Risiko Caravan Salon 2020

Es macht mich wirklich wütend: Die Macher des Caravan Salon haben sich mächtig Mühe gegeben, das Konzept überzeugt und wer ganz früh am Morgen in den Hallen unterwegs ist, sieht, wie aufwendig das alles ist. Überall wird geschrubbt, geputzt und die Maske getragen. Desinfektionsspender überall. Es laufen Zweierteams umher, die auf die Einhaltung der Regeln achten.

Solange genug Platz in den Gängen ist und nicht so viele Besucher in einer Halle, funktioniert das alles tadellos. Und insbesondere am Morgen, wenn auch alle Besucher noch konzentriert die Regeln einhalten, ist die Messe ein Traum: Man hat Zeit, sich sein Wunschwohnmobil in Ruhe anzuschauen, niemand drängt einen aus dem Wohnmobil. Alle sind geduldig.

Perfekt!


So wünsche ich mir jede Messe.
Als es gegen Mittag voller wird, bilden sich Schlangen vor den Wohnmobilen und spätestens zum Nachmittag läuft offenbar den Besuchern die Zeit davon.
Jetzt wird gedrängelt, Abstand ist ein Fremdwort. Man steht Schulter an Schulter in der Reihe an, dazwischen drängen sich tatsächlich Besucher hindurch.

Keine ordnenden Hand

Das Problem: Die Schlangen bilden sich von selbst.
Keine ordnenden Hand ist da.
Man steht quer zum Gang, statt in Reihe neben dem Wohnwagen oder Wohnmobil.
Eigentlich darf nur einer ins Wohnmobil – oder eine Familie.
Bei den Kastenwagen ist die Hecktür offen und plötzlich sind Leute hinten und vorne im Kastenwagen.
Unvernunft.
Die Händler und Hersteller tun, was sie können.

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Alle, wirklich alle laufen mit Maske herum. Auch in den Hinterzimmern konnte ich das beobachten. Man bemüht sich redlich – aber der tumben Masse kann man nur durch verpflichtende Ordnung entgegen treten.

Im Außengelände darf man die Maske abnehmen. Soweit so gut. Setzt man sich zum Essen hin, kommt die Bedienung und scannt meinen Ausweiß. Perfekt! So wissen die Verantwortlichen, wer wann zusammen saß. Die Tische werden nach jedem Besucher gereinigt. Super.

Nur blöde, dass in der Schlange vor der Frittenbude Abstand wieder ein Fremdwort ist. Keine Markierung am Boden, so stehen die Menschen wieder in 50 cm Abstand hinter und nebeneinander.

Da muss eindeutig nachgebessert werden.
Sonst verbreitet sich von hier der Virus ganz sicher aus.

Für mich war es der Grund, dass ich ganz schnell wieder gefahren bin.
Meine Wunschmobile am Morgen schnell aufgesucht, noch die Zubehörhalle durchforstet und dann nichts wie raus.

Sehr schade!
Dass die Unvernunft der Besucher am Ende allen den Spaß verdirbt, hatte ich nicht erwartet.

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4 Antworten

  1. Schade, aber war irgendwie zu erwarten. Warum sollte es auf einer Messe anders sein als im örtlichen Supermarkt? Wundert mich jedenfalls nicht und beweist warum Großveranstaltungen noch immer mit Auflagen verbunden werden oder ganz abgesagt werden. Es fehlt noch immer die Einsicht und wird wohl auch weiterhin so bleiben. Traurig. Andererseits, Willkommen neue „Normalität“.

  2. Ich habe es nicht anders erwartet und ich finde, so sehr ich allen Händlern ihren Erfolg gönne, die Messe hätte in dieser Zeit nicht stattfinden müssen. Die Hersteller, die nicht dort sind, haben auch tolle Ideen in Form von Roadshows oder auch Digitale Medien entwickelt, die Neuheiten der Masse näher zu bringen. Da aber viele Besucher glauben, nur auf dieser Messe die besten Angebote zu erhalten, kommt es zu den beschriebenen Szenen. Geiz ist geil und hebelt jegliche Vernunft aus. Schade.

  3. Danke für deine ausgiebige Berichterstattung. Ich war selbst vor Ort am 4. und 5.09. und kann deine Ausführungen nur bestätigen. Ich würde persönlich sogar noch schlimmer urteilen. Bin am 6. wieder nach Hause gefahren. Das wurde mir einfach zu gefährlich.

  4. Wie nicht anders zu erwarten
    Ich war zweimal in den letzten Jahren in Düsseldorf und wunderte mich über die Ankündigung für jeden Tag 20.000 Karten verkaufen zu wollen.
    Das kann nicht gutgehen.

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