Preiscrash wegen Corona? Wie gehts weiter mit dem Camping?

Der Campingboom steht seit langem auf der Kippe. Bislang konnte er es trotzdem schaffen, jedes Jahr mehr Menschen zum Kauf eines Wohnmobils oder Wohnwagens zu bewegen.
Doch durch Corona wurden die Karten völlig neu gemischt und die Masse an zum Kauf angebotenen Wohnmobilen steigt rasant.
Wie wird es weiter gehen?
Crasht der Boom?
Sinken die Preise?
Oder wird die Corona Krise zum Katalysator eines noch größeren Booms, da Auslandsurlaub bis auf weiteres unmöglich sein werden und viele nicht ins Hotel gehen wollen. Abstand ist gefragt.
Wir von Womo.blog schildern euch unsere Sicht der Dinge, aber uns interessiert, wie ihr die Lage einschätzt.

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O-Ton: (Kompletter Text)

Es boomt im Camping Bereich jetzt seit über 10 Jahren und das ohne jede Unterbrechung
Die Preise von Wohnwagen und Wohnmobile gehen seit Jahren durch die Decke, selbst gebrauchte 20 Jahre alte Wohnwagen und Wohnmobile sind oft beim Preis nicht weit weg vom damaligen Kaufpreis
Und so kaufen manche alle paar Jahre ein neues Wohnmobil und verkaufen ihr altes quasi ohne Wertverlust und finanzieren auf diese Art weitgehend das neue Wohnmobil.
So ähnlich funktionierte in Amerika auch die Immobilienblase bis sie irgendwann platzte
zurück blieben ein Scherbenhaufen und viele zerbrochene Existenzen.
Wobei ich mich schon Frage woher dieser extreme Boom bei den Wohnmobilen mit seinen Auswüchsen kommt

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Ich bin Jürgen Rode von womo.blog
Mit meiner Frau Nadja blogge ich seit 2012, wir fahren seit weit über 30 Jahren mit dem Wohnmobil haben unseren ersten Kastenwagen 1990 selbst ausgebaut. Nadja sagt immer Wir haben schon Van live gemacht als das Wort dafür noch nicht mal erfunden war.
Im Beruf bin ich Wertpapier Spezialist und beschäftige mich seit Jahren mit dem auf und ab an den Börsen und und analysiere Trends und Entwicklung von Branchen Firmen und Ländern.
Bislang hatte das wenig mit unserem liebsten Hobby zu tun, aber seit 2 Jahren kommt mir die Preisentwicklung bei den Wohnmobilen und Wohnwagen immer mehr so vor als wären wir mitten in 1einer fetten Spekulationsblase.

Bislang kannten die Preise nur die Richtung nach oben und von Jahr zu Jahr wurden neue Verkaufsrekorde verkündet.
Das ist in diesem Frühjahr anders.
Ist das ein neuer Trend oder nur ein Ausreißer?
Heute schauen wir uns mal die Entwicklung bei den Neuwagenangeboten und Gebrauchtwagen an.
Es würde mich freuen, wenn ihr uns auf womo.blog besucht
Wir haben dort viele Reiseberichte Produktests und Bastelanleitungen für euch.
Natürlich wäre es Klasse, wenn ihr unseren youtube Kanal abonnieren würdet, uns ein like gebt oder hier unter den Kommentaren mit uns diskutiert. Denn heute hört ihr meine Meinung, vielleicht habt ihr ja eine ganz andere.
Worum geht es mir heute?
Waren Camper früher eher Exoten und wurden nicht selten belächelt hat sich das Bild das Campers völlig verändert
Ich kann mich noch ziemlich gut erinnern, dass auf eher schlechten Fernsehsendern ganz üble Berichte und ganze Serien über die in Jogginghosen und Feinripp Unterwäsche daher kommenden Camper ein Bild in der Öffentlichkeit etablierte, das uns damals natürlich überhaupt nicht gefallen hat, ja angekotzt hat.
Oft wurde Camping Urlaub auch mit Arme-Leute-Urlaub gleichgesetzt.
Vielleicht stammt dieses Bild noch aus der Zeit als der normale Deutsche sich den Teutonengrill nur mit einem Zelt leisten konnte. Wobei das damals auch schon etwas ganz Besonderes war und für viele die erste Auslandserfahrung überhaupt. Doch einige Jahre später als viele schon wieder mehr verdienten, mussten es Fernreisen sein und später Flugreisen in die weite Welt und an die entlegensten Orte – das war und ist oft ein wichtiges Statussymbol.
Für Nadja und mich ist und war das Campen eine Lebensanschauung. Und selbstverständlich trafen wir früher auf Camping Plätzen Gleichgesinnte. Da stand dann oft ein dicker Mercedes des Bankdirektors vor einem einfachen Hauszelt. Hier ging es um Lebensgefühl und weniger um Statussymbole.
Spätestens mit dem Millennium kamen immer mehr Menschen auf die Idee in der Natur und in der Freiheit ihr Urlaubsglück zu suchen.
Wobei die einschlägige Werbung der Caravaning Branche der letzten 10 Jahre vor den Hauptnachrichten auch wieder ein völlig falsches Licht auf den Camping Urlaub vermittelt:
Caravaning – allein am See mit Lagerfeuer. WOW
Die Realität auf einem Campingplatz sieht völlig anders aus.
Aber sei’s drum: heute ist Camping, Dachzelt, Wohnmobil und wildcampen so begehrt, wie noch nie!
Alle Highlights dieser Welt schon besucht, sämtliche Länder schon gesehen, an allen Sehenswürdigkeiten trifft man Horden von Touristen und selten die erhoffte Ruhe und Stille, um sich zu besinnen.
Und wenn man dann schon alles gesehen hat dann muss man etwas Neues ausprobieren. Das sagte uns vor ein paar Jahren einmal ein Pärchen im Rentenalter auf dem Caravan Salon. Und auf der letzten CMT trafen wir bei den Luxuswohnmobilen die Eheleute, die gerade ihre Yacht im Mittelmeer verkauft hatten, weil sie schon jeden Hafen gesehen hatten.
Geld spielt für ganz viele nur noch eine untergeordnete Rolle.
Spätestens seit der Finanzkrise und dem Sinken der Zinsen unter 0, wollen viele ihre Ersparnisse gar nicht mehr anlegen oder der nächsten Generation vererben.
Viel wichtiger ist es die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen und etwas Besonderes zu erleben. Dass sie damit nur auch wieder dem Mainstream folgen ist vielen nicht bewusst oder sogar egal.

Kein Wunder also, dass es in den letzten Jahren stetig Steigerungen bei den Neuwagenangeboten gab und dazu die Preise ständig steigen.
Alles, was auf den Markt kam, war entweder schon vorher verkauft oder ging ganz schnell weg.
Bei den Gebrauchtwagen gibt es im Jahresverlauf zwar typische Schwankungen. Im Frühjahr steigen die Angebote und spätestens vor der Urlaubssaison wird alles gekauft, was noch irgendwie fährt.
In diesem Frühjahr fing es genauso an – aber jetzt steigen die Zahlen bei Neuwagen und Gebrauchtwagen.
Die Käufer bleiben aus – lassen sich Zeit. Warum heute ein Wohnmobil kaufen, wenn ich es vielleicht erst in einem Jahr nutzen kann?
Noch vor einem Jahr haben Menschen verzweifelt nach Wohnmobilen gesucht, die Hersteller kamen mit der Produktion kaum nach.
Vor einigen Jahren sprach ich einen Hersteller an, warum er nicht mit dem Bau eines neuen Werkes auf den Boom reagiert. Damals meinte er „Wer weiß ob dieser Boom noch lange trägt, lieber verlagern wir auf Subunternehmer oder schieben Überstunden“
Und diese Angst hat zu langen Wartezeiten bei den Käufern gesorgt, aber auch zu konstant hohen Preisen. Eigentlich keine schlechte Strategie: Das Gut knapp halten.
Nicht selten haben Käufer in Erwartung Ihres neuen Wohnmobils schon das alte Wohnmobil verkauft, nur um dann zu erfahren das das neue Wohnmobil nicht geliefert wird
und wir haben Menschen kennengelernt, die warteten über ein Jahr, einer sogar fast 2 Jahre auf ihr Wohnmobil.
Und grenzwertig der Fall von einem Paar, dem wenige Tage vor der Übergabe mitgeteilt wurde, dass ihr Wohnmobil viel später geliefert wird, man aber ein vergleichbares auf dem Hof stehen hätte, dass natürlich teurer war.
So hat das Paar dann das teure Wohnmobil gekauft, wobei ich mich schon Frage, ob diese Verkaufspraktiken nicht schon Methode sind.
Vor 2 Jahren habe ich begonnen die Angebote bei mobile.de zu durchforsten und die Zahl der Anzeigen in den einzelnen Typen sowohl bei den Neu- als auch bei den Gebrauchtwagen zu notieren.
Damals hat ein mir bekannter Reise-Autor, der sehr gut in der Szene vernetzt ist, schon die These gewagt, dass es nicht mehr lange dauern würde bis ein Preiscrash kommt.
Daraufhin habe ich bei einigen mir bekannten Wohnmobilhändlern die Handelspraxis der Hersteller hinterfragt und war nicht wenig erstaunt, als ich hören musste, dass viele Händler von ihrem Hersteller mehr oder minder Wohnmobile auf den Hof gestellt bekommen, auch wenn gar keine Nachfrage danach besteht.
Wer nicht mitmacht fliegt einfach aus der Lieferkette. Und da der Kampf unter den Händlern groß ist, macht jeder mit. Das hat mich sehr stark an die Automobilbranche vor 10-15 Jahren erinnert.
Damals haben irgendwann die finanzierenden Banken die Reißleine gezogen und nicht wenige, auch große Autohäuser verschwanden vom Markt.
Bei den Wohnmobilen und Wohnwagen funktioniert das System dank der immer weiter gestiegene Nachfrage bislang tadellos.
Die Frage ist, wie lang noch.
Spätestens seit Corona dürfte bei einigen Menschen das Geld nicht mehr so locker sitzen, viele Händler sitzen schon jetzt auf Wohnmobilen aus dem Vorjahr, Bestellungen wurden vielleicht schon storniert, und nicht zu vergessen die gesamte Vermietflotte, die normalerweise nach einer oder zwei Saisons verkauft wird, wird zur Zeit nicht genutzt. Die Händler verdienen nichts an ihren Vermietfahrzeugen und sollen am Ende der Saison schon wieder den nächsten Jahrgang von ihrem Herstellen beziehen. Die Verluste laufen permanent auf. Irgendwann werden die Banken unruhig werden.
Dass kann nicht lange gut gehen.
Wenn jetzt noch der Gebrauchtwagenmarkt nicht mehr so hohe Wiederverkaufspreise erzielt, wie es sich einige Verkäufer erwünscht haben, dann fehlen diesen die Gelder zur Finanzierung das neuen Wagens, denn das hatten sie schon fest eingeplant.
Das ist natürlich auch in den letzten Jahren manchmal passiert, denn immer wieder gibt es Unwägbarkeiten im Leben und egal ob durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod, manchmal trifft es einem aus heiterem Himmel und dann wird das Wohnmobil verkauft.
Doch in 2020 passiert, was irgendwann passieren musste.
Es trifft viele Menschen
Gleichzeitig,
unvorbereitet,
noch merkt man davon nicht viel und es bleibt zu hoffen das die Maßnahmen der Bundesregierung und der EZB eine echte Krise verhindern.
Noch dazu werden, sofern es Lockerungen gibt, die Camper als allererstes wieder auf die Campingplätze strömen und in der Hoffnung, dass man sich nicht zu nahe kommt
könnten sogar noch mehr Menschen denn je sich für einen Camping Urlaub entscheiden. Das würde vielleicht wieder ein Kaufargument werden und die Notverkäufe ausgleichen.
Aber wohin dann mit all diesen Menschen?
Noch dazu, wenn wir nicht ins Ausland fahren dürfen?
Werden die Campingplätze am Ende übervoll werden und so das Ideal Camping urlaub vielleicht zum Alptraum?
Diese Frage kann momentan niemand beantworten
vielleicht nehmen ja all diese potentiellen neuen Käufer die Auf den Markt geworfen Wohnmobile und Wohnwagen auf, ohne dass wir große Preisschwankungen sehen,
jedoch bin ich überzeugt, dass je länger diese Krise die Menschen in Bann halten wird, die Verwerfungen umso größer werden.
Für Schnäppchenjäger können die nächsten Wochen sehr interessant werden,
wobei ich nicht glaube, dass man dann ein Wohnmobil oder Wohnwagen weit unter Wert bekommen wird.
aber die Zeit der völlig überteuerten, uralt Mobile dürfte erst einmal vorbei sein
und wer nicht auf seinen Wunschwohnmobil beharrt, dürfte mit etwas Verhandlunggeschickt beim Händler um die Ecke gute Karten haben.

Zum Ende noch ein Tipp vom Verhandlungsprofi:
fragt wenn ihr quasi schon fertig seid mit der Preisverhandlung noch einmal nach:
Und zwar wörtlich mit diesem Satz:
„Da muss doch noch etwas drin sein“
und sollte der Händler jetzt Fragen, an was ihr denkt, dann auf keinen Fall antworten.
Denn wer sich jetzt zuerst bewegt verliert.
Ich würde dann zurück fragen „Was stellen sie sich denn vor“
und ob ihr es glaubt oder nicht, Professor Hermann aus München hat das mal in einer Studie nachgewiesen, der Händler ist dann meist noch bereit mehr zu geben, als ihr selbst erwartet habt.
Ob das dann Geld ist oder noch ein Goodie – Egal.
Probiert es einfach mal aus,
es kostet euch ja nichts, außer Überwindung.
Im Zweifel gibts halt nichts obendrein.
Aber ihr könnt mal meine Nadja fragen, die von dieser Taktik fürchterlich angenervt ist: Jedoch haben wir so schon etliches noch herausgeholt.
Jetzt würde es mich interessieren was ihr denkt – lasst uns diskutieren.
Wie entwickelt sich das Ganze?

Bricht der Markt ein
oder zumindest die Gebrauchtwagenpreise?
Wie entwickelt sich das Campen überhaupt nach Corona?
Werden wir auf übervolle Campingplätze stoßen?
Ohne Reservierung nirgendswo mehr unterkommen?
Oder löst sich das mit dem Abflauen der Corona Krise alles irgendwann in Wohlgefallen auf, weil noch Menschen campen wollen?
Es wäre schön, wenn ihr mir in die Kommentare eure Meinung reinschreibt, ihr könnt auch gerne eine Email an Womo.blog schreiben.
In einem der nächsten Blogs auf Womo.blog werden wir dann bestimmt darauf eingehen, vielleicht machen wir daraus auch einen weiteren Clip hier auf YouTube, wo wir eure Anmerkungen oder Fragen oder auch Hinweise zum Besten geben werden.

Bis zum nächsten Mal.

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11 Antworten

  1. Hallo,
    ich teile Deine Befürchtung, dass am Ende der Pandemie-Einschränkungen die verfügbaren Plätze übervoll sein werden und nur noch mit Reservierung für mehrere Tage Platz sein wird. Die Überlebenden Camping- und Stellplatzbetreiber werden versuchen das Maximum raus zupressen um zu überleben. Freies Fahren über Land und da und dort eine Nacht stehen zu bleiben wird’s nicht mehr geben. Wo Stellplätze dicht machen mussten, wird’s auch keine Ver- und Entsorgung mehr geben. Chemieklos werden in die Landschaft entsorgt. Die „Versauung“ der womo-Fahrer wird steigen.
    Bezüglich der Preisentwicklung glaube ich auch, dass sich die Mondpreise erledigen werden. Es werden wenige Händler überleben, die verbleibenden müssen ihre Lagerware losschlagen und das sicher zu allen Preisen weil die Hersteller mit den neuen Modellen schon wieder vor der Türe stehen. Und wenn ein Händler nichts abnimmt, fliegt er raus.

    Zusammen: mehr Camper, günstigere Preise und damit mittel- bis langfristig vielleicht wieder eine Normalisierung.

  2. Hallo,
    zu deinem Bericht Preiscrash bei Wohnmobilen. Es gibt mehrere Gründe eines Verkaufsrückgangs bei (nicht nur) Wohnmobilen. Die Corona-Krise ist nur der Anfang. Durch die Nullzins-Politik wird ein Großteil der Banken ins wanken kommen, d.h. die Banken werden auf die Rückzahlung der lfd. Kredite bestehen. Die Pleiten sind dann nicht mehr zu stoppen.

    V G
    Heinz

  3. Hallo ich sehe das nicht so eng. Früher bin ich im Urlaub um die ganze Welt geflogen und hatte Spaß mit Rundumversorgung im Urlaub. Jetzt mit zunehmenden Alter brauche ich die Nähe zu guter schneller ärztlicher Versorgung und möchte meinen Hund dabei haben. Also habe ich mir ein größeres Wohnmobil gekauft. Ich denke denke der Preis war vor 3 Jahren OK. Natürlich sind die Preise für Womos angestiegen das liegt aber doch auch an der Nachfrage ja und die Campingplatzbetreiber wollen mehr Geld. Wollen wir nicht immer mehr Luxus ( Strom,Wasser,Abwasser grau/ schwarz WLan Brötchen und Zeitung morgens am Womo usw.usw.) Nur zur Anmerkung habe ich schon vor 3 Jahren an der Cote d Azur 68,00€ pro Tag ohne Luxus gezahlt. Dennoch habe ich große Freude daran nach Corona wieder durch die schönsten Landschaften Europas zu fahren und nicht nur aber auch am Strand zu liegen. Ich denke bei noch mehr Womos werden die Tourismusbüros auch mehr Stellplätze zur Verfügung stellen. Hier sollten die jeweiligen Verbände noch enger zusammenarbeiten . Wenn die Stellplätze nur noch auf 3Tage beschränkt sind kann ich auch damit leben, ich bin doch mobil. Um längeren Urlaub an der selben Stelle zu machen gibt es Gartenpazellen . Es ist doch super wenn alle die es möchten auf guten Stellplätzen sein können und nicht nur Dauercamper mit aufgebauten Gartenanlagen und Wein und Bierbars. Bis dann ich freue mich Euch unterwegs zu Treffen

  4. Ich möchte meine Einschätzung von früher wiederholen: Ich gehe davon aus, dass ein Käufermarkt entstehen wird – nicht nur bei Wohnmobilen, auch bei anderen Produkten, die für den täglichen Bedarf nicht unbedingt notwendig sind. Heute bin ich in unserem Wohnort in der Schweiz an einem Kleidergeschäft vorbei spaziert. Es darf nächste Woche wieder öffnen, aber das gesamte Sortiment wird im Schaufenster seit heute mit 20% Rabatt angeboten. Das Möbelhaus Schweigert in unserer Nähe in Maulburg, Deutschland, offerierte vor ein paar Tagen 10% Corona-Rabatt (sie nennen es tatsächlich wörtlich „Corona-Rabatt“). Kluge Verkäufer offerieren schon jetzt Rabatte, die dummen bleiben auf ihren Artikeln sitzen.
    Ähnliches wird höchstwahrscheinlich auch bei WoMo’s passieren (müssen), wenn wohl auch mit ein paar Monaten Verzögerung. Wer kauft denn angesichts dieser sich immer schlimmer öffnenden Wirtschaftskrise noch ein WoMo? Vielleicht schon, aber dann nur zu deutlich reduzierten Preisen. Ich befürchte, dass Händler sogar unter dem Kaufpreis verkaufen werden müssen, um ihre laufenden Kosten decken zu können. Ähnlich düster könnte es für WoMo-Besitzer werden, die kein genügendes Einkommen mehr haben und ebenfalls unter einem angemessenen Preis verkaufen werden müssen. Diese Krise wird für viele sehr bitter werden. Vielen Dank an China und seine grausamen, tierquälerischen Tiermärkte (glaube eher weniger an die Labortheorie)!

  5. Des einen Freud ist des anderen Leid…
    Ich warte auf ein Schnäppchen. Scheidungshaus oder AloWomo, ist im Prinzip beides gleich.
    Hat natürlich ein Geschmäckle.
    Wenn der Verkauf einer Familie jedoch über das Jahr helfen kann, tue ich noch ein gutes Werk.
    Urlaub und Freizeitvergnügen stehen ganz hinten an, wenn Rechnungen und Mieten nicht mehr bezahlt werden können. Insofern rechne ich schon mit einem guten Angebot auf dem Gebrauchtmarkt …aber auch die Händler kommen nun extrem unter Verkaufsdruck.
    Goldene Zeiten, zumindest für mich.
    Aufrichtiges Bedauern an alle, die nun in eine schwierige Situation kommen.

  6. Mein Mitleid mit den Händlern hält sich in Grenzen, da sie ein paar aussergewöhnlich gute Jahre erleben durften. Natürlich zum Nachteil der Käufer, die immer wieder drauf legen mussten. Das Blatt scheint sich nun zu wenden. Jetzt dürfen potentielle Käufer einen Preiszerfall erwarten . Kaufinteressierte sollten einfach geduldig beobachten und abwarten. Möglicherweise Monate, so richtig geht es wohl erst nächstes Jahr los. Private, die nun zum Verkauf gezwungen werden tun mir hingegen sehr leid. Sie haben vielfach zu hohe Preise bezahlt, und es wird auf ihrem Rücken korrigiert werden.

  7. Hallo Jürgen. Gratuliere zu deinem tollen Beitrag auf YouTube. Hat ja ein Riesenecho gekriegt, und es wird sich sicher noch vergrössern! Nur wenige der Antwortenden auf deinen Vlog versuchen einen weiter andauernden Boom herbei zu schwören. Das ist halt auch ziemlich unwahrscheinlich, und so beobachte ich mit Interesse die Preisentwicklung. Wollte eigentlich erst auf meine Pensionierung in gut drei Jahren hin kaufen, aber möglicherweise entwickeln sich gute Gelegenheiten in den nächsten Monaten oder nächstes Jahr.

  8. Hallo, habe den Beitrag mit Interesse gehört, vermutlich fallen wir fast alle in ein Loch. Die Wirtschaft wird sich sicherlich erst ab 2023 erholen. Es gibt hierbei wohl mehr Verlierer wie Gewinner. Also mit einem WOMO Kauf würde ich auch die Marktlage sondieren und noch abwarten.
    Wünsche allen eine gute Zeit.
    VG Michael

  9. Wenn ich mich umschaue, sehe ich sehr viele ältere Camper. Die haben schon ihr Geld verdient oder sind vielleicht schon in Rente. Diese Bevölkerungsschicht kauft nach meiner Meinung weiter. Wenn die Preise unter Druck geraten, dann erwarte ich das eher bei den preisgünstigeren Modellen oder den Van´s.
    Bei den hochpreisigen Modellen eher nicht.
    Vielleicht beflügelt Corona sogar den Markt ein wenig. Wohin kann man denn heute noch fliegen?
    Da bietet das Womo vielleicht eine Alternative.
    Wir sind schon fast 30 Jahre mit dem Womo unterwegs, haben jedoch auch immer wieder Urlaube auch in fernen Regionen gemacht. Heute scheuen wir lange Flugreisen. Da kommt das Womo wieder häufiger zum Einsatz.
    Vielleicht geht es auch anderen so?

    1. Ich respektiere deine Ansichten, glaube aber, dass die Menschen angesichts dieser Krise, deren Ausmass wir ja noch überhaupt nicht verstehen, Luxusgüter generell nur noch zurückhaltend kaufen. Das müsste sich auf die Preise im gesamten WoMo Segment auswirken, wo es sich ausschliesslich nicht um lebensnotwendige Güter handelt. Habe mal gelesen, dass die Verkäufe von WoMo’s ein guter Indikator der Wirtschaftslage seien. Bin deshalb auf die Entwicklung der WoMo-Preise gespannt. Der Goldpreis hat schon mal kräftig zugelegt. Auch der Schweizer Franken hat eine sehr hohe Nachfrage. Die Geschäfte in der Schweiz haben anfangs diese Woche wieder geöffnet, und ich sah heute praktisch nur Rabatte zwischen 10 und 50 Prozent. Man kann natürlich davon ausgehen, dass dies bloss kurzfristig sei.

  10. Ich sehe die Preisentwicklung bei Freizeitfahrzeugen (WoMo’s und WaWa’s) zwiegespalten:
    Derzeit steigt die Nachfrage nach „Camping“ noch gewaltig, da man zb im letzten Sommer eigentlich nur noch auf Camping-/WoMo-Stellplätzen sein Urlaubsglück finden konnte. – Und da „Corona“ mit all seinen einher gehenden Einschränkungen uns wohl noch bis mindestens Mitte/Ende 2021 begleiten dürfte, werden sich auch noch sehr viele Neulinge (die vielleicht bisher stets pauschal verreist waren), ein WoMo / einen WoWa zulegen…oftmals gebrauchte Fahrzeuge. – Goldene Zeit derzeit für alle, die ihr Gebrauchtfahrzeug verkaufen möchten.
    Natürlich nähert sich der Fahrzeugbestand im Vergleich zu den verfügbaren Stell-/Campingplätzen schon bald der absoluten Sättigung, so daß man dann eigentlich garnicht mehr weiß, wo man mit seinem Freizeitfahrzeug überhaupt noch nächtigen darf… Davon erzählt man den Käufer*Innen natürlich vor dem Kauf kein Sterbenswörtchen 😉 .
    Und Letzteres wird wohl bald schon zur Ernüchterung beim Camping- und Caravaning-Hype führen…und viele „vom Camping Enttäuschte“ werden ihre Fahrzeuge wieder verkaufen… vermutlich zu sehr viel niedrigeren Preisen, als sie dafür vor nur 1 Jahr bezahlt hatten. – Insofern erwarte ich eine Schwemme von „tollen Angeboten“ – teilweise zu Schleuderpreisen – vor Allem, wenn der Pauschaltourismus wieder hochgefahren wird. (Im Hotel oder Ferienhaus muß man auch nicht den Inhalt der „ekligen Chemietoilette“ entsorgen)
    Dies wird dann auch Auswirkungen auf die Preise der Neufahrzeuge beim Händler haben, weil ja jemand, der sich ein gutes Gebrauchtfahrzeug von Privat gekauft haben wird, sich dann kein Neufahrzeug vom Händler mehr kaufen wird… ergo… Auch die Neufahrzeugpreise rutschen in den Keller.
    Da wohl auch die Preise für Übernachtungen auf Stell- bzw Campingplätzen anziehen werden (1. wegen der höheren Nachfrage und 2. um die Verluste aus 2020 nachträglich zu decken), wird vielen das einstmals so günstig anmutende „Campingleben“ bald zu teuer… zumal die Pauschalreiseangebote auf die Familie gerechnet dann etwa gleichziehen… wodurch die „Vor-Corona-NichtCamper*Innen“ der Camperei schnell wieder den Rücken zukehren werden.
    Reisemobilisten werden langfristig von der Entwicklung profitieren, sofern die Infrastrukturen während des coronabedingten Camping-Booms fortbestehen bleiben.
    Bin sehr gespannt, wie Andere über meine Meinung denken.

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