Baden-Baden, ein viel zu lauter Stellplatz und eine stille Burg

2016-04-07_17-13-10_Bodenseetour__MG_9139-1600Am Morgen ist das schlechte Wetter dann auch am Bodensee angekommen.
Die Entscheidung weiter zu fahren war offenbar doch richtig. Von unserem beschaulichen Übernachtungsplatz fahren wir nach wenigen hundert Metern wieder in die Schweiz, um nach einigen Kilometern entgültig nach Deutschland zu kommen. Diesmal gibt es auch einen Grenzposten, aber keine Kontrolle.
Am Morgen haben wir uns für Baden-Baden als nächstes Ziel entschieden. Zum einen gibt es dort bestimmt etwas zu sehen, zum anderen direkt hinter Baden-Baden einen Kletterfelsen.

Doch erst einmal geht es in den Schwarzwald.
Das Wetter ist nun richtig mies, in den Höhen des Schwarzwaldes finden wir sogar noch Schneereste und auf der empfehlenswerten Schwarzwald-Hochstraße fällt die Temperatur auf Null Grad!
Nebel und Regen begleiten uns und so halten wir nicht, sondern fahren so schnell es erlaubt ist weiter. Schaden, denn hier liese sich hervorragend wandern und Pause machen.

Kurz vor Baden-Baden dann das erhoffte Wunder: Die Wolken reißen auf und die Sonne begrüsst uns wieder.
Und tatsächlich, wir kommen bei Sonnenschein und 15 Grad in Baden-Baden an.
In der neuen Geroldsauer Mühle, die erst im vergangenen Sommer eröffnet wurden, machen wir Rast und gönnen uns einen Kaffee und genialen Kuchen!

In Baden-Baden suchen wir dann verzweifelt eine Möglichkeit zu parken. Unvorbereitet wie wir sind, war uns nicht klar, wie klein und eng die Stadt ist. Wir entschließen uns zum Stellplatz am Ort zu fahren und erst einmal zu Ent- und Versorgen.
Der Stellplatz ist von der Autobahn kommend nicht zu übersehen, aus den Bergen kommend jedoch nicht ausgeschildert. Dank Navi finden wir ihn trotzdem.

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Einige, sehr große Wohnmobile stehen schon da, am Ausgang warten sogar ein paar Leihfahrräder für die Fahrt nach Baden-Baden. Auch öffentliche Verkehrsmittel sind nicht weit.
Einzig, dass der Stellplatz unmittelbar an der vielbefahrenen, vierspurigen Hauptstraße liegt, ist uns ein Dorn im Auge. Einfach viel zu laut. Auch nur für eine Nacht!
Aus unserem Kletterführer wissen wir, dass es in der Nähe des Kletterfelsens einen Parkplatz gibt. Ob der jedoch auch mit dem Wohnmobil erreichbar ist?

Wir probieren es aus. Nur rasch entsorgt (dabei fällt mir auf, dass ich schon immer mal einen Artikel über Entsorgen und die vielen Varianten der Entsorgungsstationen schreiben wollte)
dann geht das Abenteuer los.

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Denn es geht nach wenigen hundert Metern steil den Berg hinauf. Bislang war uns nicht bekannt, dass Baden-Baden am Fusse eines Gebirges liegt. An einer Stelle setzt sogar unsere Anhängerkupplung auf, aber da wir doch ein relativ kleines Wohnmobil haben, kommen wir gut durch den Wald und sicher auf den Parkplatz an der alten Burg.
Ein traumhafter Ausblick belohnt uns für unsere Mühen.2016-04-07_17-54-28_Bodensee_20160407_175429-1600

Da die Sonne schon am untergehen ist, spurten wir die steilen Treppen zur alten Burg hinauf und können sogar noch den Sonnenuntergang genießen. Immer wieder lugt die Sonne unter der Wolkendecke hervor.


Wir erkunden noch das Klettergebiet und schicken ein Stoßgebet zum Himmel: Lass die Wetterprognose eintreffen: Schönes Wetter in Baden-Baden.

 

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