Schottland: Erste Whiskytour und das berühmteste Schlachtfeld Schottlands

Schottland gilt als Schlaraffenland der Whiskytrinker.
Jeden Tag kommen wir wenigstens an einer Destille vorbei, oft mit Besucherzentrum, Führung, Verkaufsraum.
Wir sind in Dufftown. Einer der Whiskyhochburgen. Übernachtet haben wir am Parkplatz an der kleinen Kirche, eine Toilette zur Entsorgung steht auch zur Verfügung.
Früh morgens sind wir dann auf dem Parkplatz von Glenfiddich. Nicht früh genug, wie sich herausstellt. Die erste Führung ist schon ausgebucht.

Tipp:
Führung bei Destillerien frühzeitig übers Internet buchen.
Meist kommen ganze Busladungen an und an mehreren Whiskybrennereien haben wir über mehrere Tage keinen freien Platz bekommen.

Glenfiddich ist unter Whiskykennern umstritten: Mainstream, sagen sie.
Mir gefällt der Geschmack und auch, dass die Firma – als einzige Destillerie in Schottland – noch ein Familienunternehmen ist und zu keinem großen Weltkonzern gehört.

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Und so sehe ich es als Unterstützung an, als ich nach dem zur Führung gehörenden Tasting eine Flasche 18-jährigen Single Malt kaufe.

Wir fahren zurück zur Küste und kaum nähern wir uns dieser auf 10 Meilen, zieht Nebel über die Felder. So sieht das dann wohl eigentlich in Schottland auf.
Und es passt perfekt zu unserem nächsten Urlaubshighlight: das legendäre Schlachtfeld von Culloden!

Bonnie Prince Charly hat seine Armee bis vor London, tief ins englische Mutterland gebracht und er allein wird wissen, warum er nicht dort den entscheidenden Kampf gewagt hat.
Er zog sich zurück ins schottische Hochland, um zu einem letzten Kampf auf den Feldern von Culloden anzutreten.
Seine Highlander sind schon zahlenmäßig unterlegen, haben wenig Artillerie, nein, der Feldherr macht nun handwerkliche Fehler.

Erst, wenn man selbst auf dem Feld von Culloden steht, kann man dies erkennen.
Für die feindlichen Linien sind rote und blaue Fahnen aufgestellt und die stehen sich nicht parallel gegenüber. Die Schottische Linie ist an einer Stelle weiter entfernt und noch dazu haben die Männer auf dem schweren Boden auch noch mit einer Steigung zu schaffen.
So prallen die Linien aufeinander und die Schotten kommen teilweise einfach zu spät zum Schlachtfeld. Bis die äußerste rechte Linie ankommt, ist die Linke schon geschlagen, die Rotröcke konnten sich dabei gegenseitig helfen. Nach nur einer Stunde ist die letzte Schlacht der Jakobiter geschlagen.

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Nicht Engländer haben hier gewonnen, auch Schotten. Denn nicht wenige Clans haben Regimente auf Seiten der Engländer gestellt und so war dies kein Kampf Schottland gegen England, sondern ein Kampf für oder gegen ein Oberhaupt. Es kämpften auch Schotten gegen Schotten auf dem Schlachtfeld von Culloden.
Noch Wochen später werden Highlander, die die Schlacht überlebt und geflüchtet waren, von den Engländern gejagt und aufgeknüpft. So sollen mehr Highlander nach der Schlacht wie während der Kämpfe gestorben sein.
Für Jahrzehnte wurden die Highlander unterjocht und nicht nur der Kilt verboten.
Noch heute ein Trauma für Schottland!

Delfine vom Stellplatz aus beobachten

 

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