Produkt-Test: Camping-Toaster – Wertung: mangelhaft

2013-01-18_16-35-39_Womo_20130118_163539-1600Was gibt es schöneres, als zum Frühstück oder 5 Uhr Tee einen Toast serviert zu bekommen.

Im trauten Heim kommt der dicke Toaster auf den Tisch, 1000 Watt, und im Minutentakt fliegen die fertigen, wohlgelungenen Toasts auf die Teller!

Im Wohnmobil klappt das vielleicht, wann man am Landstrom angeschlossen ist. Als Freisteher oder nur mit Batteriestrom geht das nicht. Und extra für Toasts einen Wechselrichter zu benutzen, dürfte die Batterie über Gebühr strapazieren.

Daher gibt es seit vielen Jahren in den einschlägigen Campingshops verschiedene Aufsätze für den Gasherd.

Wir testeten den Camping-Toaster „Camping Stove Toaster“ für 8,99 Euro von Camping Berger, baugleich von Reimo für 5,99 Euro, Frankana 6,99 Euro, bei Amazon ist der kleinste Preis 4,99 Euro.

Zuerst einmal der Aufbau:

In der Verpackung findet sich die Grundplatte aus dünnen gelochten Blech in die vier Metalldrähte eingesteckt werden. Sind diese aufgestellt, kann man vier -kleine- Toasts aufstellen. Achtung! Größere Toasts für Sandwichtoaster passen nicht!
Zum Test geladen war die Familie, die schon hungrig am Wohnmobiltisch sitzt. Der Camping-Toaster steht schon auf dem Herd, dieser läuft auf größter Stufe, ich lege vier Toasts auf und starte die Stopuhr. Es dauert vier Minuten, bis meine Mannschaft unruhig wird. Es riecht wie Toast, aber noch ist nicht einmal eine Seite fertig.
Nach 6 Minuten wende ich die Toasts, wobei eine Seite – warum auch immer – schneller Farbe bekommt.
Nach sensationellen 11 Minuten gibt es die erste Toastrunde. Ich lege gleich nach, die Uhr lauft weiter.

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Die Toasts sind außen flächig cross, aber innen auch schon recht trocken, obwohl ich die teuren Toasts für diesen Test benutzt habe.
Die Familie ist trotzdem zufrieden und ich wende mich wieder dem Herd zu.
Jetzt scheint es schneller zu gehen, die innere Seite ist schon fertig, aber ein Blick auf die Uhr relativiert das. Wieder sind 5 Minuten vergangen und bis der letzte Toast gut und gedreht ist, sind wieder 6 Minuten vergangen.
Es vergehen wieder 11 Minuten , bis die hungernden Mäuler wieder etwas zu kauen bekommen.

Mittlerweile sind 22 Minuten vergangen und bis die dritte Lage verteilt ist, werden es 35 (!) Minuten sein. Für 12 Scheiben Toast!!
Ich möchte gar nicht ausrechnen, wie viel Gas der Spaß gekostet hat!.
Und abgesehen davon ist der Toastgenuß geschmacklich nicht mit dem Toast am Sonntagstisch vergleichbar.

Von uns bekommt dieser Toaster ein Mangelhaft. Bevor wir das Teil mit in den Urlaub nehmen, nehmen wir lieber einen kleinen Grillrost mit und legen die Toastscheiben einfach darauf.

Aber vielleicht gibt es ja Alternativen. Eine werden wir demnächst testen.

3 Gedanken zu „Produkt-Test: Camping-Toaster – Wertung: mangelhaft“

  1. Der Toaster ist wirklich nicht sehr gut. Ich hatte ihn auch nur ganz kurz im Einsatz. Der „Camp-A-Toaster“ ist deutlich besser und schneller. Zum Brötchen aufbacken oder auch zum Kuchen backen ist der Omnia Ofen super.
    Lars

  2. Wir haben den Toaster seit 2 Jahren im Urlaub jeden Tag in Betrieb und finden ihn echt klasse. Ob Croissants, latschiges, gestriges Baguette oder einfach Toast, er ist schneller fertig als wir zu 2. die Scheiben essen können.

    Gruß Christian

  3. Also wir haben aus der Übernahme des WoMos vom Vorbesitzer so einen kleinen „Grillaufsatz“ zum Rösten. Aktuell gibts bei Tschibo auch ein ähnliches Produkt. Kann ich nur empfehlen. http://www.tchibo.de/Grill-Brotroester-p400013550.html
    Das Ding ist unsere Kaufempfehlung. Ob Toast oder Brötchen vom Vortag….klasse
    Und auf den Omnia Backofen warten wir auch, das nutzten wir dann für die verpackten Brötchen zum Aufbacken aufgrund des geschlossenen Deckels und der dann enstehenden Backofenähnlichen Vorraussetzungen.
    Beim Omnia werden wir aber dann einen runden Kuchenrost so zuschneiden, dass das Backgut nicht auf dem Boden des Omnias liegt. Zum Eine, wegen des evtl. Anbackens, zum Anderen wegen der besseren Umluftwirkung.;-)

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