Tour de Weihnachtsmarkt: Michelstadt

Der Michelstädter Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten der ganzen Region und es trifft sich oft der ganze Odenwald in den wunderschönen kleinen Gassen mit ihren vielen Fachwerkhäusern.

Es ist so voll, dass wir nun jahrelange mit dem Vorsatz schwanger gegangen sind, Michelstadt zu besuchen und am Ende dann doch nicht gefahren sind. Im vergangenen Jahr waren wir im Sommer einmal in Michelstadt und kannten daher schon den Stellplatz vor den Toren der Altstadt. Nicht schön, aber für ein, zwei Nächte ausreichend.

Wir kommen am Freitagnachmittag am Stellplatz an und natürlich sind die Parkplätze durch PKWs belegt. Doch der Parkplatz ist sehr groß und wir finden rasch einen guten Stellplatz. Zwar ohne Strom, aber für ein, zwei Nächte reicht der Batteriestrom ohne Solarladung auch im Winter.

Noch kurz versorgt und in den Supermärkten die Vorräte ergänzt, dann stürzen wir uns ins Gewimmel!

Von wegen Gewimmel: In den ersten Gassen finden sich kaum Menschen und wir fragen uns schon,ob der Weihnachtsmarkt ausgefallen ist oder in diesem Jahr später anfängt. Aber es ist das zweite Adventwochenende und das Wetter ist noch dazu nicht schlecht. Am Mittag regnete es einmal kurz und die Vorhersage ist erst für den Samstag gut. Vielleicht der Grund, warum so wenig los ist.

Am Marktplatz sind dann doch ein paar wenige Menschen unterwegs und wir genießen es, dass überall Raum ist und wir an jeden Stand heran kommen und uns mit den Verkäufern unterhalten können.

Das berühmte historische Rathaus und den Marktplatz hat man besonders herausgeputzt und der Glühwein schmeckt in den Gassen bei gerade einmal  Null Grad sehr gut.


Besonders gefallen hat uns ein großzügiger Hof am Rande. Im Keller gibt es im Warmen einige Stände und Handwerker – so kann man sich kurz aufwärmen. Stundenlang könnte ich den jungen Schnitzern , Tischlern und Edelsteinschleifern bei ihrer Arbeit zuschauen.

Das Getümmel bleibt auch später aus. Wir haben viel Spaß bei einigen Kunsthandwerkern und ihren Tonfiguren:

Immer wieder entdecken wir ‚die nächste Gasse‘ und wieder einen kleinen Laden mit sehenswertem Angebot. Das ist hier wirklich besonders. Kein Touristennepp, viel Handwerk. Und Nützliches, wie Unnützes – aber um so schöner anzusehen.

Der Hunger treibt uns dann noch in einer Seitengasse in einen halbwegs warmen, überdachten Hof.
Allerlei Speißen werden direkt vor Ort zubereitet, für den Vegetarier gibt es gebackene Champions mit viel Knoblauchsauce. Für die bessere Hälfte eine Suppe aus der Garküche. Herrlich.

Einige Glühwein später finden wir uns auf dem Stellplatz wieder und verbringen eine gute Nacht  – nachdem die Dorfjugend noch einige Runden gedreht hatte.

Michelstadt ist eine echte Weihnachtsmarktempfehlung – unbedingt anschauen!

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