Die Großen fressen die Kleinen – Camping Marktbericht 2026-01

Beim Geld und beim Sex wird am meisten gelogen – deshalb schauen wir uns für 2026 lieber die nackten Zahlen der Campingbranche an.
Während die Höfe der Händler vollstehen und das Vertrauen in die Qualität vieler Hersteller wackelt, trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen.
Erfahre in meinem neuen Marktbericht, warum das Motto „Die Großen fressen die Kleinen“ für die Branche gefährlich, aber für dich als Käufer zur echten Chance wird.

Gesamtwirtschaftlicher Rahmen

Volkswirtschaftlich ist die Ausgangslage besser, als es die öffentliche Stimmung vermuten lässt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wächst weiterhin leicht – Prognosen für 2026 bewegen sich zwischen 0,8 % und 1,4 %, was historisch betrachtet solide ist. Auch Indikatoren wie der IFO-Index oder die Entwicklung der Aktienmärkte zeigen keine Krisensignale, sondern eher eine Phase der Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau.

Das Sparvermögen der privaten Haushalte ist hoch, Zinsen sind wieder vorhanden, und trotz politischer, geopolitischer und medialer Verunsicherung ist objektiv viel Geld im System. Das Kernproblem ist nicht fehlende Kaufkraft, sondern fehlende Kauflaune. Unsicherheit lähmt – und sie wirkt sich bei langlebigen, hochpreisigen Konsumgütern besonders stark aus.

Kundenstruktur: Vermögen vorhanden, Vertrauen verloren

Die Campingbranche richtet sich heute überwiegend an vermögende Privatkunden. Der klassische „arme Camper“ ist längst ein Mythos. Schon seit Jahrzehnten waren Wohnmobile und Wohnwagen keine günstigen Produkte, und spätestens seit den 2000er-Jahren ist Camping ein Premiumsegment.

Gerade die finanzstarken Babyboomer verfügen über hohe Rücklagen, sind aber zugleich extrem preis- und qualitätsbewusst. Sie sind bereit, Geld auszugeben – aber nur, wenn Preis, Qualität und Service nachvollziehbar zusammenpassen. Genau hier liegt aktuell das größte Problem der Branche.

 

Neufahrzeuge

Kastenwagen

Der Kastenwagenmarkt leidet massiv unter Überangebot. Die Zahl der verfügbaren Fahrzeuge liegt weiterhin nahezu doppelt so hoch wie vor dem Boom. Viele Händler sitzen wohl auf hohen Beständen, die Kapital binden und laufende Kosten verursachen.

Preisnachlässe sind die logische Folge. Gleichzeitig dürften ältere Neufahrzeuge zunehmend zugelassen werden,  abgeschrieben und tauchen dann später als Gebrauchtwagen wieder auf – eine Form der Bilanzkosmetik, die das Angebotsproblem lediglich verschiebt, aber nicht löst. Für Händler ist das eine enorme Belastung, für Käufer eine Chance – sofern sie bei Garantie- und Gewährleistungsfragen genau hinschauen.

Teilintegrierte

Teilintegrierte gelten aktuell als größte Problemgruppe im Neuwagenbereich. Auch hier sind die Höfe voll, die Nachfrage bleibt schwach, und viele Modelle stehen über Jahre. Positiv ist lediglich, dass die Angebotszahlen nicht weiter stark steigen.

Konzepte, die auf weniger Varianten, klarere Modellpolitik und geringeren Kapitalbedarf setzen – wie erste Beispiele aus der Branche zeigen –, könnten hier mittelfristig Entlastung bringen. Ob sich diese Ansätze flächendeckend durchsetzen, bleibt abzuwarten.

Vollintegrierte

Der Markt für Vollintegrierte ist stark gespalten. Während einzelne Hersteller ihre Produktion bereits wieder zu großen Teilen vorverkauft haben, kämpfen andere mit massiven Standzeiten und drastischen Preisabschlägen. Verkäufe mit Abschlägen von mehreren hunderttausend Euro sind keine Ausnahme mehr.

Hier zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig Markenvertrauen, Kundennähe und langfristige Pflege der Bestandskunden sind. Hersteller mit klarer Positionierung und konsequentem Qualitäts- und Serviceversprechen kommen vergleichsweise gut durch die Phase. Massenanbieter hingegen geraten zunehmend unter Druck.

Alkoven

Alkoven spielen mengenmäßig eine untergeordnete Rolle, sind aber für bestimmte Zielgruppen – insbesondere Familien – weiterhin relevant. Gerade im hochpreisigen Segment wird das Raumgefühl des Alkovenkonzepts häufig unterschätzt. Preis-Leistungs-seitig bieten Alkoven oft mehr Fahrzeug fürs Geld als andere Bauformen.

 

Wohnwagen

Neuwagen

Im Wohnwagensegment ist Erstaunliches gelungen: Der Angebotsüberhang bei Neuwagen wurde weitgehend abgebaut. Trotz wachsendem Gesamtbestand hat sich der Markt stabilisiert. Das zeigt, dass konsequente Produktionssteuerung und realistische Absatzplanung funktionieren können – ein Beispiel, das sich die Wohnmobilbranche genauer ansehen sollte.

Gebrauchtwagen

 

Der Gebrauchtmarkt für Wohnwagen bleibt seit Jahren stabil. Obwohl der Bestand wächst, steigen die Angebotszahlen nicht signifikant. Die Nachfrage ist konstant hoch, was auf eine gesunde Marktstruktur hindeutet. Wohnwagen werden seltener kurzfristig verkauft und verbleiben oft länger im Besitz, was den Markt zusätzlich beruhigt.

 

Gebrauchtwagen

Kastenwagen gebraucht

Der Gebrauchtmarkt ist stark gesättigt. Hoher Gesamtbestand, viele Produkte aus dem Neuwagensegment und zunehmend Abgaben aus Alters- oder Hobbyaufgabegründen sorgen für anhaltend hohen Angebotsdruck. Umsätze finden statt, aber neue Fahrzeuge rücken stetig nach.

Teilintegrierte gebraucht

Hier steigen die Angebotszahlen weiter. Für Käufer ist das aktuell eines der attraktivsten Segmente: Gute, unfallfreie Fahrzeuge mit wenigen Jahren Laufzeit sind wieder zu realistischen Preisen erhältlich. Fahrzeuge, die vor zwei Jahren noch sechsstellige Beträge kosteten, sind heute deutlich günstiger zu haben. Preis und Qualität stehen wieder in einem vernünftigen Verhältnis.

Vollintegrierte gebraucht

Auch bei Vollintegrierten ergeben sich Chancen, wenngleich auf hohem Preisniveau. Die Angebotszahlen sinken nur langsam, was angesichts der hohen absoluten Werte wenig überrascht. Dennoch lassen sich hier – mit Geduld und Verhandlungsgeschick – attraktive Fahrzeuge finden.

Zubehör, Werkstätten und Service

Während der Neuwagenmarkt schwächelt, zeigt sich der Zubehör- und Servicebereich deutlich robuster. Jeder vorhandene Camper generiert Folgeumsätze: Werkstatt, Nachrüstung, Zubehör, Reparaturen. Händler mit gutem Ruf und kompetenten Werkstattteams können diesen Bereich nutzen, um wirtschaftlich stabil zu bleiben oder sogar zu wachsen.

Händler, Hersteller und Strukturwandel

Die Branche befindet sich mitten in einer Konsolidierungsphase. Insolvenzen sind zwar medial präsent, zahlenmäßig aber überschaubar. Gleichzeitig entstehen neue Gewerbe. Typisch für eine Phase nach einem Boom ist, dass schlecht geführte oder falsch positionierte Unternehmen ausscheiden.

Zunehmend entstehen Einkaufsgemeinschaften unter Händlern, um Kapitalbindung zu reduzieren und Sortimentstiefe gemeinsam abzubilden – sehr zum Missfallen mancher Hersteller. Der Satz „Die Großen fressen die Kleinen“ beschreibt die Lage treffend.

Auf Herstellerseite wird deutlich: Kostenkürzungen an der Oberfläche ersetzen keine Strategie. Schlechte Führung, ideenlose Modellpolitik und mangelnder Kundenfokus lassen sich nicht durch Sparmaßnahmen kaschieren.

Ausblick 2026

Der Campingmarkt wird nicht wachsen, sondern sich neu sortieren. Die Zahl der Camper ist hoch, die Nachfrage stabil, aber selektiv. Qualität, Service und Glaubwürdigkeit werden entscheidend sein. Wer Kunden ernst nimmt, Probleme löst und Vertrauen aufbaut, wird auch künftig verkaufen.

Für Käufer ist 2026 ein sehr gutes Jahr – insbesondere im Gebrauchtsegment. Für Händler und Hersteller ist es ein Jahr der Entscheidung: Anpassung, Gesundschrumpfen oder Rückzug.

 
Bild von Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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10 Kommentare

  1. „Volkswirtschaftlich ist die Ausgangslage besser, als es die öffentliche Stimmung vermuten lässt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wächst weiterhin leicht – Prognosen für 2026 bewegen sich zwischen 0,8 % und 1,4 %, was historisch betrachtet solide ist. Auch Indikatoren wie der IFO-Index oder die Entwicklung der Aktienmärkte zeigen keine Krisensignale, sondern eher eine Phase der Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau.“

    Lieber Jürgen, was du hier schreibst ist leider fernab jeglicher Realität. Das sind schlicht Zahlen („Glaube keiner Bilanz, die du nicht selber gefälscht hast:“), das Leben und die Wirtschaft schaut in unserem Land leider anders aus. 2025 Insolvenzen in einer noch nie da gewesenen Höhe (17.604 – das entspricht 48 Firmenpleiten pro Tag!!!), das Sparvermögen der großen Masse wird immer kleiner (1% besitzen 90% des Vermögens, 99% teilen sich die restlichen 10%), viele Familien verzweifeln, da sie ihre laufenden Kosten selbst mit Doppelverdiener-Haushalt nicht mehr abdecken können usw.

    Und genau hier liegt die Ursache der „Kaufzurückhaltung“, es fehlt schlicht das Geld dafür. Hinzu kommt nach wie vor die überzogene Preispolitik der Hersteller, auch wenn es gefühlt günstiger wird, sind die Preise sowohl bei Neu als auch Gebraucht deutlich überzogen (vor allem bei Neu in Hinsicht auf die ausgelieferte Qualität).

    Schauen wir der Realität ins Auge, dann wird es für die deutsche Wirtschaft Zappenduster. Eine vollkommen verfehlte Energiepolitik ist augenscheinlich der Hauptauslöser. Immer mehr (vor allem große, kapitalstarke Unternehmen wandern ab von Deutschland. Der Mittelstand kämpft, wird jedoch bei keiner Kehrtwende in Wirtschafts- und Energiepolitik diesen Kampf verlieren.

    Jedoch zeichnet sich ein Lichtblick am Horizint ab, den nicht nur ich so wahrnehme – eine Neuordnung der Welt, weg vom korrupten EU-Irrsinn mit seiner Zentralisierung hin zu einem globalen Wirtschaftssystem basierend auf souveränen Staaten mit solider Finanzpolitik (Goldgedeckte Währungen, Menschen in den Vordergrund), zurück zu Menschenrecht und Völkerrecht – dies passiert schon seit einiger Zeit um die bnlaue Blase EU herum.

    Man kann auf einem kaputten System nichts neues aufbauen, zuerst muss das Alte vollkommen zerstört werden. So gesehen läuft es für uns recht psoitiv, auch wenn es derzeit vielen Menschen sehr weh tut.

    1. Ja, diese wirren Behauptungen höre aus bestimmten Kreisen oft und vielleicht liegt es daran, wo man her kommt, wo man wohnt und in welchem Umfeld man sich bewegt.
      Belege doch bitte mal deine Zahlen und Aussagen.
      Wie 1% besitzen 90% usw.
      Auch ist die Zahl der Insolvenzen hoch, aber kein Drama. Schau dir auch bitte mal den Mittelstand an. Da wurden auch 2025 gute Ergebnisse abgeliefert.
      In meinen Bankkreisen gibt es keine Warnsignale auf einen Niedergang und wir bekommen alle(!) Bilanzen und wissen frühzeitig, wann es brenzlig wird. Und da sieht es nicht besser oder schlechter aus, wie in anderen Wirtschaftszyklen.

      Das mag alles deinen politischen Ansichten zuwiderlaufen, ist aber im Gegensatz zu deinem Kommentar kein Wunschdenken, sondern Faktenlage.

  2. Lieber Jürgen, bei vielen deiner Aussagen stimme ich dir zu obwohl ich diese nicht unbedingt mit Fakten unterlegen kann, so wie du. Hauptproblem ist für mich weiterhin die äußerst schlechte Qualität selbst von Prmiummarken!!!
    Wir selber fahren einen Eura-Mobil von 2020/2021 und wenn ich nicht selber handwerklich geschickt wäre, wäre ich schon längst verzweifelt. Ich habe zwar einen guten Händler an der Hand aber dem fehlen leider auch die guten Mitarbeiter. (Lieber studieren als ein Handwerk ausüben.)
    Ansonsten mache weiter so ich finde deine Aussagen sehr interessant.

    Gruß aus Münster

  3. Das sind die neuesten Zahlen des ifo Instituts, ifo Geschäftsklimaindex gesunken (Dezember 2025)

    Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich erneut eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 87,6 Punkte, nach 88,0 Punkten im November. Die Unternehmen blicken pessimistischer auf das erste Halbjahr 2026. Der Indikator zur aktuellen Lage blieb unverändert. Das Jahr endet ohne Aufbruchstimmung.Jetzt dazu die Aussage von Jürgen, die.so ich das verstehe, doch im krassen Gegensatz zur Realität, siehe IFO steht.Die öffentl.-Arbeitgeber habe Einstellungsstopp, Stellen werden nicht besetzt überall Abbau von Arbeitsplätzen und gerade heute steht in unsere Tageszeitung,,der größte Rückgang an Arbeitsplätzen seit 15 Jahren. Wie kann da dann behauptet werden das dies alle kein Drama darstellen soll.Schlicht weg haben die Menschen kein Geld um sich überteuerte Autos zu kaufen.Da hilft auch nicht das die höchste Zahl an Insolvenzen, als nicht bedeutsam darzustellen. Mich erstaunt die Aussage doch sehr.Aussage von Jürgen,,Der Campingmarkt wird nicht wachsen, sondern sich neu sortieren,kann doch nur bedeuten das ein Rückgang unausweichlich ist und damit Insolvenzen auch im WO Mo Herstellermarkt.Wenn Hersteller als Lösung die Preise exorbitant erhöhen um den Verlust dadurch ausgleichen zu versuchen wird eben die Folge dessen sein, kein Absatz mit dem Wissen der Realität des Mangels an Kunden.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Unrecht hätte

    1. Ich sage doch nicht, dass das kein Drama ist. Und deine Arbeitslosenzahlen sind doch im historischen Vergleich immer noch kein Drama. Wir beide haben doch schon viel höher gesehen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
      Und auch der IFO war schon tiefer im vergangenen Jahr. Abgesehen davon gibt der ZEW für den Januar eine positive Vorschau.
      Nein, ich steh zu meinen Aussagen

  4. Lieber Jürgen,
    vielen Dank für das von dir mühevoll, aufbereitete Zahlenmaterial. Jetzt habe ich eine ungefähre Vorstellung davon wieviele Fahrzeuge neu oder gebraucht derzeit auf dem Markt sind. Leider helfen mir deine Zahlen bei Verhandlungen mit Händlern vor Ort (Berliner Raum) nicht weiter. Hier schwebt man nach wie vor auf hohem Ross. Auch private Angebote gebrauchter Fahrzeuge sind weiterhin mit einer Prise Wunschdenken versehen. Von einem bundesweiten Kauf schrecke ich ein wenig ab – Stichwort Leistungs-/Erfüllungsort. Eine Schwackeliste für Wohnmobile scheint mir eine Marktlücke zu sein- nur so hätte ein Käufer ein echtes Werkzeug in der Hand. Du hast nicht zufällig etwas Vergleichbares in Planung ? 😉 viele Grüße, Elke

  5. Durch einen Freund bin ich auf diese Website aufmerksam geworden und bin wirklich begeistert, dass sich Herr Rode soviel Mühe mit den Zahlen macht. In vielen Punkten hat er sicher Recht, in anderen kann ich seine Darstellung nicht so ganz nachvollziehen. Ich denke, dass der Markt hier, wie die Bevölkerung auch, sehr gespalten ist. Ich führe nicht über jeden Cent penibel Buch, aber ich trage meine größten Ausgaben und Haushaltsdaten in einer Tabelle ein und bin schon erstaunt darüber, dass da Steigerungen zu sehen sind, die m.E. viel zu wenig thematisiert werden. Ein paar Beispiele: Heizöl von 2019 auf 2025 für die gleiche Tankfüllung verdoppelt. Davon irre 310,- Euro für CO2 Abgabe, auf die auch noch Mehrwertsteuer erhoben wird. Mein Neuwagen (Zugwagen für den Wohnwagen) 2014 für 50.000,- gekauft, soll heute bei wenig technischen Änderungen 100.000,- kosten. Zugwagen als Diesel im bürgerlichen Preisbereich sind nicht mehr zu bekommen, alles fängt so ab 60.000,- an. Freunde von uns zahlen monatlich 30% mehr Abschlag fürs Gas und bei Lebensmitteln und Getränken hatte ich früher so 80-100,- im wöchentlichen einkaufswagen , inzwischen sind es 100-150,- und es sind die gleichen Produkte und Mengen. Da scheint mir die reale Inflation erheblich höher zu liegen, als das, was man uns so erzählt. In den Einkommen sehe ich diese Steigerung nicht!

  6. Hallo Jürgen, finde deinen Beitrag, wie immer, sehr gut und informativ. Bin zwar etwas spät dran mit der Kommentierung dieses Blogs, aber eine Sache haben wir gerade so erlebt, und zwar das Thema Verkäufer, das du auch angesprochen hast. Auf der CMT haben wir uns diverse Vans angesehen und sind beim Knaus Box Time hängengeblieben, haben uns auch von einem Werksverkäufer ein Angebot machen lassen. Problem: Der nächste Knaus-Händler ist 100 km entfernt, was für mich eigentlich ein No-Go darstellt, weil ich keine Lust habe, bei Gewährleistungsdingen jedes Mal 100km hin und wieder zurückzufahren. Daher hat meine Frau bei einem Händler in der Nähe (10 km) angerufen, von dem wir wissen, dass er Hymer, Dethleffs und Pössl vertreibt. Meine Frau hat den Verkäufer gefragt, ob sie auch einen Knaus besorgen könnten. Antwort Zitat: „Gute Frage – nächste Frage – Nö, wir können Clever besorgen aber Knaus nicht“. Ende Gespräch. Da hätte ich erwartet, dass der Verkäufer sagt „kommen Sie doch mal vorbei, wir finden sicher was entsprechendes von Hymer (Redwood/Grand Canyon o.ä.)“, aber nichts dergleichen ist passiert. Ich konnte es nicht glauben, als mir meine Frau davon erzählt hat. So schlecht scheint es der Branche also noch nicht zu gehen. Dagegen hat sich der Knaus-Verkäufer von der CMT noch 2x gemeldet und uns für den Caravan-Salon im Herbst zwei Karten versprochen, das lässt mich dann doch nochmal überlegen, den Box Time, trotz der Entfernung zum Händler, zu kaufen.

    1. Da bin ich immer wieder fassungslos. Unseren Verkäufern hätte ich die Hammelbeine langgezogen. Aber ne, denen musste man damals nicht erklären, wie das geht, die waren ausnahmslos Verkaufsgeil. Was auch nicht immer gut ist…

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