Trenntoilette ekelhaft? Das 3-Jahres Fazit mit allen Details

Trenntoilette – die ungeschminkte Wahrheit! Das ultimative 3 Jahres Fazit -

Endlose Diskussionen in Foren, mit Menschen, die nie eine Trenntoilette hatten, aber absolut dagegen sind.
Euphorische Benutzer, die alles in den Himmel loben.
In diesem Bericht räumen wir  auf und erzählen euch, wie es wirklich ist.

Was ist gut, was stimmt nicht.  Was muss verbessert werden?
Und wir erzählen euch auch, warum eine Trenntoilette eben nicht für alle Camper geeignet ist!

Heute klären wir die Frage:
Lohnt sich eine Trenntoilette?
                      Aber auch: Wer sollte sich keine Trenntoilette einbauen!

Wir erklären euch die unterschiedlichen Systeme bei Trenntoiletten,

befassen uns mit dem ’sauber halten‘

Was machen wir mit dem Toilettenpapier?

Ganz wichtig natürlich: Das Entleeren!

                -Wohin mit dem Urin

                -Wohin mit den Fäkalien, also dem Stuhl aus der Toilette?

Dabei erzählen wir euch auch von den Nachteilen einer Trenntoilette und warum für die große Masse der Wohnmobilfahrer die Trenntoilette keine Alternative ist.
Nach drei Jahren Benutzung, sind wir immer noch überzeugt von unserer Trenntoilette, aber manche Wahrheit wird nirgendwo erzählt.
Und das wollen wir heute ganz ungeschminkt tun.

Der ganze Bericht als Video:

Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Trenntoiletten.
Allen gemeinsam ist das Trennen: Urin und Fäkalien werden getrennt.
Daher ist die Schüssel meist wie bei unserer Airhead unterteilt.
Vorne fließt der Urin hinein, hinten die Klappe ist für das große Geschäft.

 

Trenntoilette selber bauen oder kaufen?

Dann seit ihr hier an der richtigen Adresse.
Seit einigen Jahren gibt es einen Spezialist für Trenntoiletten mit der größten Auswahl und allen Teilen, die man benötigt:

Meine-Trenntoilette.de


Schaut euch einfach mal um, ihr findet sicherlich genau das richtige und das Beste: Man kann die Jungs und Mädels auch fragen

Unser Tipp:

Hier reinschauen: CLICK

 

Vor drei Jahren haben wir bei unserem Womo.blog Wohnmobil eine Trenntoilette eingebaut.
Damals haben wir euch in mehreren Filmen erklärt, wie so eine Trenntoilette funktioniert und wie man sie drehbar in ein Wohnmobil einbauen kann.
Schon damals war eine Trenntoilette nichts außergewöhnliches mehr, eher, dass wir es in ein ganz normales Wohnmobil einbauten. In eine Weißware.

Kein Expeditionsmobil, kein Selbstausbauer, kein Kastenwagen.

Wir waren mit einer ganz normalen Thetford ausgestattet, wie sie serienmäßig in hunderttausend Wohnmobilen verbaut wurde.
Aber das tägliche Entleeren der Kassette bei vier Personen aber auch alle zwei Tage bei zwei Personen, kollidierte irgendwann mit unseren Urlaubs- und Reisegewohnheiten. Auch mit einer zweiten Kassette mussten wir alle drei Tage an eine Entsorgungsstation. Und das war mitten im Wald in Schweden oder der Pfalz nervig. Denn wir stehen auch schon mal vier, fünf Tage irgendwo völlig allein und wollen dann auch nicht wegfahren – nicht wegen der Entsorgung.

Und da waren die Versprechungen der Trenntoilettenhersteller natürlich eine Verheißung:
Wochenlang nicht Entsorgen müssen!

Genau das wollten wir!

 

Ich weiß noch ziemlich genau, wie wir in Schottland ziemlich gehetzt nach einer öffentlichen Toilette zum Entsorgend der Toilettenkassette suchten. Das ging schon morgens beim losfahren los und endete manchmal erst am Abend, ohne irgendeine Möglichkeit zu finden. Und sogar ein Campingplatz der ausgebucht war, wollte uns gegen Bezahlung der kompletten Tagesgebühr nicht entsorgen lassen. Das war der Punkt wo wir sagten: Ab jetzt machen wir es anders!
Eine Trenntoilette muss her.

Glücklicherweise trafen wir dann Menschen, denen wir wirklich vertrauen, und die bestätigten zumindest einen Teil der Vorteile.
Jetzt, nach drei Jahren, sind wir mehr denn je überzeugt die richtige Wahl getroffen zu haben, aber manche Wahrheit wird in den Foren und Internetseiten nicht erzählt. Und das wollen wir heute ganz ungeschminkt tun.
Auch wenn das Darüber-Reden  noch schwieriger ist, wie am Stammtisch zu palavern.

Als erstes:
Ja, man kann lange Zeit auf das Entsorgen verzichten.
Wie lange fragt ihr jetzt?
Das kommt ganz darauf an, wie ihr die Toilette benutzt.

Die pauschale Aussage: Drei oder vier Wochen stimmt so nicht.
Das ist wie der Benzinverbrauch beim Auto: Jeder fette SUV schreibt 5 Liter aufs Verkaufsschild und jeder Käufer weiß, dass schafft er nur unter optimalen Bedingungen.

So ist es auch bei der Trenntoilette.
Nadja und ich haben in der Anfangszeit die Toilette benutzt, wie man daheim ein Wasserkloset benutzt.
Und dort landet zumindest bei uns in Deutschland das Toilettenpapier im Klo.

Dementsprechend war die Trenntoilette nach vier Tagen voll.

Krisensitzung – Gespräche – Diskussion.
Wollten wir uns das wirklich antun? Das Toilettenpapier NICHT ins Klo zu werfen. Das ist ja quasi ein Automatismus. Eine Handbewegung. Abwischen und weg. Abtupfen und weg.

Ich kann mich an Urlaube in Italien in meiner Kindheit erinnern, da war es normal, dass man das Toilettenpapier in der Pension, auf dem Campingplatz nicht in die Toilette werfen durfte, weil sonst schnell die Toilette verstopfte. Damals staunten wir nicht schlecht und konnten uns gar nicht vorstellen, dass die Menschen dort das tatsächlich tun.
Als das Klo das erste Mal verstopft war und der Vermieter uns mit dem verstopften Klo einen Tag allein ließ, lernten wir ganz automatisch das Toilettenpapier separat in einer Tüte zu sammeln.  

Aber zurück zum Wohnmobil:

Nadja besorgte dann einen kleinen Eimer mit Deckel und wir benutzen darin kleine Tüten, in denen das Papier gesammelt wird.
Und dann begann eine Zeit des Lernens.
Und ja, ihr Lieben, man kann das wirklich lernen.
Und man lernt, dass man mit viel, viel weniger Papier zurecht kommt.
Wo daheim, die halbe Rolle nachher fehlt, lernt man mit drei, vier Blatt Papier auszukommen.
Wenn man es geschickt anstellt, kann man die Blätter benutzen, falten, benutzen, falten, benutzen und das ganze absolut hygienisch und sauber.
Und da das Waschbecken neben der Toilette ist, wäscht man sich logischerweise die Hände und geht sauber aus dem Bad.
Feuchte Tücher sind übrigens keine Alternative.
Davon bekommt man gerne nach einiger Zeit Ausschläge – besonders im Sommer – da nachhaltig die Hautflora verloren gehen kann.
Wenn es also nötig ist, einfach wieder drei Blätter Toilettenpapier übereinanderlegen und am Wasserhahn ein wenig Wasser drauf laufen lassen und sich säubern. Klappt perfekt und ganz ohne Zusatzstoffe.
Wie gesagt es ist eine Sache der Übung.

Am schwersten war es, sich abzugewöhnen, das Papier nach dem Abputzen ins Klo fallen zu lassen.
Zu Beginn passierte das immer Mal wieder. Heute suche ich auf normalen Toiletten eher den Eimer, um das Papier nicht ins Klo werfen zu müssen.

Airhead

Seit Jahren bei uns verbaut: Mit ‚richtiger‘ Klobrille:
Hier die Infos

Nach drei Jahren haben wir gelernt:  unser Entleerungsrythmus bei der Trenntoilette liegt zwischen 10 -14 Tage.
Das längste war einmal 21 Tage. Aber dann musste ganz dringend ausgeleert werden und wenn dann nicht die Möglichkeit gegeben ist, bekommt man Stress.
Um das zu vermeiden, beginnen wir nach 10 Tagen Ausschau nach einer Entsorgung zu halten. Ganz Stressfrei, denn wir haben ja noch viele Tage Zeit und oft ergibt es sich dann ganz einfach von selbst.
Die Trenntoilette ist bei uns das ganze Jahr mit Humus gefüllt, wenn wir nur ein Wochenende wegfahren, entleeren wir nach dem Trip nicht, dann liegen die Fäkalien auch mal einige Wochen, bis es mengenmäßig notwendig ist zu entleeren.

Über den Winter haben wir die Toilette komplett leer und sauber.
Geht es dann trotzdem einige Tage los, haben wir die Trenntoilette nicht wie gewöhnlich mit Humus vorab gefüllt, sondern verwenden einfach einen Müllsack im großen Eimer und streuen Holzspäne dazu. Das klappt perfekt einige Tage und erspart das Sauber machen. Geht es dann wieder öfter und länger los, füllen wir die Trenntoilette wieder ganz normal mit Humus.

Wohin mit dem Urin?

Zum Füllen und Vorbereiten komme ich gleich,
erst noch ein Satz zum Urin.

Unsere Trenntoilette hat einen 8 Liter Urintank.
Der reicht bei zwei Personen gerade einmal einen Tag. 6 Liter bekommen wir immer zusammen.
Schon erstaunlich, wenn man dies das erste Mal realisiert.
Daher haben wir uns angewöhnt, Abends bevor wir ins Bett gehen, den Urintank zu leeren.

Ihr merkt schon: Die Aussage, die Trenntoilette reicht vier Wochen, bezieht sich nur auf den Fäkalteil.
Urin muss täglich raus.
Einige haben sich extra für den Urin einen größeren Tank eingebaut, das geht natürlich auch, ist sicher nicht einmal schwierig zu realisieren.
Wir hingegen kommen mit dem täglichen Leeren gut zurecht.
Aufgepasst! Das darf man wirklich nicht vergessen, sonst schwappt euch der Urin über den Rand – das ist unschön.
Daher haben wir uns einen Wecker im Handy gestellt, der uns jeden Abend erinnert und ja, natürlich haben wir es auch schon vergessen und dann sitzt du völlig panisch auf dem Klo und hoffst, dass noch genug Platz im Behälter ist.
War es Gott sei Dank! Und wir konnten immer rechtzeitig den Behälter leeren.

Jetzt haben wir euch erklärt, wie es bei unserer Trenntoilette funktioniert, aber es gibt ja andere Typen.
Unsere Air-Head und die ähnliche Naturehead haben große Fäkalienbehälter mit einer Kurbel.
In den Eimer kommt, um die Feuchtigkeit der Fäkalien aufzusaugen, ein Ziegel Kokoshumus. Dazu später mehr, denn da haben wir auch noch einen Tip.

Nach dem Klogang kurbelt man die Fäkalien und den Humus einmal um.

Bei Toiletten wie der Trelino gibt es einen Behälter für die Fäkalien und einen Tank für den Urin.
Die Trelino ist perfekt für Wohnmobile mit wenig Platz. Man sitzt dann sehr tief, vielleicht baut man es beim Klogang dann höher oder wer mehr Platz hat, kauft sich die höhere Variante.
Das Schöne an dem System ist, dass sie quasi universell ist. Egal ob Gartenlaube, Wohnmobil oder Minimobil – diese Trenntoilette passt überall hin. Und stylish ist sie zudem, denn es gibt sie in vielen verschiedenen Farben.

Bei diesen Toiletten ohne Kurbel streut man nach dem Geschäft Kokoshumus oder Holzspäne oder ähnliches ein, um die Feuchtigkeit zu binden. Denn Fäkalien sind ja nie fest und meist feucht.
Zum Durchfall kommen wir später.
Der Urin muss dann häufiger ausgeleert werden, der Tank fasst 3,5 Liter.
Es gibt noch einige Hersteller mit dem gleichen Konzept.
Ein anderen Weg gehen die Selbstbauer.
Meist eine Holzkiste in die ein fertige Kloschüssel mit Toilettenbrille eingesetzt wird. Der Urin wird per Schlauch in einen Kanister geleitet, die Fäkalien landen in einem Eimer, oft auch einem Müllbeutel. Meist beides.
Das Prinzip ist das Gleiche, wie bei den Fix-und-Fertig Produkten.
Sieht oft urig aus. Funktioniert.
Mein einziger Kritikpunkt: Sieht zu urig aus und das Holz und die Holzverbindungen nehmen gegebenenfalls Urin und Feuchtigkeit auf.
Weiterer Kritikpunkt: Die Plastikbeutel.
Wir wollen doch eigentlich alle weniger Plastikbeutel verwenden.

 

Bausatz

Mehr Infos zum selbermachen
Wer handwerklich begabt ist, kann die Box selber bauen, die Schüssel und Einsätze gibt es bei Meine -Trenntoilette.de in großer Auswahl

Sauber halten

Und damit kommen wir zum sauber halten.

Oft werden wir gefragt: Wie funktioniert das denn mit der Trenntoilette.
Musst du zuerst Pipi machen und dann das große Geschäft, damit das trennt?

NEIN, müsst ihr nicht.
Bauartbedingt ist der Mensch schon für die Trenntoilette gebaut.
Wenn man uriniert, geht’s nach vorne weg. Bei Männlein und bei Weiblein.
Und nach hinten fällt es. Ein wenig Urin spritzt und tropft dann auch in den hinteren Eimer. Das ist völlig normal.
Bei der Airhead und NatureHead hat man eine verschließbare Klappe.
Muss man nur Pipi, lässt man einfach die Klappe zu. Ist man sich nicht sicher, was passiert, kann man sie vorher schon öffnen. Manchmal merkt man ja erst beim Pinkeln, da ist noch mehr, dann öffnet man schnell noch die Klappe.

Und sollte man es mal vergessen, gibt es glücklicherweise eine Klobürste. Aber das passiert eigentlich nie.

Ist das Geschäft erledigt, man hat sich abgeputzt, die Klappe wieder geschlossen, sieht der Trenntoilettenbenutzer das erste Mal: Da sind ja Urinspritzer.
Stimmt.
Nicht alles fließt in den Urintank. Ein paar Tropfen verbleiben in der Schüssel.

Jürgen Rode

Jürgen Rode

Womo.blog
Jürgen Rode schreibt seit 2012 auf Womo.blog
Der gelernte Wertpapierspezialist ist in der elterlichen Maschinenbaufirma groß geworden und arbeitet noch heute gerne in seiner Werkstatt. Als Sportler wurde er 1991 Bumerang-Europameister

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12 Antworten

  1. Hallo Jürgen,

    erst einmal herzlichen Dank für all die Tipps zur Trockentrenntoilette. Wir haben in unser damals neues Wohnmobil die Thetford raus geschmissen und eine Airhead eingebaut. Dafür war Deine detaillierte Anleitung sehr hilfreich.

    Wir haben zwar ein Modell vom selben Hersteller, aber bei unserem Teilintegrierten ist der „Doppelboden“ nur 11 cm hoch und zu dicht befüllt. Deshalb war der drehbare Einbau etwas tricky. Aber wir sind sehr zufrieden damit.

    Wir nutzen den freien Raum hinter der Toilettenklappe für die Lagerung der Kokosziegel und in das ausgesägte Loch der Thetfordsteuerung habe ich eine mit Magneten gehaltenen Deckel angebracht. Dahinter ist ein von außen zugängige Aufhängung mit einer Plastiktüte zur Sammlung des Toilettenpapiers.

    Ein weiterer Nachteil des Toilettenpapiers bei der TTT ist das es sich um die Kurbel wickelt und das Kurbeln schwerer macht. Wir haben aus Platzgründen die etwas weit heraus stehende Original-Kurbel der Airhead gegen die „Spider-Handle“ der Nature Head ausgetauscht. Damit lässt sich die Airhead näher an die Außenwand drehen.

    Deinen Seitenhieb gegen TTT-Gegner kann ich voll nachvollziehen. In einem kürzlich geschlossenen Forum wollten Nichtschwimmer den Schwimmern das Schwimmen erklären und haben daraus schon fast eine Religion gemacht. Nur wer eine TTT für mehrere Tage selbst ausprobiert hat, kann mitreden. Die anderen sollen bei ihren Toiletten bleiben.

    Grüße vom Gastautor Hannes

  2. Danke für eure offenheit!
    War unterhaltsam und lehrreich!
    Werden es uns ernsthaft überlegen!
    Würden es in „Weissware“
    Einbauen…
    Alzeit gute Fahrt!
    Gruss Andy

  3. Hallo Womo.blog

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich habe in den letzten Jahren viel dazu gelesen und versuche meine Frau davon zu überzeugen. Leider ist mir das bisher nicht gelungen. Dies hat mehre Gründe, die bisher durch diverse Berichte nicht widerlegt wegen konnten. Mein Hauptargument dafür: Die Entsorgung von „Standard Kassetten“ ist auf vielen Plätzen schlecht organisiert. Von verdreckten Entsorgungstellen, über Spritz günstige Anlagen, bis hin zu Frischwasserstationen direkt neben der Entsorgung, die von manchem Camper zum durchspülen genutzt werden, haben wir viel erlebt. Es könnte soviel hygienischer sein. Ich verspreche mir hier eine Verbesserung mit der Trenntoilette.

    1. Das Hauptproblem: Bei Frauen ist es angeblich so, dass die halbwegs sichere Ableitung von Urin mach vorn nicht so einfach ist, wie bei Männern. Das Hauptgegenargument meiner Frau. Wenn also zuviel Urin im Fäkalientank landet, ist der Sinn etwas dahin. Berichte von Frauen bei dem Thema, landen immer beim selben Ergebnis. „Ja das ist ein Problem, man muss etwas üben, dann geht das schon“. Auch das muss man wollen. Vielleicht es das Problem aber auch nich so groß?

    2. Man kann es nicht testen. Mir ist keine Möglichkeit bekannt, so etwas auszuprobieren. Bei den hohen Preisen ist ein Ausprobieren schwierig. Kennt ihr eine?

    3. Passend dazu, die Preise: mir ist unverständlich, warum die Dinger so teuer sind. Selber bauen wäre eine Alternative, ist aber auch nicht kostenlos und wer will sich in seiner teuren neuwertigen Weißware eine Holzkiste reinzimmern?

    1. Hallo Mario,

      zu Deinen Punkten:

      1. Wie Jürgen schon in seinen Ausführungen festgestellt hat, es geht bei Frauen und bei Männern. Man sollte darauf achten, das die TTT nicht nach hinten tiefer steht. Ich habe deshalb zwischen dem Drehteller und der Toilette Keile eingefügt, damit diese etwas nach vorne gekippt steht. Auch macht es nichts, wenn mal Flüssiges hinten rein kommt. Wichtiger ist es, die Kokosflocken nicht zu naß anzusetzen. Die saugen das auf. Auch zieht der ständig laufende Ventilator Feuchtigkeit mit aus dem Behälter.

      2. Ausprobieren ist leider sehr schwer möglich. Es sei denn man findet ein Wohnmobil mit TTT in der Vermietung. Der Grund dafür erschließt sich von selbst. 😉

      3. Das könnte besser sein, aber die Teile werden nicht wie die normalen Toilette in sehr großen Stückzahlen produziert. Zudem liegen die Casetten-Toilette auch zwischen 500 und 800 Euro.

      Meine Frau war anfangs auch sehr sehr skeptisch. Wir waren dann in München bei einem Händler, der die Airhead verkauft und haben sie uns vor Ort angesehen. Der Händler hatte sie selbst in seinem Wohnmobil verbaut und seine Frau war total zufrieden damit. Das hat überzeugt. Meine Frau ist heute sehr angetan von der TTT. Entleerung war schon immer meine Arbeit! 😉

  4. Also ich verstehe den Sinn einer solchen Toilette überhaupt nicht.
    Wenn ich lese, dass der Urinbehälter täglich geleert werden muss, frage ich mich doch, wohin der Urin entleert wird, wenn man dort nicht komplett entsorgen kann?
    Dass man das Klopapier in einem extra Behälter sammeln muss, ist auch so eine Sache. Fährt dann das benutzte Klopapier tagelang in diesem Behälter mit?
    Aus hygenischen Gründen ist es doch praktisch, wenn das große und kleine Geschäft samt Klopapier komplett in einem geschlossenen Behälter gesammelt und dann entsprechend entsorgt wird (wie es eine Thetford bietet). Dann muss man halt notfalls einen Reserve-Behälter mitnehmen, wenn der eine nicht reicht.
    Wenn ich tatsächlich „Autark“ für eine Woche leben möchte, benötige ich ja auch einen entsprechend großen Wassertank und den passenden Abwassertank dazu.
    Warum sollte die Toilette länger reichen, als das Wasser?
    Sparen Trenntoiletten-Freunde auch an der Körperpflege, oder wie wird das verfügbare Wasser „gestreckt“, damit das länger reicht, wie ein Toilettentank plus ggf. einen Reservetoilettentank?
    Hier wird ja sehr gerne alles etwas mit Verbrauchswerten belegt und daraus berechnet (z.B. größe Solaranlage, Batteriekapazität usw.).
    Angenommen, es fahren 3 Personen in einem 3,5t Wohnmobil. Diese Mobile haben meist einen 100 bis 150l Wassertank. Nehme ich nun 1 Woche (7 Tage) mal 3 Personen, bleiben grob 4,5 bis 7 Liter Wasser pro Person und Tag. Wenn man die 2 Liter Wasser, die man täglich trinken soll abzieht, bleiben täglich 2,5 bis 5 Liter zum Kochen und für die Körperhygiene. Duschen dürfte da nicht drin sein!
    Sollte man das Trinkwasser nicht aus dem Tank beziehen, müsste man (2 Liter x 3 Personen x 7 Tage) 42 Liter, also 5 Getränketräger Wasser a 12 x 0,7l mitnehmen. Wer macht das in einem 3,5t Mobil?
    Weiter geht das Thema beim Kühlschrank. Hat ein Kühlschrank in einem 3,5t Wohnmobil genug Kapazität, um 3 Personen 1 Woche zu versorgen? Ich sage, nein!
    Somit muss man sich mit Konserven ernähren, die tägliche Hygiene auf ein Minimum begrenzen und den Urin täglich irgendwo in die Prärie entleeren, damit ich mit der Trenntoilette 1 Woche „autark“ bin.
    Denn wenn ich irgendwo hinfahren muss um Wasser zu tanken, Abwasser entleeren oder Lebensmittel und Getränke zu kaufen, kann ich nebenbei auch gleich die Toilette entsorgen, oder?
    Also, erklärt mir bitte den Vorteil einer Trenntoilette.
    Danke!

    1. Hallo Stefan,

      keiner will Dich hier missionieren. Wenn Du mit Deiner Thetford glücklich bist, ist alles gut. Jürgen hat in seinen Beiträgen bereits alle Vorteile einer Trocken-Trenn-Kompost-Toilette ausführlich erklärt. Den Urinbehälter kann man in jeder normalen Toilette entsorgen. Der gefüllte Behälter ist viel leichter als eine Kassette einer Chemie-Toilette. Man kann sich auch einen zweiten oder dritten Urinbehälter kaufen, um wie bei den Kassetten die Zeit zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit zu überbrücken, oder man baut sich (bei genügend Zuladungsreserven) einen Urintank ein. Jeder wie es ihm am Besten passt. Wir sind mit unserer Airhead sehr zufrieden und würden nicht mehr zurück zur Kassetten-Toilette.

      Gruß Hannes

    2. Hallo Stefan,
      ich kann Deine Anmerkungen und Bedenken zur TT absolut nachvollziehen.
      Auch der Text von Max Huber ist für mich schlüssig.
      Befremdlich ist für mich, dass ein 8 Liter Urinbehälter für 2 Personen mehrere Tage reichen soll, wenn man pro Person mindestens 2 Liter Wasser pro Tag trinken soll.
      Dass man diesen Urinbehälter dann z.B. in einem Rucksack in ein Lokal mit nimmt, wie es der Herr Schleeh angedeutet hat, um diesen dort unerkannt auf der Toilette zu entleeren, ist auch so eine Sache.
      Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, wo wann und wie jemand seine Bedürfnisse erledigt, aber die Pipibox im Rucksack ist für mich keine Option!
      Vermutlich muss man schon eine gewisse „Neigung“ haben, um all die „Eigenschaften“ einer Trenntoilette auch wirklich zu verstehen und sich damit abzufinden?
      Für mich wäre das ehrlich gesagt nichts!
      Aber jeder, wie er es mag.
      Andreas

  5. Hallo Hannes Schleeh,

    ich verfolge auch Aufmerksam das Thema um die Trenntoilette.
    Leider ist jetzt deine Antwort auf die Fragen vom User Stefan nicht gerade zielführend.
    Z.B. den Urinbehälter kann ich in einer normalen Toilette entsorgen.
    Wenn man eh alle 2 Tage den Urinbehälter in einer „normalen Toilette“ entsorgen muss, kann ich doch gleich die ganze „Soße“ einer Thetford in dieser Toilette entsorgen, oder? Zugleich ggf. auch noch Frischwasser tanken und Abwasser entsorgen.
    Ein 2. oder 3. Urinbehälter ist somit nichts anderes als eine 2. oder 3. Kassette für ein übliches Wohnmobil-WC. Auch damit kann man ein paar Tage bis zur Entsorgung überbrücken.
    Die anderen Faktoren, wie Frischwasser, Lebensmittel usw. wurden ja von Stefan schon ausführlich aufgedröselt und sind so tatsächlich nachvollziehbar.

    Wenn ich nun mit einer Trenntoilette genauso oft eine Entsorgungsstelle (z.B. für Urin) aufsuchen muss, wie mit einer „normalen“ Toilette, verstehe ich den Sinn nicht!
    Selbst wenn der Trenntoilettenbesitzer den Urin einfach in der Umwelt entsorgt, um „Tage“ zu gewinnen, geht laut der Rechnung von Stefan das Frischwasser aus, oder?

    Wie läuft das bei Euch?
    Schildere doch bitte mal, wie ihr durch die Trenntoilette ein längeres Autark schafft, als mit einer herkömmlichen Toilette.
    Auch eingerechnet, dass der Urin nicht in der Umwelt landet.
    Danke!

    Viele Grüße
    Max

    1. Hallo Max,

      unser Wasservorrat hält etwas länger, weil wir es nicht für die Klospülung verwenden, aber auch der Vorrat ist endlich und zwingt nach ein paar Tagen zum Ver- und Entsorgen. Dazwischen reicht aber eine kleine Tasche oder Rucksack, in der man den reinen Urinbehälter zum Ausleeren mitnehmen kann. Der fasst nur 8 Liter im Gegensatz zu mindestens 15 Liter Chemietoilettenbehälter. Ist für mich ein positiver Unterschied von Größe und Gewicht. Zudem kann ich den in jeder Toilette entleeren ohne schief angesehen zu werden, ist ja nur Pipi. Mach das mal mit dem Thetford oder Dometic „Bongo“ in einem Cafe oder am Strand in einer Toilette. Wer noch länger autark stehen möchte, der baut sich einen Urintank ein. Wenn der nur 40 Liter fasst reicht das schon für eine Woche autark stehen.

      Aber wie gesagt, jeder kann (TTT) keiner muss! Wer lieber die Standardtoilette hat, dem sei sie gegönnt. Habe auch über 30 Jahre mit den Bongos auskommen können.

      Gruß Hannes

  6. Hallo in die Runde,
    alle Beiträge sind interessant und hätte dazu noch Fragen.
    Ich lese daraus, dass doch einige Teilnehmer von Chemie auf TTT umgestiegen sind, die im nachhinein alle zur positives berichten. Recht bemerkenswert!
    Wir, meine Frau und ich; als T4 Buss Camper sind gerade dabei dieses Thema neu zu überdenken, da wir uns einen etwas größeren 5,40 Meter Van Kastenwagen kaufen werden.

    Fragen:
    Hat jemand ev. Erfahrungen wegen der Platzverhältnisse in der VAN Toilette zwecks passenden Einbau einer solchen TTT? Sollte man hier besser einen VAN mit Raumbad nehmen oder würde das normale Bad dafür ausreichen?

    Die Trennung bei den Frauen ist schwierig für uns einzuschätzen. Was würde denn im schlimmsten Falle passieren, wenn NUR die Frau grundsätzlich das Kleine mit ins Große packen würde? ……..wenn es nur eine zeitlich frühere Entleerung des Behälters mit sich bringen würde; wäre uns das egal. Die vielen anderen Vorteile wären trotzdem gegeben. Wenn aber die Geruchsentwicklung dadurch extrem verstärkt werden würde; so wäre das für uns nicht mehr so dolle! Müsste man bei dieser Situation mehr Kokospreu verwenden, um die Gerufsentwicklung einzudämmen ?

    Zur Entsorgung über Restmüll mit zugeschnürter Plastick-Tüte im Hundebeutelprinzip
    Auf Autobahnen bei den freien Toiliettenanlagen; sofern Container da stehen. Wäre das i.O.?
    Auf Landstraßen: Mit kompostierbarern Beutel und zugeschnürt: Mit dem Klappspaten ein Loch buddeln und hinein damit. Wäre das i.O.?
    In Großtädte ????? Keine Ahnung wohin damit?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!
    Gruss Dieter

    1. Hi Dieter,
      nur auf die Schnelle:
      Warum sollte es bei deiner Frau nicht funktionieren? Ein wenig Urin kann ruhig hinten rein plätschern, aber selbst wenn man ein ‚Langsam-Plätscherer-ist) landet der Urin vorn.
      Und die Entsorgung hast du treffend zusammen gefasst. Und wenn es eben in der Großstadt nicht geht, warten wir ein paar Tage und entsorgen dann auf dem Land. Beim Bauern haben wir einfach mal gefragt, oder einfach in den Hausmüll.
      Ist ja keine gefährliche Chemikalie 🙂
      Ach und den täglichen Urin entleere ich in der Stadt entweder in öffentlichen Toiletten oder in einen Gully. Auch in der Gaststätte habe ich es schon gemacht (vorher gefragt)

  7. Ich habe soeben die verschiedenen Kommentare bez. Frauen und Trenntoilette gelesen.
    Letztes WE mit neuem WoMo mit TT erstmals unterwegs. Ja die ersten ein zwei mal etwas gewöhnungsbedürftig.
    Funktioniert aber auch für“ Frau „ ohne Problem. Sitzposition vorn einnehmen und……

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