Caravan Salon Düsseldorf 2015: Camper sind ein eigenwilliges Völkchen

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich Camper sind. Gestern erst standen wir in völliger Einsamkeit am See in Schweden, heute unter zig tausenden von Wohnmobilen in Düsseldorf, direkt unter der Einflugschneise in Düsseldorf.
Der Lärm weckt uns um 6 Uhr morgens, spätestens um 7 Uhr halte ich es im Bett nicht mehr aus. Ich will wieder in meinen Wald in Schweden!!!

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Mich würde ein Luftbild des Caravan Centers interessieren: Geschätzt 2.000 – 5.000 Wohnmobile stehen um die Messe Düsseldorf und natürlich drängen sich die meisten um das Festzelt des Caravan Centers.

Am Abend gab es Lifemusik im Festzelt, überall schlenderten die Menschen durch die Reihen mit den Wohnmobilen.
Etliche protzen mit einer Lightshow am Wohnmobil, mit Unterbodenbeleuchtung und LEDs an allen Ecken. Tischgruppen und kleine Partys.

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Ein Blick auf die Parkplatzkarte, die jeder haben muss, zeigt: die allermeisten bleiben die ganze Woche hier.
Wir erkennen schnell: Das ist die eigentliche Messe!
Man sieht die neusten Modelle in Benutzung, Ein- und Ausbaudetails und kommt ganz rasch mit den Besitzern ins Gespräch.
Erstaunlich, wie gut das funktioniert. Unabhängig, ob man ganz jung oder ganz alt anspricht: Jeder hat eine spannende Geschichte oder Anekdote auf Lager, ein Reiseerlebnis oder ein tolles Reiseziel.
Jeder meckert über irgendeinen Hersteller, ein Tool oder Bauteil. Und noch besser: viele haben praktische Ideen und Verbesserungsvorschläge.

Hier spielt die Musik (im Sinne des Wortes bis 00.30 h) und man kann sich viele Anregungen holen.
Die Nacht ist kurz, und als wir am Morgen aus dem Wohnmobil treten, sind wir nicht allein. Wir sollen eine Stunde vor Eröffnung begrüsst werden und so wundern wir uns nur kurz, dass aus all unseren Nachbarwohnmobilen gut gekleidete Herren im Anzug treten und mit uns zur Bushaltestelle laufen: Klar das sind die Berater und Händler und auch mit denen kommen wir dank unseres Presseausweises schnell ins Gespräch:

Manche müssen die ganze Woche dort übernachten, andere wollen. Präsentieren somit gleich die Flotte oder lernen selbst das Wohnmobil kennen.
Die attraktivsten Plätze an den Hauptlaufwegen sind dementsprechend hart umkämpft: Sehen und gesehen werden ist das Motto.

Auf dem Weg zum Bus kommen uns hunderte von Wohnmobilisten im Bademantel entgegen und wir wundern uns schon sehr, warum die nicht ihre Dusche im eigenen Wohnmobil benutzen, bis uns klar wird, dass die Wohnmobile so extrem eng stehen und in dieser Woche wahrscheinlich gar keine Chance besteht, zu ent- und versorgen.
Womit die erste Geschäftsidee geboren ist: Ein mobiler Ver- und Entsorger.
Gegen Gebühr saugt er das Ab- und Grauwasser ab und füllt das Brauchwasser auf. Für 10 Euro pro Mobil. Pro Reihe bei 10 Mobilen, 200 Mobile schafft er vielleicht – sind das 2000 Euro pro Tag. Nette Idee.

 

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