Produkttest: Alden-TV 24″ – Daumen hoch

2015-12-17_17-25-10_Alden__MG_0087-1600Der alte Fernseher ist klein, noch dazu hat er Macken: Schwarze Flächen schimmern immer mal wieder blau. Dazu ist der Sound mehr als bescheiden.

Der neue Fernseher soll dazu größer sein und auch wenn wir sehr selten TV im Urlaub schauen, mehr Komfort bieten. Dazu wenig Strom verbrauchen, einen Hardware-Ausschalter haben (0-Stromverbrauch) und einen Festplattenanschluss haben. Gut wäre Smart-TV und WLAN-fähig. Da wir aber so gut wie nie schnelles Internet haben und nur selten WLAN, wäre das kein KO-Kriterium.

Die Firma Alden stellt uns ein Testgerät zur Verfügung, nachdem wir von einem Bekannten einen Gelhard ausleihen konnten, der uns von Anfang an nicht überzeugte.

Der Alden-TV hat mit 24″ eine Größe, die wir während der Fahrt nur hochkant verstauen können. Aber dazu mehr in einem späteren Bericht.
Das Gerät kommt mitsamt einem 230V-Tansformator, kann somit auch außerhalb der 12V Anlage benutzt werden. Praktisch ist, dass wir ihn an unsere Bordanlage direkt anschließen können, der Stecker vom alten Fernseher passt sofort.

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Alden-TV 24″

Der Alden-TV hat zudem einen eingebauten DVD-Player und kann auch über USB-Sticks oder USB-Festplatte gefüttert werden. Sehr praktisch, da wir viele Filme auf Platte haben. Zudem lässt sich das laufende Programm so aufzeichnen. Die ganzen Empfangsmöglichkeiten: HDTV – SAT – DVB-T -haben wir nicht im Einsatz, das Gerät hängt direkt am SAT-Receiver.

Der erste Eindruck:

Einschalten und WOW-Effekt. Glasklares Bild. Noch dazu von allen Plätzen im Wohnmobil. Egal, ob aus dem Alkoven Bett (also von oben), der Dinette (frontal und sehr seitlich) oder aus der Fahrerkabine (eher von unten). Das Bild sieht immer gut aus. Man kennt das ja: je schräger der Blickwinkel ist, desto schwieriger lässt es sich auf manchem TV schauen. Das ist hier absolut nicht der Fall!
Das Einrichten und Bedienerführung in den Menüs ist einfach und durchdacht.
Der DVD Player darf gleich das letzte Geburtstagsgeschenk meiner Tochter verdauen. Auch das geht problemlos und einfach.
Die Festplatte erkennt der TV auf Anhieb und kann alle unsere Formate abspielen. Star Wars geht nun mit auf Reisen.

Der Sound ist erwartungsgemäß. Bislang haben wir noch keinen TV gehabt, der ohne Soundbar oder Zusatzlautsprecher auskam. Da wir aber schon SAT-Radio über unsere BoomBox oder den Radio laufen lassen, wird nun im Bedarfsfall auch der TV angehängt.
Zwar gibt es eine Reihe von Möglichkeiten den Ton abzuändern (Film/Stimme/usw.), doch erst die Einstellung „Benutzer“ und massive Tiefen und weniger Höhen, finden dann unseren Geschmack. So individuell eingestellt kann man gut ohne Zusatzbox leben. Aber für die besonderen Filme muss dann die BoomBox her. (Der Nachbar hat dann gleich auch etwas davon)

Am wichtigsten war uns der echte Ausschalter: An der Unterseite des Gerätes findet sich ein Schalter mit dem das Gerät absolut stromlos geschaltet wird, ohne die Einstellungen zu verlieren. O-Stromverbrauch!

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Alle Anschlüsse gehen nach unten oder zur Seite – Gut aufgeräumt

Denn das Highlight des Geräts dürfte der Stromverbrauch im Betrieb sein. Konnte ich bei unserem alten TV einen deutlichen Leistungsabfall an der Batterie bemerken, ist es mit dem ALDEN-TV nur noch ein Bruchteil davon.
Angegeben ist das Gerät mit 0,15 Watt im Standby und der 24″ mit gerade einmal 24 Watt im Betrieb. Fast doppelt so groß, wie der alte, dafür fast die Hälfte des Verbrauchs unseres alten Geräts (45 Watt!). Bei 12V also 2A oder pro Stunde 2 Ah. Damit lässt es sich jetzt auch beim Freistehen deutlich länger TV schauen, ohne Angst um die Batterie haben zu müssen. Noch dazu verbraucht der neue Receiver auch weniger als 1/3 des alten Geräts, es lohnt sich also, neue Geräte anzuschaffen!

Fazit:
Wir sind keine Viel-TV-Gucker und keine Technik-Freaks und auch keine Elektronik-Spezialisten!
Dafür haben wir es gerne bei der Installation einfach und im Betrieb problemlos.
Wenn etwas gut und dauerhaft funktioniert, darf es auch ein wenig mehr kosten.

Der ALDEN-TV hat alle unsere Erwartungen voll erfüllt. Völlig problemlos anzuschließen und einzurichten. Im Betrieb einfach zu bedienen.
Dazu mit einem minimale Stromverbrauch und einem Haupt-Ausschalter ideal für den Einsatzzweck Wohnmobil.
Gelernt haben wir, dass die Funktion Smart-TV nur am Campingplatz mit guter WLAN Anbindung sinnvoll ist. Ansonsten wird das weiter unser Notebook schaffen, den wir dank HDMI auch direkt an den Fernseher anschließen können. Dafür ist die Möglichkeit unsere Video-Festplatte anzuschließen ein weiteres Pluspunkt. Zwar gingen einige Audioformate nicht, aber das lässt sich ggfls. vorher umwandlen.

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Einzig der Sound ist ein Wermutstropfen, der aber auch bei der Konkurrenz nicht wesentlich besser ist. Wer mehr möchte, schließt eine Soundbar oder BoomBox an.

Ein Hinweis noch an die Preisfüchse: Mancher günstige 12V-TV ist nicht wohnmobiltauglich. Die Erschütterungen während der Fahrt können den nicht dafür vorgesehenen Geräten stark zusetzen, bis hin zum Totalausfall.

In einigen Monaten werden wir dann noch einmal darüber berichten, wie sich der Fernseher sich im harten Wohnmobilalltag geschlagen hat.

4 Gedanken zu „Produkttest: Alden-TV 24″ – Daumen hoch“

  1. Hallo,
    warum hängt das Gerät direkt am SAT-Receiver?
    Ist der eingebaute Sat-Empfänger zu schlecht, oder sind die Umschaltzeiten zu langsam?
    Ein „unnötiges“ Gerät verbraucht unnötig Strom.
    Freundliche Grüße
    Alfred H.

    1. Im ersten Moment dachte ich: Stimmt. Könnte ich doch den externen Receiver sparen.
      Aber dann die Erkenntnis: Die automatische Satsteuerung benötigt ja das Signal aus der Antenne, um zu erkennen, ob der Satellit gefunden wurde. Dementsprechend braucht das Gerät auf jeden Fall einen Anschluss. Vielleicht wäre ein TWIN-LNB eine Möglichkeit, dann braucht es aber auch zweier Kabel. Also auch wieder schwierig. Nach dem Finden des Satelliten das Kabel vom Suchgerät zum TV um stecken ist mir zu umständlich. Und ob ein einfaches T-Stück mit zwei Kabeln funktioniert, kann ich nicht beantworten. Denn dann könnte der TV andere Signale ans LNB senden, wie die Suchmaschine.
      Die Idee ist also gut, aber nicht so einfach umzusetzen.

  2. Hallo Admin,

    also bei mir läuft die automatische Sat-Anlage unabhängig vom Receiver.
    Da scheint mir das „Alden-System“ doch etwas „hinterher“, oder zumindest unpraktisch, oder?

    Ich bin mit dem „Billig-System“ von „Stan-Line“ unterwegs, was sicher nicht der „Mercedes“ unter den automatischen Sat-Anlagen ist, aber für uns bisher immer ausreichte.
    Hier muss ich weder einen Receiver, noch einen TV angeschlossen haben um den Satelliten zu finden, denn das Steuergerät allein, sucht den Satelliten und justiert die Schüssel.
    Auch kann ich das Standard LNB durch ein „besseres“ tauschen und bin dadurch auch noch flexible!

    Da ich im Wohnmobil nicht ständig mit „Genickstarre“ Fernsehen möchte, wird bei mir der TV (mit eingebauten Sat-Empfänger), auf die Arbeitsplatte gestellt. Ich fahre auf den Stellplatz, starte die Sat-Anlage und stelle den TV, der während der Fahrt auf dem Bett liegt, auf. Bis ich den TV an Strom und Antennenkabel angesteckt habe (12V und Antennenkabel direkt an der Arbeitsplatte parat), hat die Anlage schon den Sat gefunden und das Bild ist sofort da. Auf einen zusätzlichem Receiver, der außer Stromverbrauch auch noch einen Kabelsalat verursacht, kann ich sehr gerne verzichten!
    Im Wohnmobil muss alles einfach und funktionell sein, da brauche ich keine unnötigen Geräte.
    Freundliche Grüße
    Alfred H.

    1. Von Alden gibt es natürlich auch reine Sat-Finder ohne Receiver. Wir haben das Kombigerät, weil es einfach einfach ist. Ein Gerät anschließen, starte, FERTIG.
      Die mir bekannten Sat-Finder-Steuergeräte schleusen das Signal ja auch durch und verbrauchen m.W. auch Strom. Werden sie ausgeschalten, wird das Signal nicht weitergeleitet.
      Aber wir lassen uns jetzt mal ein Gerät von Alden schicken und testen den Unterschied.

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