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Die einzig richtige Sicherung für die Markise!

Werbung – unbezahlt wegen Markennennung

„Ganz plötzlich kam Wind auf.
So schnell konnten wir gar nicht von den Stühlen aufspringen, wie unsere Markise abhob und über das Wohnmobil geschleudert wurde.
Die Streben bogen wie Streichhölzer, brachen an der Kante zum Dach und dann riss die komplette Markise aus der Wohnmobilwand.“

So beschreibt es ein Leser.
Wir haben das selbst einmal erlebt. In der Schweiz, in Lauterbrunnen. Windstill. Alle sind auf dem Berg. Am Nachmittag rast ein einziger Windstoß durch das Tal, wir sitzen im Wohnmobil und können nur staunen.

Auf der sicheren Seite dank Wurmi und Schäkel


Alle Zelte, Vordächer und Markisen, die nicht wirklich fest gesichert waren, flogen durch die Luft.
Nadja und ich haben dann eingesammelt und den Leuten unter ihre Wohnwagen und Wohnmobile gelegt, was wir finden und zuordnen konnten. Es sah aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Später, als die Menschen vom Berg herunter kamen, waren alle erschüttert. Oben war es den ganzen Tag windstill.

Die einzig richtige Methode für uns, die Markise rasch und sicher zu befestigen geht daher so:

VIDEO:

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Rumänien – Die Bären sind los

Am Sankt Anna See gibt es Bären.
Das weiß hier jeder.
Auch sonst kann einem in Rumänien überall mal ein Bär über den Weg laufen. Aber das ist eher selten.
Hier am Sankt Anna See ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Zurzeit sind elf Bären im Gebiet um den Vulkansee und dem Moor. Und mindestens fünf haben bis zu drei Junge.
Das macht die Lage prekär. Denn eine Bärin mit Jungen kann schnell aggressiv werden.

Aber das wissen wir alles noch gar nicht, als wir von der Landstraße abbiegen und kleine Wege den Hang hinauf und in die Wälder fahren.
Am See angekommen, endet die Straße auf einem Parkplatz. Ein junger Mann macht uns schnell mit den Gepflogenheiten vertraut: Die Wiese, auf der man auch früher stehen durfte, ist gesperrt. Zu viele Bären und zu gefährlich. Vor einigen Wochen wurde eine Touristin angegriffen. Seit dem heißt es: Übernachtung nur hinter Gittern und Elektrozaun. Für 11 Euro die Nacht bekommen wir noch eine Ladung Brennholz für ein Lagerfeuer und 5 Liter Trinkwasser in einer großen Flasche, denn Trinkwasser und Strom gibt es auch nicht.

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Doppellüfter für das Dachfenster – Titan -Produkttest

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Ein Ventilator an der Dachhaube ersetzt zwar keine Klimaanlage, sorgt aber im Sommer und im Winter für ein angenehmes Wohlfühlklima.
In unserem Einbaubericht haben wir vor einiger Zeit euch den Dometic FantasticVent vorgestellt.
Damit sind wir seit zwei Jahren unterwegs und sehr zufrieden.
Aber nicht immer hat man die Möglichkeit, eine Dachhaube zu ersetzen und dann bietet sich ein kleiner Ventilator als Ersatz an.
Viele Bastler bauen sich dann Ventilatoren, wie sie auch in Computern verbaut sind unter die Hauben, doch meist gibt es dann nur An und Aus.


Deutlich mehr Funktionen bietet der Doppellüfter von Titan.
Es gibt ihn mit und ohne Fernbedienung. Die Geschwindigkeit lässt sich in Stufen einstellen und der Schub auch umkehren. Dazu besteht die Möglichkeit der Zeitsteuerung.

Im Video erzählen wir euch einiges mehr dazu und ob der kleine Ventilator tatsächlich etwas bringt:

Vielleicht ein Nachtrag noch:

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Rumänien – Traumjob Burghüter

Habe ich nicht schon einmal erwähnt, dass ich gerne an irgendetwas vorbei brause und wenn Nadja nicht wäre, das Beste im Urlaub verpassen würde? So wie im Schloss Peles?
So auch heute.
Ohne Nadja wäre ich einfach an Honigberg vorbei gefahren.

Wir sind auf der Landstraße, wollen zum Sankt Anna See (Lacul Sfânta Ana).
Ab in die Natur.
Gestern hatte ich schon wieder genug Stadt für einen ganzen Urlaub. Ich stehe wohl doch eher auf Grün und Wald und See.

An einer der wenigen Ampeln auf der Landstraße meint Nadja plötzlich: „Fahr nach links, da gibt es auch eine Kirchenburg – die soll sehr schön sein“
„Noch eine!„, denke ich. „Die Beste haben wir doch gestern erst gesehen. Was soll da noch kommen.“
Aber ich denke das nur und bin fast am Weiterfahren, lege aber dann doch den Blinker ein und fahre in die kleinere Straße ein.
Ist ja nicht weit. Und Nadjas Instinkte in solchen Sachen sind sagenhaft.

Und dann kommt wieder dieser Moment, wo ich sagen darf:

„Danke Nadja“

Kirchenburg Honigberg / Hărman


Wir stehen vor der Kirchenburg von Honigberg. Zumindest ich habe von ihr in keinem Buch gelesen oder Bilder im Internet gesehen. Und das ist ein Fehler und das wollen wir mit diesem Blog nun ändern.
Denn warum auch immer ist Prejmer Weltkulturerbe, aber die Kirchenburg von Honigberg ist schöner, heimeliger liebevoller.
Mit viel Handarbeit und Mühe und noch mehr Engagement kämpft diese Kirchengemeinde für den Erhalt ihrer mittelalterlichen Anlage.
Mit den spärlichen eigenen Mitteln und vielen Helferinnen und Helfern.

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Selfsat SNIPE Mobil Camp Single – Produkttest

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Im Urlaub die Sat-Antenne auszurichten, war früher immer ein Erlebnis.
Man sieht dem Nachbarn dabei gerne zu: Etwas hoch, links, rechts.
Das kann schon einmal abendfüllend werden.

Mit einer automatischen Sat-Antenne gehört das der Vergangenheit an.
Einschalten, warten, fertig.

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Rumänen – Nach Prejmer zum Weltkulturerbe

Durch die Karpaten. Diesmal etwas abenteuerlicher. Hoch über einem Stausee führt die Straße auf Stelzen am Berg entlang. Es wird gebaut und wir kommen nur langsam voran. Dafür ist der Ausblick phänomenal, schade, dass es keine Parkplätze oder Parkbuchten gibt. Offenbar ist beim Bau der Straße nicht an die Touristen gedacht worden, sondern nur zweckmäßig geplant.
Und wenn dann ein Parkplatz kommt (immer auf der falschen Seite, oder wenn die Aussicht verbaut ist) quellen die Mülltonnen über oder es liegt Müll herum. Dazu ein oder zwei Straßenhunde, die auf Fütterung warten.
Die Strecke zieht sich heute wieder und als wir wieder in Siebenbürgen in der Ebene ankommen, bin ich schon ziemlich müde.
Wir machen oft Pause und bewundern die Landschaft und so ist es kein Wunder, dass wir am späten Abend in Prejmer ankommen.
Prejmer wird ebenfalls in der UNESCO Weltkulturerbe Liste geführt.
Die dortige Kirchenburg gilt als außergewöhnlich und gut erhalten. Wer in dieser Liste auftaucht, dem sind die Besuchermassen sicher. Und dementsprechend perfekt ist der ganze Platz um die Kirchenburg ausgebaut. Mit Parkplatz (auf dem man auch mit großen Wohnmobilen gut einen Platz findet) und Toiletten (nur tagsüber geöffnet) und Parkanlage und einigen Geschäften und Restaurants in der Nähe.

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Rumänien – ich schick dich in die Walachei!

Die Walachei.
Wenn mir irgendjemand jemals wieder sagen sollte, er will mich in die Walachei schicken, werde ich antworten:

Ja – SOFORT!

Seit drei Tagen sind wir nun hier an den Schlammvulkanen und genießen es einfach, das satte Grün und die Wolken anzuschauen sowie über gigantische Blumenwiesen zu schlendern.

Auf dem gegenüberliegenden Hang wandert ein Hirte mit seinen Schafen.
Tausende von Vögeln zwitschern und die Luft ist gefüllt mit dem Summen von Bienen und Insekten.
Die Sonne scheint warm, aber nicht heiß.

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Rumänien – aktive Vulkane

Was sind denn eigentlich Schlammvulkane?
Sprüht es da heißen Schlamm aus dem Boden?

Das haben wir uns am Morgen gefragt, bevor der Guide kommt.

Die Gruppe ist längst auf den Beinen und frühstückt schon, als wir uns dazu gesellen.
Der Guide erweist sich als Experte aus Deutschland, der der Liebe wegen in der nahegelegenen Stadt eine Heimat gefunden hat. Der Mann weiß von was er spricht und erzählt uns als erstes einmal etwas, das uns noch gar nicht aufgefallen ist:

Wir sind hier in der Walachei.

Und wir sind in einem geologisch einzigartigen Gebiet. Vergleichbare Vulkane findet man noch auf Island und auf Java.
Aus rund 3000 Meter Tiefe wird Wasser, Schlamm, Öl und Gas an die Oberfläche gefördert.
Nicht heiß, dafür stinkend nach Methan und durch das Öl glitschig und mit tollen Farben.

Und wo der Schlamm austritt, verwandelt sich die Landschaft in eine Einöde. Wenn es dann im Sommer noch heiß wird, kommt es einem vor, als sei man in einer Wüste.

Wir müssen den nächsten Hügel hinauf.
Und gleich noch ein Hinweis:
Die Schlammvulkane oberhalb des Campingplatzes sind deutlich größer, wie die auf der anderen Seite des Hügels. Obwohl auf dem Schild vor der letzten Abzweigung der Straße, der Pfeil, der nach links zeigt viel, viel größer ist. Rechts geht es zum Campingplatz.

Die Erklärung ist einfach. Der Besitzer eines Restaurants am anderen, kleineren Schlammvulkan hat dieses Schild aufgestellt. Kein Wunder, das sein Pfeil viel größer ist.
Wir sind also zu den richtigen Vulkanen unterwegs.

Und tatsächlich, kaum haben wir die Kuppe erreicht, die noch satt und tiefgrün bewachsen ist, wird der Bewuchs spärlich und hört ganz auf.
Wie Sandberge liegen vor uns. Festgestampft, der Schlamm der letzten Jahrhunderte oder Jahrtausende. Denn der ölige Schlamm kommt nicht in großer Menge aus dem Boden, dafür aber rund um die Uhr, Tag für Tag. Mal mehr, mal weniger.

Kaum haben wir die Hütte der ‚Bewacher‘ hinter uns und unseren Eintritt bezahlt, stehen wir auf der sandigen Fläche und es wird deutlich wärmer und in der Sonne sind wir froh, unsere Hüte dabei zu haben.
Unser Führer holt die Gruppe zusammen und erklärt uns die geologischen Vorgänge.
Tief unter uns gibt es Öl- und Gasvorkommen, die Gase entweichen durch feine Risse und reißen Öl und Wasser mit nach oben. Bis zur Oberfläche ist es ein schöner Mix, der als Schlamm durch mehr oder minder große Löcher an die Oberfläche kommt.
Um die Löcher ist es weich. Wer hier hinein kommt, kommt alleine nicht mehr heraus.
Da es in den letzten Wochen viel geregnet hat, ist der Schlamm sehr dünnflüssig.
An einem Krater können wir dann sehen, wie es den Schlamm zähflüssig heraus drückt.

Die Gruppe ist schon wieder weiter gezogen, ich mache noch Filmaufnahmen, als ich mit einem Fuß im Matsch stehe.
Wenn es hier regnet, lässt man keine Touristen auf das Areal und nun weiß ich auch warum. Wie auf Schmierseife rutsche ich weg.
Nur weg von dem Trichter.

An einer anderen Stelle hat offenbar ein Vulkan größere Mengen ausgestoßen und im Minutenrhythmus hört man Gas entweichen. Pfeifend und zischend entweicht es aus dem Loch.
Ich gehe ganz nah heran, um das Zischen aufzunehmen und am Ende liegt meine Kamera mitten im Matsch. Prima.
Den halben Nachmittag verbringe ich dann damit, das ölige Gemisch abzutupfen. Nichts passiert aber gelernt: Schlamm aus Schlammvulkanen lässt sich nur schwer abwischen.

Der Rest ist schnell erzählt:
Faul in der Sonne gesessen, viel Bier und Wein getrunken, gegrillt, geschlafen, gelesen. Noch mehr getrunken und nichts gemacht.

So kann es weiter gehen.

In Teil 14 werden wir in die Walachei geschickt

Teil 1 : Temeswar
Teil 2 : Die Burg von Eisenmarkt und die mystischen Daker
Teil 3 : In Karlsburg eine orthodoxe Taufe
Teil 4 : Im Freilichtmuseum Rumänien 
Teil 5 : Hermannstadt
Teil 6 : Verschneite Pässe und Hobbits
Teil 7 : Lustig ist das Zigeunerleben
Teil 8 : Biertan und Malmkrog, erste Kirchenburgen
Teil 9 : Schäßburg ohne Dracula
Teil 10: Die mutigen Frauen von Deutsch-Weißkirch
Teil 11: BESUCH BEI KÖNIGIN MARIA
Teil 12:  SO SCHÖN IST KEIN ANDERES SCHLOSS
Teil 13: AKTIVE VULKANE
Teil 14: ich schick dich in die Walachei!
Teil 15: Prejmer und das Weltkulturerbe
Teil 16: Traumberuf Burghüter
Teil 17: Die Bären sind los
Teil 18: Absturz in der Bicaz Schlucht
Teil 19: Voronet in der Bukowina 
Teil 20: Sucovita, Moldovita und die längste Seilbahn Rumäniens
Teil 21: Alt und Neu in Maramures
Teil 22: Kann ein Friedhof fröhlich sein?
Teil 23: Fakten und Fazit: Lohnt eine Reise nach Rumänien?

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Rumänien – So schön ist kein anderes Schloss

Schloss Peles grüßt uns von jedem Poster, jedem Flyer, ist in jedem Reiseführer. Nun sind wir auf dem Weg dorthin.
Die Straßen sind übelst, werden gerade neu gemacht und dementsprechend stehen wir alle 500 Meter in einem Stau vor einer Baustelle. Das nutzen die Verkäufer von Erdbeeren und bieten direkt am Auto ihre Waren feil.
Wir versüßen uns das Warten – kostet 2 Euro. Wahrscheinlich hätten wir handeln müssen, aber, ey, 2 Euro!
Was die Verkäufer wohl machen, wenn die Straßen fertig sind und der Verkehr wieder hier vorbei rauscht?
Die Straße führt nun in tiefe Täler und langsam aber sicher in die Berge.
Neben der Straße sehen wir immer wieder Hirten und ganze Familien, die mit Kuhherden in Richtung Berge wandern.

Dann kommen die ersten Serpentinen und nach dem ersten Pass hat sich nicht nur die Landschaft schlagartig geändert, sondern auch der Baustil.
Die Häuser sind nun Jagdhütten gewichen. Es sieht elitär aus. Und immer wieder schließen sich neue Siedlungen an. Wir nehmen an, dass hier im Winter viel los ist und im Sommer gewandert und gejagt wird.
Der Weg ist das Ziel und wir fahren mit großen Augen durch diese Landschaft. Karg und einsam kommt es uns vor. Bis, ja bis wir wieder auf die Hauptstraße treffen und eine große Stadt vor uns liegt. Was machen all die Menschen hier?
In der nächsten Ortschaft dann das Schloss Peles
Es geht steil den Weg hinauf und wir nehmen nach der Kirche den Parkplatz – ein Fehler, denn der letzte Parkplatz vor dem Schloss ist größer und man kann dort sogar übernachten. Dafür sind die Parkgebühren unten mit 1 Euro günstiger.
Dafür wandern wir durch den Wald in Richtung Schloss, an Verkaufsbuden vorbei. Schön kühl ist es, denn mittlerweile brennt die Sonne recht heftig und es wird ziemlich warm.

Schloss Peleș

Der erste Blick aufs Schloss ist dann schon einmal Bestätigung: Die lange Anfahrt war es wert!
WOW, so muss doch ein Schloss aussehen.
Aber der Kenner merkt sofort: das ist doch noch gar nicht so alt.
Stimmt.
Das Schloss wurde 1875 gebaut und in dem weitläufigen Areal findet sich neben dem Hauptschloss, noch das kleine Schloss (Villa Pelisor), der Sitz der Wache mit seiner Terrasse (schöner Ausblick bei leckerem Kaffee und Kuchen) und im Park noch ein Jagdschlösschen.

Wir stehen auf der Terrasse vor dem Schloss und sind erst einmal erstaunt. Der kleine Park dort, mit Brunnen und Statuen erinnert an Italien, die Außenfassade mit seinen rötlichen Holzverzierungen an Jagdhäuser oder Villen in den Alpen.
König Karl hatte sein Schloss schon 1900 mit modernster Technik ausstatten lassen. So war das gesamte Schloss durch eine Zentralheizung beheizt und komplett elektrifiziert. Dazu gab es eine ganze Reihe von Aufzügen (!) und das Kuppeldach der Ruhmeshalle ließ sich elektrisch öffnen!!!

Nadja will sich unbedingt auch drinnen umsehen, ich bin müde und ein modernes Schloss. Och nö.
Aber wie meine bessere Hälfte nun so ist, kauft sie Eintrittskarten und nicht viel später finde ich mich in der Warteschlange für die nächste Führung wieder.
Und allein der Innenhof, in dem wir warten, begeistert mich. Die Fresken an den Fassaden sehen sehr lebendig aus und die Holzarbeiten sind meisterlich.

An vielen Stellen erkennen wir, dass die nächste Renovierung dringend nötig wäre, der Zahn der Zeit nagt unbarmherzig.
Einen Fehler haben wir beim Kartenkauf gemacht: Wir vergaßen eine Fotografen-Lizenz zu kaufen. Wenige Euro, aber als wir dann im Schloss waren, durfte ich nicht fotografieren. Also unbedingt ein paar Euro für diese Zusatzkarte berappen.

WOW!

Als ich ins Schloss komme, muss ich mich erst einmal bei Nadja bedanken, dass sie mich ‚gezwungen‘ hat, mit zu gehen.
Das Interieur ist der HAMMER. Ehrlich.
Überall Holzarbeiten, Stuck, Sammlungen, Fresken. Die Wände übervoll. Wunderschön.
Leider kann ich euch nur drei verstohlen geschossene Bilder zeigen, aber ich denke, ihr seht, was ich meine.

Die Führung geht über zwei Etagen, wir hatten auch die zweite Etage mitgebucht (lohnt sich; auch dies ist eine extra Eintrittskarte) und stehen nach ca. 90 Minuten wieder auf der Terrasse.
Das ist mal ein Schloss. Da könnte man auch heute gut drin wohnen.
Und die Ausstellungsstücke sind wirklich sehenswert.
Einzelne Räume sind nach Regionen dekoriert: Arabisch, Nordisch usw.
Ach, ich will jetzt nichts verraten: Fahrt hin und schaut es euch an.

Wir wandern zurück zur Terrasse an der königlichen Wache.
Nach wirklich gutem Kaffee und Kuchen (Empfehlung) und ganz frechen Spatzen, die fast auf dem Kuchenteller sitzen, laufen wir noch einmal um dieses Ensemble herum: Allein die hier stehenden Gebäude sind einen Besuch wert. Quasi ein weiteres Schloss. Am späten Nachmittag wandern wir zum Parkplatz mit dem Wohnmobil zurück. Der Himmel sieht bedrohlich dunkel aus, aber der Regen bleibt aus.
Noch.
Kaum sind wir einige Kilometer gefahren, kommen gerade ins nächste Tal, als uns ein heftiges Gewitter ereilt. Im Schritttempo geht es weiter, wir merken gar nicht, dass wir die Karpaten schon hinter uns gelassen haben.
Eine weite Ebene liegt vor uns.

Klick auf die Karte für die Reiseroute

Wir sind nun auf dem Weg zu den Schlammvulkanen von Berca – dem östlichsten Punkt unseres Roadtrips durch Rumänien.
Wir haben den viel, viel weiteren Weg über Ploiesti gewählt. Dafür ist die Straße breit und wir kommen rasch voran. So zumindest die Planung.
In der Ebene haben wir das Gefühl, in einem völlig anderen Land zu sein. Ein wenig erinnert es uns an Italien. Es ist heiß hier und trocken. Überall Obstplantagen und auch die Häuser werden hier wieder ganz anders gebaut.
Die Strecke zieht sich, wir sind müde, aber wir wollen nicht mehr anhalten. Ankommen. Füße hoch legen. Aber der Weg scheint immer länger zu werden. Eine kleine Straße, die das Navi vorgibt, lassen wir aus und nehmen erneut einen weiteren Weg in Kauf. Jetzt nicht auch noch eine Piste mit Schlaglöchern.
Kurz vor den Schlammvulkanen fahren wir von der Hauptstraße ab und es kommt, wie es kommen musste. Die Straße wird anspruchsvoll, der Asphalt endet und fast wäre ich umgedreht. Dabei wandelt diese Schotterstraße sich nach dem nächsten Hügel in eine gute, neu gemachte Asphaltstraße. Die Menschen winken uns immer wieder und beäugen unsere Kajaks und plötzlich sind wir aus dem letzten Dorf heraus und stehen mitten in grünen Hügeln. Die Sonne steht schon sehr tief und taucht alles in ein mildes Licht.
Wir sind total geflasht, halten an und können unser Glück kaum fassen. So schön ist es hier.

Auf dem Weg zu den Schlammvulkanen

Das muss das Paradies sein.
Wir finden die Abzweigung zum Campingplatz. Freistehen ginge auch, aber hier der wichtigste Tipp für heute: geht unbedingt auf diesen Campingplatz!!!
Die Leute sind unglaublich nett, das Essen gut, die Preise sehr günstig und sollte der Campingplatzbetreiber fragen, ob ihr Strom und Dusche usw. braucht, sagt JA, auch wenn ihr es nicht braucht. Denn ob ihr 9 Euro oder 11 bezahlt. Der Platz ist es wert.

Wir sind glücklich angekommen und fahren gerade die Einfahrt hinauf, als eine junge Frau neben unserem Auto steht. Unfassbar!
Das ist unsere Anca! Von Burgreisen.eu!
Wir wussten zwar, dass sie in Rumänien mit einer Gruppe unterwegs ist, hatten aber keinen Kontakt mehr mit ihr.
Und nun steht sie vor uns, ihre ganze Gruppe ist schon beim Abendessen versammelt und wir mittendrin. Welch eine Freude. Dieses zufällige Treffen hätte man nicht besser organisieren können.
So erleben wir dann einen Abend mit einer Gruppe von Wohnmobilreisenden und dürfen am nächsten Tag bei der Führung zu den Schlammvulkanen teilnehmen.

Der Abend wird lustig, wir unterhalten uns lang und gut, essen und trinken, was uns der Wirt herbeibringt – der Schnaps ist lecker und nach Sonnenuntergang gibt es noch ein Lagerfeuer für die Gruppe und irgendwann singt alles Schlager.
Das muss man einfach einmal erlebt haben.

Campingplatz an den Schlammvulkanen

Ein wirklich langer Tag geht zu Ende.
Wir haben viel erlebt und noch mehr gelernt.
Hier auf dem Campingplatz an den Schlammvulkanen haben wir das erste Mal das Gefühl angekommen zu sein. Daheim zu sein.
Danke Anca! Ohne dich wären wir nie nach Rumänien gefahren.

Teil 13 führt uns zu den Schlammvulkanen, die aus 3000 Metern Tiefe Öl, Wasser und Schlamm nach oben sprudeln.

Teil 1 : Temeswar
Teil 2 : Die Burg von Eisenmarkt und die mystischen Daker
Teil 3 : In Karlsburg eine orthodoxe Taufe
Teil 4 : Im Freilichtmuseum Rumänien 
Teil 5 : Hermannstadt
Teil 6 : Verschneite Pässe und Hobbits
Teil 7 : Lustig ist das Zigeunerleben
Teil 8 : Biertan und Malmkrog, erste Kirchenburgen
Teil 9 : Schäßburg ohne Dracula
Teil 10: Die mutigen Frauen von Deutsch-Weißkirch
Teil 11: BESUCH BEI KÖNIGIN MARIA
Teil 12:  SO SCHÖN IST KEIN ANDERES SCHLOSS
Teil 13: AKTIVE VULKANE
Teil 14: ich schick dich in die Walachei!
Teil 15: Prejmer und das Weltkulturerbe
Teil 16: Traumberuf Burghüter
Teil 17: Die Bären sind los
Teil 18: Absturz in der Bicaz Schlucht
Teil 19: Voronet in der Bukowina 
Teil 20: Sucovita, Moldovita und die längste Seilbahn Rumäniens
Teil 21: Alt und Neu in Maramures
Teil 22: Kann ein Friedhof fröhlich sein?
Teil 23: Fakten und Fazit: Lohnt eine Reise nach Rumänien?

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Wohnmobilurlaub mit dem Hund – T. Berning

Rezension – Werbung

Was tun, wenn man keinen Hund hat, aber ein Buch über Hunde und Wohnmobile bekommt?
Nun, lesen natürlich.
Denn auf diesem Weg habe ich einiges über Hunde und ihre Besitzer gelernt.
Und natürlich über das Leben mit dem Hund im Wohnmobil.

99x Wohnmobilurlaub mit dem Hund
Torsten Berning
Bruckmann Verlag
ISBN-13: 978-3734313509

Nun bin ich nicht ganz unbedarft, denn ich hatte einmal einen Schäferhund.
Und trotzdem würde ich mir wünschen, dass viele Nicht-Hundebesitzer und noch viel mehr Hundebesitzer das Buch von Torsten Berning lesen würden.

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