Schweden 2015: Alter Schwede

2015-08-12_20-05-42_Südschweden - Kullaberg_3983-1600Heute geht es zu meinem alten Freund aus Schweden. Ola lernte ich bei einer Bumerang-Europameisterschaft 1991 kennen und wir besuchten uns gegenseitig schon einige Male.

Aber am Morgen ist er noch arbeiten und so fahren wir in der Nähe von Göteborg an den See Aspen. Nicht nur zum baden sehr nett, nein ein Klettergebiet schließt sich an der Nordseite an und wir verbringen den Vormittag am Fels.

Erstaunlich, was die Natur hier so hervorgebracht hat. Und schwer zu klettern. Wir schwitzen und kämpfen in den heftigen Routen. Alles rundgeschliffen, wenig Griffe und Tritte und wieder, wie so oft in Schweden, muss man die Routen selbst absichern, was dem ganzen noch einen Abenteuer-Kick gibt.

Am Nachmittag duschen wir im Wohnmobil und manchen uns schick, schließlich wollen wir uns ordentlich präsentieren.

Ola wohnt in einem neuen Wohngebiet, lauter hochmoderne Häuser auf einer Hügelkuppe in den Fels gesprengt, warten auf uns.
Die Nachbarn wissen alle, dass wir kommen, bei dem einen dürfen wir mit dem Wohnmobil in der Einfahrt stehen, vom anderen bekommen wir dann Wasser zur Versorgung gereicht. Wir gehören quasi sofort zur Familie und jeder begrüßt uns überschwenglich.

Der Abend und die Nacht werden lang, Ola bekocht uns, wir sitzen bei Bier und Wein auf der großen Veranda und suchen Sternschnuppen, beim Nachbarn fährt der Rasenmäher-Roboter über den Rasen und das begeistert mich dermaßen, dass ich beschließe: So etwas brauche ich auch.
„Seit ein paar Jahren gibt es das auch in Deutschland“ sage ich zu Ola. „Seit 20 Jahren gibt es die in Schweden. Eine Erfindung von Husquarna. Das hat hier jeder“ antwortet Ola. Oha, die Schweden sind uns wieder mal um Meilen voraus.

Wir reden über die vielen Flüchtlinge, die derzeit übers Mittelmeer kommen und Ola erzählt, dass die Schweden, nach Deutschland, die meisten Flüchtlinge aufnehmen und die Schweden es besser fänden, wenn man diese Menschen schneller integrieren würde und nicht versuchen sie in leere Landstriche zu schaffen.
So unterschiedlich sind die Ansichten. Die Schweden begreifen die vielen Flüchtlinge als Bereicherung und nicht als Last! Sogar hier sind sie den Deutschen weit voraus.

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