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Rumänien – ich schick dich in die Walachei!

Die Walachei.
Wenn mir irgendjemand jemals wieder sagen sollte, er will mich in die Walachei schicken, werde ich antworten:

Ja – SOFORT!

Seit drei Tagen sind wir nun hier an den Schlammvulkanen und genießen es einfach, das satte Grün und die Wolken anzuschauen sowie über gigantische Blumenwiesen zu schlendern.

Auf dem gegenüberliegenden Hang wandert ein Hirte mit seinen Schafen.
Tausende von Vögeln zwitschern und die Luft ist gefüllt mit dem Summen von Bienen und Insekten.
Die Sonne scheint warm, aber nicht heiß.

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Rumänien – aktive Vulkane

Was sind denn eigentlich Schlammvulkane?
Sprüht es da heißen Schlamm aus dem Boden?

Das haben wir uns am Morgen gefragt, bevor der Guide kommt.

Die Gruppe ist längst auf den Beinen und frühstückt schon, als wir uns dazu gesellen.
Der Guide erweist sich als Experte aus Deutschland, der der Liebe wegen in der nahegelegenen Stadt eine Heimat gefunden hat. Der Mann weiß von was er spricht und erzählt uns als erstes einmal etwas, das uns noch gar nicht aufgefallen ist:

Wir sind hier in der Walachei.

Und wir sind in einem geologisch einzigartigen Gebiet. Vergleichbare Vulkane findet man noch auf Island und auf Java.
Aus rund 3000 Meter Tiefe wird Wasser, Schlamm, Öl und Gas an die Oberfläche gefördert.
Nicht heiß, dafür stinkend nach Methan und durch das Öl glitschig und mit tollen Farben.

Und wo der Schlamm austritt, verwandelt sich die Landschaft in eine Einöde. Wenn es dann im Sommer noch heiß wird, kommt es einem vor, als sei man in einer Wüste.

Wir müssen den nächsten Hügel hinauf.
Und gleich noch ein Hinweis:
Die Schlammvulkane oberhalb des Campingplatzes sind deutlich größer, wie die auf der anderen Seite des Hügels. Obwohl auf dem Schild vor der letzten Abzweigung der Straße, der Pfeil, der nach links zeigt viel, viel größer ist. Rechts geht es zum Campingplatz.

Die Erklärung ist einfach. Der Besitzer eines Restaurants am anderen, kleineren Schlammvulkan hat dieses Schild aufgestellt. Kein Wunder, das sein Pfeil viel größer ist.
Wir sind also zu den richtigen Vulkanen unterwegs.

Und tatsächlich, kaum haben wir die Kuppe erreicht, die noch satt und tiefgrün bewachsen ist, wird der Bewuchs spärlich und hört ganz auf.
Wie Sandberge liegen vor uns. Festgestampft, der Schlamm der letzten Jahrhunderte oder Jahrtausende. Denn der ölige Schlamm kommt nicht in großer Menge aus dem Boden, dafür aber rund um die Uhr, Tag für Tag. Mal mehr, mal weniger.

Kaum haben wir die Hütte der ‚Bewacher‘ hinter uns und unseren Eintritt bezahlt, stehen wir auf der sandigen Fläche und es wird deutlich wärmer und in der Sonne sind wir froh, unsere Hüte dabei zu haben.
Unser Führer holt die Gruppe zusammen und erklärt uns die geologischen Vorgänge.
Tief unter uns gibt es Öl- und Gasvorkommen, die Gase entweichen durch feine Risse und reißen Öl und Wasser mit nach oben. Bis zur Oberfläche ist es ein schöner Mix, der als Schlamm durch mehr oder minder große Löcher an die Oberfläche kommt.
Um die Löcher ist es weich. Wer hier hinein kommt, kommt alleine nicht mehr heraus.
Da es in den letzten Wochen viel geregnet hat, ist der Schlamm sehr dünnflüssig.
An einem Krater können wir dann sehen, wie es den Schlamm zähflüssig heraus drückt.

Die Gruppe ist schon wieder weiter gezogen, ich mache noch Filmaufnahmen, als ich mit einem Fuß im Matsch stehe.
Wenn es hier regnet, lässt man keine Touristen auf das Areal und nun weiß ich auch warum. Wie auf Schmierseife rutsche ich weg.
Nur weg von dem Trichter.

An einer anderen Stelle hat offenbar ein Vulkan größere Mengen ausgestoßen und im Minutenrhythmus hört man Gas entweichen. Pfeifend und zischend entweicht es aus dem Loch.
Ich gehe ganz nah heran, um das Zischen aufzunehmen und am Ende liegt meine Kamera mitten im Matsch. Prima.
Den halben Nachmittag verbringe ich dann damit, das ölige Gemisch abzutupfen. Nichts passiert aber gelernt: Schlamm aus Schlammvulkanen lässt sich nur schwer abwischen.

Der Rest ist schnell erzählt:
Faul in der Sonne gesessen, viel Bier und Wein getrunken, gegrillt, geschlafen, gelesen. Noch mehr getrunken und nichts gemacht.

So kann es weiter gehen.

In Teil 14 werden wir in die Walachei geschickt

Teil 1 : Temeswar
Teil 2 : Die Burg von Eisenmarkt und die mystischen Daker
Teil 3 : In Karlsburg eine orthodoxe Taufe
Teil 4 : Im Freilichtmuseum Rumänien 
Teil 5 : Hermannstadt 
Teil 6 : Verschneite Pässe und Hobbits
Teil 7 : Lustig ist das Zigeunerleben
Teil 8 : Biertan und Malmkrog, erste Kirchenburgen
Teil 9 : Schäßburg ohne Dracula
Teil 10: Die mutigen Frauen von Deutsch-Weißkirch

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Rumänien – So schön ist kein anderes Schloss

Schloss Peles grüßt uns von jedem Poster, jedem Flyer, ist in jedem Reiseführer. Nun sind wir auf dem Weg dorthin.
Die Straßen sind übelst, werden gerade neu gemacht und dementsprechend stehen wir alle 500 Meter in einem Stau vor einer Baustelle. Das nutzen die Verkäufer von Erdbeeren und bieten direkt am Auto ihre Waren feil.
Wir versüßen uns das Warten – kostet 2 Euro. Wahrscheinlich hätten wir handeln müssen, aber, ey, 2 Euro!
Was die Verkäufer wohl machen, wenn die Straßen fertig sind und der Verkehr wieder hier vorbei rauscht?
Die Straße führt nun in tiefe Täler und langsam aber sicher in die Berge.
Neben der Straße sehen wir immer wieder Hirten und ganze Familien, die mit Kuhherden in Richtung Berge wandern.

Dann kommen die ersten Serpentinen und nach dem ersten Pass hat sich nicht nur die Landschaft schlagartig geändert, sondern auch der Baustil.
Die Häuser sind nun Jagdhütten gewichen. Es sieht elitär aus. Und immer wieder schließen sich neue Siedlungen an. Wir nehmen an, dass hier im Winter viel los ist und im Sommer gewandert und gejagt wird.
Der Weg ist das Ziel und wir fahren mit großen Augen durch diese Landschaft. Karg und einsam kommt es uns vor. Bis, ja bis wir wieder auf die Hauptstraße treffen und eine große Stadt vor uns liegt. Was machen all die Menschen hier?
In der nächsten Ortschaft dann das Schloss Peles
Es geht steil den Weg hinauf und wir nehmen nach der Kirche den Parkplatz – ein Fehler, denn der letzte Parkplatz vor dem Schloss ist größer und man kann dort sogar übernachten. Dafür sind die Parkgebühren unten mit 1 Euro günstiger.
Dafür wandern wir durch den Wald in Richtung Schloss, an Verkaufsbuden vorbei. Schön kühl ist es, denn mittlerweile brennt die Sonne recht heftig und es wird ziemlich warm.

Schloss Peleș

Der erste Blick aufs Schloss ist dann schon einmal Bestätigung: Die lange Anfahrt war es wert!
WOW, so muss doch ein Schloss aussehen.
Aber der Kenner merkt sofort: das ist doch noch gar nicht so alt.
Stimmt.
Das Schloss wurde 1875 gebaut und in dem weitläufigen Areal findet sich neben dem Hauptschloss, noch das kleine Schloss (Villa Pelisor), der Sitz der Wache mit seiner Terrasse (schöner Ausblick bei leckerem Kaffee und Kuchen) und im Park noch ein Jagdschlösschen.

Wir stehen auf der Terrasse vor dem Schloss und sind erst einmal erstaunt. Der kleine Park dort, mit Brunnen und Statuen erinnert an Italien, die Außenfassade mit seinen rötlichen Holzverzierungen an Jagdhäuser oder Villen in den Alpen.
König Karl hatte sein Schloss schon 1900 mit modernster Technik ausstatten lassen. So war das gesamte Schloss durch eine Zentralheizung beheizt und komplett elektrifiziert. Dazu gab es eine ganze Reihe von Aufzügen (!) und das Kuppeldach der Ruhmeshalle ließ sich elektrisch öffnen!!!

Nadja will sich unbedingt auch drinnen umsehen, ich bin müde und ein modernes Schloss. Och nö.
Aber wie meine bessere Hälfte nun so ist, kauft sie Eintrittskarten und nicht viel später finde ich mich in der Warteschlange für die nächste Führung wieder.
Und allein der Innenhof, in dem wir warten, begeistert mich. Die Fresken an den Fassaden sehen sehr lebendig aus und die Holzarbeiten sind meisterlich.

An vielen Stellen erkennen wir, dass die nächste Renovierung dringend nötig wäre, der Zahn der Zeit nagt unbarmherzig.
Einen Fehler haben wir beim Kartenkauf gemacht: Wir vergaßen eine Fotografen-Lizenz zu kaufen. Wenige Euro, aber als wir dann im Schloss waren, durfte ich nicht fotografieren. Also unbedingt ein paar Euro für diese Zusatzkarte berappen.

WOW!

Als ich ins Schloss komme, muss ich mich erst einmal bei Nadja bedanken, dass sie mich ‚gezwungen‘ hat, mit zu gehen.
Das Interieur ist der HAMMER. Ehrlich.
Überall Holzarbeiten, Stuck, Sammlungen, Fresken. Die Wände übervoll. Wunderschön.
Leider kann ich euch nur drei verstohlen geschossene Bilder zeigen, aber ich denke, ihr seht, was ich meine.

Die Führung geht über zwei Etagen, wir hatten auch die zweite Etage mitgebucht (lohnt sich; auch dies ist eine extra Eintrittskarte) und stehen nach ca. 90 Minuten wieder auf der Terrasse.
Das ist mal ein Schloss. Da könnte man auch heute gut drin wohnen.
Und die Ausstellungsstücke sind wirklich sehenswert.
Einzelne Räume sind nach Regionen dekoriert: Arabisch, Nordisch usw.
Ach, ich will jetzt nichts verraten: Fahrt hin und schaut es euch an.

Wir wandern zurück zur Terrasse an der königlichen Wache.
Nach wirklich gutem Kaffee und Kuchen (Empfehlung) und ganz frechen Spatzen, die fast auf dem Kuchenteller sitzen, laufen wir noch einmal um dieses Ensemble herum: Allein die hier stehenden Gebäude sind einen Besuch wert. Quasi ein weiteres Schloss. Am späten Nachmittag wandern wir zum Parkplatz mit dem Wohnmobil zurück. Der Himmel sieht bedrohlich dunkel aus, aber der Regen bleibt aus.
Noch.
Kaum sind wir einige Kilometer gefahren, kommen gerade ins nächste Tal, als uns ein heftiges Gewitter ereilt. Im Schritttempo geht es weiter, wir merken gar nicht, dass wir die Karpaten schon hinter uns gelassen haben.
Eine weite Ebene liegt vor uns.

Klick auf die Karte für die Reiseroute

Wir sind nun auf dem Weg zu den Schlammvulkanen von Berca – dem östlichsten Punkt unseres Roadtrips durch Rumänien.
Wir haben den viel, viel weiteren Weg über Ploiesti gewählt. Dafür ist die Straße breit und wir kommen rasch voran. So zumindest die Planung.
In der Ebene haben wir das Gefühl, in einem völlig anderen Land zu sein. Ein wenig erinnert es uns an Italien. Es ist heiß hier und trocken. Überall Obstplantagen und auch die Häuser werden hier wieder ganz anders gebaut.
Die Strecke zieht sich, wir sind müde, aber wir wollen nicht mehr anhalten. Ankommen. Füße hoch legen. Aber der Weg scheint immer länger zu werden. Eine kleine Straße, die das Navi vorgibt, lassen wir aus und nehmen erneut einen weiteren Weg in Kauf. Jetzt nicht auch noch eine Piste mit Schlaglöchern.
Kurz vor den Schlammvulkanen fahren wir von der Hauptstraße ab und es kommt, wie es kommen musste. Die Straße wird anspruchsvoll, der Asphalt endet und fast wäre ich umgedreht. Dabei wandelt diese Schotterstraße sich nach dem nächsten Hügel in eine gute, neu gemachte Asphaltstraße. Die Menschen winken uns immer wieder und beäugen unsere Kajaks und plötzlich sind wir aus dem letzten Dorf heraus und stehen mitten in grünen Hügeln. Die Sonne steht schon sehr tief und taucht alles in ein mildes Licht.
Wir sind total geflasht, halten an und können unser Glück kaum fassen. So schön ist es hier.

Auf dem Weg zu den Schlammvulkanen

Das muss das Paradies sein.
Wir finden die Abzweigung zum Campingplatz. Freistehen ginge auch, aber hier der wichtigste Tipp für heute: geht unbedingt auf diesen Campingplatz!!!
Die Leute sind unglaublich nett, das Essen gut, die Preise sehr günstig und sollte der Campingplatzbetreiber fragen, ob ihr Strom und Dusche usw. braucht, sagt JA, auch wenn ihr es nicht braucht. Denn ob ihr 9 Euro oder 11 bezahlt. Der Platz ist es wert.

Wir sind glücklich angekommen und fahren gerade die Einfahrt hinauf, als eine junge Frau neben unserem Auto steht. Unfassbar!
Das ist unsere Anca! Von Burgreisen.eu!
Wir wussten zwar, dass sie in Rumänien mit einer Gruppe unterwegs ist, hatten aber keinen Kontakt mehr mit ihr.
Und nun steht sie vor uns, ihre ganze Gruppe ist schon beim Abendessen versammelt und wir mittendrin. Welch eine Freude. Dieses zufällige Treffen hätte man nicht besser organisieren können.
So erleben wir dann einen Abend mit einer Gruppe von Wohnmobilreisenden und dürfen am nächsten Tag bei der Führung zu den Schlammvulkanen teilnehmen.

Der Abend wird lustig, wir unterhalten uns lang und gut, essen und trinken, was uns der Wirt herbeibringt – der Schnaps ist lecker und nach Sonnenuntergang gibt es noch ein Lagerfeuer für die Gruppe und irgendwann singt alles Schlager.
Das muss man einfach einmal erlebt haben.

Campingplatz an den Schlammvulkanen

Ein wirklich langer Tag geht zu Ende.
Wir haben viel erlebt und noch mehr gelernt.
Hier auf dem Campingplatz an den Schlammvulkanen haben wir das erste Mal das Gefühl angekommen zu sein. Daheim zu sein.
Danke Anca! Ohne dich wären wir nie nach Rumänien gefahren.

Teil 13 führt uns zu den Schlammvulkanen, die aus 3000 Metern Tiefe Öl, Wasser und Schlamm nach oben sprudeln.

Teil 1 : Temeswar
Teil 2 : Die Burg von Eisenmarkt und die mystischen Daker
Teil 3 : In Karlsburg eine orthodoxe Taufe
Teil 4 : Im Freilichtmuseum Rumänien 
Teil 5 : Hermannstadt 
Teil 6 : Verschneite Pässe und Hobbits
Teil 7 : Lustig ist das Zigeunerleben
Teil 8 : Biertan und Malmkrog, erste Kirchenburgen
Teil 9 : Schäßburg ohne Dracula
Teil 10: Die mutigen Frauen von Deutsch-Weißkirch

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Wohnmobilurlaub mit dem Hund – T. Berning

Rezension – Werbung

Was tun, wenn man keinen Hund hat, aber ein Buch über Hunde und Wohnmobile bekommt?
Nun, lesen natürlich.
Denn auf diesem Weg habe ich einiges über Hunde und ihre Besitzer gelernt.
Und natürlich über das Leben mit dem Hund im Wohnmobil.

99x Wohnmobilurlaub mit dem Hund
Torsten Berning
Bruckmann Verlag
ISBN-13: 978-3734313509

Nun bin ich nicht ganz unbedarft, denn ich hatte einmal einen Schäferhund.
Und trotzdem würde ich mir wünschen, dass viele Nicht-Hundebesitzer und noch viel mehr Hundebesitzer das Buch von Torsten Berning lesen würden.

Wohnmobilurlaub mit dem Hund – T. Berning weiterlesen

Rumänien – Besuch bei Königin Maria

Heute ist ‚Burgtag‘.
Früh morgens fallen wir in Bran ein und am Nachmittag erobern wir Peles. Auf unserer Reise müssen wir jetzt einmal Gas geben, um alle Ziele zu erreichen. Das ärgert uns zwar, denn wir würden lieber länger an manchem Ort verweilen. Aber dafür ist vielleicht ein nächster Urlaub in Rumänien gut, da wir dann schon wissen, wohin. So sammeln wir heute wieder Kilometer.

Burg Bran

Bram Strokers Dracula sollte jeder einmal gelesen haben.
Und natürlich verbindet man spätestens seit dem genialen Werk „Tanz der Vampire“ von Roland Polanski eine rumänische Landschaft mit Schnee und Bergen und düsterem Schloss.

Klick auf die Karte – Zur Reiseroute

Und da passt perfekt das Schloss Bran dazu. Jeder Bus, jede Reisegruppe, jede Anzeige wirbt mit dem „Dracula Schloss

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Rumänien – Die mutigen Frauen von Deutsch-Weißkirch

Die Fahrt über Land nach Schäßburg ist ein Genuss.
Zwar wird der direkte Weg von Schäßburg kommend derzeit neu asphaltiert und wir müssen den Umweg über Rubea fahren, aber nach dem wir auf die gerade neu asphaltierte Seitenstraße abbiegen, kommen wir in eins der schönsten Täler, dass wir bislang in Rumänien gesehen haben.
Kilometerweit Wiesen und Felder, kleine Baumreihen, Bäche.
Unmengen an Wildblumen stehen auf den Wiesen. Es summt und duftet. Wir können uns kaum satt sehen.
Der Himmel schmückt sich mit einigen Schäfchenwolken und da die Straße völlig leer ist, können wir uns Zeit lassen.
Kurz vor Deutsch-Weißkirch / Viscri stehen wir im Matsch, weiter sind die Baumaschinen noch nicht gekommen. Auf dem matschigen Weg fahren wir in das Dorf hinein und vielleicht liegt es an den Bauarbeiten: Wir finden den Parkplatz nicht.

Die Kirchenburg Viscri eingebettet in eine wunderschöne Landschaft

Denn es ist deutlich ausgeschildert, dass man nicht auf der Dorfstraße parken soll. Am Ende tun wir es trotzdem – es ist auch nichts los. Später erfahren wir, dass das nicht immer so ist und Reisebus um Reisebus ansonsten die Straße verstopft. Also wenn ihr nach Deutsch-Weißkirch fahrt, dann fahrt bis zum Ortsausgang (oder wenn die Straße fertig gestellt ist und ihr von der anderen Seite kommt: den Ortseingang), dort findet ihr einen großen Parkplatz, auf dem ihr durchaus auch die Nacht verbringen könnt. Hier ist wohl auch die Einrichtung einer Versorgungsstation geplant.

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Rumänien – Schäßburg ohne Dracula

Schäßburg ist das rumänische Rothenburg ob der Tauber.
Zumindest sagen das die Rumänen von der Stadt.
Die Altstadt liegt auf einem Hügel, umgeben von Mauern. Diese Oberstadt ist
heute unser Ziel und wieder erleben wir eine Zeitreise. Mit jedem Schritt den
steilen Hügel hinauf geht es weiter in die Vergangenheit. Und oben angekommen
erwartet uns der Stundturm. Die Rumänen nennen ihn einfach den Turm mit der
Uhr, er stellt das Wahrzeichen der Stadt da. Die Uhr zeigte früher nur die
Stunde an, daher wohl auch der Name Stunduhr. Ein Glockenspiel und bewegliche
Figuren sind heute eine Touristenattraktion.

Wenn man eintaucht in die mittelalterliche Stadt, finden sich viele schöne Gassen und Winkel und natürlich muss man zur Kirche hinauf. Ein langer Weg!

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Rumänien – Biertan, Malmkrog und die Kirchenburg

Wie erkläre ich euch am besten, was eine Kirchenburg ist?
Und warum es sie es in dieser Form nur in Siebenbürgen gibt?

Wenn keine Ritter oder Adeligen mit einer Burg in der Nähe waren, musste sich die Landbevölkerung selbst helfen. Und so hat man wohl erst das einzige Steinhaus, die Kirche befestigt und nach und nach mit einer dicken Schutzmauer versehen.
Im Angriffsfall konnte man sich so in einen sicheren Ort zurückziehen.
Innen an der Mauer und manchmal auch an der Kirche wurde dann nach und nach Räume angebaut. In jedem bewahrte eine Familie ihre wertvollsten Sachen auf: Zum Beispiel das Saatgut und wichtige Gerätschaften und Lebensmittel, selten Geld oder Dinge die uns heute wertvoll erscheinen.

Am Sonntag, wenn eh alle zur Kirche kommen, nimmt man aus seinem Raum alles mit, was man für die Woche braucht.
Manche Kirchenburgen wurden mehrfach im Jahr belagert. Manche nur ein paar Tage, selten blieben die Angreifer wochenlang.

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Caravan Salon 2019 – Dein Wunschmobil im Check

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Rumänien – Lustig ist das Zigeunerleben?

Erst muss ich euch von den Zigeunern erzählen, danach von den Kirchenburgen in Siebenbürgen.

Christian in Hermannstadt hatte uns von den Zigeunern erzählt: „Fahrt mal nach Breitau, dort seht ihr, wie das früher war und auch heute oft noch ist.“

Und dann erzählte er, wie die Zigeuner hier leben und immer noch fest zu ihren Traditionen stehen. Und das viele noch ihre traditionelle Arbeit pflegen. Als Kesselflicker zum Beispiel, oder Besenbinder, mit Körben von Pilzen an der Landstraße haben wir sie gesehen. Und arm sind viele von ihnen auch nicht, sagen uns die Rumänen.
Und das wollen sie auch zeigen. Hier in Breitau so ganz anders, als in Eisenmarkt.

Wir wollen es nicht glauben, was er uns erzählt, bis wir es
selbst gesehen und erlebt haben.

Rumänien – Lustig ist das Zigeunerleben? weiterlesen

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