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Winter: Wie mache ich mein Wohnmobil winterfest? UPDATE

Update Oktober 2018 – Punkt 9:  EFOY

Die Frage trifft früher oder später jeden Wohnmobilfahrer (aber auch Wohnwagenbesitzer):

Wie mache ich mein Wohnmobil winterfest?

Nachdem ich viel gelesen habe, dabei auch viel Unsinniges, stellten wir uns die Frage: Beheizen wir das Wohnmobil über den Winter, oder machen wir es winterfest? Sollte man wöchentlich oder wenigstens zweiwöchentlich das Wohnmobil nutzen, ist es durchaus sinnvoll permanent die Heizung laufen zu lassen. Dabei ist es eine Kostenfrage, ob man die Gasheizung dazu nutzt oder einen elektrischen Ofen oder Frostwächter. Gas ist dabei die deutlich günstigere Variante! Strom um ein vielfaches teurer! Trotzdem summieren sich die Kosten rasch auf 20-30 Euro die Woche! wenn es richtig kalt ist. Desweiteren muss sichergestellt werden, dass die Heizung nicht ausfällt. Also z.B. Gas und Frostwächter und regelmäßig kontrollieren! Egal, wie man sich entscheidet: Das Heizen kostet Strom, ohne Nutzen! Denn es wohnt niemand in dieser Zeit im Wohnmobil. Es ist also reine Bequemlichkeit, den Winter über zu heizen. Denn das Mobil winterfest zu machen, dauert seine Zeit und bedarf einer Checkliste.

Die will ich mir hier für unser Wohnmobil erstellen. Die Liste hat dementsprechend keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist für andere Womos vielleicht nicht weitgehend genug. Winter: Wie mache ich mein Wohnmobil winterfest? UPDATE weiterlesen

Warum ich wieder mit dem Wohnmobil nach Brügge muss!

Gegen Mittag finden wir in einer Vorstadt Brügges einen tollen Parkplatz, knapp außerhalb der Innenstadt. Dieser war in der Park4Night App noch nicht bestätigt, liegt an einer Sportanlage und hatte weder Verbotsschilder noch andere Einschränkungen.  Brügge kann man von hier aus auch zu Fuß gut erreichen, aber dank der Fahrräder waren wir in wenigen Minuten in der Stadt.

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Schon nach wenigen Metern waren wir verliebt in dieses Kleinod.
Als wäre es noch das 17. / 18. Jahrhundert. Manche Straßen sehen aus, als hätte sich nie etwas verändert. Entlang der Grachten stehen zahlreiche stattliche Herrenhäuser. Ein Touristentraum!

Und noch schöner: Die erste Frittenbude.
Der nette Herr hinter dem Tresen macht uns schnell klar, das Ketchup gar nicht geht. Das nehmen nur die Deutschen. Eine deutsche Frau sagt uns später (sie kauft Ketchup): „Was der Bauer nett‘ kennt, frisst er nett‘…“

Wir lassen uns überzeugen und testen ein Dutzend Löffelchen mit den unterschiedlichsten Saucen. Von Curry, Spicy, süß, scharf, senfig. Einfach toll.
Noch dazu sind die Portionen riesig! und günstig. Dafür ist der Laden etwas außerhalb gelegen, aber dafür ruhig und nicht von Touristenhorden belagert.

Wir radeln ein wenig durch die Stadt, mittlerweile scheint die Sonne und am ersten Bootssteg wechseln wir das Fortbewegungsmittel.
Mit dem Boot machen wir eine Stadtrundfahrt. Gerade einmal 8 Euro kostet der Spaß und wir erfahren in 30 Minuten viel über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Das hilft uns in den nächsten Tagen die Schwerpunkte zu setzen.

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Brügge ist einen kompletten Urlaub wert. Es gibt sehr viele Museen, Sehenswürdigkeiten, Cafés, Kneipen und einfach tolle Straßen und Ansichten. Ich kann euch nur ein paar Bilder dazu liefern, kommt und schaut euch die Stadt selbst an.

Ein Monument hat uns besonders berührt: Aus Müll aus dem Meer hat der Künstler einen Buckelwal gestaltet, der aus einer der Grachten springt. Ein echter Hingucker – und ein Mahnmal zum besseren Umgang mit der Natur.

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Das Memmling Museum war für uns Pflicht. Der mittelalterliche Maler stammt aus Seligenstadt (dort arbeite ich) und so war es quasi eine Verpflichtung, das Museum des bedeutensten Seligenstädters zu besuchen. Und es lohnt sich! Nicht nur, dass das Museum in einem uralten Krankenhaus seinen Sitz hat, nein auch die Gemälde Memmlings sind für seine Zeit äußerst präzise und bieten eine Perspektive, die für die damalige Zeit außergewöhnlich war.

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Am zweiten Tag hatten wir noch mehr Zeit. Die Nacht an unserem Sportcenter war ausgesprochen ruhig und den Parkplatz kann ich euch empfehlen (Der Stellplatz steht nun auch in Park4Night).

Wir starteten den Tag mit einer Radtour durch viele Ecken und Winkel der Stadt. Durch Parks und an den Grachten entlang bis zum Marktplatz in der Innenstadt mit seinem Belfried. Am Vormittag waren Marktstände dort aufgebaut und es herrschte ein munteres Treiben. Das sind keine Touristenstände, sondern Gemüse, Blumen und Alltagswaren.


In den Einkaufsstraßen sahen wir viele Touristengruppen und fragten uns, ob vielleicht Kreuzfahrtschiffe in Seebrügge angekommen sind. Die Horden verliefen sich dann aber recht schnell und wir hatten ausreichend Gelegenheit Brügge näher kennen zu lernen. In einem Biermuseum – hier gibt es nach eigenen Angaben die meisten Biere Belgiens zu kaufen – fanden wir auch die ‚Tintin Chapel‘. Wer die Bücher des belgischen Zeichners Herge kennt, wird sich hier wohl fühlen.
Ein Mix aus Tim und Struppi, den Daltons, Marsupilami. In jedem Raum gibt es etwas Schönes zu entdecken.

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Und das Beste: Im Erdgeschoss eine tolle Kneipe mit Blick auf einen der Hotspots in Brügge. Natürlich mussten wir da ein Bier testen. (Brrrrr. schmeckte nach Orangen und Grapefruit – obwohl: Nadja hat es gut geschmeckt…)

Eins von Michelangelos Werken gibt es übrigens auch in Brügge zu sehen: In der Kirche Unserer Lieben Frau steht die Skulptur ‚Maria mit dem Kind‘ des Bildhauers und Malers.  Nicht nur für Fans sehenswert. Aber auch die Kirche ist einen Besuch wert.

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Der Tag wird lang und als wir zurück am Auto sind, entscheiden wir, eine weitere Nacht zu bleiben und erst am Morgen nach Gent zu fahren.
Im Biermuseum haben wir uns reichlich eingedeckt und so spricht natürlich nichts gegen eine weitere, nur aus wissenschaftlichen Gründen durchgeführte Bierprobe.

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Freistehen in Belgien

Mit Bestürzung stellen wir fest: Wir haben uns in den letzten Tagen zuviel Zeit gelassen. Zuviel Zeit, um alle unsere angestrebten Ziele zu erreichen. Da uns schon jetzt klar ist, dass wir wieder einmal nach Belgien kommen wollen, streichen wir ein paar interessante Ziele und fahren direkt nach Tournai, um anschließend nach Brügge – unserem eigentlichen Hauptziel – weiter zu fahren.


In der Nähe von Tournai finden wir einen Übernachtungsplatz an einem der Kanäle. Wieder hat uns Park4Night hierher geführt. Der Platz leert sich gegen Abend. Die Jugendlichen auf ihrem Jet Ski haben noch einige Kreise gezogen, dann wurde es ihnen aber offenbar zu kalt und so sitzen wir bei Sonnenuntergang ganz alleine am Kanal, direkt vor einer Schleuse und geben uns ganz unserer Bierprobe hin.


Freistehen:
In der App park4night finden sich Freistellplätze oft durch das Baum-Symbol.
Aber nicht jeder Platz ist geeignet!
Zu nahe bei Häusern, schon andere vor Ort?
Dann fahrt lieber weiter. Es gibt genug Möglichkeiten.
Ganz wichtig: Wenn ihr es schafft, dass niemand sich durch euch gestört fühlt, können auch andere später euren Platz nutzen.
Kein Müll, kein Lärm und in Freundschaft mit den Nachbarn.

Wir fragen öfters Anwohner, ob sie etwas dagegen haben, wenn wir dort übernachten und sind damit immer gut gefahren

 

Die Biere schmecken malzig und sind sehr lecker. Den großen Unterschied hat Nadja gleich entdeckt: Das leichteste unserer Biere hat 6%, das heftigste 10% – davon schmeckt man zwar nichts, aber die Wirkung ist schnell zu spüren. Wir haben einen lustigen Abend und eine perfekte Nacht!

In der Nähe unseres Übernachtungsplatzes liegt das Schloss Belœil, das vollmundig auf der Internetseite als Versailles Belgiens angepriesen wird.
Leider hatte es ausgerechnet am Vortag zum letzen Mal in diesem Jahr geöffnet. Doch dank unserer Drohne können wir uns zumindest die Anlage aus der Luft anschauen.

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In Tournai finden wir am Marktplatz einen geeigneten Parkplatz. Wie in belgischen Städten üblich, ist der Marktplatz riesig. Die alten Städte haben ihren Reichtum seit dem Mittelalter mit prächtigen Häusern zur Schau gestellt. Um zu zeigen, dass das Bürgertum das Sagen hat, baute man einen hohen, schlanken Glockenturm – der Belfried.
Und in Tournai war man offenbar nicht nur reich, sondern auch ehrgeizig – dementsprechend steht in Tournai der älteste und einer höchsten Belfriede Belgiens.

Die nahe gelegene Kathedrale ist ebenfalls einen Besuch wert. Zwar wird sie gerade restauriert, aber auch das hat seinen Reiz. Man kann derzeit quasi den Restauratoren bei der Arbeit zuschauen.

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Etwas enttäuscht waren wir, das alle, wirklich alle Frittenbuden geschlossen hatten. Wir hatten uns sehr auf unsere ersten belgischen Fritten gefreut, doch montags sind die meisten Geschäfte in Tournai geschlossen. Also unser Tipp: montags nicht nach Tournai. Man ist zwar alleine auf dem Marktplatz, aber auch viele Geschäfte sind geschlossen.

In Tournai konnten wir entsorgen und fuhren gut vorbereitet in Richtung Brügge. Wenn unser Wassertank mit 140 Liter voll ist, die beiden Toilettenkassetten und der Abwassertank leer sind, schaffen wir es locker drei Tage frei zu stehen.
So konnten wir uns in Ruhe mit den in Park4Night angebotenen Plätzen, Stellplätzen, freien Plätzen beschäftigen und fanden dann zwei, die unseren Vorstellungen entsprachen. Der eine  in Damme – mittlerweile wissen wir, dass man dort sehr gut essen kann. Und noch etwas weiter, an Damme vorbei in Richtung Seebrügge an einem Kanal, an dem wir dann auch die Nacht verbrachten.

 


Ganz in der Nähe unseres Übernachtungsplatzes ist ein Sperrwerk zu einem anderen Kanal, an dem stündlich, automatisch, Dreck ausgebaggert wird. Das nervt – aber in der Nacht haben wir es nicht gehört. Entweder war die Anlage abgeschaltet oder wir haben tief und erholsam geschlafen.

Ein fieser Nieselregen am Morgen lässt uns ein ausgiebiges Frühstück genießen, um anschließend zu entscheiden, erst einmal ans Meer und somit nicht direkt nach Brügge zu fahren.

Nur das das Meer in Belgien gar nicht so einfach zu erreichen ist. Alles ist verbaut, manches wirklich erschreckend hässlich. Hochhäuser direkt am Strand. So fahren wir ein Stück über die holländische Grenze, um einen Parkplatz zu finden und ans Meer heranzukommen.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Rande des Landschaft-Schutzgebietes ‚Het Zwin‘, der Regen hatte sich mittlerweile verzogen, geht es dann endlich nach Brügge.

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Weiter gehts in Brügge auf – Seite 5 –

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Durch die Ardennen: Auf der Suche nach dem besten Bier

Eine der schönsten Strecken durch Belgien war für uns die N68 von Eupen nach Malmedy. Allein auf dieser Strecke könnte man Tage verbringen.
In Malmedy wandern wir einmal durch die Innenstadt und sitzen in einem der vielen Cafés in der warmen Oktobersonne.

Von Malmedy bietet sich eine Radtour auf dem Ravel bis nach Trois-Ponts oder Coo an. Der Ravel (oder heißt es die Ravel) sind alte Treidelwege oder Eisenbahntrassen, die nun zu Fuß oder per Rad genutzt werden können. Gut organisiert soll das System 1300 km lang sein.

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Uns reichen die 15 km nach Trois-Ponts und fahren dann noch über die Hügel von Ster (hier fuhr schon die Tour de France – gut, dass wir eBikes haben) nach Grand Coo.
Ein Ausflugsziel mit Jahrmarktcharakter. Dazu ein sehenswerter Wasserfall und ein Stausee – nach diesem Sommer fast ohne Wasser.
Für Kinder und Junggebliebene wird hier einiges geboten. Man kann mit einem Sessellift zu einem Aussichtspunkt auf den Hügeln fahren.
Uns ist das zu wusselig und so suchen wir uns am Stausee ein ruhiges Plätzchen für ein Picknick.

Urlaubsttip: RAVEL
Hinter dem Begriff RAVEL verstecken sich 1300 Kilometer ehemaliger Bahntrassen und Treidelpfade quer durch die Wallonie. Die Benutzung ist Radfahrern, Fußgängern, Reitern oder Inlineskatern vorbehalten. Derzeit gibt es 5 Strecken, die weiter ausgebaut werden. Kostenlose Karten bekommt ihr hier

Über kleine und kleinste Wege fahren wir anschließend mit dem Wohnmobil übers Land. An jeder Ecke gibt es etwas zu sehen und es lohnt sich, nicht die großen Straßen zu fahren.
Unser Ziel für die Nacht heißt Maboge: Dort gibt es einen ehemaligen städtischen Campingplatz, der nun als kostenloser Stellplatz für eine Nacht genutzt werden darf. Direkt am Platz befindet sich ein nettes Lokal und ein Bach, eine Wiese und himmlische Ruhe.
Über uns blinken die Sterne. In dieser Nacht wird es kalt in den Ardennen. Sehr kalt. Am Morgen zeigt uns der Raureif, dass der Winter in den Ardennen schon vor der Tür steht. Seit Monaten haben wir das erste Mal die Heizung im Wohnmobil gebraucht.

Der Morgen ist perfekt. Wir stehen sehr früh auf, die Sonne schaut noch nicht über die Hügel, aber der blaue Himmel weist auf einen weiteren tollen Urlaubstag hin.

Noch bevor der Trubel losgeht, finden wir einen Parkplatz in La Roche-en-Ardenne.
Die kleine Stadt am Fluss war Schauplatz einer der großen Ardennenschlachten des zweiten Weltkrieges. Ein Panzer am Parkplatz und ein Museum im Ortskern ziehen noch heute Besucher an.
Uns gefallen hingegen der Marktplatz und der nahe gelegene Park viel besser. Dort findet heute das ‚Festival de la Soupe‘ – das Suppenfestival statt. Viele kleine Stände von Vereinen und Privatleuten bieten alle möglichen Suppen feil. Man kauft sich eine Tasse und kann dann überall probieren. An einem Tisch sitzen 10 Personen und schnippeln frühmorgens Berge von Gemüse. Im Topf daneben sprudelt schon die Suppe. Es riecht unglaublich gut. Die Menschen lachen zusammen und haben ihren Spaß. Es ist gerade erst 10 Uhr am Morgen, das Frühstück liegt gerade hinter uns und obwohl es so lecker riecht – eine Suppe geht noch nicht.
Wir verlassen den kleinen Ort als die Menschenmassen langsam hereinströmen. Offenbar ist das Suppenfestival ein Besuchermagnet und wir haben den ruhigsten Teil des Tages erwischt.

Unser Weg führt uns an die Maas. Der Fluss schlängelt sich aus Frankreich kommend durch ganz Belgien nach Holland (bei Maastricht). Wir treffen bei Dinant auf die Maas, die sich hier tief in die Landschaft eingegraben hat. Ein wenig erinnert uns die Landschaft an die Mosel. Steile Hänge und dementsprechend stehen in den Städten die Häuser dicht an dicht.

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In Dinant besuchen wir die sehenswerte Kirche Notre-Dame und wollen eigentlich zur Zitadelle über der Stadt. Jedoch ist uns der Eintritt mit 12 Euro pro Person dann doch zu teuer, da wir nur kurz über die Kuppe blicken wollten und so schauen wir uns die Stadt von oben nur per Drohne an.
Im Preis enthalten ist aber auch eine Seilbahnfahrt und Bootsrundfahrt. Dafür fehlt uns heute einfach die Zeit.
Wer länger in Dinant weilt, sollte die Tour aber durchaus machen. Dann ist der Preis auch angemessen und Touristen, die gerade zu ihren Autos zurückkehrten, erzählten sehr positiv davon.

Einige Kilometer vor Dinant kommen wir auf die „Bierstraße“.
Und wie der Name schon verspricht, finden sich viele gute Lokale und Brauereien am Wegesrand.
So fahren wir zur Abtei Maredsous bei Denée.
Das Benediktinerkloster wurde erst 1872 gegründet, gilt aber heute als einer der schönsten Klosteranlagen Belgiens. Berühmt ist das Bier und im zum Kloster gehörenden Biergarten geht es zu wie auf dem Oktoberfest. Ein Highlight scheint noch das Brot zu sein, das dort verkauft wird. In langen Schlangen stehen die Menschen an, um große Packung davon mit nach Hause zu tragen.

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Uns sind die Schlangen zu lang und Nadja schaut stattdessen im Souvenirshop vorbei. Und die beste aller Ehefrauen denkt sich: „Was man essen kann, kann man auch trinken“ und da im Souvenirshop keine Schlange ist, kauft sie uns eine Probierpackung aller Biersorten.
Gut so!

Und so kommt es, dass wir uns einen ruhigen Übernachtungsplatz suchen und den Abend mit einer ausgiebigen Bierprobe beenden. Sehr zu empfehlen!

kostenloser Stellplatz in Maboge

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Belgien – Unser Reiseführer Torsten Berning

Mit dem Hohen Venn und den Ardennen haben die Belgier echtes Hochgebirgsfeeling in unmittelbarer Nähe.
Weniger im Sinne schroffer Gipfel, dafür im Hinblick auf Schnee, kalte, beißende Winde und wilde Hochplateaus. Man darf sich nicht täuschen lassen, wenn man von einem gerade einmal 690 Meter hohen Berg hört, der sich immerhin höchster Berg Belgiens nennt: Um den Botrange gehen Radwege steil in Täler und wieder hinauf und Radfahrer kommen hier ganz schnell auf Höhenmeter, die sich sonst nur in den Alpen radeln lassen.
Bestimmt auch ein Grund, warum die Tour de France hier Stammgast ist.

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Kilometerlange Wälder und Wiesen, Bäche, die munter ins Tal plätschern, himmlische Ruhe und herrliche Aussichtsplätze charakterisieren das Hohe Venn.
In den Ardennen gibt es Landstriche, da meint man alleine auf der Welt zu sein. Und überall findet sich ein Wanderparkplatz und ein gut ausgebautes Wander- und Radwegenetz.
So grün und bewaldet hatten wir Belgien gar nicht vermutet. Dazu steil genug, dass wir froh sind, mit den eBikes zu fahren.
So mancher Hügel stellte sich als steiler Berg heraus und kaum ist man am Gipfel geht es genauso steil ins nächste Tal.
Abwechslungsreich ist die Landschaft und wenn dann ein großer Fluss wie die Maas bei Dinant die Landschaft formt, lassen sich viele alte Städte und Städtchen entdecken.

Torsten Berning bespricht mit Nadja die Details unserer Route

Unser Roadtrip durch Belgien:
Wir fahren bei Eupen über die Grenze und treffen dort den Autor diverser Reiseführer und -Berichte Torsten Berning und seine Frau Sylke Zimmermann.
Torsten Berning nennt uns viele schöne Orte, die wir besuchen werden.
Fast alle hat er in seiner, im Buch „Europa mit dem Wohnmobil“ (erschienen im Bruckmann Verlag) beschriebenen, Wohnmobiltour erwähnt.
Zwar ist das Kapitel über Belgien im Buch kurz gehalten, gibt aber einen guten Eindruck über Belgien mit all seiner Vielfalt.
Überhaupt ist es erstaunlich, wie viele Informationen Torsten Berning auf wenige Seiten zusammenpackt. Man könnte über die Route sicher ein ganzes Buch schreiben. So liest sich das Kapitel viel zügiger als es anschließend die Reise ist. Und mit diesem Wissen wird uns schnell klar, dass wir – mit nur einer Woche Urlaub – das komplette Programm nicht absolvieren können, denn abseits der beschriebenen Route gibt es auch immer wieder nette Orte und Sehenswürdigkeiten.
So empfehlen wir mindestens 10, eher 14 Tage für die im Reiseführer beschriebene Route. Und wer den Trip genießen und nicht rasen möchte, der bleibt gleich drei Wochen. Er wird nicht einen Tag Langeweile dabei erleben.
Ausgesprochen zu empfehlen ist es, Fahrräder mitzunehmen. Wir haben sie nicht nur in den Wäldern, sondern auch in allen Städten ausgiebig genutzt.

Denn Torsten Bernings Frau Sylke, die schon viele Jahre in Belgien lebt, hatte uns vor unserer Reise den Rat gegeben:

„Wer die Ardennen in Belgien nicht gesehen hat, der kennt Belgien gar nicht.“

Und so ist es. Wollten wir bei der Planung unserer Tour eigentlich nur nach Brügge, Antwerpen, Gent und Brüssel, entwickelt sich nach wenigen Kilometern eine Liebe zum Hohen Venn und die Ardennen, die uns stark an unsere Mittelgebirgsheimat Odenwald, Taunus und Rhön erinnert.

Dank Park4Night finden wir rasch Stell-, Entsorgungsplätze und schöne Parkplätze in der Natur. Mit ein wenig Literatur oder durch googlen gibt es auch in kleinen Dörfern viel zu entdecken.
Man kann Höhlen besichtigen, kajaken, klettern. Geführte Wandertouren mit Rangern im Nationalpark sind sehr lohnenswert.

Eine der schönsten Strecken war für uns die N68 von Eupen nach Malmedy. Allein auf dieser Strecke könnte man Tage verbringen.

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Belgien mit dem Wohnmobil – ohne Maut und Anmeldung – Urlaubstip

Belgien ist vielleicht nicht eure erste Wahl für einen Urlaub oder Kurztrip mit dem Wohnmobil.
Das wollen wir mit diesem Artikel ändern.

Belgien kennen viele nur als kleiner Nachbar der Niederlande, an der Küste gelegen und vielleicht auf der Durchfahrt in die französische Bretagne.
Wer an Belgien denkt, denkt in diesem Jahr vielleicht noch an die gelungenen Auftritte der Fußballer bei der WM, an den alten Formel 1 Parcours in Spa oder ein Hoch auf die Royal-Fans: an das belgische Königspaar.

Manch einer erinnert sich vielleicht sogar an Fritten: Die Pommes Frittes sollen in Belgien erfunden worden sein, oder gar an die weltbesten Biere. Auch da rühmt sich Belgien mittlerweile nicht zu Unrecht: Belgische Biere sollen im internationalen Vergleich Spitze sein.

Tim (in Belgien Tintin genannt) und Struppi sind belgische Comic-Helden und verzaubern heute noch die Menschen. Auf mancher Fassade, auf T-Shirts und Taschen, sogar in Museen und in vielen Geschäften sind die beiden zu finden.

Womo.blog Videos zu Belgien auf Youtube

Viele mittelalterliche Städte, von Kriegen unzerstört, warten auf Besucher.
Eine Bevölkerung, die auf der einen Seite sehr weltoffen ist, aber leidenschaftlich um ihre Herkunft und ihre Nationalsprache ringt.
So gibt es drei offizielle Sprachen: Französisch, Niederländisch und Deutsch, die in den entsprechenden Landesteilen strikt gesprochen werden. Das Ringen der Flamen und Wallonen ist schon Jahrhunderte alt.

UMWELTZONEN in Belgien

Es gibt verschiedene Umweltzonen in Belgien, bei denen ihr euch registrieren müsst.
Zumindest wenn ihr NICHT mit dem Wohnmobil in eine solche Zone einfahren wollt.
Wohnmobile sind von den Umweltzonen ausgenommen.
Solltet ihr trotzdem ein Ticket bekommen, müsst ihr unbedingt Einspruch einlegen. Offenbar können die automatischen Kameraanlagen nicht erkennen, dass ihr ein Wohnmobil fahrt.
(Tip von Torsten Berning, Autor des Buchs Europa mit dem Wohnmobil*)

Und dann natürlich Brüssel als Vermittler mittendrin.
„Die europäischste aller Hauptstädte in Europa,“ hat ein Belgier mir erklärt, „ist Brüssel. Die Stadt gehört eigentlich gar nicht zu Belgien.
Ohne Brüssel könnte man Belgien in ein flämisches und wallonisches Belgien teilen. Aber in Brüssel wird alles gemixt. Und das funktioniert auch noch.“ Er schüttelt dabei den Kopf und kann das nicht verstehen. Auf dem Land hat man es gerne ruhig und einfach und nicht so hektisch wie in den großen Städten.

Die Brüsseler sind weltoffen und dank der europäischen Behörden und Bediensteten hat sich dort ein ganz eigener Lebensflair entwickeln können.

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Mit dem Wohnmobil nach Belgien zu fahren ist also eine gute Idee.
Wenn da mittlerweile nicht die Umweltzonen wären. Aber dazu im obigen Kasten ein Tip.
Neben Antwerpen, Gent, Brüssel gibt es eine Reihe von lohnenden kleineren Städten wie Brügge, Lüttich, Tournai oder Charleroi.

Und überall gibt es Campingplätze, Stellplätze, Yachthäfen und auch gute Möglichkeiten frei zu stehen.
Wobei man das in den Sommermonaten unterlassen sollte, dann ist Belgien überfüllt, Franzosen und Italiener, Spanier und Holländer haben längst den Urlaubswert Belgiens erkannt.

Insbesondere am Meer wird es dann eng und man muss schon vorgebucht oder Glück haben, um auf einem der Stellplätze noch einen Platz zu bekommen.

Dafür gibt es auf der anderen Seite Belgiens ein echtes Kleinod.

Mehr dazu im 2ten Teil über Belgien

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*Dieser Artikel enthält Affiliate Links / Werbelinks zu verschiedenen Produkten

Camping Piep-Ei. Taugt das was? – Reklame –

Mitbringsel, Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk.
Für Camper etwas zu finden ist gar nicht leicht. Das Camping Piepei könnte doch eine Alternative sein.
Wir testen es einmal.

Ein Camping Piep-Ei hat sicher noch nicht jeder.
Aber was ist das überhaupt? Als es das erste Mal in seiner Verpackung auf dem Tisch lag, haben wir uns tatsächlich mit der Bedienungsanleitung auseinandersetzen müssen, da wir keinerlei Vorstellung hatten, was man mit so einem Kunststoffei machen könnte. Strümpfe stopfen? Heutzutage wohl nicht mehr.

Das Piepei kommt zusammen mit den anderen Eiern in den Kochtopf und signalisiert mit unterschiedlichen Liedern, ob das Ei weich, mittel oder hartgekocht ist.
Und im Gegensatz zu normalen Eierweckern soll der Zustand der Eier immer gleich sein. Also das weiche Ei ist auch dann weich, wenn man hoch in den Bergen sein Ei kocht. Denn bekanntlich ändert sich die Zeit, in der ein Ei hart wird, bei unterschiedlichen Luftdrücken.

Um zu perfekten Ergebnissen zu kommen muss das Piepei zusammen mit den anderen Eiern gelagert werden. Bei uns kommt das Ei also erst einmal in den Kühlschrank.

Ein Profi hat mir einmal geraten, die Eier schon ins kalte Wasser zu legen und zu kochen. Somit kann man sich das Anstechen des Eis ersparen und das Ei platzt trotzdem nicht.

Das Ei kommt also mit allen anderen Eiern in den Topf und wir machen die Probe.
Im Video könnt ihr euch die Melodien anschauen und das Ergebnis.

Nicht nur, dass das Eierkochen auf diese Weise zum Event wird – das Ergebnis ist wirklich beeindruckend.
Und natürlich wollen die Kids dann gleich noch einmal ein gekochtes Ei. 
Und auch dieses Mal ist die Konsistenz des Ei wieder perfekt.
Das weiche Ei schon soft, perfekt zu Toastbrotstreifen.
Das mittelweiche Ei ein Traum. So liebe ich Eier.
Und das hartgekochte Ei so, wie es sein muss. Zum Mitnehmen ideal. Da nehmen wir doch immer noch welche für den Tagesausflug mit.

Das Camping Piepei bekommt ihr bei Campingshop 24.

Unsere Weihnachtsmarkt Empfehlungen mit dem Wohnmobil – Update 2018

Sammelt ihr auch Weihnachtsmärkte? Jetzt ist die richtige Zeit den Dezember zu planen!
Seit einiger Zeit fahren wir immer mal wieder bekannte und weniger bekannte Weihnachtsmärkte an.

Jeder Weihnachtsmarkt ist anders und alle sind schön.
Die besten Esskastanien gab es bislang in Augsburg und den besten Glühwein bekamen wir in Ulm.
Der außergewöhnlichste Markt war in Neu-Ulm, wobei Innsbruck an Maria-Empfängnis schon crazy ist.

Und der schönste war nicht Rothenburg oder Erfurt, für uns ist der stimmungsvollste Weihnachtsmarkt bislang in Michelstadt im Odenwald!
Hier gehts zu unseren Berichten  von uns mit dem Wohnmobil besuchten Weihnachtsmärkten:

Nördlinger Weihnachtsmarkt

Ulmer Weihnachtsmarkt

Augsburger Weihnachtsmarkt

Innsbruck Weihnachtsmarkt

Neu-Um Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt

Rothenburg ob der Tauber

Michelstädter Weihnachtsmarkt

Erfurter Weihnachtsmarkt

Empfehlenswert (aber ohne Bericht) auch Heppenheim, Frankfurt, Heusenstamm, Dreieichenhain, Seligenstadt, Waldweihnacht im Spessart (gibt es leider nicht mehr), Nürnburg, Oberstdorf, die Ronneburg, Veste Otzberg, Winterzauber Laubach und Büdingen

Update: Unsere Freundin Isa, von IsaWom hat weitere tolle Empfehlungen für euch:

https://isaswomo.de/weihnachtsmarkt-mit-womo-top-17/

Was macht der Buckelwal in Brügge?

Ein tolles Kunstwerk steht in Brügge.
Aber eigentlich ist der Hintergrund ziemlich traurig.
Der gesamte Wal ist aus Plastikmüll aus dem Meer zusammen gesetzt.
Der Künstler hat dazu extra die Plastikteile aus den Ozeanen der Welt gesammelt.
Ein holländischer Reiseführer erklärte seiner Gruppe dazu: „Da hätte er nicht in die ganze Welt gemusst. Das haben wir alles schon direkt vor unserer Küste.“

So langsam müssen wir ALLE dagegen etwas tun.
Und uns nicht damit heraus reden, was es denn bringe, wenn wir Plastik vermeiden, aber die da in Asien den Müll ins Meer kippen.

Die ANDEREN sind auch wir – für die anderen.

Womit wir beim Wohnmobil und beim Urlaub sind.
Daheim sind wir alle Müllvermeider und trennen, was das Zeug hält.
Im Urlaub kommt dann alles in eine Tüte und ab in die nächste Mülltonne.
Es ist möglich, auch im Urlaub zu trennen und zu entsorgen.
Es ist aufwendig und immer noch bieten viel zu wenig Parkplätze und Stellplätze getrennte Sammlung an.
In Deutschland ist das selten, im Ausland sehen wir das schön öfter.
Also fordert doch von den Touristenverbänden Mülltrennung. Fordert es auf jeden Camping- und Stellplatz.
Und lasst die Plastikverpackung im Supermarkt und nehmt Jutetaschen zum einkaufen mit.

JEDER MUSS ETWAS TUN.
Und sei es auch nur ein klitzekleiner Beitrag.

DANKE fürs Zuhören

Kleiner Nachtrag:

Leider ist es auch in Belgien an der Tagesordnung, dass Menschen ihre Taschentücher, Cola-Dosen und Plastiktüten einfach fallen lassen.
Und das ist kein Problem der jungen Leute, sondern auch bei älteren Menschen anzutreffen.
Ich bin immer erschüttert, wenn ich Menschen die Nase putzen sehe und diese dann ihr Papiertaschentuch gezielt in den nächsten Busch werfen.
Glauben die wirklich, dass das Papiertuch sich rasch auflöst?
Oder an einem Wanderweg, wenn der Stuhlgang drückt, die nächste Hütte aber weit ist – dann geht man in den Wald. Und dann liegt da das Geschäft mitsamt der Taschentücher.  Einfach eklig!
Wenn sie es wenigstens verbuddeln würden.

Ganz übel – und das ist in Deutschland mittlerweile ein echtes Problem (der Jugend)
Mc Donalds Tüten vom abendlichen Gelage auf dem Parkplatz, einfach aus dem Fenster geworfen und weiter fahren.
Die Plastikbecher und Dosen werden dann im nächsten Stau bei der Ausfahrt in der Kurve entsorgt.
Was ist nur passiert? Da kämpfen Menschen für den Erhalt des Hambacher Forstes und andere vermüllen in aller Seelenruhe die Landschaft!

Wenigstens wir wollen es besser machen, oder?