Kroatien im Oktober: Pula

Spannend sollte es in Pula für uns werden.
Die Stadt ist mittlerweile nicht mehr sehr wohnmobilfreundlich und wir wissen schon aus Erzählungen des Sommers, dass es viele neue Einschränkungen gibt.
Nach Pula sind wir in den vielen Jahren, die wir schon nach Jugoslawien bzw. Kroatien fahren, immer gerne gefahren.
Das römische Amphitheater und die lange Geschichte sind immer wieder inspirierend. Spätestens nach dem Lesen eines Historienromans, wächst der Wunsch sich wieder in Vergangenheit zurück zu versetzen.
Egal, ob in Split der Diokletianpalast, in Pula das Amphitheater oder natürlich Rom. Kaum zu glauben, dass man vor einem Gebäude steht, das 2000 Jahre und älter ist. Immer wenn ich dann die Hand an einen der Steine lege und mir vorstelle, dass diesen Stein ein Baumeister vor tausenden Jahren bearbeitet hat, berührt mich das.

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Dass Pula mehr zu bieten hat, als das Amphitheater zeigt die belebte Einkaufstraße mit vielen hochpreisigen Läden – auch hier hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Die kleinen stillen Plätze, Läden und Gassen gibt es schon lange nicht mehr. Jetzt im Oktober ist es zwar deutlich ruhiger, aber leer ist es nicht.

Schaut euch unser Video an, dann bekommt ihr einen überraschenden Eindruck über die Einkaufsmeile.

Über der Altstadt drohnt das Fort von Pula.
Aber um es deutlich zu sagen: Außer für den Ausblick lohnt es sich nur für Menschen, die den Nationalstolz der Kroaten verstehen wollen. Lohnend ist der Eintritt unseres Erachtens nicht.
Zur Park und Stellplatzsituation:
Bis 2016 konnte man auf dem Parkplatz vor dem Amphitheater mit dem Wohnmobil übernachten. Das ist nicht mehr erlaubt. Zwar berichtete uns ein Pärchen, das die Nacht dort stand, dass sie nicht gestört wurden und die anwesenden Parkwächter auch nichts sagten, aber Schilder, die sie erst am Morgen entdeckten, waren eindeutig: Wohnmobile nicht länger erlaubt.
Dafür gibt es am Hafenbecken Parkstreifen für Wohnmobile und Busse. Aber auch hier zahlt man zwar für einen ganzen Tag (24h) , darf aber nicht übernachten! Noch dazu ist es sowohl am Parkplatz des Amphitheaters als auch am Hafen sehr laut!
Daher fuhren wir zuerst zum Campingplatz Stoja auf einer vorgelagerten Insel. Für einen Besuch, noch dazu, wenn man Fahrräder dabei hat, keine schlechte Wahl.

Wir haben es anders gemacht – das ist der Vorteil, wenn man im Oktober unterwegs ist: Übernachtet haben wir in Fazana:
Zwar ist es dort auch nicht erlaubt, aber so menschenleer, dass wir um diese Jahreszeit niemand störten.

Am Morgen haben wir uns dann einen Platz auf dem Wohnmobilparkplatz am Hafen gesucht:

Aufgepasst: Die Automaten nehmen nur MÜNZEN!!
Und 100 Kuna in Münzen hat man nicht so einfach dabei. Daher bin ich mit dem Rad zum Amphitheater, konnte dort auch nicht bezahlen – da der Automat dort für diesen Bereich am Hafen nicht berechtigt ist. Die Parkwächterin hat aber einen Kollegen angerufen, der uns nach einer halben Stunde besuchte. Bei diesem konnten wir mit einem Schein bezahlen – aber leider auch nicht mit Kreditkarte.
Das ist alles ziemlich hinterwäldlerisch. Per SMS kann man die Parkgebühr nur mit einer kroatischen SIM-Karte bezahlen.
Da lob ich mir Schweden, wo wir regelmäßig Stellplätze per APP bezahlten. Einfach und bequem.

Die Parkplatzsituation war übrigens im Oktober genauso chaotisch, wie im Sommer. Zwar findet man mit dem PKW gute Parkplätze, aber mit dem Wohnmobil, sogar mit einem 6-Meter Wohnmobil, fast unmöglich. Daher ist es eine gute Überlegung, mit dem Rad oder Bus nach Pula zu fahren, sollten die Stellplätze am Hafen alle belegt sein.

 

 

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