Wohnmobil und eBike – die ideale Verbindung

Vor ein paar Wochen haben wir uns eBikes gegönnt.
Natürlich hören wir allenthalben: Dafür seit ihr aber doch noch zu jung. Oder: Wenn wir mal nicht mehr können, kaufen wir auch welche.

In beiden Fällen, versuchen wir nicht mehr zu antworten, ja sogar weg zu hören, die Ohren auf Durchzug zu stellen. 
eBikes sind keine Rollatoren, die man erst nimmt, wenn es nicht mehr anders geht. eBikes darf man auch mit 50 schon fahren. Und natürlich auch jünger.
Viel wichtiger: Spaß muss es machen.
Und das tut es.

Jetzt lohnt sich der Einbau des Fiamma Fahrradträgers – der Lift hebt die schwereren Räder locker in die Höhe. Und auch der damals größer dimensionierte Wechselrichter tut treu beim Laden seine Dienste. Einzig die Solaranlage hätte größer sein dürfen – dafür ist jetzt die EFOY Gold wert: Dank ihr haben wir immer ausreichend Strom! Die Technik passt also schon einmal.

Diese Bericht soll euch Mut machen: 
Es geht nicht mehr so, wie früher? Der Job lässt auch nicht mehr Training zu? Die Familie will auch ihre Zeit.
Verzichten? Warum. Ihr lebt jetzt und hier und heute.
Also hört nicht auf die Sprüche anderer. Macht es einfach und geniest jeden Tag

Ein Manko unserer Wohnmobiltouren war in der Vergangenheit oft, dass wir mit den normalen Fahrrädern 10-20 Kilometer fuhren.  Für mehr fehlte die Kondition.
Dann sind wir doch mit dem Wohnmobil bis in die Stadt oder zur Sehenswürdigkeit gefahren und haben die Räder nicht vom Träger geholt, weil die Landschaft zu hügelig, die Strecke zu anstrengend oder es einfach zu warm war.

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Nun haben wir es also gewagt. Und schon bei der Probefahrt am ersten steilen Berg gemerkt: Das ist es! Für den Sport klettern, kajaken, ski, joggen und schwitzen wir.

Bei eBiken genießen wir die Landschaft und erschließen uns Strecken, die wir sonst nie angegangen sind.

Am Wochenende war nun die erste Tour in die Pfalz angesagt. Wer die Pfalz kennt, weiß, dass man am Fuß der Weinberge Routen ohne große Steigung fahren kann. Oder das genaue Gegenteil. Heftige Hügel, Steigungen, den Pfälzer Wald, echte Berge und Täler.

Würden die Räder unsere Erwartungen bestätigen?
Wie klappt das mit den Ladegeräten, den 500 W Bike Akkus, unserer Wohnmobil-Batterie, der Solaranlage.
Können wir in Zukunft überhaupt noch Freistehen oder müssen immer auf Camping- oder Stellplätze?
Und sehr spannend: Macht eBike-fahren wirklich so viel Spaß und wie weit fahren wir am Ende wirklich mit den Rädern.

Mit 2000 Euro und mehr sind eBikes ja nicht gerade preiswert. Mal zwei. Da sollte man schon genau wissen, ob am Ende alles so klappt, wie man es sich wünscht.
Leider gibt es kaum Berichte, die unsere persönlichen Wünsche und Ziele berücksichtigen. Natürlich gibt es viele, die Wohnmobil und eBikes fahren. Aber die meisten stehen in der Regel auf Stellplätzen mit Stromanschluss. Die wenigen, die zusätzlich auch Freistehen haben dann 600 Watt auf dem Dach und ein dutzend AGM Batterien oder einen Benzin-Stromerzeuger an Bord.
Dazu ist unser Wohnmobil zu klein und wir wollen kein Stinker-Stromerzeuger vor der Türe haben.

Reichen unsere 200 Watt Solar und 200 A AGM Batterie?
Jein!
Schon am ersten Tag fahren wir 60 km nach Speyer und zurück. Die Akkus sind halb leer – wir total euphorisch, denn in der ersten Frühjahrssonne durch die Weinberge, Wälder und am Rhein entlang zu fahren, ohne sich abzuhetzen, ist einfach ein tolles Gefühl!

Das einzige, was am Ende des Tages weh tat, war der Popo, der das lange Sitzen einfach noch nicht gewöhnt war.

Da es derzeit keine Ladegeräte von Bosch gibt, die man direkt über 12 Volt betreiben kann – die Geräte wurden offenbar vom Markt genommen – laden wir die Akkus mit unserem Wechselrichter und den normalen 230V Ladegeräten. Das bedeutet zwar ca. 5% – 15% Leistungsverlust, aber wir können ohne weitere Technik sofort laden.
So machen wir die Probe aufs Exempel: Ja, am Morgen sind die Akkus voll geladen. Prima!!!

Dann die Ernüchterung: Wir haben nur noch 60% Batterieleistung im Wohnmobil! Und  trotz strahlendem Sonnenschein  schafft unsere Solaranlage es nicht, den Verlust über den Tag  auszugleichen. Im Sommer  könnte das vielleicht gelingen.
Glücklicherweise haben wir ja eine EFOY Brennstoffzelle an Bord und dank dieser gelingt am Ende es Ende doch: Wir können die Akkus laden, TV gucken und freistehen und am Ende sind die Batterien des Wohnmobils trotzdem voll.

In einem weiteren Bericht rechnen wir für euch einmal durch, wie es mit Solar und Batterie und eBikes doch funktionieren kann und ob es nicht doch 12V Ladegeräte für unsere Bosch Akkus gibt.

Fazit:
Wir sind an drei Tagen 150 Kilomter gefahren. Am letzten Tag auf 40 Kilometer rund 1000 Höhenmeter. Nie im Leben wären wir ohne Wohnmobile hinauf auf den Kalmit gefahren und dazu noch zum Hambacher Schloss. Mittagspause am Zeter Berghaus inbegriffen.
Die eBikes wollen wir schon jetzt nicht mehr missen und würden uns jederzeit wieder welche kaufen. Der Aktionsradius vergrößert sich immens und ist viel schöner, wie ein knatterndes Vespa oder Motorrad.

Die Akkus waren jeweils zu 50% gelehrt und über Nacht geladen war unser 200 A AGM Batterie nur noch 50-60% voll.
Die Technik muss somit mit der Ausrüstung wachsen – dazu in einem späteren Artikel mehr!
Oder noch besser: EFOY einplanen. Ein tolles Stück Technik!

Fiamma Lift 77

Weil wir nun einmal älter werden, haben wir einen Fiamma Lift Fahrradträger, der sich nun mit dem Kauf der eBikes, bestens bewährt. Die mehr als 20kg Fahrräder werden einfach per Lift nach oben gehoben.

Habt ihr Fragen zum Thema eBikes?
Dann her damit: Das Thema wird uns die nächsten Wochen sicher weiter beschäftigen.

7 Gedanken zu „Wohnmobil und eBike – die ideale Verbindung“

  1. Hallo, wir laden unsere Akkus (zweimal Bosch Performance 500 er) mit der Solaranlage am Tage über den Lastausgang des Solarreglers. 300 Watt Flach auf dem Dach und 150 als Koffer zur Ausrichtung ergeben zwischen 15-24 amp.
    Das reicht um die Batt 200 amg und beide Accus über einmal 12 Volt Lader (6 amp)und einmal Wechselrichter (7amp)zu laden. Ladezeit so 4-5 Stunden wobei wir die Akkus nie vollkommen leer fahren.
    Wenn Ihr euch als Ersatz zwei kleinere Accus 400 gibt es schon so um die 200.- zulegt diesee dann als Wechsel benutzt, ist das wesentlich günstiger umd funktioniert sehr gut.Zumindest bei uns.

    1. Hallo Hans Dieter,
      hallo Dieter.
      Danke für eure zustimmenden Worte!
      Die Idee von Dieter ist wirklich gut: Zweite Akkus, dann kann immer ein Satz laden.
      Und natürlich muss die Solaranlage angepasst werden.

      Viele Grüße
      Jürgen

  2. Hallo,
    ich stimme vollumfänglich zu.
    Wer kein eBike braucht, kann er es noch sportlicher haben und auf jede Art von Gangschaltung verzichten.

    Und im Fahrzeug auf Servolenkung, Bremskraftverstärker, elektrische Fensterheber usw.

    Im Haushalt gibt es auch noch Möglichkeiten sich dem Fortschritt zu entziehen und seine Muskelkraft eizusetzen. Waschmaschine, Spülmaschine, Mixer …..

    Heimwerker: Bohrmaschine, Schwingschleifer, Kreissäge, Akkuschrauber usw.

    Vielen Dank

  3. Klasse Berichte..
    Habt ihr keine Bedenken wegen dem Heckträger?
    Wir haben uns bis jetzt nicht getraut unsere E-Bikes ans Heck zu schnallen..
    Unser Heckträger kann zwar 60 Kilo vertragen, und die E-Bikes haben ohne Akku 40,
    trotzdem überkommt mich irgendwie ein komisches Gefühl wenn ich die Bikes mitnehmen möchte..
    Liebe Grüße,
    Achim.

      1. Hallo lieber *admin
        ganz so bedenkenlos ist diese Montage nicht, Eura RS660, was die Festigkeit betrifft kann ich nicht negatives sagen wobei wir nur zwei Räder geladen hatten ca 30kg. Der erste Punkt ist aber der, dass die Schraube welche zum Kontern benütz wird in kalten Jahreszeiten eine Kältebrücke bildet welche natürlich für den der an diesem Punkt schläft (meine Frau) unangenehm ist.
        Der zweite Punkt ich habe seit 14 Tagen eine Undichtigkeit an der mittleren Schraube nach deren Ursache ich noch suche.

  4. Ich transportiere unsere E-Bikes in der Heckgarage unseres Eura Profila RS. Sie werden mit ausgebauten Vorderrädern in die Garage „gesteckt“ weil ein Rad als Ganzes zu hoch ist, befestigt werden die Räder auf einem RadFazz- Halter. An sich eine praktische Lösung. Unsere Räder sind relativ neu, es sind „Pegasus“-Räder, das ist die Eigenmarke der ZEG-Fahrradhändler. An den Vorderrädern sind Schnellverschlüsse, die Räder haben hydraulische Magura Bremsen und keinen Nabendynamo, so dass das Ausbauen der Vorderräder einfach und schnell geht, es hängen auch nicht viele Kabel am Lenker rum an denen man immer hängen bleibt.
    Trotzdem trage ich mich mit dem Gedanken einen absenkbaren Heckträger zu kaufen.
    Ich habe vor kurzem den Fiamma Träger montiert der beim Kauf des Womo dabei war, leider kann ich unsere Pedelecs nicht mehr so hoch heben, also baute ich den Träger wieder ab…..
    Als Alternative habe ich den Heckträger von Sawiko ins Auge gefasst, der wird an der Rahmenverlängerung des Womo befestigt, er wiegt nicht viel und ist abnehmbar. Leider ist der Preis sehr hoch: € 1900,- möchte Sawiko dafür inklusive Montage haben. Selbstmontage wäre möglich, es muß allerdings eine Anhängersteckdose installiert werden . Kurz gesagt: Das Ding ist mir zu teuer.
    Also bleibt als Alternative der Fiamma Carry Bike Lift 77. Fast baugleich gibt es einen Träger von Thule, der Fiamma ist mir sympathischer weil auch die Befestigungsschienen von Fiamma bereits an der Womorückwand montiert sind.
    Die Bedenken des Schreibers des vorherigen Beitrages kann ich nicht teilen, die Schienen an der Heckwand sind zwar mit durchgehenden Schrauben fixiert, die Tragfestigkeit wird jedoch durch die Verklebung sichergestellt. Eine Kältebrücke entsteht bei mir nicht denn an der Rückwand ist innen eine gepolsterte Platte angebracht.

    Ich warte nun auf weitere Erfahrungen und Berichte.

    Gruß aus Oberbayern
    Franz

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