Frische Luft im Wohnmobil: Der automatische Dometic Fantastic Vent – Produkttest – Werbung

Wir haben wieder einmal gebastelt: In unserem Bad braucht die Feuchtigkeit oft lange, bis sie den Weg nach außen gefunden hat.
Dazu steht im gesamten Wohnmobil oft die Luft und ein richtiger Luftaustausch ist nicht möglich.

Ein Ventilator im Dachfenster hat uns in lauen Sommernächten dann geholfen, aber entweder war er laut, verbrauchte viel Strom und bei plötzlichen Regen war das Dachfenster offen.

Mit dem Dometic Fantastic Vent lösen wir nun all unsere Probleme: Im Bad wird die Luft nach außen gezogen, bei Bedarf belüften wir das gesamte Wohnmobil und bringen stetig Frischluft hinein und sollte es regnen, schließt sich die Dachhaube automatisch.

Wir haben das tolle Teil extra für unseren Schottlandurlaub eingebaut – dort werden wir ihn sicher, des vielen Regens wegen, gut gebrauchen. Aber auch an heißen Tagen zeigt er schon seine positive Wirkung: Ist gegen Abend die Luft draußen kühler, zieht er die warme Luft aus dem Wohnmobil rasch nach außen und die kühlere Luft strömt von außen durchs Wohnmobil.
Das Wohlfühlklima ist schon nach wenigen Tagen der Benutzung der Grund dem Produkt unseren „Daumen hoch“ zu geben!

Dabei ist der Fantastic Vent noch viel intelligenter:
Man kann an der Fernbedienung nicht nur die Gebläsestärke einstellen, auch eine Abschalttemperatur lässt sich vereinbaren:

Z.B. unter 22 Grad schaltet das Gerät dann langsam ab.

Ist in der stärksten Stufe der Ventilator noch sehr stark und laut, wechselt er in den unteren Stufen auf flüsterleise – auch beim Schlafen stört er uns nicht. Erstaunlich dabei, wie effektiv der leichte Luftzug Abends für Kühlung im Wohnmobil sorgt.

Luft ins Wohnmobil hinein blasen oder hinaus blasen?

Nehmt mal eine leere Wasserflasche und pustet kräftig hinein: Irgendwann geht nichts mehr.
So ist das auch mit einem Wohnmobil. 
Es funktioniert nur, wenn neben dem Ventilator auch noch ein Fenster oder Tür geöffnet ist. Und seine größte Wirkung erreicht der Ventilator, wenn die Luft nach außen geblasen wird und durch die offenen Fenster und Türen frische Luft ins Wohnmobil nach zieht. Zusätzlich wird die warme Luft, die sich unter der Decke des Wohnmobils sammelt, zuerst hinausbefördert.

Also: Besser Luft hinausblasen!

 

 

Das System ersetzt zwar keine Klimaanlage, man erreicht aber ein angenehmes Wohlfühlklima auch nach heißen Tagen.

Der Einbau kann auch vom versierten Bastler vorgenommen werden und dauert ca. 2 Stunden. Wobei man mit den Vorarbeiten (Planung – wo soll der Fantastic Vent hin, woher kommt die Stromverorgung, gibt es tragende Teil) sicher länger dauert.
Wir haben ein kleines Dachfenster ersetzt, mussten somit einen größeren Ausschnitt vornehmen. Wer ein gleich großes Dachfenster ersetzt, spart sich diesen zeitaufwendigen Teil der Arbeiten.

Zuerst lösen wir innen die Blende des alten Dachfensters. Bei uns ist sie nur gesteckt, es gibt auch verschraubte Varianten.

Die alte Dachhaube lösen wir auf dem Dach mit einem Cuttermesser. Die lang ausgezogene Klinge dabei vorsichtig in den alten Kleber schieben und rundherum schneiden.

Erstaunlich schnell löst sich das alte Fenster.
Nun heißt es messen, messen, messen.

Bloß keinen Fehler machen. Wenn erst einmal das Loch geschnitten ist, gibt es kein zurück!
Also lieber fünf mal nachschauen, dass am Ende alles passt. Steht irgendetwas innen im Weg, kann man die Stromkabel verlegen? Verlaufen irgendwo tragende Teile, Stromkabel?

Ist man sicher, dass alles passt, kann man die alten Klebereste entfernen: Wir konnten dies gut mit Waschbenzin tun.

Als nächstes malen wir den Ausschnitt für die neue Dachhaube auf.
Ich habe erst einmal 38cm für die 40er Haube gemessen. Größer geht bekanntlich immer, aber da der Innenteil des DometivVent kleiner ist, startete ich etwas kleiner. (Ist typenabhängig!!!)

Immer wieder aufregend: Der Dachausschnitt. Ab jetzt gibt es kein zurück mehr. Um keine Kratzer auf dem GFK-Dach zu hinterlassen, empfiehlt es sich, die Ränder abzukleben.

Testweise setze ich die neue Dachhaube ein.
Passt!
Durchatmen.
Die Klebestreifen abziehen, die Dachhabe einsetzen und ausrichten und den Rand mit einem Bleistift markieren. An dieser Markierung wieder Klebestreifen anbringen. Somit kann man später die Klebereste leicht entfernen.

Nun den Kleber auftragen. Dafür habe ich den Sika Lastomer 710 verwendet. Die Haube wird später zusätzlich verschraubt, daher ist die Dichtwirkung das entscheidende Kriterium.

Nun den Dometic Fantastic Vent einsetzen.
Aufgepasst! Die Scharniere zeigen in Fahrtrichtung!
Nur so kann man später auch mit leicht geöffneter Dachhaube fahren. Ansonsten reißt einem unter Umständen der Fahrtwind die Dachhaube ab.

 

Gut andrücken und verschrauben. Am besten diagonal arbeiten und nicht die Schrauben nebeneinander festziehen, sondern diagonal gegenüber. So können Spannung im Material vermieden werden.

Wir haben das Glück, dass an der Decke unseres Wohnmobil eine Schicht Schaumstoff den Himmel gestaltet. Das hat den Vorteil, dass wir das Stromkabel des Dometic Fantastic Vents leicht verschwinden lassen können. Mit einem langen Brotmesser schieben wir einen Spalt zwischen GFK und Schaumstoff und fädeln die Kabel durch.

Die Verkabelung ist einfach: 12 Volt – wobei in unserem Fall die Kabel farblich schwarz und weiß waren: Auf die aufgeschriebene Polung achten.
Wer sich da unsicher ist, sollte unbedingt einen Fachmann bitten. Auch mit 12 Volt können Schäden und Brände entstehen.

Zum Schluss noch die innere Abdeckung montieren.

Und sich über das neue Stück Technik im Wohnmobil freuen!

Wir haben das gute Stück nun seit einigen Wochen an Bord und wollen es nicht mehr missen. Nicht nur, dass nach dem Duschen die Spiegel nicht mehr so anschlagen, nach einem Ausflug – alle Fenster waren aus Sicherheitsgründen geschlossen und das Wohnmobil stand in der prallen Sonne – war es nach wenigen Minuten im Wohnmobil schon wieder erträglich kühl.
Alle Fenster geöffnet und den Dometic Fantatstic Vent auf höchster Stufe die Luft nach außen pusten lassen.
Und als es morgens anfing zu regnen, reagierte die Automatik sofort und schloss das Dachfenster. Von Hand kann man die Dachhaube dann übrigens trotzdem noch einen Spalt aufstellen (Natürlich auch ganz öffnen – aber das wäre bei Regen ja nun wirklich nicht sinnvoll)

Fazit:
Das Dometic Fantastic Vent ist ein sinnvolles Utensil für den Urlaub – nicht nur in heißen Ländern. Dank Regenschutz kann man die Dachhaube offen stehen lassen.
Wir können das gute Stück wärmstens empfehlen.

 

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