Alle Beiträge von Jürgen Rode

Öregrund – SCHWEDEN : WOHNMOBIL – HIGHLIGHT

Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip:

Öregrund

Schweden

Zu behaupten, Öregrund wäre ein Besuchermagnet, wäre mehr als vermessen.
Aber genau das ist es, was die kleine Stadt so liebenswert macht.
Obwohl sie zu den wenigen erhaltenen Holzstädten gehört, ist die Touristenflut bislang weitgehend an Öregrund vorbei gefahren.

Und das ist gut so, denn so bleibt die Ursprünglichkeit und dörfliche Charakter erhalten.

Örgrund und Insel Gräsö

Ein Fähre führt von Öregrund zur Insel Gräsö. Dort finden sich auch mehrere Campingplätze.
Der kleine Hafen von Öregrund lädt zum Bummeln ein, ein sagenhaft gutes Kaffee bietet Ficka, doch sollte man einen Platz reservieren.
Die Holzkirche und Altstadt sollte man für einen Ausflüge nutzen und ansonsten gibt es viel Meer und Ruhe und nette Leute.

Mit dem Kajak konnten wir viele schöne Touren zur Insel oder an der Küste entlang unternehmen – man ist durch die nahe gelegene Insel immer vor dem teilweise heftigen Winden auf See geschützt.

Stellplatz / Besonderheit:

Stellplätze sind absolute Mangelware!
Die besten Stellplätze gibt es am Hafen und in einer Seitenstraße direkt am Meer. Gebucht wird über eine APP, die Gebühr ist täglich zu entrichten. Aufgepasst: Längere Wohnmobile haben hier keine Chance. 7 Meter sind schon schwierig, 8 Meter quasi unmöglich. Die großen Wohnmobile finden nur Platz an der Einfallsstraße auf einem Parkplatz.
Dort findet sich auch die hervorragende Entsorgungsstation.

Top-Tip: Fahrradtour über die Insel Gräsö.
Weite Felder, schöne, kleine Strände, malerische Dörfchen

 

Hier weiterlesen: Schweden

Bitte beachtet: In Öregrund gibt es so gut wie keine Möglichkeiten legal frei zu stehen. Daher fahrt auf einen der Camping- oder Stellplätze!
Die Polizei ist immer präsent und die Strafen sehr hoch!
Auch ist es nicht fair, in Sichtweite eines Stellplatzes zu stehen. In unser aller Interesse: Lasst nirgendwo Müll zurück, verhaltet euch so, dass ihr jederzeit wiederkommen könnt und die Einheimischen sich freuen euch zu sehen. 

Das könnte sie auch interessieren

Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Leuchtturm Neist Point – Schottland Schottland Die Isle of Skye ist schon alleine eine Reise wert. Und die Bilder vom Neist Point ...
Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Fränkische Schweiz Deutschland – Franken Kaum eine Landschaft eignet sich so ideal, wie die Fränkische Schweiz für uns Wohnmobilfahrer, das finden wir ...
Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Carcassonne Frankreich – Languedoc Der Inbegriff einer Ritterburg steht in Frankreich, zwischen Toulouse und Narbonne inmitten sanfter Hügel. Seit Hunderten von Jahren ...

Preis-Crash bei Wohnmobilen: Das Ende des Wohnmobil-Booms!

Seit Jahren übertreffen sich die Hersteller mit Superlativen:
Das beste Jahr aller Zeiten, die meisten verkauften Wohnmobile, so viele Neuanmeldungen, wie noch nie. Die Preise neuer Wohnmobile waren noch nie so hoch, die Auslastung der Camping- und Stellplätze noch nie so gut. Die Gebrauchtwagenpreise unterscheiden sich manchmal kaum von denen der Neufahrzeuge. Die Nachfrage der letzten Jahre treibt muntere Blüten.
Ein Wohnmobil also als Geldanlage – quasi ohne Wertverlust?

Die Frage muss erlaubt sein: stimmt das auch alles?
Und geht das immer so weiter aufwärts?
Kommt vielleicht nun das Crash-Szenario?

Oder sind wir gar längst mitten im berühmten „Schweinezyklus„: man produziert im voraus und setzt auf den nie endenden Boom. Dabei sind die Zahlen vielleicht längst rückläufig.
Im idealtypischen „Schweinezyklus“ führt dies irgendwann erst zu stagnierenden und dann zu schnell sinkenden Preise, da immer mehr Schweine auf den Markt kommen, aber die Käufer fehlen, der Markt übersättigt ist.
Dann würde unsere provokante Überschrift schnell auch bei Campern Wirklichkeit: „Preis-Crash bei Wohnmobilen“

Übertragen auf den Campingmarkt: Bei den Wohnmobilen und auch den Wohnwagen werden dann die Neu- und Gebrauchtwagenkäufer fehlen, vielleicht weil sich viele die Finanzierung nicht mehr leisten können oder wollen und Kaufinteressenten mit Geduld, einfach warten werden, bis der nächste Preisrutsch kommt. Der Preisanstieg wird nicht nur gestoppt, der Abwärtstrend wird dann rasant an Fahrt gewinnen.

Was also ist dran am immerwährenden Boom?

Die offiziellen Zahlen sind eindeutig:

Noch nie gab es so viele Neuanmeldungen wie in den letzten Jahren: die Verbände der Hersteller melden dabei nach 40.000 Wohnmobilen in 2017, 46.000 in 2018. Erstaunlich, dass im gleichen Zeitraum der Gesamtbestand in Deutschland nur ca. 33.000 Wohnmobile stieg. Die Differenz dürften durch Verkäufe ins Ausland oder Verschrottungen zu erklären sein.
Und noch nie war der Bestand an Campingfahrzeugen so hoch wie jetzt!
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Statista

„Wir wollen
das jetzt auch mal ausprobieren.“

Der Megaboom der letzten Jahre treibt das Kaufverhalten auf die Spitze. Wer sich auf den großen Messen beim Publikum umhört, bekommt diesen Satz oft zu hören: „Wir wollen das jetzt auch mal ausprobieren.“
Nicht selten hat das zahlende Volk noch nie eine Nacht als Camper verbracht. Niemals im Zelt geschlafen, nie auf einem übervollen Campingplatz den Urlaub verbracht.

Früher sah die Camper-Karriere eher so aus: mit dem Rad und Zelt an den Baggersee, mit dem Auto und Zelt und dem ersten eigenen Geld dann das erste Mal alleine ins Ausland. Ein paar Jahre später dann ein gebrauchtes Wohnmobil, einen Wohnwagen oder einen VW-Bus ausgebaut.
Und sich so langsam vergrößert und weiter entwickelt.

Heute wird die Yacht gegen ein Wohnmobil getauscht oder die Pauschal-Ferien-Club-Hotel-Insel Urlaube gegen einen Wohnwagen. So langsam kommen nun auch die Kreuzfahrer an die Reihe, denen es auf den Schiffen zu voll und nicht mehr elitär genug ist. Camping ist Lifestyle und en vogue. Da wird sofort das volle Luxusprogramm gekauft. Mit allen Extras. Der Preis scheint Nebensache zu sein. Je größer und ausgefeilter die Technik, desto besser. Glamping ist das begehrte Ziel.

Die Realität sieht anders aus!

Die Folge sind volle Stell- und Campingplätze. War dies vor dem Boom nur selten in den Hochsommermonaten auf ausgesuchten Campingplätzen zu erwarten, kann man es heute auch außerhalb der Saison sogar auf Stellplätzen der Hotspots erleben: wegen Überfüllung geschlossen.

In anderen Branchen ist der Einstieg von Finanzinvestoren oft ein erstes Warnzeichen.
Jetzt erlebt die Campingbranche diese Entwicklung. Die Finanzprofis wissen, wie man schnell viel Geld verdienen kann. Synergieeffekte, die sich nutzen lassen, dürfte es bei den verkrusteten Strukturen der mittelständischen Hersteller zu Hauf geben. So werden von Finanzinvestoren gerne Unternehmen aufgekauft, miteinander verwoben, gebündelt, umstrukturiert, Prozesse gestrafft und auf Hochleistung getrimmt, Mitarbeiter eingespart, Werke auf Profitmaximierung optimiert, um die Unternehmen dann an den nächsten Investor weiter zu verkaufen – natürlich mit Gewinn.

Dieses Vorgehen ging so manches Mal in anderen Branchen zu Lasten der Qualität. Nicht selten fühlt man sich als Kunde dann nur noch als Beta-Tester.

Auch bei den Camping-Händlern wächst der Erfolgsdruck. Wer mitmachen will, muss eine bestimmte Anzahl an Wohnmobilen und Wohnwagen seines Herstellers abnehmen. Also nicht nur das, was man bestellen würde und gut verkaufen kann oder gar schon vorbestellt ist, sondern auch, was das Werk ständig produziert. Zu vorgegebenen Preisen. Die Last und das Risiko des Booms hat zunehmend der Händler vor Ort zu tragen.
Die Verkaufsflächen sind entsprechend voll.
Während die Händler-Parkplätze sich vor einigen Jahren ganz automatisch im Laufe des Sommers leerten, bleiben immer häufiger Wohnmobile und Wohnwagen auf den Ausstellungsflächen lange Zeit stehen. Wir beobachten das aktuell direkt vor unserer Haustür seit einiger Zeit. Manches Wohnmobil steht dort schon gefühlt seit Jahren. Ein Händler erzählte uns einmal, dies seien „Mietmobile“, nur deshalb würden wir die länger dort sehen. Heute schweigt man lieber über dieses Thema. Diese Wohnmobile stehen mittlerweile ganz am Rand der großen Ausstellungsfläche. Ladenhüter.

Ganz offen erzählte uns auf der CMT ein Händler, der nicht genannt werden möchte, dass es Anzeigen von Händlern in Mobile.de über Wohnmobilschnäppchen gibt, die gar nicht existieren, nie gebaut wurden.
Der Superpreis wird sogar am Telefon bestätigt, doch wenn dann die potentiellen Käufer beim Händler auftauchen, ist das Preiswunder gerade verkauft, aber ein ähnliches, nicht mehr günstig, steht plötzlich bereit.
Eine Verkaufsmasche, die vielleicht in der Not geboren wurde.
Der nächste Jahrgang an Wohnmobilen steht schon vor der Tür, die Abverkäufe der Alten sind noch nicht einmal in trockenen Tüchern, die Finanzierung der Bank im Nacken – der Händler wird von seinem eigenen Erfolg getrieben.
Die Margen sind schon lange nicht mehr so auskömmlich, wie sie einmal waren und der Druck nimmt von Jahr zu Jahr zu. Löhne, Mieten, Standflächen, Neubauten, Vermietflotte, der eigene Stellplatz mit Entsorgung direkt am Ort . Die Latte wird von Jahr zu Jahr höher gelegt.

Denn auch die Kunden wollen heute etwas geboten bekommen.
Standen früher die Wohnwagen und Wohnmobile auf einem offenen Parkplatz mit
kleiner Verkaufsbude nebendran, muss heute schon eine prächtige Verkaufshalle
mit exklusiven Showroom her, um das Volk in Kauflaune zu versetzen.

Und wer es nicht glaubt, der sollte einmal einen Blick in die Mobile.de Statistiken werfen:

NEU Kastenwagen Alkoven TI Integriert
13.11.2018 4443 1045 6531 2787
18.11.2018 4495 1072 6613 2836
11.12.2018 4751 1144 7133 3023
21.12.2018 4872 1198 7334 3113
23.01.2019 4803 1232 7351 3058

Gebraucht Kastenwagen Alkoven TI Integriert
13.11.2018 3983 3739 5835 3585
18.11.2018 3970 3700 5879 3601
11.12.2018 4021 4527 6261 3531
21.12.2018 3796 3533 5772 6602
23.01.2019 3271 3177 5242 3271

So viele Wohnmobile wie selten werden dort Monat für Monat angeboten.

Und während in den vergangenen Jahren im Frühjahr und im Herbst die Zahlen dank der kaufwütigen Kunden auch einmal zurückgingen, steigt seit Monaten die Zahl der Angebote.
Natürlich kann das daran liegen, dass nun alle, die ihr Wohnmobil anbieten, demnächst ein neues Wohnmobil geliefert bekommen, es könnte aber auch ein erstes Zeichen der Übersättigung sein.
Menschen, die auf Verdacht ein Wohnmobil kauften und nach ein, zwei Jahren erkennen, dass diese Urlaubsform doch nichts für sie ist, beschließen, ihr Wohnmobil zu verkaufen. Oder die Familie, die ich auf dem Caravan Salon traf: ein Kleinkind und ein Kastenwagen. Der große Traum. Auf meine Frage, ob ein Wohnwagen nicht besser für das Kind sei – schließlich will es einfach nur spielen und nicht jeden Tag reisen – verdrehte der Vater die Augen: zu langweilig. Wir wollen etwas sehen von der Welt. Heute ist er froh, wenn er 14 Tage auf einem Campingplatz seine Ruhe findet. Der Kastenwagen ist auf Dauer zu teuer und wird nun verkauft. Oder der junge Mann, dessen Wunschwohnmobil auch nach Monaten nicht geliefert wurde. Komplett die Lust verloren. Ein Wohnmobil mehr das auf den Markt kommt.

Wie geht es also weiter? Der große Crash?

Wenn es die Hersteller nicht schaffen, die Nachfrage dauerhaft auf hohem Niveau zu halten, wird es zu Verwerfungen kommen. Auch die fehlende Infrastruktur von Stellplätzen und die abnehmende Akzeptanz der Bevölkerung über die an allen Orten auftauchenden Wohnmobilmassen, kann viele Camperfreunde vergraulen.

Noch sieht es rosig aus für die Branche, doch es dürfte niemand verwundern, wenn der Peak, also die Spitze des Berges, schon hinter uns liegt.
Steigende Kreditzinsen und eine nachlassende Konjunktur werden dann zusätzlichen Druck auf die Unternehmen, wie auch auf die Kunden ausüben. Und dann wäre der Schweinezyklus vollkommen.

Die Branche boomt seit Jahren

Von Diesel-Fahrverboten für Wohnmobile und den drohenden Fahrverboten in ganzen Regionen und nicht mehr nur in Innenstädten wollen wir gar nicht reden. Die einen sehen den nächsten Boom in Benzinern kommen, die anderen den großen Frust und Wertverlust für die Besitzer der alten Diesel-Wohnmobile.

Das Jahr 2019 dürfte für die Branche auf jeden Fall ein aufregendes und anstrengendes Jahr werden.

Das könnte sie auch interessieren

Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Fränkische Schweiz Deutschland – Franken Kaum eine Landschaft eignet sich so ideal, wie die Fränkische Schweiz für uns Wohnmobilfahrer, das finden wir ...
Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Maihaugen Norwegen Maihaugen ist ein Freilichtmuseum in der Nähe Lillehammers. Aber Maihaugen ist nicht nur ein Museum, sondern der Inbegriff des Lebens ...
Wir zeigen euch die schönsten Wohnmobilziele: In den nächsten Wochen und Monaten werden wir hier nach und nach ergänzen: Update 11/2018 Aus einigen hundert schönen ...

CMT 2019: Trenntoilette ein neuer Trend?

Neu ist das Thema Trenntoilette natürlich nicht, aber offenbar nun langsam Massentauglich.
So habe ich mich einige Zeit am Rande des kleinen Messestandes von ToMTuR herumgedrückt und einfach zugehört.
Eigentlich immer waren Leute da und haben sich die Trenntoilette angeschaut und sind mit Harriet Diedering von ToMTuR ins Gespräch gekommen.
Irgendwann habe ich mich dann zu erkennen gegeben und wir sind ins Gespräch gekommen.
Das folgende Interview ist dabei entstanden:

Zum Video auf den roten Pfeil klicken: 

https://youtu.be/NL8f62sKxzo
https://youtu.be/NL8f62sKxzo

Vielleicht interessiert euch das CMT 2019: Trenntoilette ein neuer Trend? weiterlesen

CMT 2019: Frühmorgens erste Bilder

Guten Morgen
Noch bevor es richtig losgeht auf der CMT habe ich einen Rundgang gemacht und zeige euch ein paar der ersten Bilder.
Da ist der Hymer mit seinem Aufbau der an Expeditionsmobil a la Bimobil erinnert.

Überhaupt fällt mir immer mehr auf das bei dem Teilintegrierten und integrierten die Seiten Sitzbank wieder im Kommen ist das will ich mir in den nächsten Stunden noch mal genauer anschauen also richtig gezählt hat sich nicht viel aber wenn man sich die Details anschaut dann fällt einem das ein oder andere schon auf.
Bei Euromobil hat mir wieder gut die echte Tür und Türgriff am Bad gefallen, das gibt es mittlerweile aber auch bei anderen Herstellern, zumindest bei den Premium-Marken. Wo aufs Geld geschaut wird, sieht man das meist an den Schanieren der Türen und Schränke. Schaut es euch auf den Bildern an.

CMT 2019: Echte Innovationen? Fehlanzeige

Ein langer Wohnmobiltag neigt sich dem Ende zu und wir haben viel erlebt und gesehen.
Eine Sachen habe ich schon in folgendem Video eingebaut, der Rest folgt in den nächsten Tagen.

Auffallend ist, dass die Hallen der Wohnmobilanbieter leerer erschienen, dafür die Hallen der Zubehör- und Reiseanbieter voller.
Aber das ist nur eine Momentaufnahme.
Sicher wird man am Ende der CMT wieder mit Superlativen protzen, aber der erste Eindruck ist: Viele haben ihr Wunschmobil schon gefunden und brauchen nun Equipment.

Richtige Innovationen habe ich überhaupt nicht gesehen. Das Cabrio Wohnmobil ist eher eine Spinnerei, wie ein Trend. Die Super-Luxus-Wohnmobil haben ihr Klientel, aber mit Sicherheit sind sie nicht massentauglich und auf Dauer nur eine Nische, wie Luxusyachten: Man schaut sie an, staunt und bewundert, aber drin Urlaub machen will man gar nicht.
Einzige im Detail findet man Änderungen. Bei Integrierten fiel mir auf, das am Beifahrersitz viel öfter eine länger Sitzbank folgt, aber dazu morgen mehr.

CMT 2019: Die ersten Highlights: Slide-Out ist angekommen

Slide-Out ist nun endlich richtig angekommen. In den letzten Jahren gab es ja mehr oder weniger dichte Varianten und manche Spielerei, aber nun gibt es viele Hersteller, die sich der Thematik angenommen haben.
Diesen von der Firma Protec werden wir morgen genauer unter die Lupe nehmen und euch auch ein Video davon machen

Wobei sich nicht nur das Design sehen lassen kann: Auch die Breite:

Wobei ich mich schon frage, wie das auf einem normalen Parkplatz aussieht, wenn man nur einmal die Nacht verbringen möchte, oder unterwegs aufs Klo geht.
Ist der Wagen dann auch ohne Slide-Out nutzbar? Wir machen uns morgen ein Bild davon und für euch ein Video.

hdrpl

Und sollte ein Slide-Out nichts für euch sein, dann vielleicht zurück zu den Waltons.
Das ist doch mal ein Pick-up. Wenn man damit zum Camping-Platz kommt, wird man doch sofort gefeiert.
Ok, wahrscheinlich geht es nur um den Aufsatz, aber der Werbegag ist echt gelungen. Ein tolles Wohnmobil.

Sensationell: Der kleine größte Wohnwagen der CMT

CMT – Stuttgart
Wir sind dabei und haben schon einen ersten Messerundgang gemacht!
Dabei habe ich den absolut genialsten Wohnwagen gesehen, der je auf einer Messe stand!
Das Teil ist grandios.

hdrpl

Wo andere noch an Slide-Outs basteln, ziehen die zwei Franzosen ihren Wohnwagen kurzerhand in die Lange.
Der Innenraum ist riesig, eine geräumige Sitzgruppe im vorderen Raum, in der Mitte die Küche, eine Toilette mit Dusche und im hinteren Raum ein großzügiges Bett.
Und zusammengeschoben ist das Teil so groß, wie ein Baumarktanhänger – der passt wirklich in den kleinsten Hof, vielleicht sogar in eine Garage.

Sehr gespannt bin ich auf die ersten Erfahrungsberichte und ob das Teil dicht ist.
Der Erfinder, Eric Beau von www.beauer.fr war so freundlich, mich schon vor dem eigentlich Start der CMT in sein Prachtstück zu lassen.
Wirklich: AUßERGEWÖHNLICH – solltet ihr unbedingt einmal einen Blick hinein werfen.


Ein Jahr Erfahrung mit der EFOY Brennstoffzelle im Wohnmobil

Die EFOY Brennstoffzelle ist meines Wissens derzeit die einzige Brennstoffzelle für den Wohnmobilmarkt. Die Technik ist seit Jahren ausgreift, nicht gerade billig, wir haben sie nun seit einem Jahr im Einsatz und fassen hier unserer Erfahrungen für euch zusammen.

EFOY Brennstoffzelle von SFC:

Die EFOY COMFORT produziert den Strom aus dem Betriebsstoff in der Tankpatrone, ergänzt um Sauerstoff aus der Luft.
Dabei entsteht neben Strom lediglich Abwärme und Wasserdampf 
mit etwas Kohlenstoffdioxid. Das ist außergewöhnlich umweltfreundlich.

Unser Anspruch war: Immer ohne Landstrom unterwegs und sich nicht einschränken müssen.
Nur mit Solar alleine geht das nicht. Mit eBike, TV und all unserem technischen Spielzeug klappt dies nur von März bis Ende September.

Wir haben getestet, ihr könnt gerne nachlesen: Ab Oktober 2017 an der Keltenwelt in der Wetterau, über den Winterurlaub in Ischgl, einem Trip in der Pfalz zum eBiken, der Roadtour in Schottland, einem reinen Stand-Urlaub in Plön, auf unserer Belgien Rundfahrt, im Winter bei der Tour der Weihnachtsmarkt.

Auf dem Dach des Wohnmobils haben wir mit 200 Watt Solarzellen installiert, im Bauch schlummert eine 200 Ah AGM Batterie. Man sollte meinen, dass das für den Campingbedarf langt.
Aber das stimmt nur bedingt. Im Hochsommer und auf unbeschatteten Stellplätzen kommen wir ohne zusätzlichen Landstrom aus. Während einer zwei wöchigen Standphase auf dem Campingplatz Vierer See in Plön, konnten wir das gut beobachten. Die Sonne brannte vom Himmel, die Batterie war meist zur Mittagszeit vollständig geladen.
Wenn, ja wenn wir nicht unsere eBikes laden mussten.
Zwei fette eBike-Akkus verschlingen gut die Hälfte unseres Batterievorrates. Wenn dann durch die Sonne nicht nach kommt, wird es für die AGM Batterie kritisch.
Das hatten wir schon im Frühjahr in der Pfalz erfahren, da stand die Sonne noch sehr flach und beschien die Solaranlage sehr schräg, die Ausbeute war dementsprechend gering. Und obwohl wir nicht eine Wolke am Himmel hatten, waren wir nach zwei Tagen am Ende der Batterieleistung.
Ok, wir hätten Strom sparen können, aber gerade das wollten wir in unserem Testjahr ganz bewusst nicht.
Auch den Motor laufen lassen, um Strom zu erzeugen oder eine Runde mit dem Wohnmobil fahren, gehören zu unseren no-go’s.

Via Bluetooth aufs Handy

Die EFOY ist als Brennstoffzelle jedem anderen Stromerzeuger weit überlegen. Nahezu geräuschlos arbeitet sie im Unterboden und nur nachts, wenn es absolut ruhig ist, konnte man manchmal ein Summen hören, wenn die Anlage arbeitet. Dieses Pumpgeräusch ist deutlicher zu hören, wenn die EFOY im Innenraum verbaut ist. Daher sucht euch einen Platz der weit genug weg vom Bett ist.
Tagsüber nahmen wir die EFOY überhaupt nicht wahr, obwohl sie in den ersten Wochen im Staukasten unserer Dinette arbeitete. Dann sind die Umweltgeräusche einfach viel lauter. Weit hinten im Unterboden hören wir sie nun gar nicht mehr.

Dabei sollte man
vielleicht erwähnen, dass die EFOY im Vergleich zu Benzin- oder Gasaggregaten ein
Wundergerät ist. Wer jemals in der Nähe es sogenannten Moppels übernachtet hat,
der kann verstehen, warum diese Geräte u.A. fürs Campen verboten werden müsste.
Noch Kilometer entfernt hat uns an einem See einmal ein Camper damit erfreut.
So gesehen ist die EFOY eine echte Wohltat.

Zu Bedienung:
Einmal einrichten, Automatik einschalten. Fertig. Läuft.
Einzig einen Blick auf den Methanolvorrat muss man immer mal wieder werfen, die
EFOY selbst brauchte uns nicht einmal in diesem Jahr. Sie lief absolut problemlos.
Auch den Bluetooth-Dongle, der eine Systemanzeige am Smartphone ermöglicht,
hätten wir uns sparen können. Denn nach einiger Zeit haben wir kaum noch
geschaut, was er überhaupt anzeigt. Einzig die Handy-Meldung: „Methanol
nachfüllen“ war einmal sehr praktisch. Aber auch das kann man durch
die normale Anzeige der EFOY erfahren.

Der Verbrauch:
Wir haben im gesamten Jahr 3 Kanister mit je 10 Liter Methanol verbraucht. Pro Kanister muss man etwa 45 Euro berappen.
Die Anlage schaltet unter einem gewissen Grenzwert der Batterie ein und erst wieder aus, wenn die Batterie wieder voll ist.
Dabei ist uns aufgefallen, dass eine Zeitsteuerung oder eine Kopplung mit der Solaranlage sinnvoll wäre:
Optimal wäre, wenn die EFOY erkennen würde, dass die Solaranlage die Batterie lädt und sich in dieser Zeit vornehm zurück hält.
Mehrfach lud unsere Solaranlage und die EFOY gleichzeitig die Batterie. Und die AGM-Batterie war so um 11 Uhr voll geladen, wenn die Sonne erst so richtig los legt.
Hätte die EFOY in dieser Zeit pausiert, hätte die Solaranlage bis zum Nachmittag die Batterie laden können. Und wenn das nicht gereicht hätte, hätte die EFOY sich wieder zuschalten können.
Hätte, hätte – ja, ich weiß, aber zumindest an dieser Stelle könnte das System optimiert werden.

Erstaunt hat uns auf jeden Fall, wie gut die Anlage am Ende des Jahres gearbeitet hat und wie wenig wir doch verbraucht hatten.

Vollständig autark dank Brennstoffzelle und Solar

Fazit:
Die EFOY ist einfach. Genial. Leise. Zuverlässig.
Wir hatten immer genug Strom für alle unsere Aufgaben.
Nicht ein einziges Mal mussten wir uns in diesem Jahr einschränken. Nicht einmal standen wir am Landstrom.
Irgendwann haben wir überhaupt keinen Blick mehr auf die Anzeige unseres Batteriemonitors geworfen. Strom war immer genug vorhanden.
Probleme hatten wir mehrfach mit der Bluetooth Verbindung, jedoch kann das auch an unseren nicht mehr ganz so neuen Handys liegen. Auf alle Fälle benötigt man die Bluetooth Steuerung nur selten und im Zweifel hat man ja die normale Schaltzentrale. Wir sind froh mit einer EFOY unterwegs zu sein und sind gespannt, wie lange sie so werkelt. Der Langzeittest wird es zeigen. Einige Leser berichten von tausenden Stunden, die die Anlage problemlos werkelte, bevor sie zur Überholung zum Hersteller musste. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre und werden euch weiter berichten.

Das könnte sie auch interessieren

An einem trüben Novemberwochenende haben wir testweise eine EFOY 140 in unseren großen Unterboden gestellt und kurzerhand provisorisch angeschlossen.  Über den Tag haben wir 40 ...
Schon vor einigen Wochen haben wir die EFOY Brennstoffzelle erstmals ausprobiert, nun haben wir sie fest eingebaut. Strom erzeugen war bei uns bislang nur möglich, ...
Unsere EFOY gibt es nun auch beim Caravan Salon Club. Zumindest habe ich für die Kollegen dort einmal zusammengetragen, was wir an einer Brennstoffzelle  gut ...

Vorschau statt Rückblick

Auf jedem zweiten Blog gibt es derzeit einen Jahresrückblick:
Das nervt fürchterlich. Uns interessiert viel eher euer Ausblick:
Wo gehts bei euch hin? Was wollt ihr sehen und erleben?

CMT Stuttgart

Hymer Van S 520

Wir werden als nächstes bei der CMT in Stuttgart aufschlagen.
Die Urlaubsmesse bringt uns neben den Neuheiten der Campingbranche auch die Möglichkeit sich über Urlaubsländer zu informieren.
2019 steht bei uns Rumänien an und so treffen wir uns mit Anca Stanciu von Burgreisen, um uns auf Rumänien vorzubereiten.

Ski foarn

Skifahren steht auch auf dem Programm, wobei wir den Trip am nächsten Wochenende aus gesundheitlichen Gründen gecancelt haben. Aber der Winter ist lang und ob es dann wieder Ischgl, Stubai oder Leogang wird, werden wir spontan entscheiden.

Ischgl – perfekter Skitag

Auf jeden Fall kommt im Frühjahr eine Fahrt in die Pfalz oder an den Schwarzwald. Dank der eBikes sind wir wieder in der Lage auch lange Radtouren zu packen und die Erfahrungen in der Pfalz lassen uns gutes Wetter freuen, um endlich los zu fahren. (Kennt ihr unseren Pfalzbericht dazu?)

eBike Tour

Dank EFOY und Solaranlage können wir frei stehen, auch wenn die Sonne noch nicht so hoch am Himmel steht und kräftig Strom liefert: Die Akkus der eBikes sind stets voll geladen.

hoch hinaus mit den eBilkes in der Pfalz

Rumänien

Dann kommt unser großer Urlaub: Dreieinhalb lange Wochen Rumänien.
Was uns da wohl erwarten wird? Wir wissen es nicht, aber nach allem, was wir lesen und uns anschauen wird es großartig.

Caravan Salon Düsseldorf

Kurz danach ist schon der Caravan Salon mit all seinen Highlights und dem größten Stellplatz Deutschlands. Eigentlich braucht man gar nicht in die Messe gehen, alleine ein Rundgang auf dem Stellplatz am Abend reicht. Ins Gespräch kommen, bewohnte(!) Wohnmobile von innen bestaunen und von den Erfahrungen der Besitzer lernen. Das bringt oft mehr, wie jedes Verkaufsgespräch und Hochglanzprospekt auf der Messe.

Schweden, Polen, oder…

Im Sommer kommt vielleicht ein zwei Wochen Trip nach Schweden dazu.
Oder aber nach Polen. Oder aber…
Ach das lassen wir einfach wieder passieren. So kommen immer die erstaunlichsten Wohnmobiltrips zustande.

Im Herbst haben wir dann im Oktober sicher noch eine sportliche Woche vor uns. Belgien war letztes Jahr das Ziel, mal sehen, vielleicht geht es in diesem Jahr eher eine Woche an die Nordsee. Den Wellen zuschauen, den Wind um die Nase wehen lassen und den Wolken beim Ziehen zusehen.

Nordseeluft schnuppern

Oder aber nach Italien oder Frankreich. Maßgeblich richten wir uns da nach dem Wetter. Das ist ja das schöne am ‚Reise‘-Mobil.

Was plant ihr?
Wo geht es hin?

Schreibt uns – wir würden gerne in Gedanken mit euch reisen!

Das könnte sie auch interessieren

Wir zeigen euch die schönsten Wohnmobilziele:  In den nächsten Wochen und Monaten werden wir hier nach und nach ergänzen: Aus einigen hundert schönen Plätzen haben ...
Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Carcassonne Frankreich – Languedoc Der Inbegriff einer Ritterburg steht in Frankreich, zwischen Toulouse und Narbonne inmitten sanfter Hügel. Seit Hunderten von Jahren ...
Unser Wohnmobil Urlaubs-Tip: Kullaberg Schweden – Kullen-Halbinsel Kullen ist eine Halbinsel oberhalb Helsingborgs an der Westküste Schwedens.  Die Region war schon zur Kaiserzeit in Deutschland ...

Wohnmobil, Reiseberichte, Produkttests, Selbermachen,