlich statistisch schwer zu untermauern. Jedoch sind es die einzig mir bekannten Quellen, die man regelmäßig heranziehen kann.
Zudem, scheint bei all den möglichen Manipulationen der Angebote, der Trend der echten Marktentwicklung seit geraumer Zeit zu entsprechen.

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Der Neuwagenmarkt ist erwartungsgemäß weiter gesunken, denn die meisten Wagen, die bei den Händlern landen sind vorbestellt und kommen selten überhaupt auf die Verkaufsplattformen.

Spannend ist der Zeitpunkt der Steigerungen bei Gebrauchten.
So kurz vor der Saison kann es nur mit der persönlichen Situation, einem geändertem Reiseverhalten oder Kriegsangst zusammenhängen. Auch dürfte zunehmend die Demografie eine Rolle spielen.

Es bleibt abzuwarten, wie es weiter geht, doch es würde uns nicht überraschen, wenn wir im Herbst wieder deutlich mehr Angebot sehen werden.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

Vielleicht seid ihr auch gerade dabei zu kaufen oder zu verkaufen.
Was habt ihr gerade für Erfahrungen?
Seid ihr am Verkaufen?
Wie schnell geht es?
Oder habt gerade gekauft und konntet einen Nachlass aushandeln, was ja letztes Jahr unmöglich war. Wäre nett, wenn ihr mal berichtet.

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13 Antworten

  1. Moin aus NRW!!
    auch ich habe ähnliches beobachtet, vor ca. 3 Wochen tauchten bei Facebook die ersten gebrauchten WoMos
    zu Verkauf auf, das hat es seit etwa 1-2 Jahren nicht mehr gegeben. Wir laufen gerade, bedingt durch das wenige
    noch verfügbare Gas, und durch die enormen Preissteigerungen in allen Bereichen, in eine grosse Repression.
    Jeder der seine Arbeit verliert und noch Raten für das Wohnmobil bezahlen muss verkauft jetzt.
    Ich glaube das wird noch richtig heftig! Euch alles Gute, Bleibt mobil und gesund !!

  2. Komme gerade von der Nordseeküste alles voll, keine Stellplätze und „Neuwohnmobilisten“ total genervt!! Mal schauen wie das weiter geht?? Deshalb stimme ich voll zu, wartet mal ab, da kommt bald einiges zurück auf den Markt!! Beste Grüße Ulli

  3. Ich persönlich glaube, dass die Nachcoronazeit das Kaufverhalten beeinflußt hat. Das wird sich nach dem Sommer ändern. Mittlerweile rufen Händler aus EU-Staaten an, um gebrauchte Wohnmobile zu kaufen. Der deutsche Markt ist mit Wohnmobilen leergefegt. Zu kaufen sind Fahrzeuge mit nicht verträglichen Konfigurationen. Light-Fahrwerke für Vollintegrierte oder auch im TI-Bereich, natürlich auch Fahrzeuge die das Geld überhaupt nicht Wert sind. Die sehr hohen Preise für Gebrauchte, die deutlich über den Vorjahrespreisen liegen, schrecken die Käufer ab. Denn das Fahrzeug bleibt halt alt, mit allen Überraschungen die ein gebrauchtes Fahrzeug so hat. Im vergangenen Jahr konnte man für anständiges Geld noch Concorde und Co. kaufen. Erhielt anständige Fahrzeuge. Jetzt ist nur noch Schrott zu kaufen. Hohe Preise, hoher Reparaturaufwand und hohe Folgekosten. Wer mag das schon. Sehe oft Fahrzeuge die fast 20 Jahre alt sind und jetzt halb so teuer sind, wie beim Kauf vor langer Zeit. Nach 10 Jahren Laufzeit ist ein Womo noch etwa 40% des ursprünglichen Wertes im Privatmarkt, Wert gewesen. Mittlerweile liegen wir aber bei locker 60% vom derzeitigen Neupreis. Ausserdem, sind im südl. Ausland Womo zu kaufen in der Wunschkonfiguration. Lieferzeit 4 Wochen. In Deutschland nicht möglich. Sehe ich die Zahlen von dir, dann sehe ich auch, dass die Industrie den Fahrzeugstrom steuert. Was steckt dahinter? Der bevorstehende Niedergang der Verkaufszahlen, die Absatzprobleme der Gebrauchten? Für recht neue Gebrauchte lassen sich Preise erzielen die über dem Einkaufspreis liegen. Für alte Gebrauchte wird es bald, wie von dir geschrieben in der Einstiegsklasse, bald viel weniger Geld geben. Die Highclass Mobile werden den Preis halten, da sie Klientel eher ihr Barvermögen in Werte anlegt. Das sind aber keine klassischen Camper, sonder eher die Ressortnutzer und Cityreisenden. Irgendwann werden die wieder aussteigen und dann gibt es eine ganze Menge von großen Wohnmobilen, die auf den Höfen rumstehen. Der normale PKW ist ja nicht anders. Es gibt Wellenbewegungen am Markt. Diese sind aber vor dem Hintergrund der Politik schwer abschätzbar. Es bleibt also überraschend bei Lieferknappheit und Lieferkettenproblemen.

  4. Naja, es kann aber auch sein, dass potentielle Verkäufer im Vertrauen auf Lieferzusagen der Händler ihr Mobil schon inseriert haben, es tatsächlich aber erst verkaufen, wenn das neue Mobil beim Händler eingetroffen ist bzw. Ausgeliefert wird.

  5. ..das wird auch nicht zuletzt mit dem Abgasskandal in Verbindung stehen . Die Leute haben einfach Angst von den Händlern ein solches faules Ei untergeschoben zu bekommen . Ein anschließender jahrelanger nervenaufreibender Prozess ist nicht für alle Betroffenen gesundheitsfördernde. Wenn ich .ir den Markt snschaue verkaufen die Händler ungehindert diese Dreckschleudern weiter

  6. Steigende Kosten (Sprit, Platzgebühren, Zinsen, etc. ) werden spätestens 2023 dazu führen, daß sich der Markt normalisieren wird. Ich hoffe es zumindest.

  7. Hallo,
    wir warten (noch) auf unseren bestellten Kastenwagen, aber haben bereits unserem Händler eine Frist gesetzt.Wenn der Wagen bis zum gesetzten Datum nicht geliefert ist, steigen wir aus dem Vertrag aus und holen uns etwas „vom Hof“.
    Bezüglich „…dass Stornierungen und Abbestellungen zunehmen.
    Noch ist das den Händlern nicht so wichtig,“. Dazu würde ich sagen- bis jetzt. Das kann sich sehr schnell ändern, wenn die Stornierungsspirale aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes richtig Fahrt aufnimmt. Denn mittlerweile merkt jeder die Teuerungen. Interessant wie einige bekannte Youtuber nun wiederholt ihre Neuwagen anpreisen und die wohl nicht (mehr) blind gekauft werden. Wenn es dann heisst, dass er auf großes Interesse stösst und viele sich ihn anschauen, ist die Botschaft klar. Das Geld sitzt nicht mehr so locker..

  8. Schreibe aus Österreich,
    Haben uns ein WoMo bestellt,kommt voraussichtlich im Sept.-Okt. so Gott will. Sind bis jetzt Motorradreisende gewesen, oder noch immer.Wollen das Ganze kombinieren. Wir sind in der EU,(ich freu mich), wir zahlen gegenüber euch mehr als 30% mehr für das gleiche WOMO. Nova, heisst bei uns Normverbrauchsabgabe,???????????
    Ihr seid noch immer die Insel der Seeligen, wir in Österreich sind die LuLu,wir freuen uns immer das wir zahlen dürfen,wofür auch immer,aber das dürfen wir ja nicht sagen, politische Unkorrektheit.
    Lg aus Österreich

  9. Hallo Jürgen,

    wir haben vor etwa vier Wochen unseren neuen Carthago c-Tourer T 143 LE auf Mercedes Sprinter erhalten. Ab Bestellung bis Lieferung ging es ziemlich genau ein Jahr. Bei Bestellung wurde uns mitgeteilt, dass die finale Preisfindung auf der Preisliste von 2022 basieren wird. Kurz vor Lieferung wurden wir vom Lieferanten informiert, dass der Preis um ca. 20% höher sein würde – ein Schock für uns! Eine Erleichterng war dann für uuns als die Rechnung kam. Trotz Preisen von 2022 war die Erhöhung nur knapp 2%. Woher diese Missinfo kam wissen wir bis Heute noch nicht. Die neue Preislist zeigt jedoch tatsächlich eine Erhöhung um fast 20%. Wir fragen uns noch immer woher all das kommt.

    1. Da habt ihr aber großes Glück. Wir haben im Mai 2021 einen kleinen Campingbus bestellt. Wegen dem großen Bett und der Tieferlegung für den Carport soll es ein Adria active pro werden. Seit fast 14 Monaten warten wir nun. Letzte Woche nun eröffnet uns unser Händler dass er ,, kurzfristig “ bei Adria ein Fahrzeug für uns bekommt. Es soll end Juli gebaut werden und im August geliefert. Der Hammer aber ist die sagenhafte Preiserhöhung von satten 15 Prozent, voll durchgereicht obwohl es keine Preisanpassungsklausel gibt. Wir können auch zurück treten, das nützt uns aber nix. Dann warten wir wieder ein Jahr und es wird noch teurer. Mit dem Anwalt habe ich nicht gedroht denn es könnte ja sein dass dann bei der Produktion oder dem Transport etwas dazwischen kommen würde. Da fällt dem Händler sicher etwas ein…

      Gruß Oliver

  10. Moin, Moin!
    Wer die Teuerungsrate in vielen Bereichen kennt, den wird das nicht wundern.
    Bin aktuell in Norwegen und Schweden unterwegs. 2,70 € pro Liter Diesel sind inzwischen „normal“. Das bedeutet auch, dass das Reisen mit dem WoMo oder WW insgesamt deutlich teurer wird. Und ganz sicher ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, wenn man den Aussagen führender Ökonomen Glauben schenken will, die Wohlstandsverluste für die Zukunft prognostizieren (Folgen des Krieges in der Ukraine, Folgekosten der Corona-Pandemie ect.). Selbst Herr Lindner rechnet mit sehr schwierigen 4-5 Jahren. Mit einer weiteren „Bazooka“ (Herr Scholz zu Beginn der damaligen Corona-Krise) ist nicht mehr zu rechnen. Somit wird dies in Summe auch Auswirkungen auf den Bereich der Freizeitmobile haben. Nach „fetten Jahren“, in denen ständig neue Rekorde veröffentlicht wurden, kündigen sich nun die Vorboten der mageren Jahre an. Ob das dann die zitierte „Normalisierung“ ist, weiß ich nicht. Man wird sehen.

  11. Tja, Gottseidank, möchte ich hier anmerken.
    Wir machen nun seit ca.30 Camping/ Reisen ect. und haben nun das zweite Wohnmobil, (das erste hat wohl das zeitliche gesegnet)…
    Die ständigen Steigerungen der Verkaufszahlen & Umsätze der Branche lies einen fast schwindelig werden…
    Im Gegensatz zu Leuten, die ein Reisemobil alle paar Jahre auswechseln (und dies auch finanziell können) behalten wir das unsrige und haben im Laufe der Jahre einiges investiert um dies für uns persönlich so gut es geht auszurüsten…
    Wozu also, immer wieder was neues halbfertigen von der Stange zu horrenden Preisen kaufen….??
    Nein, dazu…(meine Meinung)…
    Es ist für uns kein Statussymbol sondern, wie es der Name verrät, ein Reisemobil (Gebrauchsgegenstand !!)
    Die leider viel zu zahlreichen Reisemobile, welcher Coleur auch immer sind trotz Verständnis für Freizeitwünsche einfach Zuviel…, hier sollten Gemeinden, Länder und nicht zuletzt auch die Hersteller und Händler gemeinsam in die Pflicht genommen werden für das reibungslose Funktionieren zu sorgen…!!
    Durch den ungeheuren Boom ist es im Laufe der Zeit immer weiter zu Verboten gekommen, die es früher so halt nicht gab…
    Sicherlich sind es nicht nur Rv‘s die Müll und Dreck hinterlassen, sondern auch Pkws mit Besucherströmen… aber wenn man Allgemeinregeln einhält und eben nicht per Ellenbogentaktik umherwalzt ist es ein sehr schönes und beruhigendes Hobby…
    Derzeit ist es eben so, dass es wie auch in anderen Bereichen Gewinner und Verlierer gibt und nun kräftig von Gewinnlern an dieser Stellschraube gedreht wird.
    Wir hoffen, dass wir die uns noch verbleibende Zeit (Rentner) unser Hobby (Reisen, nicht rasen und soweit als möglich behutsam mit der Umwelt und Anwohnern umzugehen) gut nutzen können.

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