Reisebericht Lofoten: Aller Anfang ist schwer

Vorfreude, so sagt man, sei die schönste Freude.

Ich will nicht hoffen, dass das wirklich stimmt, denn dann wäre der Urlaub quasi schon vorbei. Die letzten Tage sitze ich im Büro immer wieder einmal vor den Webcam-Bildern des Geiranger-Fjords oder der Lofoten und kann mich gar nicht satt sehen.

Endlich geht es wieder los. Noch einmal auf die Lofoten.

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Vor zwanzig Jahren waren wir schon einmal dort, jetzt sind meine Töchter fast erwachsen und wir möchten gemeinsam mit ihnen die Schönheiten Norwegens erfahren.
Das Wetter könnte in Deutschland nicht schöner sein, doch in Nordnorwegen hat es derzeit nur 10 Grad und ein Sturmtief rast über das Land. Nach dem es zuhause die vergangenen Monate eigentlich nur regnerisch und kalt war, hatten wir die Hoffnung, ein wenig Sommer zu erwischen. Aber danach sieht es erst einmal nicht aus. Egal. Es kommt, wie es kommt und wir werden wieder das Beste daraus machen.

Hoffentlich kommen wir dieses Jahr Unfall- und Pannenfrei wieder nach Hause. Vergangenes Jahr platzt uns am Wohnwagen ein Reifen im Tunnel in Österreich auf der Heimfahrt von Kroatien. Im Jahr davor beendete fast ein Motorbrand am PKW die Reise durch die Toskana. Der Kompressor der Klimaanlage hatte sich fest gefressen.

Unser Euramobil Profila 580 LS ist vollgeladen, das Kajak auf dem Dach verstaut, die Kletterausrüstung sortiert und die Fotoausrüstung verstaut. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, dann können wir los fahren. Zuerst geht es noch auf eine Waage. Mit unseren 3,5t bei vier Reisenden wird es verdammt knapp werden.
Die letzten Wochen haben wir optimiert und aussortiert und am Ende sogar die Anhängerkupplung abgebaut: 41 kg können wir besser in Form von Bier und Fressalien mitnehmen.

Die Reise wird uns von Frankfurt nach Travemünde führen, dann mit der Fähre nach Trelleborg und als erstes Ziel wollen wir Vaxjo ansteuern. Dort spielt am Donnerstag die deutsche Nationalmannschaft gegen Holland. Gemeint ist die Frauen Fußball-EM. Und da meine Töchter Fußball spielen, nutzen wir die Gelegenheit Deutschland direkt vor Ort anzufeuern.

Die Strecke führt uns dann auf dem schnellsten Weg zwischen den großen Seen hindurch nach Mora und dann auf der größten Tagesetappe nach Bodo. Vor zwanzig Jahren war diese Strecke schon lang und die 1070 km werden sicherlich nicht weniger geworden sein. Von Bodo geht es dann mit der Fähre auf die Lofoten. Dort wollen wir klettern, Kajaken, wandern und auf den Vesteralen den Pottwalen zuschauen.

Über Mo i Rana geht es nach Trondheim und dann über die Adlerstraße zum Geiranger. Etliche Abstecher haben wir eingeplant: Briksdalbreen und Hardangervidda, bis wir nach Bergen kommen werden. Unbedingt wollen wir dieses Jahr zum Torghattan und auf jeden Fall wieder auf den Preikestolen.

Über Oslo und die schwedischen Schären geht es wieder nach Trelleborg und dann nach Hause.

Rund 8500km und dreieinhalb Wochen liegen vor uns. Wenn die verdammte Arbeit nicht wäre, könnte man die Tour auf drei Monate strecken, ohne sich zu langweilen.

So müssen wir im August wieder arbeiten und dementsprechend wird die eine oder andere Sehenswürdigkeit wohl ausfallen müssen.

Wann immer ich online bin, werde ich hier über unsere Tour berichten.

Die Vorplanung findet ihr auch noch einmal hier: Vorplanung

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