Internet im Van, Wohnmobil und Wohnwagen: Alles was man über Starlink wissen muss

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Starlink, das moderne Satelliteninternet von Elon Musk.
Das hört sich perfekt für das mobile Arbeiten im Internet an.
Aber ist es wirklich schon so gut?
Wir haben einen professionellen Benutzer befragt, der erklärt,
wie das System funktioniert, was man alles für sein Geld bekommt, wie der Aufbau und die Technik funktioniert, was gut und schlecht ist und wo sich das System hin entwickeln wird.

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Stefan Schluppek schreibt dazu:

Starlink ist das Satelliteninternet von Elon Musk.
Über eine relativ kleine und mobile Antenne kann man fast überall ins Internet kommen.
Ich nutze, das System seit Mai 2022 und berichte hier auf Womo.blog über meine ersten Erfahrungen.
Wir haben uns im Frühjahr 2022 einen Wohnwagen gekauft.
Da ich in der IT arbeite und ich zum Arbeiten nur eine gute Internetanbindung benötige, habe ich lange und viel recherchiert. Auch hier auf Womo.blog gibt es einige Artikel zum mobilen Internet im Wohnmobil und Wohnwagen. Ich hatte mein System aus 5G Router plus Dachantenne zusammen, mich hat nur sehr gestört ein Loch ins Dach zu bohren um die Antenne zu einem guten Empfang zu verhelfen. Kurz vor dem Kauf habe ich einen Artikel über Starlink gelesen und dass es jetzt eine Wohnmobilvariante gibt. Da habe ich dann zugeschlagen und bereue es bis jetzt noch nicht. In meinem persönlichen Blog habe ich alle Details aufgeschrieben.

FAQ zu Starlink:

 

  • Was unterscheidet Starlink und Mobilfunk?
    • Mobilfunk nutzt Funktürme, die mit dem mobilen Router (oder dem Smartphone) kommunizieren. Wenn zwischen dem Funkturm und dem mobilen Router ein Hindernis ist, ist der Empfang gestört. In dünnbesiedelten Gegeneden lohnt sich für die Mobilfunkprovider oft nicht ihre Funktürme aufzubauen.
      Starlink nutzt für die Kommunikation Satelliten, die in einer niedrigen Umlaufbahn um die Erde fliegen. Aktuell befinden sich ca. 2.500 Satelliten im All, es sollen mal bis zu 30.000 werden. Im Vergleich zum Mobilfunk ist die Sicht nach oben oft nicht verdeckt. Und auch ein Betrieb abgelegenen Gegenden ist möglich. Die verfügbare Bandbreite ist höher, da ein einzelner Funkmast kein Flaschenhals darstellt.
  • Wenn Starlink über Satellit kommuniziert, ist der Aufbau bestimmt sehr kompliziert?
    • Man kann sich die Starlink App aus dem App-Store laden und darin schon mal ausprobieren, ob man einen guten Standort für die Antenne hat. Über die Handykamera wird die Umgebung erfasst und es wird eine Prognose erstellt, ob ein Empfang möglich ist. 
    • Der Aufbau ist sehr einfach und für jeden Laien machbar. Wenn man sich das Paket von Starlink bestellt, ist alles dabei, was man benötigt. Die Antenne, der Antennenfuß, der Router mit WLAN sowie die entsprechenden Kabel. Das Antennenkabel ist mehr als 20 Meter lang, damit man immer einen guten Standort für die Antennen wählen kann. Alles ist von der Form der Stecker her eindeutig und man kann es nichts falsch anschließen.
      Man braucht aber unbedingt ein Smartphone mit der Starlink App darauf. Nachdem man alles angeschlossen hat, richtet man mit der Starlink-App ein WLAN ein, das ist in wenigen Schritten realisiert. 
  • Wie viel Strom braucht das ganze System?
    • Es wird ein 230 Volt Stromanschluss benötigt. Wenn die Heizung in der Antenne nicht in Betrieb ist, verbraucht das System ca. 45 – 55 Watt. In einem 12 Volt System werden ca. 4 Ah für den Betrieb benötigt.
  • Welches Datenvolumen hat man zur Verfügung?
    • Der Vertrag mit Starlink ist immer eine Flatrate ohne Begrenzung.
  • Welche Bandbreite bietet Starlink?
    • Bei guter Sicht auf den Himmel kommt man auf bis zu 200 Mbps Download und 15 – 20 Mbps Upload. Bei einem Ping von 40 bis 60 ms. Das erreicht man auch in den Abendstunden. 
  • Was ist mit Roaming, fallen im Ausland zusätzliche Kosten an?
    • Nein, da Starlink fast auf der ganzen Welt verfügbar ist, fallen keine extra Kosten an im Ausland. Die Verfügbarkeit kann man sich auf einer Karte von Starlink anschauen.
  • Was kostet das ganze und wo kann man es kaufen?
    • Das Starterpaket kostet einmalig 702 €, jetzt 399 €, darin enthalten sind alle Kabel, die Antenne mit Fuß und der Router.
    • Monatlich fallen Kosten in Höhe von 124 € an. Man kann jederzeit den Vertrag pausieren und ihn bei Bedarf wieder reaktivieren. Die Vertragslaufzeit ist immer 30 Tage, diese starten, sobald man die Laufzeit aktiviert. Während der Vertrag pausiert, fallen keine weiteren Kosten an. 
    • Kaufen kann man das nur bei Starlink direkt über die Webseite https://www.starlink.com/ 
  • Kann man Starlink auch zu Hause nutzen?
    • Ja klar kann man es auch zu Hause nutzen. Dafür gibt es von Starlink auch extra Halterungen, damit man die Antenne an einem guten Platz anbringen kann.
 

Links:
Abdeckung; https://www.starlink.com/map

Starlink Wohnmobil: https://www.starlink.com/rv

Stefan Schluppeck

Stefan Schluppeck

Gastautor auf Womo.blog

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19 Antworten

  1. Zitat: Internet immer und überall kostenlos.
    Ich frage mich, für was ich dann im Monat 124 € bezahlen soll, wenn es laut Zitat kostenlos ist.

    1. Walter, das war zu Beginn mal eine Werbeaussage für die dritte Welt.
      Und wenn ich es einem zutraue, dann Musk, dass er in einigen Teilen der Welt das kostenlos zur Verfügung stellt.
      Ja, klar – die anderen zahlen dann dafür, aber die Idee ist super

  2. Ich lobe mir da noch immer meinen Router mit SIM Karte und 5G Dachantenne. Kosten monatlich: CHF 20 für unbegrenztes schnelles Internet. Natürlich abhängig vom jeweiligen Empfang wobei ich bisher nie Probleme hatte. Im Ausland, z.B. auch USA, kaufe ich mir eine SIM für Data only und brauche das Internet zum lokalen Tarif. Ich persönlich, finde das für mich die beste Lösung.

    1. Oh, Beat – da seit ihr in der Schweiz wahrscheinlich besser dran, wie wir hier. Denn bei uns gibts zu viele tote Ecken ohne vernünftigen Empfang. Manchmal brauche ich drei Telefonanbieter mit unterschiedlichen Netzen, um halbwegs arbeiten zu können. Im Ausland, dank Roaming, gehts dann einigermaßen, aber die Volumen sind arg gedeckelt.

  3. Hallo Jürgen, das ist die Zukunft, aber auch schon für viele Menschen aktuell hilfreich. Danke für den tollen Beitrag und konkrete Informationen.

  4. Dass das System mal eine Alternative zum Mobilfunk wird, klar, aber das sehe ich erst wenn die Geräte wirklich klein sind und auch Telefon darüber zu Leuten geht die anders unterwegs sind. Z.Zt. ist ja noch nicht mal ein Betrieb mit 12V möglich. Was ich vermisst habe war ob das System aus den USA geliefert wird oder der EU, wegen Zoll und der Steuer die bei den USA noch auf den Preis anfallen. Bei den jetzigen Preisen ist Starlink was für Nutzer mit Geld oder die es von der Steuer absetzen können, wie Herr Schluppeck. Otto Normalverbraucher wird sich noch lange mit dem schlechten Netzen hier rumärgern müssen. Es war ja mal in der EU die Rede von einem Grundrecht auf kostenloses Internet, wenn das mal kommt muss dann der Menschenfreund Musk sein Starlink kostenlos bereitstellen? Sicher wird er Wege finden das er nicht muss, wie bei seiner Autofabrick bei der auch Umweltgesetze solange verbogen wurden bis sie passten.

  5. Toller Beitrag und das Videointerview deckt sehr viele Fragen schon ab. Allerdings habe ich in den Q&A von Starlink folgenden Passus gefunden:
    „* Internationale Reisen: Starlink kann nur auf demselben Kontinent wie die registrierte Serviceadresse verwendet werden. Wenn Sie Starlink länger als zwei Monate im Ausland verwenden, müssen Sie Ihr Konto auf Ihren neuen Standort ändern oder einen zusätzlichen Starlink erwerben, um den Service beizubehalten.“
    Für mich heißt das, dass das System auf Langfahrt im Ausland (z. B. Überwinterungen in Spanien, Portugal usw.) nicht verwendet werden kann.

    1. Dazu liest man in den Foren, dass Starlink da sehr kulant ist. Einfach eine Anfrage an den Support senden. Die sind da tatsächlich sehr flexibel. Ich vermute, das sie den Markt erst noch besser kennenlernen müssen. Und da geht man auf die Wünsche des Kunden ein.

  6. Ok, wenn man ständig im Womo unterwegs ist und arbeiten will, mag das sinnvoll sein – aber für „normale“ Reisende sehe ich einen Grundanschaffungspreis von € 399,- Sonderpreis + jährliche Gebühren von knapp € 1500,- aus einer anderen Perspektive.
    Vielleicht bin ich ja auch einfach zu „old school“.

    1. Nein, nein, du bist nicht old school! Das siehst das schon richtig. Es ist u.a. für die gedacht, die aus dem WoMo heraus arbeiten (müssen). Für die breite Masse bleibt es unattraktiv (außer man hat Geld zu viel oder der Spaß an Technik siegt).
      Für mich darüber hinaus noch ein Pferdefuß: Musk selbst! Den schert es nämlich einen Dreck, in welchem Zustand er die Welt hinterlässt, sondern er geht nur danach: Was ist mit Geld alles möglich!

  7. Wir fahren Wohnmobil um etwas Ruhe von der ganzen Hektik zu bekommen.
    Viele haben leider nicht mehr die Gabe, sich vom Alltagsstress zu entschleunigen und sich richtig zu erholen, ohne dem ganzem Firlefanz, weil sie sich mega wichtig fühlen. Darum müssen diese Leute auch noch auf dem WC 24/7 online erreichbar sein.
    Ich bedauere diese Artgenossen sehr und kann ihnen daher nur raten, nicht nur für 400€ das Starterpaket zu nehmen, sondern gleich ein Rundum-Sorglos-Paket zu kaufen, damit sie auch noch in jeder abgelegenen idyllischen Landschaft sofort Online-Bilder posten können.

    1. Hi Günther,
      mancher arbeitet im Wohnmobil. Wenn ich Urlaub mache, versuche ich zu verzichten, aber auch das ist in unserer vernetzten Welt schwer.

  8. Ich hätte immer Bedenken, dass mir das Teil vor dem Womo, WoWa gestohlen wird. Packt man das immer wieder ein (abends, wenn man mal einkaufen geht…)?

    1. Die Antenne ist mit Deinem Account verknüpft. Du kannst in den Debugdaten auch immer sehen, wo die Antenne gerade steht, sprich Du siehst die GPS-Koordinaten. Das betreut nicht das die Antenne nicht gestohlen werden kann, nur kann man damit nichts anfangen. Wenn Du das System verkaufst, muss Du das dem Support melden, dann kann der Käufer das System in seinem Account aktivieren.

  9. Interessant wäre auch eine Version die wie die TV Satellitenschüssel direkt auf das Wohnmobil gebaut werden könnte. Dann wäre die Diebstahl Frage für‘s erste geklärt. Ferner sollte es technisch machbar sein die Schüssel um die Hälfte zu verkleinern und horizontal anzubringen, damit unsere Wohnmobile später nicht so aussehen wie der Marsrover. Eine Anpassung der monatlichen Gebühren für 30€ wäre wünschenswert. Klar tausende Satelliten in den Orbit zu befördern ist teuer. Aber mal ehrlich der monatliche Grundpreis wird doch im Laufe der Zeit weiter steigen und somit wird die ganze Geschichte immer unattraktiver. Für eine Firma im Wohnmobil wird diese überall Internet Technologie sehr interessant sein, da eine nicht Erreichbarkeit den Kunden nur verärgern wird.
    Fazit: Elon Musk mischt mit seinem Produkt die ganze Welt insbesondere die mit Internetoasen gesprenkelte Republik (Scherz) auf. Früher war alles noch schlimmer. Somit können sich die großen 3 Mobilfunkanbieter sich nochmal richtig ins Zeug legen wenn sie auf diesem Markt in Zukunft weiter mitspielen wollen. Und ein schneller Ausbau mit 5G ist absolut erforderlich. Denn in Deutschland ist das einfach nur lächerlich für 100€ eine Flat in einem vernünftigen!!! Netz zu kaufen. Da sind andere Länder Norwegen, Frankreich, Litauen schon 30 Jahre im Voraus.

    1. Bisschen Dick aufgetragen in deinem Fazit, was? Aber Ironie muss auch sein. Zu anderen Ländern (vor 30 Jahren gab’s, glaube ich, noch keinen Mobilfunk): ich war dieses Jahr in Norwegen, vom hohen Norden bis zum Geiranger, und glaub mir; die Funklöcher dort sind nicht weniger als bei uns!

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