Der Crash ist abgesagt – Die neusten Zahlen zum Campingmarkt

Die Höfe stehen voll, die Absätze schwächeln, die Produktion läuft weiter.
Die Zinsen sind hoch, die Inflation ein Schreckgespenst, die Wirtschaft im Rückwärtsgang.
Wie geht es weiter auf dem Markt der gebrauchten und neuen Wohnmobilen, der Vans und Wohnwagen?

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Gigantisches Angebot

Noch nie hatten wir seit Beginn unserer Aufzeichnung einen so hohen Bestand.
Die Zahlen auf Mobile.de zeigen, dass es mittlerweile sowohl bei den Neuwagen, aber auch bei den Gebrauchten ein hohes Angebot an Wohnmobilen, Vans und Wohnwagen gibt. Käufer sind Mangelware und die Preise nach wie vor hoch.
Wie geht es also weiter.

Betrachten wir die Inflation und die Zinsen in Verbindung mit der wirtschaftlichen Lage, kommt man schnell zu dem Schluss, dass es ungemütlich werden wird.
Viele selbsternannte Propheten reden vom bevorstehenden Crash, aber der wird nicht kommen.
Warum, das haben wir in unserem Film erläutert.

Entwicklung

An dieser Stelle seid ihr Leser und Zuschauer wichtig:
Viele von euch beobachten ein spezielles Fahrzeug oder einen Typ und habt Screenshots und Daten aus der Vergangenheit.
So hat mir ein Leser die Anzeigen seit 2018 zu einem Hymer TI zur Verfügung gestellt. Mit immer dem gleichen Sonderpaket konnte man eine Preissteigerung von 40% erkennen.
Und nun gehen die Preise zwar herunter – aber eher für das Sonderpaket und nicht das Grundmodell.

Wie ist das bei euch?
Bei Neuwagen?
Oder bei Gebrauchtwagen, die ihr beobachtet.

Schickt uns eure Informationen!
Mail an Info@womo.blog

 

Händler und Angebote

Genauso würde es uns interessieren, was ihr derzeit bei den Händlern erlebt.
Kann man Preise verhandeln, gibt es Sonderangebote und wie kundenfreundlich sind derzeit die Gespräche?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Gebrauchtwagen

Und wenn ihr ein privates Fahrzeug gekauft habt oder kaufen wollt.
Wie sind derzeit die Verhandlungen mit den Privatleuten.
Gibt es Preisspielräume? 
Wie empfindet ihr die Preise generell.
Angemessen oder noch zu hoch.

All dass sind wichtige Informationen für unseren nächsten Marktbericht, den wir für das Frühjahr planen.
So würden wir uns freuen, wenn ihr uns mit euren Informationen unterstützt, um ein breites Bild des Marktes zu bekommen.
Schreibt uns in die Kommentare oder eine Mail: Info@womo.blog

Die aktuellen Zahlen

Neuwagen

Alkoven sind schon immer eher untergewichtet – da kann man vielleicht mal einen Ladenhüter abstauben, ansonsten tut sich wenig.

Bei den Vollintegrierten ebenfalls – ich denke, dass hier die meisten auf Bestellung produziert werden und gar nicht als Neuwagen auf der Plattform auftauchen. Und trotzdem geht der Bestand kontinuierlich nach oben – und das in einem gehobenen Preissegment.

 

Die Kastenwagen gehen schon seit Mitte 2022 durch die Decke und daran hat sich nichts geändert. Wahrscheinlich wegen weniger Nachfrage gepaart mit hoher Produktion. Dazu kommen Vorbestelllungen, denn die Höfe waren ja wie leer gefegt.

Bis dieser Bestand und das, was die nächsten Monate unweigerlich noch dazu kommen wird, abverkauft wird, werden wir wohl noch längere Zeit so hohe Zahlen sehen.

Ähnlich sieht es mittlerweile bei den Teilintegrierten aus. Die hatten sich extrem solide gehalten. Noch im Frühjahr sah es so aus, als würde der Markt stabil bleiben – aber über den Sommer und den Herbst kamen dann immer weiter Fahrzeuge hinzu und offenbar fehlen Kaufwillige.

Gebrauchtwagen

Bei den Kastenwagen brechen wir alle Rekorde.

Hier trennen sich so viele von ihren Fahrzeugen, wie noch nie.

Warum?

Geändertes Urlaubsverhalten

Alter,

Fehlkauf

Falsche Urlaubsform

Gründe gibt es viele,

 

aber  die Preise sind erstaunlich hoch und noch tut sich daran wenig.

Jedoch ändert sich das jetzt – es würde mich nicht wundern, wenn man beim Kastenwagen und beim TI in diesem Jahr das eine oder andere Schnäppchen machen kann.

 

Auch bei älteren Fahrzeuge, die durchaus noch in Schuss sein können, werden die Preise fallen. Alles was über 5 Jahre alt ist, verliert bei potentiellen Käufern. Die Gewährleistung fehlt und natürlich die Garantie, das verdrängen derzeit viele.

 

Die Preise sind zwar schon etwas gesunken, aber realistisch sind nur die wenigsten Angebote. 
Unsere persönliche Meinung:

Da tut sich in den nächsten Monaten etwas und die potentiellen Käufer haben eine gute Verhandlungsposition.

Wohnwagen

Wohnwagenfahrer sind ein ganz eigenes Völkchen.
„Ach lassen wir ihn dieses Jahr mal stehen und schauen nächstes Jahr, ob wir ihn nicht doch wieder fahren. „

 

Da günstig in der Unterhaltung kann man das ruhig machen und das ist einer der Gründe, warum ich denke, dass es nicht so viel Bewegung im Angebot und in der Preisgestaltung gibt.

Fazit:

Der von vielen beschworene Crash ist abgesagt!

Wir haben ein Überangebot an Campern.

Zu erwarten ist, dass die Produktion gedrosselt wird,

das Händler Aktionen und Aktionstage feiern,

aber die Grundpreise nicht wesentlich sinken.

Das Private ihre Preisvorstellungen bei Gebrauchtwagen

nach unten revidieren. Bei alten Fahrzeugen auch deutlich.

Und dank der soliden Wirtschaftslage,

der wieder sinkenden Inflation und den damit sinkenden Zinsen

Wird es keinen Crash am Wohnmobilmarkt geben.

Picture of Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

*Die hier verwendeten Links sind Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Sie auf einen solchen Link klicken und auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter oder Online-Shop i.d.R. eine Vermittlerprovision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

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14 Antworten

  1. Da bin ich mir aber nicht so ganz sicher . Ein Warenlager kostet Geld , die Höfe sind tatsächlich übervoll ( wohnen in der Nähe von Peniscola , Spanien , Benimar ) rumpelvoll innert 5 Monaten , die wo das Geld hatten haben gekauft . Das führt zu einem Überangebot , unweigerlich . Dazu kommen jetzt Fahrzeuge auf den Markt die bei Corona geordert wurden , da hat es viele dabei die werden auf den Markt kommen . Sehe da schon grössere Preisnachlässe

    1. Bei Benimar steht schon seit Jahren immer der Hof am Werk voll. Selbst zu Zeiten wo in Deutschland nix zu kaufen war an Neufahrzeugen, hätte Benimar liefern können. Allerdings liegt der Schwerpunkt für Benimar im südl. Europa und deckt da die Nachfrage ab. Dort ist die Nachfrage aber auch ohnehin geringer, da der Lebensstandard niedriger ist.

  2. Tja, das mit den Kastenwagen hat wohl viele Gründe. Insbesondere vermute ich, die „Corona-Freiheit“!
    Bei uns war, nach 23 Jahren Wohnwagenzeit mit Kindern und anstehender Rente, die bewusste Entscheidung zum Kastenwagen gefallen. Maximaler Wirkungskreis bei minimalen Kosten/Aufwand. Klar lebt man da jetzt beengt. Aber das Verschiffen, um dann mal ein paar Monate außerhalb Europas zu verbringen, ist dann auch kein großer Aufwand/Kostenfaktor. Und wenn wir dann in 10-15 Jahren genug vom „Kilometerfressen“ haben, wird’s höchstwahrscheinlich wieder ein Wohnwagen, weil der einem die größte Flexibilität gibt. Bis dahin hat sich der Markt für Kastenwagen wieder normalisiert.

  3. Dies habe ich bei Kollegen observiert. Die meiste Leuten denken, dass WoMo Ferien billiger sind. Realisieren aber nachher, dass es eben nicht so ist und vielleicht sogar Teurer als Pauschalreisen irgendwo am Strand.
    WoMo fahren ist auch Teurer in Benzin/ Diesel, Versicherung und Steuern geworden. Zudem machen viele den Fehler das WoMo in Leasing zu kaufen.
    Wir haben mühe Pauschalferien zu buchen und machen oder auch in den Flieger zu steigen weil einfach alles so „eng“ und „geplant“ ist, aber die meiste Leuten finden dies eben als Relax, den Kopft ausschalten. WoMo ferien sind für uns erholsam und spannend aber für viele Leute anstrengen.

  4. Also der Bericht ist gut recherchiert mit vielen Fakten unterlegt. Dennoch teile ich die Ansicht nicht das die Preise nicht fallen werden.

    Meiner Ansicht nach waren die hohen Preise maßgeblich nicht den steigenden Preisen der Zulieferer und der Inflation geschuldet sondern der Gier der Hersteller und Händler. Das war bei Neuwagen und bei gebrauchten der Fall. Er gab in den Jahren wo Verkaufspreise um 40% gestiegen sind keine Inflation in gleicher Höhe.
    Gehen wir von 8% Inflation aus war 32% Gier ….
    Die Gier bricht jetzt ein … demzufolge fallen die Preise.

  5. Die Frage die sich die Wohnmobil Händler und -Hersteller stellen müssen ist eine ganz andere.
    Es müssen sogar die Preise fallen, weil die Kernfrage heißen wird: Wie können wir zukünftig überleben?
    Die allermeisten Menschen können sich bereits ohne Verschuldung durch Kredite die heutigen Preise nicht mehr leisten. Das gilt für jede größere Anschaffung.
    War im Jahr 2021 die Pandemie an der Preistreiberei schuld – und da haben sich Händler und Hersteller absolut die Taschen vollgemacht (eben Angebot und Nachfrage) – so sind es aber seither der Staat und die Europäische Zentralbank (EZB), die uns das Leben schwer macht.
    Reich wird immer reicher – arm wird immer ärmer.
    Man kann ganz klar auch die Inflationären Gründe für die Preiserhöhungen belegen.
    Unser Staat und vor allem die EZB ist an der Inflation durch die Erweiterung der Geldmengen schuld, die uns Bürger ausbluten lassen, da unsere Löhne und Gehälter nicht mehr hinterherkommen!!! Oder hat einer von euch in den letzten 3 Jahren 24% Lohn- oder Gehaltserhöhung erhalten?
    Wir sprechen hier nicht von 2-3% Teuerungsrate p/a, sondern von einer „Real-Inflation“ die bei ca. 8% p/a liegt.
    Warum und woher kommt der Umstand? Weil die EZB das Geld aus dem Nichts druckt (ohne Gegenwert wie z.b. Goldreserven oder Bitcoin) und dadurch den Wertverlust unseres Geldes immer weiter vorantreibt.
    Nehmen wir zum Beispiel einmal 2 Basisfahrzeuge für die Gegenüberstellung und Belegung der Real-Inflation.
    1. Hymer Tramp S 680 Basisfahrzeuge: 2021 (65.290 €) / 2023 (91.500€). Das entspricht einer Preissteigerung von 10% p/a.
    2. Mobilvetta Krosser P86 Basisfahrzeug: 2021 (67.990 €) / 2023 (87.990 €) Das entspricht einer Preissteigerung von ca. 8% p/a.
    Sicherlich sind auch die neuen Modelle der Hersteller wie Fiat, MB, Serienausstattung etc. eingeflossen. Aber, dass nur die Hersteller und Händler für Preissteigerungen verantwortlich gemacht werden machen ist etwas zu einfach. Man muss einfach die Real-Inflation begreifen!
    Die Rechenbeispiele der Basisfahrzeuge sprechen eine ganz klare Sprache. Das gleiche gilt auch für Immobilien. Immobilien sind im Grunde auch nicht in den letzten 10 Jahren doppelt so teuer geworden, sondern der Wert des Geldes wurde durch die EZB durch Ausweitung des sog. FIAT-Geldes (EUR, USD…) „halbiert“.
    Es ist die Real-Inflation – verschuldet durch die Zentralbanken dieser Welt wie die EZB und dem Staat – die uns alle auffrisst.
    Abgesehen von einigen Glämmer-Campern, denen die Preise eh egal sein können, weil sie es sich eben leisten können, ist es gerade der Großteil der Menschen die sich die Womos nicht mehr leisten können, weil diese Menschen im Schnitt 29.100€/netto in Deutschland verdienen. Was sagt uns das? Die Zahlen der Verkäufe von Wohnmobilen werden bei den heutigen Preisen einbrechen. Der Camping Markt insgesamt wird stark rückläufig sein.
    Es werden nur die Hersteller und Händler überleben, die durch innovative Herstellungsverfahren, neuen Konzepten und Ideen sich der Preispolitik anpassen können. Den von den wenigen Glämmer-Campern kann kein klassischer Händler und kein Hersteller leben – außer die Händler und Hersteller, die eh und je diese Klientel als Nischenprodukt in der Vergangenheit bedient haben.

    1. Lieber Thomas,
      Hört sich nett nach Stammtisch an,
      hat aber leider keinen realen Boden.

      Bitte zeig doch mal, woher all deine Werte kommen?
      Allein die Aussage: Die allermeisten Menschen können sich bereits ohne Verschuldung durch Kredite die heutigen Preise nicht mehr leisten ist völlig an den Haaren herbei gezogen.
      Wer sind diese „allermeisten“ Menschen. Und wie viele sind das bei 85 Mio. Deutschen?
      Und reden wir von Europa, wie sieht es da aus?
      Auch deine Aussagen zu der Real-Inflation.
      Wo kommen diese Werte her und wieso ist der Warenkorb anders?
      Und bei den Wohnmobilen: Wo kommen die Absätze derzeit her, wenn doch alle angeblich nur per Kredit kaufen – aber die Zahl der Darlehen rückläufig ist??
      Der Immobilienmarkt macht es vor: Auf Pump wird kaum gekauft, aber die Schnäppchenjäger mit Geld sammeln gerade munter ein.
      Auch wenn man es nicht hören will: Deutschland hat 14 Mio. Menschen die als Arm gelten. Umgekehrt heißt das aber auch, das 71 Mio. Menschen nicht arm sind.
      Und wenn man berücksichtigt, dass ca. 50% als Vermögend gelten, dann hat man 40 Mio.
      Und davon sollen 25% reich sein – sagen wir 20 Mio.
      Was jetzt als reich angesehen wird, ist natürlich völlig unterschiedlich und die meisten dieser 25% sagen von sich, dass sie nicht reich sind.
      Aber Fakt ist auf jeden Fall, für die ist ein Wohnmobil für 100.000 Euro auch ohne Finanzierung möglich.
      Meist macht man trotzdem eine, um sich nicht zu sehr von seinem Tagesgeld zu trennen.
      Die paar Sollzinsen steckt man dann locker weg.

      1. Moin Jürgen,
        also die saloppen Aussagen wie „hört sich nach Stammtisch an“ und „hat leider keinen realen Boden“ enttäuscht mich doch etwas!
        Gerne mach ich mir die Mühe und gebe dir Quellen, Angaben und Rechenbeispiele, die meine Aussagen Untermauern.
        Gemäß Statista beträgt im Jahr 2023 der durchschnittliche Netto-Arbeitslohn – auch als Durchschnittsgehalt oder Durchschnittseinkommen bezeichnet – je ledigem Arbeitnehmer ohne Kinder (Steuerklasse I/0) ca. 27.416 Euro.
        Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164047/umfrage/jahresarbeitslohn-in-deutschland-seit-1960/
        Aber auch die Aussagen des Statistischen Bundesamt liegen bei Lohn, Gehalt, Verdienst, Arbeitsentgelt, Besoldung liegt das Durchschnittsgehalt von Vollzeitbeschäftigten im April 2023 in Deutschland bei 4.323 Euro/brutto. Das sind nach Brutto-Netto-Rechner ca. 2.718,46€/netto (Beinhaltete Beiträge sind: SV-Beitrag, K-Vers., Rentenvers., Pflegevers., Arbeitslosenversicherung, Bemessungsgrundlage (39.826,28), Lohnsteuer, Kirchensteuer).
        Ein wichtiger Hinweis vom Statistischen Bundesamt ist zudem folgende Aussage: „Die Gehälter weisen bei der grafischen Darstellung beim Statistischen Bundesamt eine sogenannte rechtsschiefe Verteilung auf. Dies bedeutet, dass knapp zwei Drittel der Beschäftigten Monatsgehälter beziehen, die geringer als das Durchschnittsgehalt sind.“
        https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-Branche-Berufe/_inhalt.html
        Kommen wir zum Warenkorb, der Inflation, der Teuerungsrate und Real-Inflation:
        Zitat: “Auch deine Aussagen zu der Real-Inflation.
        Wo kommen diese Werte her und wieso ist der Warenkorb anders?“
        Auszug Statistischen Bundesamt:
        „WIESBADEN – Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. „Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark“, sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war.“
        Es wird aber immer wieder „nur“ von einer Durchschnittlichen Inflationsrate zwischen 2-3% gesprochen. Anzumerken ist hierbei, dass der Warenkorb durch die Währungshüter zusammengestellt wird, woraus sich die Inflation errechnet. Hierbei sind „keine“ Immobilien, Autos oder sonstige größere Güter – sprich größere Anschaffungen – eingepreist. Bei der Zusammensetzung des Warenkorbs wird darauf geachtet, dass aktuelle Entwicklungen und Trends berücksichtigt werden. Wird ein Produkt zum Beispiel nicht mehr gekauft, fällt es heraus und wird durch ein neues ersetzt. Insgesamt enthält der Warenkorb 650-750 verschiedene Güterarten, die jedoch unterschiedlich gewichtet werden. Und eine persönliche Anmerkung meinerseits. „Müsste ich den Warenkorb zu einem guten – oder sagen wir mal „besserem Ergebnis“ verhelfen, dann wüsste ich wie ich was gewichte“.
        Es handelt es sich um einen willkürlich oder „politisch“ festgelegten Warenpreisindex, der gar nicht die Real-Inflation selbst abbildet. Aber diesen Preisindex den kennt bei uns jeder. Und fast jeder verwechselt diesen Preisindex des „Warenkorbs“ mit der Inflation, weshalb dieser Wert auch sehr häufig in der Öffentlichkeit als die „offizielle“ Inflationsrate gesehen wird. „Ist sie aber nicht“. Vor allem ist dieser Wert regelmäßig viel zu niedrig angesetzt. Die wissenschaftliche Methode zur Berechnung der Inflationsrate lautet: Geldmengenwachstum minus Wirtschaftswachstum ist gleich Inflationsrate.

        Zitat:“Die allermeisten Menschen können sich bereits ohne Verschuldung durch Kredite die heutigen Preise nicht mehr leisten ist völlig an den Haaren herbeigezogen.“
        Leider nicht!!! Wenn ich von dem Durchnittsverdienst in Deutschland ausgehe (s.o) und kein Eigenkapital besitze – und möchte mir ein gutes Gebrauchtes Wohnmobil kaufen oder ein Neufahrzeug in der Einstiegsklasse, dann liegst du schnell bei über 50.000€. Wer bitteschön hat den 50.000€ übrig, sofern er nicht gerade zur Babyboomer Generation gehört, etwas geerbt, eine Lebensversicherung oder sonstige Wertpapiere erworben hat? Ergo: Bei den meisten Menschen wird es wohl ohne Kredit nicht gehen. Wenn ich nun ein minimalen Kreditzinses mit 3,6% annehme, komme ich auf eine monatliche Belastung bei einer Laufzeit von 5 Jahren auf 910,25€ und einem Gesamtbetrag von 54.614,97€. Nehme ich jetzt mein Nettoverdienst von 2.718,46€ bleiben mir 1.808,21€ für Miete, Neben- und Lebenshaltungskosten. Wie soll das funktionieren?

        Zitat:“ Wer sind diese „allermeisten“ Menschen. Und wie viele sind das bei 85 Mio. Deutschen?
        Und reden wir von Europa, wie sieht es da aus? Wie sprechen hier von den Erwerbstätigen in Deutschland.“
        Wir sprechen hierbei von 34,5 Millionen Personen als Erwerbstätige und 4 Millionen Rentnern.
        Europaweit gibt es 197,1 Millionen Erwerbstätige. Hierbei liegt der Bruttomonatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten in den allermeisten Ländern geringer als in Deutschland, sofern man nicht die Schweiz, Luxemburg oder Lichtenstein heranzieht (Quelle: Statistisches Bundesamt). Ergo kann Deutschland auch exemplarisch herangezogen werden.
        Ich hoffe dir hiermit genügend Quellen, Angaben und Rechenbeispiele zu meinen Anmerkungen gegeben zu haben, was sicherlich nicht von einem Stammtisch herrührt oder an den Haaren herbeigezogen ist!
        Viele Grüße
        Thomas

          1. Hallo Herr Rode, hallo Thomas,

            Ihr zweiter Link basiert auf der PHF-Studie der Bundensbank, welcher eine Befragung von 4.000 Haushalten in Deutschland zu Grunde liegt. Bei dieser kleinen Menge an empirischen Daten kann ich nicht von Statistik reden.

            Ich empfinde es, wie Thomas es darstellt. Mein Geld ist nichts mehr wert. Mein jährliches Bruttoeinkommen liegt, wenn ich deutlich mehr als die vertraglich vereinbarten 40h pro Woche arbeite, bei 66.000 Euro und das mit Diplom. Freilich ist das viel mehr, als anderen Menschen zur Verfügung steht. Von dem Gehalt kann ich, dank meiner Frau (auch diplomiert), die ca. 48.000 Euro Jahresbrutto verdient, monatlich 1.500 Euro weglegen. Davon gehen schon sehr lange 500 Euro monatlich in Indexfonds frei nach der Warren Buffet – Methode. Dies wird bis zu meinem Renteneintritt so fortgeführt. Diese Geldanlage ist undiskutabel unantastbar. Bleiben also 1.000 Euro monatlich zum Sparen. 30.000 Euro habe ich bereits weggelegt. Bis ich davon die 115.000 Euro (85.000 Euro fehlen mir noch) für einen Hymer Tramp zusammengespart habe, vergehen 85 Monate (knapp 7 Jahre). Betrachtet man die vergangenen Preissteigerungen am Markt, klettert der Preis eines Hymer Tramp jährlich um 15.000 Euro, was bedeutet, dass ich mit meiner 1.000 Euro Sparrate den Kaufpreis nicht einholen kann. Was daraus folgt, ist: Resignation und eine Entscheidung. Die tendiert aktuell ganz klar in: Geld behalten, Konsum weiter verweigern, Geld nach und nach in die Indexfonds pumpen. So kann ich wenigstens einen Teil der Inflation für das spätere Rentenalter ausgleichen. Sollte sich der Markt nach unten entwickeln, wovon ich nicht ausgehe, kann ich noch einmal erneut rechnen. Finanzierungen kommen für uns nicht in Frage. Wir geben nur Geld aus, was wir auch haben. Auf diesem Weg habe ich es bisher auch nicht geschafft, eine Immobilie anzuschaffen. Wir sind keinesfalls arm und haben dennoch kein Geld für derart große Anschaffungen übrig. So ist das eben und es wird auch nicht besser.

            Viele Grüße
            Marcel

  6. Der Crash ist abgesagt…. Kommt immer darauf an wie man Crash definiert!!
    Mal sehen ob er abgesagt ist der Crash…. In der Ruhe liegt die Kraft …. Wer warten kann ist klar im Vorteil 👍!
    Ab Herbst 2024 und Frühjahr 2025 wird sich nochmal richtig was bewegen…. Wie man das dann bezeichnet ist mir egal 🤣… günstiger werden die Kastenwagen so oder so „bei dem wahnsinnigen Überangebot“

      1. Ich stütze meine Angaben auf meine über ein Jahr lange Beobachtung der Angebote in Mobile.
        Es entwickelt sich immer mehr zum Käufermarkt. Die Höfe stehen voll und es gibt den Pössl Shine 640 mittlerweile ab 61000€. (ohne Verhandlung, da gehen dann nochmal min. 5% oder Zubehör) Andere 640iger Modell liegen bereits unter 60000€. Händler müssen mit weiteren Angeboten die Käufer locken. Diese Spirale wird sich im Herbst 24 verstärken. Ich hab Zeit besuche viele Händler und sehe immer mehr Kastenwagen stehen… Man kann nahezu jedes Modell sofort kaufen! Ich hab Zeit….. und die Zeit spielt aktuell für mich. Ganz einfach „was man sucht beobachten über einen längeren Zeitpunkt“ dann muss ich mir auch keinen Blödsinn erzählen lassen.

        1. Absolut, es ist wieder ein Käufermarkt. Aber von einem Crash weit entfernt. Dafür müssten es einen Käuferstreik geben.

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