Der Crash ist abgesagt – Die neusten Zahlen zum Campingmarkt

Die Höfe stehen voll, die Absätze schwächeln, die Produktion läuft weiter.
Die Zinsen sind hoch, die Inflation ein Schreckgespenst, die Wirtschaft im Rückwärtsgang.
Wie geht es weiter auf dem Markt der gebrauchten und neuen Wohnmobilen, der Vans und Wohnwagen?

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Gigantisches Angebot

Noch nie hatten wir seit Beginn unserer Aufzeichnung einen so hohen Bestand.
Die Zahlen auf Mobile.de zeigen, dass es mittlerweile sowohl bei den Neuwagen, aber auch bei den Gebrauchten ein hohes Angebot an Wohnmobilen, Vans und Wohnwagen gibt. Käufer sind Mangelware und die Preise nach wie vor hoch.
Wie geht es also weiter.

Betrachten wir die Inflation und die Zinsen in Verbindung mit der wirtschaftlichen Lage, kommt man schnell zu dem Schluss, dass es ungemütlich werden wird.
Viele selbsternannte Propheten reden vom bevorstehenden Crash, aber der wird nicht kommen.
Warum, das haben wir in unserem Film erläutert.

Entwicklung

An dieser Stelle seid ihr Leser und Zuschauer wichtig:
Viele von euch beobachten ein spezielles Fahrzeug oder einen Typ und habt Screenshots und Daten aus der Vergangenheit.
So hat mir ein Leser die Anzeigen seit 2018 zu einem Hymer TI zur Verfügung gestellt. Mit immer dem gleichen Sonderpaket konnte man eine Preissteigerung von 40% erkennen.
Und nun gehen die Preise zwar herunter – aber eher für das Sonderpaket und nicht das Grundmodell.

Wie ist das bei euch?
Bei Neuwagen?
Oder bei Gebrauchtwagen, die ihr beobachtet.

Schickt uns eure Informationen!
Mail an Info@womo.blog

 

Händler und Angebote

Genauso würde es uns interessieren, was ihr derzeit bei den Händlern erlebt.
Kann man Preise verhandeln, gibt es Sonderangebote und wie kundenfreundlich sind derzeit die Gespräche?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Gebrauchtwagen

Und wenn ihr ein privates Fahrzeug gekauft habt oder kaufen wollt.
Wie sind derzeit die Verhandlungen mit den Privatleuten.
Gibt es Preisspielräume? 
Wie empfindet ihr die Preise generell.
Angemessen oder noch zu hoch.

All dass sind wichtige Informationen für unseren nächsten Marktbericht, den wir für das Frühjahr planen.
So würden wir uns freuen, wenn ihr uns mit euren Informationen unterstützt, um ein breites Bild des Marktes zu bekommen.
Schreibt uns in die Kommentare oder eine Mail: Info@womo.blog

Die aktuellen Zahlen

Neuwagen

Alkoven sind schon immer eher untergewichtet – da kann man vielleicht mal einen Ladenhüter abstauben, ansonsten tut sich wenig.

Bei den Vollintegrierten ebenfalls – ich denke, dass hier die meisten auf Bestellung produziert werden und gar nicht als Neuwagen auf der Plattform auftauchen. Und trotzdem geht der Bestand kontinuierlich nach oben – und das in einem gehobenen Preissegment.

 

Die Kastenwagen gehen schon seit Mitte 2022 durch die Decke und daran hat sich nichts geändert. Wahrscheinlich wegen weniger Nachfrage gepaart mit hoher Produktion. Dazu kommen Vorbestelllungen, denn die Höfe waren ja wie leer gefegt.

Bis dieser Bestand und das, was die nächsten Monate unweigerlich noch dazu kommen wird, abverkauft wird, werden wir wohl noch längere Zeit so hohe Zahlen sehen.

Ähnlich sieht es mittlerweile bei den Teilintegrierten aus. Die hatten sich extrem solide gehalten. Noch im Frühjahr sah es so aus, als würde der Markt stabil bleiben – aber über den Sommer und den Herbst kamen dann immer weiter Fahrzeuge hinzu und offenbar fehlen Kaufwillige.

Gebrauchtwagen

Bei den Kastenwagen brechen wir alle Rekorde.

Hier trennen sich so viele von ihren Fahrzeugen, wie noch nie.

Warum?

Geändertes Urlaubsverhalten

Alter,

Fehlkauf

Falsche Urlaubsform

Gründe gibt es viele,

 

aber  die Preise sind erstaunlich hoch und noch tut sich daran wenig.

Jedoch ändert sich das jetzt – es würde mich nicht wundern, wenn man beim Kastenwagen und beim TI in diesem Jahr das eine oder andere Schnäppchen machen kann.

 

Auch bei älteren Fahrzeuge, die durchaus noch in Schuss sein können, werden die Preise fallen. Alles was über 5 Jahre alt ist, verliert bei potentiellen Käufern. Die Gewährleistung fehlt und natürlich die Garantie, das verdrängen derzeit viele.

 

Die Preise sind zwar schon etwas gesunken, aber realistisch sind nur die wenigsten Angebote. 
Unsere persönliche Meinung:

Da tut sich in den nächsten Monaten etwas und die potentiellen Käufer haben eine gute Verhandlungsposition.

Wohnwagen

Wohnwagenfahrer sind ein ganz eigenes Völkchen.
„Ach lassen wir ihn dieses Jahr mal stehen und schauen nächstes Jahr, ob wir ihn nicht doch wieder fahren. „

 

Da günstig in der Unterhaltung kann man das ruhig machen und das ist einer der Gründe, warum ich denke, dass es nicht so viel Bewegung im Angebot und in der Preisgestaltung gibt.

Fazit:

Der von vielen beschworene Crash ist abgesagt!

Wir haben ein Überangebot an Campern.

Zu erwarten ist, dass die Produktion gedrosselt wird,

das Händler Aktionen und Aktionstage feiern,

aber die Grundpreise nicht wesentlich sinken.

Das Private ihre Preisvorstellungen bei Gebrauchtwagen

nach unten revidieren. Bei alten Fahrzeugen auch deutlich.

Und dank der soliden Wirtschaftslage,

der wieder sinkenden Inflation und den damit sinkenden Zinsen

Wird es keinen Crash am Wohnmobilmarkt geben.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

*Die hier verwendeten Links sind Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Sie auf einen solchen Link klicken und auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter oder Online-Shop i.d.R. eine Vermittlerprovision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

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5 Antworten

  1. Da bin ich mir aber nicht so ganz sicher . Ein Warenlager kostet Geld , die Höfe sind tatsächlich übervoll ( wohnen in der Nähe von Peniscola , Spanien , Benimar ) rumpelvoll innert 5 Monaten , die wo das Geld hatten haben gekauft . Das führt zu einem Überangebot , unweigerlich . Dazu kommen jetzt Fahrzeuge auf den Markt die bei Corona geordert wurden , da hat es viele dabei die werden auf den Markt kommen . Sehe da schon grössere Preisnachlässe

    1. Bei Benimar steht schon seit Jahren immer der Hof am Werk voll. Selbst zu Zeiten wo in Deutschland nix zu kaufen war an Neufahrzeugen, hätte Benimar liefern können. Allerdings liegt der Schwerpunkt für Benimar im südl. Europa und deckt da die Nachfrage ab. Dort ist die Nachfrage aber auch ohnehin geringer, da der Lebensstandard niedriger ist.

  2. Tja, das mit den Kastenwagen hat wohl viele Gründe. Insbesondere vermute ich, die „Corona-Freiheit“!
    Bei uns war, nach 23 Jahren Wohnwagenzeit mit Kindern und anstehender Rente, die bewusste Entscheidung zum Kastenwagen gefallen. Maximaler Wirkungskreis bei minimalen Kosten/Aufwand. Klar lebt man da jetzt beengt. Aber das Verschiffen, um dann mal ein paar Monate außerhalb Europas zu verbringen, ist dann auch kein großer Aufwand/Kostenfaktor. Und wenn wir dann in 10-15 Jahren genug vom „Kilometerfressen“ haben, wird’s höchstwahrscheinlich wieder ein Wohnwagen, weil der einem die größte Flexibilität gibt. Bis dahin hat sich der Markt für Kastenwagen wieder normalisiert.

  3. Dies habe ich bei Kollegen observiert. Die meiste Leuten denken, dass WoMo Ferien billiger sind. Realisieren aber nachher, dass es eben nicht so ist und vielleicht sogar Teurer als Pauschalreisen irgendwo am Strand.
    WoMo fahren ist auch Teurer in Benzin/ Diesel, Versicherung und Steuern geworden. Zudem machen viele den Fehler das WoMo in Leasing zu kaufen.
    Wir haben mühe Pauschalferien zu buchen und machen oder auch in den Flieger zu steigen weil einfach alles so „eng“ und „geplant“ ist, aber die meiste Leuten finden dies eben als Relax, den Kopft ausschalten. WoMo ferien sind für uns erholsam und spannend aber für viele Leute anstrengen.

  4. Also der Bericht ist gut recherchiert mit vielen Fakten unterlegt. Dennoch teile ich die Ansicht nicht das die Preise nicht fallen werden.

    Meiner Ansicht nach waren die hohen Preise maßgeblich nicht den steigenden Preisen der Zulieferer und der Inflation geschuldet sondern der Gier der Hersteller und Händler. Das war bei Neuwagen und bei gebrauchten der Fall. Er gab in den Jahren wo Verkaufspreise um 40% gestiegen sind keine Inflation in gleicher Höhe.
    Gehen wir von 8% Inflation aus war 32% Gier ….
    Die Gier bricht jetzt ein … demzufolge fallen die Preise.

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