Bastelei: LED – Außenbeleuchtung / Markisenbeleuchtung

(überarbeitet 2018)

Die Idee ist nicht neu und sie ist nicht von mir. Erstmals davon gelesen habe ich davon in den Weiten des Webs. Dort wurde beschrieben, dass man ein „LED-Band“ benötigt. Danach gegoogelt und resigniert das Projekt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben: Die schiere Masse an Angeboten hatte mich erschlagen. Welche soll man nehmen? Reinweiß, gelblich, bläulich? Mit 300 LED oder 60 LED pro Meter? Wasserfest oder nicht?
Wahrscheinlich ist es völlig egal, ob man es bei einem deutschen Händler kauft, bei Amazon oder eBay. Hergestellt wird wahrscheinlich irgendwo in China und das in einem einzigen Werk.

Wiederaufgenommen hatte ich das Thema, als sich Peter Pan bei mir meldete. Ein Fingerzeig des Himmels sozusagen!
Peter Pan berichtete mir in seiner eMail von seinen Umbauten an seinem Euramobil Profila 580 LS und wir fanden einige Gemeinsamkeiten, aber auch Basteleien, die der eine, dem anderen voraus war. Und so hatte Peter Pan schon eine Markisenbeleuchtung und konnte mir auch seine Lieferquellen nennen.

Gekauft habe ich nun: „5m LED Stripe“ wasserdicht.
Der Preis 28 Euro. Dazu noch ein Dimmer mit Fernbedienung „SMD LED Strip Funk RF Dimmer Regler 12V + Fernbedienung“. Auch hier habe ich den günstigsten Anbieter genommen, da das Produkt augenscheinlich überall gleich ist und ein Preisunterschied von 150% (!) nicht gerechtfertigt sein dürfte. 8 Euro. Macht 28 Euro und noch ein wenig Restkabel, dass von irgendeinem Projekt noch herum lag.

Leider wurde es dann draußen erst einmal kalt und nass, so dass ich die Bastelei nicht gleich durchführen konnte. Die Temperaturen pendelten sich unter 10 Grad ein, zu wenig, wenn man etwas kleben möchte. Die LED-Stripes werden mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt (schon vorgefertigt) – dementsprechend sollten es schon 15 Grad sein, damit das dauerhaft hält!

Am Wochenende war es dann soweit, der Winter machte Pause und die Temperatur war mit angenehmen 15 Grad ideal für die Außenarbeiten. Frisch ans Werk.

Als erstes die Schiene, mit der die Markise am Wohnmobil befestigt ist, mit Aceton gereinigt, um Dreck- und Fettfrei arbeiten zu können. Da die kalte Schiene sofort Luftfeuchtigkeit anzog, habe ich die Schiene mit einem Heißluftfön erwärmt, bevor ich zu kleben begann. Meter um Meter nun die LED-Stripes aufkleben, zwischendurch immer die Schiene wieder erwärmt.


Wie immer kommt nun der aufregendste Teil, der jedem Wohnmobilbesitzer die Schweißperlen auf die Stirn zaubert: Löcher bohren in die Außenhaut! Der Horror schlechthin: Ist es hinterher auch dicht. Die Berichte über nasse Wohnraumzellen, die man dutzendweise gelesen hat, schießen einem durchs Hirn. Jedoch hat das Euramobil einen entscheidenden Vorteil: Die Wände sind holzfrei! Auch wenn Wasser eindringt, bedeutet das noch nicht das Ende! Außerdem sollte man nun sorgfältig arbeiten, dann dürfte das Wasser keine Chance haben. Ich bohre das Loch am linken Rand der Markise, unterhalb der Halterung und ein paar Zentimeter vom Rand entfernt, so dass ablaufendes Wasser vom Dach oder der Markise, automatisch am Loch vorbei läuft. Mit dem Einführen des Kabels spritze ich schon Dichtmaterial (Dekalin Dichtmasse) in das Loch, so ist das Dichtmaterial nicht nur außen, um das Loch, sondern auch schon an den Rändern. Das Kabel mit dem LED-Stripe verlöten, Schrumpfschlauch um die Lötstelle gibt zusätzlich Sicherheit und das ganze großzügig mit Dichtmaterial absichern.

Die Außenarbeiten sind damit beendet und es geht nach innen.

Das Loch von außen kommt im oberen Küchenschrank heraus. Also vor dem Bohren unbedingt ganz sicher sein, wo das Loch herauskommen wird! Es wäre zu blöde, wenn das Kabel außerhalb des Schrankes herauskommt und man nun mühsam das Kabel verlegen muß. Abgesehen davon sieht das unprofessionell aus!


Der Rest ist einfach. Die Kabelkanäle in den Oberschränken öffnen und ein 12V Kabel auswählen. Bei mir befinden sich dort zwei 12V Kabel. Eins führt zur 12V-Steckdose, das andere zu Küchenleuchte. Ich wähle dieses und zapfe dort die 12V-Leitung an. Auf die Polung achten, sonst könnten die LEDs oder der Dimmer Schaden nehmen.

Den Dimmer/Funkempfänger positioniere ich oberhalb des Loches. Anschließen, noch einmal die Verkabelung kontrollieren. Mittlerweile ist es dunkel geworden und so wird das erste Einschalten zum Event:

Überraschend viel Licht für eine Außenlampe und die Fernbedienung schaltet auch noch aus einer Entfernung von gut 50 Metern. Hoffentlich haben nicht zu viele diese Fernbedienung oder sie ist kodiert. Wird lustig, wenn wir auf einem Stellplatz oder Campingplatz von anderen die Lampen angeschaltet bekommen – oder umgekehrt 🙂

Die Dimmerfunktion funktioniert auch tadellos. Mit der dunkelsten Einstellung (die Kamera hat die gleichen Einstellungen!) wird deutlich, WIE hell die LEDs in der hellsten Einstellung sind!

Danke Peter Pan für die Unterstützung! Haben sie auch Tipps oder Ideen für mich, dann schreiben sie mir.

*Dieser Artikel enthält Affiliate Links / Werbelinks zu verschiedenen Produkten

2 Gedanken zu „Bastelei: LED – Außenbeleuchtung / Markisenbeleuchtung“

  1. Eine ganz tolle Anleitung! Ich versuche das gerade nach zu bauen. Nur bei der Bohrung nach innen bin ich mir noch nicht so sicher. Hast du evtl. noch ein Detailfoto von der Bohrung?
    lg
    tom

    1. Nein, habe ich nicht. Ist aber auch keine große Sache. Nur halt genau messen, wo du herauskommst. Bei den neueren Markisen kann man auch innerhalb der Abdeckungen bohren. Ich wollte halt in meinem Küchenschrank landen, daher musste ich ca. 10 cm neben der Markise bohren. Das ganze später satt mit Dekalin ausspritzen. Viel Erfolg.

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