Serie oder Parallel? So könnte deine Solaranlage schon früher und mehr laden

Wer mit Solar anfängt, macht es erst günstig. Das ist menschlich und nachvollziehbar. Unsere ersten Panels hatten 100 Watt auf dem Papier – in der Praxis deutlich weniger, und mit der Zeit wurde es nicht besser. Den Rückgang merkst du kaum, du schiebst es auf die Sonne, auf Bewölkung, auf den Stellplatz. Dann kamen flexible Module – die haben sich nach einiger Zeit buchstäblich aufgelöst, und der Anbieter war nicht mehr erreichbar.

Was ich daraus mitgenommen habe: Es kommt nicht nur auf Watt an, sondern auf Qualität, Langlebigkeit und einen Hersteller, den man auch nach dem Kauf noch erreicht. Deswegen bin ich bei Alden gelandet – und jetzt habe ich zwei Black Matrix 170W auf dem Dach.

Und damit kommt die Frage, die fast alle stellen: Wie schalte ich die beiden Panels zusammen – in Serie oder parallel?

Die Antwort ist nicht kompliziert, wenn man versteht, was dahinter steckt. Ich erkläre es an einem konkreten Campingtag – von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – weil genau dort der Unterschied sichtbar wird.

Wir bauen Solar ein: auch als Video:

Was steckt in den Alden Black Matrix Panels?

Kurz zum Verständnis, weil das für alles Weitere wichtig ist: Der Name ‚Matrix‘ ist kein Marketingbegriff – da steckt echte Technologie dahinter.

Normale Solarmodule haben ihre Zellen in einer langen Kette verschaltet. Liegt der Schatten eines Asts auf einer Zellreihe, bricht der Ertrag spürbar ein. Steht das Wohnmobil halb unter einem Baum? Reicht das oft schon aus.

Die Black Matrix arbeiten intern anders. Die Zellfläche ist in viele kleine Bereiche aufgeteilt, jeder mit eigenen Bypass-Wegen. Wird ein Teil verschattet, wird genau dieser Bereich elektrisch überbrückt – der Strom fließt woanders hin, der Rest des Moduls arbeitet weiter.

🔬 Wissensblock: Matrix-Technologie

Normale Module: Eine verschattete Zelle limitiert den Strom der ganzen Kette.
Black Matrix: Die Zellfläche ist in viele kleine Segmente aufgeteilt.
Jedes Segment hat eigene Bypass-Dioden – wird es verschattet, wird es überbrückt.
Das Ergebnis: Teilverschattung durch Äste, Antennen oder Aufbauten tut viel weniger weh.
Nicht weggezaubert – aber deutlich abgeschwächt. Das ist der Unterschied im Alltag.

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Und jetzt die nackten Zahlen zu unseren 170W Panels:

 

Parameter

Wert

Bedeutung

Spitzenleistung (Pmax)

170 W

Pro Panel, unter Laborbedingungen

Maximalspannung (Vmp)

24,08 V

Spannung am optimalen Arbeitspunkt

Maximalstrom (Imp)

7,06 A

Strom am optimalen Arbeitspunkt

Leerlaufspannung (Voc)

28,81 V

Spannung ohne Last – wichtig für Reglerwahl

Kurzschlussstrom (Isc)

7,48 A

Maximaler Strom – für Kabelauslegung

Abmessungen

1288 × 670 × 55 mm

Klassisches starres Glasmodul mit Alu-Rahmen

Gewicht

10 kg

Pro Panel

 

Serie oder Parallel – was ist eigentlich der Unterschied?

Beide Varianten liefern dieselbe Gesamtleistung.
2 Solarpanels = 2 × 170W = 340W. Das bleibt immer gleich. Der Unterschied liegt darin, wie Spannung und Strom aufgeteilt werden – und das hat direkte Auswirkungen auf Kabeldurchmesser, Reglerwahl und Effizienz.

Serienschaltung: Plus trifft Minus

Du verbindest das Plus-Kabel von Panel 1 mit dem Minus-Kabel von Panel 2. (Wie Batterien, die hintereinander liegen) Die Spannungen addieren sich, der Strom bleibt gleich.

 

 

1 Panel

2 Panels in Serie

Spannung (Vmp)

24,08 V

48,16 V  →  verdoppelt

Leerlaufspannung (Voc)

28,81 V

57,62 V  →  verdoppelt

Strom (Imp)

7,06 A

7,06 A  →  gleich

Gesamtleistung

170 W

340 W

Parallelschaltung: Plus trifft Plus

Beide Plus-Pole zusammen, beide Minus-Pole zusammen. Jetzt addiert sich der Strom, die Spannung bleibt gleich.

 

 

1 Panel

2 Panels parallel

Spannung (Vmp)

24,08 V

24,08 V  →  gleich

Leerlaufspannung (Voc)

28,81 V

28,81 V  →  gleich

Strom (Imp)

7,06 A

14,12 A  →  verdoppelt

Gesamtleistung

170 W

340 W

Was ist mit vier oder sechs Panels?

Wer einmal mit Solar angefangen hat, denkt irgendwann über mehr Panels nach. Und dann stellt sich die Frage nicht mehr nur Serie oder Parallel – sondern: Was kombiniere ich wie?

Der entscheidende Faktor dabei ist immer der Regler. Genauer: seine maximale Eingangsspannung. Denn die begrenzt, wie viele Panels man in Serie schalten darf.

Vier Panels – drei Möglichkeiten

Alles in Serie: 4 × 28,81V = 115V Leerlaufspannung. Die meisten Standard-MPPT-Regler sind bei 100V am Limit oder schon drüber. Das geht also in der Regel nicht. Oder man kauft sich größere Regler, die sehr teuer sind.

Alles parallel: Spannung bleibt bei 28,81V, Strom steigt auf 30A. Der Regler kommt damit klar, aber man verschenkt den Vorteil der höheren Spannung – und braucht sehr dicke Kabel.

2×2 – zwei Serienstrings parallel: Die sinnvollste Lösung. Zwei Paare jeweils in Serie schalten, dann beide Paare parallel zusammenführen. Die Leerlaufspannung bleibt bei 57,62V – wie bei unseren zwei Panels. Der Strom verdoppelt sich auf 15A. Der Regler bleibt kompatibel, die Spannung im sicheren Bereich, und man hat trotzdem alle Vorteile der Serienschaltung.

Sechs Panels – die Kombination skaliert weiter

Bei sechs Panels funktioniert das Prinzip genauso: 3×2 – drei Paare in Serie, dann parallel zusammengeführt. Spannung bleibt bei 57,62V, Strom steigt auf ~21A. Regler muss diesen Strom am Ausgang vertragen – das ist der Punkt, den man im Datenblatt prüfen muss.

Alternativ: 2×3 – zwei Dreier-Strings in Serie, dann parallel. Dann steigt die Spannung auf ~86V Voc – je nach Regler noch im grünen Bereich, aber man sollte genau hinschauen.

🔬 Wissensblock: Die Kernregel bei mehreren Panels

Die Spannung der Serienstrings muss zur maximalen Eingangsspannung des Reglers passen.
Parallel-Kombinationen erhöhen dann den Strom – ohne die Spannung zu überschreiten.
Immer im Datenblatt des Reglers prüfen: max. Eingangsspannung (Voc) UND max. Ladestrom am Ausgang.
2 Panels → Serie. 4 Panels → 2×2. 6 Panels → 3×2. So bleibt die Spannung konstant, der Strom skaliert.

Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – wo der echte Unterschied liegt

Jetzt wird’s praktisch. Ich erkläre dir das an einem ganz normalen Campingtag – denn genau da zeigt sich, warum die Serienschaltung im Alltag die bessere Wahl ist.

☀️ Früh morgens: Diffuses Licht, Morgennebel, schräge Sonne

Es ist 7:30 Uhr. Du liegst noch im Bett, aber die Sonne kämpft sich gerade durch den Morgendunst. Kein strahlendes Direktlicht – diffuses Licht, flacher Winkel, vielleicht ein paar Schleierwolken.

 

Das Problem: Dein Solarladeregler braucht eine Mindestspannung, um überhaupt mit dem Laden anzufangen. Der I-BOOST 370 – und das gilt für so gut wie jeden MPPT-Regler – beginnt die Batterie zu laden, sobald die Eingangsspannung deutlich über der Batteriespannung liegt. In der Praxis bedeutet das: Er braucht ungefähr 18 Volt, um überhaupt aktiv zu werden.

 

🔬 Wissensblock: Warum 18 Volt?

Eine vollgeladene 12V-Batterie hat etwa 13,0–13,4 Volt.
Der MPPT-Regler muss diese Spannung überwinden – plus einen internen Arbeitspuffer.
Erst ab ca. 18V am Eingang beginnt er sinnvoll zu arbeiten und Ladestrom zu liefern.
Darunter bleibt er passiv. Die Panels erzeugen zwar Strom, aber der Regler überträgt nichts.
Das ist kein Defekt – das ist Physik.

Und jetzt kommt der entscheidende Unterschied zwischen Serie und Parallel:

 

Frühmorgens, diffuses Licht

Parallelschaltung

Serienschaltung

Spannung am Eingang

~12–15 V

~24–30 V

Regler aktiv?

❌ Noch nicht

✅ Ja, schon

Ladebeginn

Später, wenn Sonne stärker

Früher, schon im Morgendunst

Gewinn pro Tag

Bis zu 1–2 Stunden mehr Ladezeit

 

Bei Parallelschaltung liegen beide Panels mit 24V zusammen – aber das ist die Vmp. Im Halbdunkel früh morgens kommst du da schnell auf nur 12–15V. Der Regler schläft noch.

Bei Serienschaltung addieren sich die Spannungen: selbst bei schwachem Licht hast du 24–30V am Eingang. Der Regler wacht früher auf. Und das macht – über die gesamte Campingsaison gerechnet – einen echten Unterschied.

💡 Praxistipp: Der stille Stunden-Gewinn

An einem typischen Sommertag in Mitteleuropa: Sonnenaufgang ca. 5:30 Uhr.
Mit Parallelschaltung lädt dein Regler vielleicht ab 7:30 Uhr wirklich los.
Mit Serienschaltung oft schon ab 6:30 Uhr – weil die Spannung früher ausreicht.
Eine Stunde mehr pro Tag. An 150 Campertagen im Jahr: 150 Stunden mehr Ladezeit.

🌞 Mittags: Volllast, alles egal?

Mittags, Sonne steht hoch, keine Wolken. Hier macht die Schaltungsart kaum einen Unterschied. Beide Varianten liefern ihre 340W, der Regler arbeitet optimal, die Batterie lädt.

Ein kleiner Vorteil bleibt: Bei Serienschaltung fließen nur 7A durch das Dachkabel – bei Parallelschaltung wären es 14A. Weniger Strom bedeutet weniger Wärme, weniger Verlust. Kein dramatischer Unterschied, aber immer in die richtige Richtung.

🌤️ Nachmittags: Wolken, Halbschatten, der Baum kommt

Ihr habt einen schönen Stellplatz gefunden – halb unter einem großen Baum. Herrlicher Schatten für den Außenbereich. Und ein Ast liegt quer über einem Teil von Panel 2.

Hier kommt die Matrix-Technologie zum Tragen. Die Bypass-Dioden überbrücken den verschatteten Bereich. Panel 1 arbeitet voll weiter, Panel 2 arbeitet – trotz Schatten – deutlich besser als ein normales Modul es würde.

⚠️ Achtung bei Serienschaltung und starker Verschattung

Wenn ein ganzes Panel komplett verschattet ist – zum Beispiel durch einen Dachaufbau –

dann bricht der Strom bei Serienschaltung stärker ein als bei Parallelschaltung.

Denn der Strom muss durch beide Panels. Blockiert eines komplett, stockt der Fluss.

Bei den Black Matrix Panels ist das durch die Matrix-Technologie stark abgemildert.

Aber ganz aufheben kann auch die beste Technologie die Physik nicht.

🌅 Abends: Flaches Licht, Sonnenuntergang

Die Sonne steht tief. Goldene Stunde für Fotografen, schwache Stunde für Solaranlagen. Der Winkel wird flacher, die Intensität nimmt ab. Wieder das gleiche Spiel wie morgens: Die Spannung sinkt.

Und wieder gilt: Mit Serienschaltung bleibst du länger über dieser magischen 18V-Grenze. Der Regler arbeitet länger. Deine Batterie bekommt noch die letzten Wattstunden des Tages mit – während bei Parallelschaltung der Regler schon aufgegeben hat.

📊 Fazit: Ein Tag im Vergleich

Morgens: Serienschaltung fängt früher an → mehr Ladezeit

Mittags: Kein nennenswerter Unterschied bei voller Sonne – außer dünnere Kabel möglich

Halbschatten: Matrix-Technologie hilft bei beiden – Serie profitiert mehr vom MPPT

Abends: Serienschaltung arbeitet länger → mehr Ladezeit

Unterm Strich: Serie holt an einem normalen Campingtag konstant mehr raus.

Nicht dramatisch – aber jeden Tag, die gesamte Saison.

Was macht der MPPT-Regler – und warum ist er so wichtig?

MPPT steht für Maximum Power Point Tracking. Klingt nach Raketenwissenschaft – ist es aber nicht. Eine kurze Erklärung:

Solarmodule liefern Strom bei einer bestimmten Spannung. Aber diese Spannung schwankt – je nach Einstrahlung, Temperatur und Verschattung. Der optimale Arbeitspunkt ändert sich laufend.

Ein einfacher PWM-Regler ignoriert das. Er klemmt die Panelspannung auf Batteriespannung herunter – was er nicht braucht, wird schlicht verheizt. Ineffizient und unnötig.

Der MPPT-Regler sucht dagegen kontinuierlich den Punkt, an dem die Panels am meisten Leistung abgeben – und wandelt diese Leistung dann optimal in Ladestrom um. Bei schlechten Lichtverhältnissen macht das oft 20–30% mehr Ertrag aus.

🔬 Wissensblock: MPPT in Zahlen

Batteriespannung (voll): ca. 13,4 V.

Panels in Serienschaltung: 48 V am optimalen Arbeitspunkt.

Der MPPT-Regler wandelt: 48V / 7A → 14,4V / ~23A Ladestrom.

Leistung Eingang: 48V × 7A = 336W.

Leistung Ausgang: 14,4V × 23A = 331W. Fast keine Verluste.

Ein PWM-Regler würde die Differenz von 34V einfach als Wärme abgeben.

Warum sind die Kabel nach dem Regler dicker?

Das ist die Frage, die am häufigsten kommt – und die Antwort steckt in der Physik des Reglers:

Vor dem Regler: hohe Spannung, wenig Strom. Dünnere Kabel genügen.

Nach dem Regler: niedrige Spannung, hoher Strom. Dickere Kabel sind notwendig.

Der Regler wandelt Spannung – die Leistung bleibt dabei fast konstant. Sinkt die Spannung, steigt der Strom entsprechend. Hoher Strom in zu dünnen Kabeln bedeutet Wärmeentwicklung, Spannungsabfall und im schlimmsten Fall Brandgefahr.

In unserm Fall:

 

Kabelabschnitt

Spannung

Strom

Kabelquerschnitt

Panels → Regler (Eingang)

~48 V

~7 A

4 mm²  reicht

Regler → Batterie (Ausgang)

~14,4 V

~23 A

6 mm²  Pflicht

💡 Merkregel

Je näher du an der Batterie bist, desto dicker das Kabel.

Die dicksten Kabel im Fahrzeug sitzen immer direkt an der Batterie.

Das ist kein Zufall – auch das ist reine Physik.

Der Einbau – was du brauchst und worauf du achten musst

Den Einbau mache ich selbst am Wohnmobil, sobald die Temperaturen mitspielen – natürlich mit Film. Aber hier schon mal der Überblick, damit du weißt, was dich erwartet.

Was brauchst du?

  • 2× Alden Black Matrix 170W (mit EasyMount3 – Kleber drauf, andrücken, fertig)
  • Alden I-BOOST 370 MPPT-Regler (im Set enthalten, perfekt auf die Panels abgestimmt)
  • Dachdurchführung – UV-beständig, wasserdicht (im Set dabei)
  • Solarkabel 4 mm² für Dach → Regler (im Set: 5m Kabel 2× 4mm²)
  • Solarkabel 6 mm² für Regler → Batterie (separat besorgen, so kurz wie möglich)
  • Sicherung 30A – direkt an der Batterie (nicht weglassen!)
  • Dichtmasse für Kabeldurchführungen

 

Serienschaltung herstellen – wie geht das praktisch?

Die Panels haben MC4-Stecker. Das sind diese schwarzen Kunststoffstecker, die einrasten und wasserdicht sind. Du brauchst keine Werkzeuge außer einem MC4-Schlüssel zum Lösen.

🔧 So geht’s: Serienschaltung mit 2 Panels

Schritt 1: Panel 1 hat ein rotes Kabel (Plus) und ein schwarzes (Minus).

Schritt 2: Das rote Kabel (Plus) von Panel 1 mit dem schwarzen Kabel (Minus) von Panel 2 verbinden.

Schritt 3: Das freie schwarze Kabel von Panel 1 = Minus zum Regler.

Schritt 4: Das freie rote Kabel von Panel 2 = Plus zum Regler.

Merkhilfe: Serie = Kette. Plus trifft Minus, Plus trifft Minus.

Am Ende bleiben zwei freie Enden – die führen zum Regler.

Reihenfolge beim Anschluss – das ist wichtig

 

Nicht egal. Manche Regler mögen es nicht, wenn du die Panels zuerst anschließt.

⚠️ Richtige Reihenfolge beim Anschließen

  1. Zuerst Batterie an den Regler anschließen.
  2. Dann erst die Solarpanels an den Regler.

Umgekehrt kann den Regler beschädigen.

Beim Abbauen: Erst Panels trennen, dann Batterie.

Das steht im Handbuch des I-BOOST 370 – und es gilt wirklich.

Dachdurchführung – der Fehler, den viele machen

Die Dachdurchführung sauber und ordentlich abdichten. Das klingt selbstverständlich – ist es aber leider nicht immer. Eine undichte Durchführung nach zwei Regenperioden führt schnell zu Feuchtigkeit im Fahrzeug. Dann hat man nicht nur ein Solarproblem, sondern einen Wasserschaden.

Die Alden-Dachdurchführung ist passgenau für diesen Einsatz entwickelt. Trotzdem: nochmal ordentlich mit Dichtmasse nacharbeiten, kontrollieren, fertig.

Was kannst du realistisch erwarten?

Nicht das, was auf dem Datenblatt steht. Das sind Laborbedingungen. Senkrechte Sonne, 25 Grad Zelltemperatur, perfekte Ausrichtung. Das kriegst du auf einem Stellplatz in Kroatien nicht hin.

Realistisch – Sommer, Mitteleuropa, normaler Stellplatz, kein Labor:

Bedingung

Erwarteter Tagesertrag

Sonniger Sommertag, gute Ausrichtung

1.200 – 1.500 Wh (ca. 95–115 Ah)

Normaler Tag, teils bewölkt

700 – 900 Wh (ca. 55–70 Ah)

Bewölkt, diffuses Licht

300 – 500 Wh (ca. 23–39 Ah)

Halbschatten durch Baum

400 – 700 Wh – Matrix hilft spürbar

Für die meisten Camper – Kühlschrank, Licht, Ladegeräte, Pumpe, vielleicht ein bisschen TV – reicht das locker. An guten Tagen hast du sogar Überschuss.

Und genau hier zahlt sich die Serienschaltung aus. Weil du an den schwachen Tagen – morgens, abends, bewölkt – mehr aus den Panels holst als bei Parallelschaltung. Kumuliert über die Saison macht das einen echten Unterschied.

Auf einen Blick: Das optimale Setup

 

Komponente

Spezifikation

Warum

2× Black Matrix 170W

Serienschaltung

Früher aktiv, weniger Kabelverlust

I-BOOST 370 MPPT

Bis 60V Eingang

Passt perfekt zu 57,62V Voc in Serie

Kabel Dach → Regler

4 mm², UV-fest

Niedriger Strom (7A), reicht problemlos

Kabel Regler → Batterie

6 mm², kurz!

Hoher Strom (23A), dicker muss sein

Sicherung

30A an der Batterie

Pflicht – kein Wenn und Aber

Dachdurchführung

Campingbedarf oder im Set: sauber abdichten

Wasserschaden vermeiden

 

Fazit

Serienschaltung ist bei zwei Alden Black Matrix 170W mit dem I-BOOST 370 die klar bessere Wahl. Nicht weil es auf dem Papier schöner aussieht – sondern weil es im Campingalltag mehr bringt.
Aber  das gilt auch für alle anderen Solarpanels.

Früher laden, länger laden, dünnere Kabel, effizienterer Regler. Und die Matrix-Technologie der Panels sorgt dafür, dass Teilverschattung deutlich weniger wehtut als bei herkömmlichen Modulen.

Den Einbaufilm gibt es in wenigen Tagen. Dann ist auch zu sehen, dass sich der Aufwand wirklich in Grenzen hält – und worauf man beim Einbau achten sollte.

Den Rabattcode WOMO.BLOG – 10% auf alle Black Matrix Sets und Einzelmodule, gültig bis 30.06.2026. Bestellung per Mail an m.sandow@alden-deutschland.de, bezahlen, und das Paket kommt mit GO Express – normalerweise am nächsten Tag.

Bild von Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

*Die hier verwendeten Links sind Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn Sie auf einen solchen Link klicken und auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter oder Online-Shop i.d.R. eine Vermittlerprovision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.


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9 Kommentare

  1. „Eine vollgeladene 12V-Batterie hat etwa 13,0–13,4 Volt. Der MPPT-Regler muss diese Spannung überwinden – plus einen internen Arbeitspuffer. Erst ab ca. 18V am Eingang beginnt er sinnvoll zu arbeiten und Ladestrom zu liefern. Darunter bleibt er passiv. Die Panels erzeugen zwar Strom, aber der Regler überträgt nichts. Das ist kein Defekt – das ist Physik.“

    Die Aussage aus ist so pauschal falsch.
    Was stimmt daran nicht?
    Ein MPPT braucht keine 18V Mindestspannung.
    Er braucht nur:
    👉 etwas mehr als Batteriespannung (plus Regelreserve)
    Bei 12V-System:
    Batterie: ~12,5–13,5 V
    MPPT arbeitet oft schon ab ~15–16 V Eingang
    Panel (entscheidend): Panel hat typischerweise:
    Vmp (Arbeitsspannung): ~18 V
    Voc (Leerlauf): ~21–22 V

    Ein Panel mobil bringt damit mehr als doppelte Leistung am Dach

    1. Hallo Jan!
      Dann solltest du dir die technischen Daten bzw. es würde auch reichen, das Datenblatt von einem VICTRON MPPT-Laderegler durchzulesen.
      Dort steht dezidiert: Ich zitiere das Datenblatt des SmartSolar Lade-Regler MPPT 100/30 & 100/50
      Die PV-Spannung muss MINDESTENS die von Vbat +5V erreichen, damit der Regler den Betrieb aufnimmt.
      Danach liegt der Mindestwert der PV-Spannung bei Vbat +1V

      Also kann es auch sein, dass du 18,6V benötigst, damit der MPPT-Laderegler zu arbeiten anfängt.
      Ja, du hast Recht, Es gibt Hersteller, bei denen der MPPT-Laderegler mit den 2V Differenz auskommt.
      Aber das sind Modelle, die ich mir nicht ins WoMo verbauen würde.
      Die habe ich in der Gartenanlage im Einsatz, weil die andere Vorzüge haben. (Master-Slave-Schaltung)

      1. Der Punkt mit der nötigen Startspannung ist richtig – die Schlussfolgerung aber zu pauschal.

        Ein MPPT arbeitet nicht erst „ab 18V sinnvoll“, sondern benötigt diese höhere Spannung nur zum Start. Sobald er einmal läuft, reicht eine deutlich geringere Differenz zur Batteriespannung, um weiter Ladestrom zu liefern.

        In der Praxis sieht man das auch: Ein 100 Wp Panel lädt bereits bei weniger idealen Bedingungen – sonst hätten wir morgens und abends faktisch keinen Ertrag.

        Die Aussage „darunter bleibt er passiv“ stimmt so also nicht. Sie beschreibt nur den Moment vor dem Einschalten, nicht den realen Betrieb über den Tag.

  2. Hallo Jürgen,

    danke für die sehr ausführliche und genaue Erklärung der Zusammenhänge und der Physik bei Solarmodulen. Das Wichtigste aus meiner Sicht, ist eine hohe Spannung am MPPT-Regler, damit der arbeiten kann. Bei meinem einzelnen Hausdach Solarmodul habe ich deshalb auch auf eine hohe Spannung geachtet.

    Der einzige Nachteil zu Deiner Lösung ist das Fehlen der Matrix Eigenschaften und der mangelnde Platz für ein weiteres Modul auf dem Dach.

    Gruß Hannes Schleeh

  3. Hallo Jürgen,
    super Bericht, Dankeschön! Ich freu mich schon auf das Video 😀

    Wäre der ertrag bei jeweils eigenen MPPT Reglern pro Modul nicht noch höher, da dann die Verschattung eines Moduls ja egal wäre?

    Für einen echten Vergleich der Alden Module wäre ein Test mit mehreren WoMos (gleichzeitig am gleichen Platz) die jeweils andere Solarmodule verbaut haben (Wattstunde, Tigerexped bzw. Sichelzellen, Monokristalin, Maxeon usw.) doch mal sinnvoll. Vielleicht wäre das ja mal eine Idee für ein Video…

    Viele Grüße Sophie

      1. Der Hauptunterschied zwischen Schindelmodulen und Matrix-Schindelmodulen liegt in der Verschaltung der Zellen, was sich direkt auf die Leistung bei Teilverschattung und den Wirkungsgrad auswirkt. Matrix-Module sind eine Weiterentwicklung, die eine noch höhere Effizienz und Verschattungstoleranz bietet.

  4. Hallo Jürgen,
    schönes Video mit Blog Beitrag zu einem spannenden Themenfeld.
    Gut aufgezogen um Laien abzuholen.
    Ich erkenne ein paar Schwächen:

    – „Ein PWM-Regler würde die Differenz von 34V einfach als Wärme abgeben“
    Das ist nicht so, der PWM Regler zerhackt die Eingangsspannung und lässt Teile ungenutzt.
    (Puls Weiten Modulation, in den Pausen fließt kein Strom)

    – das mit der Startspannung diskutieren ja bereits Jan und Georg.

    – „Je näher du an der Batterie bist, desto dicker das Kabel“
    Habe die Message nicht verstanden.
    Je näher ich an der Batterie bin desto kürzer das Kabel und desto geringer der Spannungsabfall wäre meine Sichtweise.

    Ich denke weitere Anregungen und Hinweise schicke ich dir per Mail.

    Gruß
    Heinz

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