Produkttest: SNAN 300 Watt Mini-Wechselrichter – Daumen hoch

2016-02-17_15-52-06_unbenannt__MG_7841-1600Ken Lai war so freundlich mir für einen Produkttest ein Gerät zu überlassen:

Einen SNAN 300W Wechselrichter

Im ersten Moment dachte ich: Was sollen wir im Wohnmobil mit einem 300 Watt Wechselrichter? Es dauerte einige Zeit, bis ich mich an all die Wohnmobilfahrer erinnerte, die Mietmobile fahren. Und nicht in jedem Mietmobil werden Wechselrichter verbaut. Für all die, die nur selten einen Wechselrichter benötigen oder auch im PKW immer mal wieder 230V brauchen, könnte dieses Gerät eine Alternative sein.

Zu Beginn: Ein Wechselrichter ermöglicht mit einer Autobatterie (Solarbatterie) normale 230V Geräte zu betreiben. Dabei ist zu beachten, dass große Verbraucher eine hohe Leistung benötigen. Also Kaffeemaschine, Wasserkocher, Haartrockner, Kühlbox schlucken schon mal gerne 1000, 2000 oder mehr Watt.
In der Regel sind die Batterien im Wohnmobil dann auch sehr, sehr schnell entladen. Daher schon an dieser Stelle der Praxistipp: Wasser und Kaffee  im Wohnmobil auf dem Herd (mit Gas) heiß machen. Wesentlich effektiver und billiger!
Das mir von Ken gelieferte Gerät wäre für solche Zwecke dann auch zu gering dimensioniert. Aber für was braucht man im Wohnmobil meist einen Wechselrichter?
Klar, für all die Ladegeräte, von Fotoapparaten, bis zum Notebook. Und genau hier setzt der SNAN Wechselrichter an.

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Sehr kompakt gebaut wirkt er kaum größer als zwei Zigarettenpackungen. Geliefert wird er mit zwei Kabeln: Einer für die „Zigarettenanzünder“-Steckdose und einmal für den direkten Anschluss an die Batterie: Zwei Klemmen.

Die Kabel können sehr einfach an den Schraubanschlüssen gewechselt werden. Aufgepasst. Wechselrichter benötigen hohe Spannungen, daher nie die Kabel unterdimensionieren oder unnötig verlängern. Je länger desto dicker sollte das Kabel sein.
Aber wir haben ja nur kleine Dinge mit dem Wechselrichter vor.

An den Schraubanschlüssen werden die Kabel befestigt
An den Schraubanschlüssen werden die Kabel befestigt

Erster Test:
Der Anschluss erfolgte fix und bei der Bedienung des Geräts kann man eigentlich nichts falsch machen: Ein / Aus. Mehr Bedienelemente gibt es nicht. Also genau richtig für einen Dummy, wie mich. Dann schaue ich mir die Anschlüsse an und rätsele erst einmal: Wo kommt der deutsche Stecker hin?
Das gute an dem Gerät ist: Es ist auch für die meisten ausländischen Stecker vorbereitet.

Deutsche Stecker werden unten quer eingesteckt
Deutsche Stecker werden unten quer eingesteckt

Und ja: Unten – quer – kommt der deutsche Stecker hin. Man kann da auch nichts falsch machen, denn anders lässt sich der Stecker gar nicht einstecken, höchstens mit Gewalt.

Ergebnisse:

Als erstes kommen die verschiedenen Ladegeräte meiner umfangreichen Fotoausrüstung zum Zug.
Alle funktionieren einwandfrei. Irgendwann geht das Gebläse im Gerät an. Hörbar, aber da das Gebläse der Heizung läuft, nehme ich es kaum war. Im ruhigen Raum, wird man das Geräusch hören können.
Als nöchstes versuche ich einen Akkulader, der schon mal 300 Watt und mehr zieht. Auch hier arbeitet der Wechselrichter problemlos.

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Für viele ausländische Stecker vorbereitet – praktisch: links zwei USB Steckdosen

Vor einigen Jahren habe einen teuren, angeblich speziell für PKW entwickelten Wechselrichter geschrottet und mit einem anderen Gerät das Netzteil meines Notebooks förmlich gegrillt. Der Gestank hielt sich noch tagelang im Wagen. Daher habe ich mir diesen Test bis zum Schluss aufgehoben:
Mein fettes Notbook braucht ziemlich viel Saft. Mal sehen, ob der kleine das schafft. Wichtig ist hierbei, dass manche hochwertige Geräte bessere Wechselrichter benötigen. Dabei werben viele mit „Sinus“-Wechselrichter oder modifizierte Sinuswelle. Zumindest „modifizierte Sinuswelle“ sollte ein Wechselrichter können. Wobei hier die Bandbreite offenbar groß ist. Oft hilft nur ein Test, ob das gewünschte Gerät mit  dem Wechselrichter arbeitet (Siehe auch unseren Produkttest Kaffeemaschine)

Also das teure Notebook angeschlossen, und Überraschung: Der SNAN bedient es ohne Probleme.

Natürlich musste ich es dann noch übertreiben: Unser Haartrockner hat eine 600 Watt Einstellung. Vielleicht geht es ja.
Angeschlossen, eingeschaltet, läuft an und – Störung.
Ok, das war zu erwarten, aber ein Versuch war es wert und die Sicherheit, dass das Gerät bei Überlastung auf Störung geht, ist allemal besser als abzufackeln oder die Batterie zu ruinieren.

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Ein Schalter reicht zur Bedienung

So nebenbei sei noch erwähnt, dass beim SNAN Wechselrichter gleich zwei USB Buchsen verbaut sind. Wer also auf die Schnelle sein Smartphone laden will, kann das auch damit erledigen

Fazit:

Für die vielen kleinen Verbraucher, die man nur Gelegentlich braucht, eignet sich das Gerät vorzüglich. Wer im Urlaub also keinen Haartrockner benötigt, kommt mit dem kleinen Freund wunderbar aus. Und dann sind 26 Euro wirklich ein Schnäppchen. Daher: Daumen hoch
Für größere Verbraucher mit hohem Leistungsbedarf (Watt) benötigt man nicht nur einen größeren Wechselrichter, sondern auch wesentlich mehr Batteriepower.

Noch ein Praxistipp am Ende: Nach Gebrauch den Wechselrichter immer ausschalten. Ansonsten verbraucht er permanent Strom und zieht unter Umständen die Batterie leer!

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2 Gedanken zu „Produkttest: SNAN 300 Watt Mini-Wechselrichter – Daumen hoch“

  1. Habe den BESTEK 300W Spannungswandler Wechselrichter …Funktioniert gut., man sollte nur den Zigarettenanzünder nicht überlasten, so wie ich, Mit meiner Waeco Kühlbox und Spannungswandler war der Zigarettenanzünder-Verteiler etwas überlastet, er ist geschmolzen. Aber für Kleinkram nur zum aufladen, z.B.Notebook o.ä tip top, besser alledings direkt in den Anzünder, als noch nen Verteiler benutzen… Die Sicherungen danken es einem 🙂

  2. Achtung: Ich habe mit einem Wechselrichter ohne Sinuswelle, also auch ohne modifizierte Sinuswelle, mein Ladegerät der elektrischen Zahnbürste zerstört. Zu Beginn des Urlaubs und im Ausland sehr unangenehm. Also bitte gar nicht erst ausprobieren ohne Sinuswelle.

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