Selfsat SNIPE Mobil Camp Single – Produkttest

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Im Urlaub die Sat-Antenne auszurichten, war früher immer ein Erlebnis.
Man sieht dem Nachbarn dabei gerne zu: Etwas hoch, links, rechts.
Das kann schon einmal abendfüllend werden.

Mit einer automatischen Sat-Antenne gehört das der Vergangenheit an.
Einschalten, warten, fertig.


In unseren Produkttests findet ihr schon mehrere Anbieter.
Nun haben wir den DOM von Selfsat hier zum Test und sind gespannt, was diese günstige Anlage bietet.

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Der Selfsat SNIPE Mobil Camp Single Dom ist nicht gerade klein und mit entsprechenden Zubehör kann er auch auf das Wohnmobildach geklebt werden. Ein aufmerksamer Leser schreibt zum YouTube Video, dass es auch eine Fensterhalterung für die Anlage gibt.

Die Anlage besteht komplett aus Kunststoff und die Wand der Kuppel ist nicht besonders dick. Auf dem Dach müsst ihr auf jeden Fall Kontakt mit tiefhängend Bäumen und Ästen usw. vermeiden, sonst lauft ihr Gefahr die Kuppel zu zerstören.

Hier kaufen:
Selfsat Snipe MOBIL CAMP Single
oder auch als TWIN Variante


Unter der Kuppel befindet sich die Technik. Über zwei Motoren wird der 35cm Spiegel ausgerichtet. Auch hier ist alles aus Kunststoff, des Preises und des Gewichts wegen. Das muss kein Nachteil sein, jedoch kann nur ein Dauertest die Frage beantworten, wie lange die Kunststoffzahnräder und Halterungen problemlos funktionieren.


Der Aufbau der Anlage ist sehr einfach: Es gibt nur ein Kabel. Angeschlossen wird es an ein Steuergerät, dass ebenfalls nur wenige Tasten besitzt.
Das Steuergerät mit 12 Volt verbinden und einschalten.
Aufgepasst: Wenn ihr das Kabel an die Antenne und an das Steuergerät anschließt und das Steuergerät dann piepst, dann habt ihr den falschen Anschluss erwischt.
So ist es uns ergangen. So richtig eindeutig sind die Bilder in der Anleitung nicht.
Das Piepsen ist gleichzeitig die Diebstahl-Warnung: Schneidet jemand das Kabel durch, um den DOM zu klauen, ertönt sofort der Alarm. Kein Schutz, aber zumindest eine Chance, dem Dieb zu folgen.



Uns ist es zu gefährlich, den DOM auf das Wohnmobil zu kleben, daher steht er während der Fahrt in der Garage oder im Unterboden.
Am Camping- oder Stellplatz angekommen, stellen wir ihn auf das Wohnmobil (da kommt keiner heran) oder auf den Boden. Zur Sicherheit ketten wir die Antenne dann an der vorgesehenen Sicherungs-Öse an einem Wurmi-Profi-wurm fest.
Das Gute an der Bodenlösung ist, dass man die Antenne auch weiter weg vom Wohnmobil platzieren kann. Wenn man im Sommer unter Bäumen steht ist das eine gute Chance, trotzdem Empfang zu bekommen.



Denn der kleine Spiegel wird nur dann gut funktionieren, wenn man einen freien Blick auf den Satelliten hat. Also immer überprüfen, ob man freien Blick nach Süden hat. Jeder Baum, Ast, Busch oder anderes Wohnmobil, kann den Empfang verhindern! Wenn ihr nicht bei ersten Mal Erfolg mit der Suche habt, könnte das das Problem sein.
Also Antenne umstellen und erneut versuchen.

Einfache Bedienung

Wie schlug sich die Antenne nun im Test?
Aufgebaut und Kabel angeschlossen. Achtung! Das Kabel ist wirklich sehr dünn und ihr solltet den Stecker vorsichtig aufschrauben, um das Kabel nicht abzudrehen. Unbedingt den Feuchteschutz über den Stecker schieben.
Das Kabel an das Steuergerät anschließen, den Fernseher ebenfalls.
Gerät einschalten (hinten) und vorne oder an der Fernbedienung die Power Taste drücken und ganz rechts die kleine Taste drücken. Astra 1 sollte leuchten und nach einigen Minuten die grüne LED leuchten.
Satellit gefunden. Wenn das auch nach 15 Minuten nicht der Fall ist, geht eine rote Leuchte an.
Spätestens dann müsst ihr einen neuen Standort für den DOM suchen.

Im Test klappte das jedes Mal und rasch. Wobei wir auch mitten in Deutschland sind. Im Zentrum des ASTRA Satelliten dürfte es (bis auf die erwähnten Bäume und Äste) keine Probleme geben.
In den Randbereichen des Empfangsbereichs wird man mit einer 35cm Schüssel schnell an die Grenzen des möglichen kommen. Da hilft dann nur ein größerer Spiegel. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Die Anlage ist einfach zu bedienen und fand nach spätestens 3 Minuten den Satellit. Bei jedem Ausschalten des Steuergeräts (um Strom zu sparen) sucht die Antenne erneut. Warum sie nicht erst einmal schaut, ob an der Stelle schon ein Satellit zu empfangen ist, bleibt uns ein Rätsel. Das würde die Dauer bis zum Empfang deutlich verkürzen.

Kritikpunkte:
– Alles aus Kunststoff: Auf dem Dach bleiben an unserer aktuellen (Metall)-Sat-Anlage (die sich flach legt) im Wald regelmäßig kleine Äste und Blätter hängen. Dementsprechend erwischen wir wohl immer wieder während der Fahrt tiefhängende Äste.
Ich befürchte, den DOM aufs Dach geklebt, würde ich recht schnell den Kunststoffmantel überstrapazieren. Daher kommt die Sat-Antenne uns nicht aufs Dach.
– Bei jedem Einschalten sucht die Antenne erneut den Satelliten.
– Der DOM ist recht groß und verbraucht viel Platz in der Garage oder im Unterboden
– Schon kleine Äste stören den Empfang

Vorteil:
-Auf den Boden vor das Zelt, den Caravan oder das Wohnmobil gestellt, schützt die Kunststoffhülle die integrierte Schüssel.
-Sehr einfach aufzubauen und zu bedienen
Diebstahlschutz meldet schon das Trennen der Leitung
– Preis-/Leistungsverhältnis

Fazit:
Für rund 800 Euro bekommt man eine automatische Satellitenantenne.
Das liegt am unteren Ende vergleichbarer Anlagen, die ebenfalls meist komplett aus Kunststoff sind. Teurere Anlagen, die dann auch aus Metall gefertigt sind, kann man u.E. auch festinstalliert auf dem Dach transportieren.
Die Funktion der getesteten Antenne ist im Kerngebiet des Satelliten einwandfrei, an den Randbereichen dürfte der kleine Spiegel zunehmend Probleme bekommen.

Wer jemals versucht hat einen Satelliten mit einer Schüssel per Hand zu finden, der wird sich über die einfache Funktion und Handhabung der Selfsat SNIPE Mobil Camp Single sicher freuen

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2 Gedanken zu „Selfsat SNIPE Mobil Camp Single – Produkttest“

  1. Braucht man das wirklich?
    Erst vorgestern stellte sich uns gegenüber ein Wohnmobil auf einen noch freien Stellplatz, ließ die Sat-Anlage ca 1 std lang kreisen – kein Empfang wegen der Bäume woanders nichts mehr frei ….. er fuhr wieder weg.

    Uns persönlich ist Fernsehen nicht so wichtig. Wir bleiben meist nirgends länger, wollen meist schon am nächsten Tag ein bisschen weiterfahren- wir haben uns für eine preiswerte DVBT Anlage entschieden. Irgendein Programm, um mal Nachrichten zu gucken kriegt man meist und wenn nicht dann tut es zur not auch das Radio.

    Für das Geld, was so eine automatische Sat-Anlage kostet fahre ich lieber einpaar Tage mehr in Urlaub

    1. Hallo Gabi,
      DVB-T2 habe ich ja auch mal getestet, funktioniert aber im Ausland nicht.
      Wenn wir die Antenne ausfahren, dann meist im Ausland und um Radio zu hören. Das ist mir wichtiger, wie TV.
      Ok, ich gebe es zu. Wenn Olympia ist oder Fußball WM, dann ist auch mal der TV an 🙂

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