Trenntoilette – The Winner is … – Werbung –

Die alte Toilette muss raus.
So oder so.
Ganz egal für welchen Hersteller wir uns am Ende entscheiden.
Erst wenn die alte Thetford ausgebaut ist, können wir abschätzen, wie viel Platz für die neue Trockentoilette bleibt.
Also kommt sie raus. Die Alte.
Also die Toilette.

Viele Links zu den Produkten,
zu Einbauberichten und Selbstbauten
haben wir in diesem Artikel zusammengestellt: LINKS

Wie das geht könnt ihr am Ende lesen oder euch im Video anschauen. Und weiter unten erklären wir auch, warum wir keine Toilette selbst bauen.

Erst wenn  das geschafft ist, kann man überhaupt einschätzen, welche Trenntoilette in das eigene Bad passt. Tiefe, Breite, Höhe. Kann ich überhaupt dann noch darauf sitzen und bekomme die Tür zu. Trivial? Denkt ihr? Dann schaut euch die eine oder andere Bauanleitung im Netz an und vielleicht zweifelt ihr dann, wie wir auch, über die Alltagstauglichkeit.

Wir haben uns die Mühe gemacht, unterschiedliche Toiletten in den freien Raum zu stellen.
Und das hat uns die Augen geöffnet.
Von den fertigen Toiletten haben wir uns Separett, Nature’s Head und Airhead angeschaut.
Separett fiel schnell durch unseren Raster, denn in der Separett steht im Grunde ein Eimer mit einem Beutel, in den das Geschäft hineinfällt.

Nature’s Head und Airhead sind hingegen zwei Anbieter, die im großen Behälter eine Kurbel haben, die die festen Hinterlassenschaften mit einem Kokos-Humus vermischen. Dort verbleibt alles wochenlang und wird mehr oder weniger zu Humus. Eventuell entstehende Gerüche werden durch einen Schlauch abgesaugt.

Ursprünglich gehörten wohl die beiden Firmen zusammen, gehen heute getrennte Wege, die Funktion ist für uns nahezu identisch,

die Nature‘s Head Toilette wirkt sehr robust, der Kunststoff sehr dickwandig, der Sitz ist fest verbaut und passt genau auf den Unterbau. An der Seite stehen zwei Rohrstücke für die Entlüftung ab.

Und sie ist etwas breiter als die Airhead.

Die Airhead sieht deutlich filigraner aus, fast identisch mit der normalen Thetford Toilette, ist schmal und bietet die Möglichkeit den Urinbehälter in unterschiedlichen Größen auszuwählen und verschiedene Toilettensitze zu montieren.
So gibt es einen schmaleren und einen breiteren Toilettensitz, was uns gut gefällt, denn damit kann man Platzbedarf weiter optimieren.

Aber es geht ja nicht ums gefallen.
Passen muss es. Und nur die Airhead passt in unser Bad, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir können sie sogar auf einer Platte montieren, um sie zur Seite zu drehen und haben dann ein wenig mehr Platz, wie mit der alten Thetford.

Und so findet nun die Toilette von Airhead einen Platz in unserem Bad.

Robust sind bestimmt beide Toiletten und halten wahrscheinlich ein Camper Leben lang. Ein paar Details sind uns erst später aufgefallen: Die Nature’s Head hat einen Behälter an der Vorderseite, in den der Urinbehälter gestellt wird. Eine gute Idee, um schnell zu wechseln, aber wenn man ein Bad hat, bei dem beim Duschen auch die Toilette unter Wasser gesetzt wird, dann läuft in diesen Behälter auch Wasser hinein.
Das wäre bei uns nicht der Fall, aber für euch vielleicht wichtig, wenn ihr ein solches Bad habt.
Bei den Preisen geben sich die beiden übrigens kaum etwas.
Ca. 1000-1200 Euro müsst ihr für eine solche Toilette einplanen.
Details zu Airhead bekommt ihr bei airheadtoilet.de , alle Infos zu Nature’s Head bekommt ihr bei Tomtur.

Beide Toiletten werden übrigens häufig auf Booten eingesetzt und sind schon sehr lange auf den Weltmeeren erfolgreich unterwegs.

Aber nun starten wir den Ausbau der Thetford Toilette:

Eine Thetford auszubauen ist einfacher als ich es mir vorgestellt hatte. Nadja und ich hatten einen halben Tag dafür eingeplant, aber nach einer knappen Stunde war die Toilette schon ausgebaut.
An der Klappe für die Toilettenkassette beginnen wir mit dem Ausbau.
Im Video haben wir euch das im Detail aufgezeichnet.

Zuerst einmal den Strom abschalten, das Wasser aus den Leitungen laufen lassen und die Wasserpumpe abschalten.
Alle Kabelverbindungen lösen und den Wasserschlauch am besten am Rohrverbinder trennen.
Am Rohr eine handelsübliche Rohrendkappe aufsetzen.

Vielleicht kann man an dieser Stelle einmal eine Außendusche oder ähnliches anschließen.

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Wir lassen die Steuerung der Thetford an Ort und Stelle und ziehen nur die Kabel ab. Ansonsten bleibt ein Loch zurück, dass wir wieder mit einer Blende verstecken müssen. Mehrarbeit, die wir uns sparen.

Nun lösen wir alle Schrauben. Am Boden der Kassettenhalterung sind das vier Schrauben und außen halten bei uns drei Schrauben das Gehäuse. Eine Schraube entdecken wir erst, als wir einen Kabelkanal abschrauben.


Hat man alle Schrauben gelöst, lässt sich die komplette Toilette einfach nach innen schieben und herausnehmen.


Nun ist Platz für die neue Toilette.

Und damit fangen die Probleme erst an.

Uns war von Beginn an klar, dass wir keine Eigenbautoilette ins Bad basteln können. In unserem Wohnmobil ist im Bad der Platz wirklich optimiert und gut durchdacht. So durchdacht, dass eine größere Toilette, als die Thetford nicht hinein passt. Und schon gar nicht, wenn sie nicht in irgendeiner Weise drehbar ist. Vor dem Waschbecken ist ansonsten kein Platz mehr.
Die uns bekannten Eigenbauten haben meist einen festen Kasten, in den die Trenntoilettenschüssel eingebaut wird. Meist ist das der obere Teil von Separett. Mit diesem System lässt sich einfach eine Toilette bauen – wenn man denn genug Platz dazu hat. Sieht zwar manchmal etwas rustikal aus, funktioniert aber gut.

Im nächsten Teil geht es um den richtigen Standort unserer neuen Trenntoilette, wie wir die Toilette drehbar machen und dann natürlich um den Einbau.

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6 Gedanken zu „Trenntoilette – The Winner is … – Werbung –“

  1. Hallo

    dieser Artikel passt für mich perfekt. Ihr seid in dem Thema schon etwas weiter gekommen. Bei mir ist der aktuelle Stand, dass ich nur die Airhead einbauen kann, wegen Platzproblem. Als nächstes erfolgt die Bestellung. Gespannt bin ich auf euren Einbau, vor allem wegen der Drehbarkeit.

    Gruss Mathias

  2. Hallo Jürgen,
    danke für das Intro – ich bin gespannt auf dein Fazit aus der Testphase!

    Nach dem Sichten deiner Videos stellt sich für mich vor allem folgende Frage:
    – in deinem Teil 1 des Video hast du ja jede Menge Platz beim abmontieren des Oberteils – aber wo stell ich das Ding denn ab, wenn ich im Camper-Bad stehe? Vor allem, wenn die Befüllung des „großen“ Behälters vielleicht nicht nur aus steinharten Würstchen besteht, sondern der Toiletten-Oberteil an der Unterseite sagen wir mal „verunreinigt“ ist?

    Ein kleiner eigener Praxisbericht: Das Thema „wohin mit dem Klopapier?“ kennt meine Frau vom Segeln. Genau das empfand sie beim Segeln auch immer den ekligsten Aspekt des Themas Toilette: du wirst immer eine Mülltüte voll benutztes Klopapier im Camper-Bad haben. Egal, ob diese Tüte dann nochmal in einem Behälter steckt – sobald du die öffnest, nutzt die beste SOG nichts mehr.

    Für uns kommt das Trocken-Klo daher nicht infrage.

    1. Hallo Rene,
      wie immer kann ich nur für uns sprechen.
      Wir haben nach kurzer Überlegung entschieden, das Toilettenpapier in die Toilette zu werfen. So wenig, wie möglich zu verbrauchen und feuchte Tücher zu benutzen, dann braucht es deutlich weniger Papier.
      Damit haben wir keine „Tüte“, die entsorgt werden muss.
      Zuletzt haben wir auch einmal für zwei Tage gar kein Humus benutzt, sondern einen Müllsack in den großen Bottich und ein paar Handvoll Sägespäne und die Tüte dann nach drei Tagen entsorgt. War auch unproblematisch.
      Ob das ökologisch sinnvoll war? Eher nicht, wir werden in Zukunft einfach die Toilette immer mit Humus gefüllt lassen.

      Beim Entsorgen gibt es zwei Varianten: Erstens: Im Bad: Ich nehme den Sitz ab und stelle ihn (den oberen Teil der Toilette) in die Dusche, bringe den großen Bottich nach draußen zur Entsorgung / Mülleimer.
      Die zweite Variante: Das komplette Klo abnehmen und erst draußen Bottich und Oberteil trennen.

      Aber du kannst es jetzt glauben oder nicht: Nimmst du den oberen Teil ab und der Bottich ist offen, riecht es trotzdem nicht!
      Kein Klogeruch a la normale Nasstoilette.

  3. Hallo und Frage,
    warum seit ihr bei Tomtur gelandet und nicht bei der anderen Firma? Preislich gibt sich das nicht nicht viel, oder?

    Zum Papier folgender Tipp, in vielen Ländern Südamerikas z.B. Uruguay, Venezuela oder Brasilien ist es Standart das Papier in einen „Papierkorb“ zu werfen. In Namibia auf Farmen übrigens auch. Bei uns gehts halt mit täglich ca. 120 Litern Wasserverbrauch in den Kanal…

    Alternativ wäre noch das Papier in Hundekotbeutel zu stecken (1000St. €12.–) dann zubinden in Abfallbeutel und gut ist es. Die Tüten gibt es sogar mit Duft 🙂
    Wir bekommen unser Womo erst im April und ich werde einen Teufel tun alle 2 Tage diesen Bongo in so ein versifftes Loch schütten.

    Gruß
    Berthold

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