Der Trend hat gedreht!

Für alle, die drauf warten, dass der Trend dreht:
Gebrauchte Vans, Kastenwagen und Wohnmobile bei Mobile.de (Stück)
Die Zahlen steigen weiter und das mitten in der Haupturlaubszeit.
Da wollen wohl einige schnell nach ihrem Urlaub Kasse machen.
Ich bin sehr gespannt, ob der Trend so weiter geht, dann wird sich das sicher auch bei den Preisen bemerkbar machen.

Gebrauchte Wohnmobile

Normalerweise analysiere ich solche Charts nur für Aktien und ob man das überhaupt auf die Wohnmobilbranche übertragen kann, überlasse ich eurer Fanatasie.
Aber auch der Laie dürfte mittlerweile (an)erkennen, dass der Markt anders, wie in den letzten Jahren verläuft.

Im Chart seht ihr die angebotenen Wohnmobile auf Mobile.de
Natürlich sind da auch Händler dabei, die nur kurzfristig Wohnmobile einstellen usw.
Aber da das immer so ist und ich nicht davon ausgehe, dass man diese Ausreißer ausmerzen kann (und nur diese eine Statistik zur Verfügung steht) schauen wir uns doch mal den Trend an:

Und bei den Kastenwagen sieht man es deutlich:
Der Trend geht nach oben: Immer mehr Leute verkaufen ihre Kastenwagen, die dann auch länger angeboten werden, die Käufer nehmen offenbar nicht mehr alles zu jedem Preis – ok, das war jetzt Interpretation, deckt sich aber mit den Berichten in vielen Facebookgruppen und Foren.

 

Neuwagen

Bei den Gebrauchten sieht das (noch) anders aus:
Da ist der Trend nicht eindeutig – offenbar kommen nur wenige Mobile in den freien Handel, der Rest ist bestellt und bezahlt und wird nach und nach geliefert, auch wenn mir nun mehrere Quellen bestätigten, dass es vermehrt Rückgaben gibt und Käufer, die vom Kaufvertrag zurücktreten – ja, dass sich die Höfe der Händler erstmals wieder füllen.

Es bleibt spannend, denn mit dem Caravan Salon kommt die nächste Generation an Wohnwagen und Wohnmobilen, die so schnell es geht, dann wieder verkauft werden sollen.
Mal sehen, ob es nicht bald auch wieder Messerabatte geben wird!

Jürgen Rode

Jürgen Rode

schreibt seit 2012 für Womo.blog und hat das Camping-Gen quasi mit der Muttermilch bekommen.
Im Wohnwagen seit 1968, später mit dem eigenen Zelt, im Auto durch Norwegen mit viel Regen, musste anschließend ein Kastenwagen her, der 1990 selbst ausgebaut wurde, mit den Kindern kam der Wohnwagen und als die fast aus dem Haus waren, 2012 die erste Weißware.

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19 Antworten

  1. Ich kann nur hoffen das der Trend bald wieder nach unten geht , es macht keinen Spaß mehr in der Hauptsaison überhaupt nur auf die Idee zu kommen wir fahren auch mal eine Woche weg . Die Preise gehen so hoch das einen das schauen nach ein anderes Modell keinen Spaß mehr macht , wir behalten dann lieber was wir haben und kaufen nichts Neues

  2. Na ja… wohnmobile die beim Händler stehen oder die die ihre womo’s nicht annehmen oder den Kaufvertrag stornieren warum auch immer „blockieren “ keine Stellplätze😄
    Nach dem Motto: Campen gefällt mir doch nicht.
    Und wie du schreibst. Die Neuen Mobile warten schon. Wer kauft sich denn dann schon was Neues

    1. ..im Moment würde ich Aufgrund der Abgasbescheisserei ( auch kein EU 6 d temp ) kaufen . Zu viele Dreckschleuder auf den Markt…

  3. Ich bin froh das ich mir gerade kein neues Wohnmobile kaufen muss, die Preise sind ja der Hammer mittlerweile. Wen ich meinen jetzigen Kastenwagen aktuell kaufen würde, wäre das ein Preisunterschied von 10500 Euro.

  4. Wäre ja schön, wenn sich der Markt wieder dreht! Einerseits gibt es nichts schlimmeres, als eine geplatzte Illusion von der grenzenlosen Freiheit des Campens! Andererseits können die teils selbstgefälligen und teils völlig überrannten Händler durchaus eine Korrektur vertragen. Vielleicht fällt mir dann ein interessantes Mobil in den Schoß! Aber was dann mit dem Alten ;-)?

  5. Schon lange möchte ich mir ein Wohnmobil kaufen und bin bisher von der dramatischen Preisentwicklung ausgebremst. Mit Hinblick auf diese hochinteressante Analyse frage ich mich, ob die aktuellen Rücktritte und das steigende Angebot auf mobile auf die derzeitige Kostensteigerung bei den Lebenshaltungskosten, Inflation, Zinswachstum und der wachsenden Zukunftsangst zurückgeführt werden kann. Auch frage ich mich, wie sich die Händler für 2022 und 2023 (vor-)versogt haben. Geschah dies noch in der Aufwärtphase des Marktes? Was wird passieren, wenn diese beiden Entwicklungen aufeinandertreffen?
    Das will ich mir selbst mal anschauen und fahre jetzt zum allerersten Mal nach Düsseldorf zum Caravansalon. Das wird auf jeden Fall spannend…!

    1. Du wirst dort erfahren, dass quasi alle Händler ausverkauft sind und auch ein Preisnachlass nicht möglich ist.
      Zumindest würde ich dir das erzählen – und ich behaupte von mir ein wirklich guter Händler zu sein 🙂
      Nächstes Jahr wird es wirklich interessant werden. Denn zum einen müssen die Händler für ihrer Darlehen erstmals wieder richtig Zinsen zahlen und der Verkauf wird nicht mehr zum Selbstläufer.
      In den letzten Jahren brauchte man sich kaum um potentielle Käufer bemühen. Das wird wieder anders werden, bis hin zu der früheren Normalität, dass die Werkstatt mehr verdient wie der Neuwagenverkauf.

  6. Danke das du die Statistik führst. Allerdings kann man kaum Schlüsse daraus ziehen. Die Zahlen sind in sich nicht sauber ermittelbar (Stichwort: Vorlauf Händler usw., Lagerbestand, Tageszulassung für Probefahrten,…)
    Ich denke viele halten schon seit Monaten ihr Geld wegen des Krieges und der Inflation zusammen oder versuchen Mittel zu realisieren für das was auf uns zukommt. Weiterer Punkt dürfte sein, das mittlerweile auch viele Neulinge realisieren, das das mit der grossen Freiheit und Freistehen leider eine Mär ist. In fast jedem Land ist so gut wie alles verboten. In manchen wird es toleriert und das Angebot von offiziellen Plätzen wächst ja nicht. Länder wie Slovenien kann man zumindest in der Hauptsaison komplett vergessen. Angebot gering und oft komplette Verbote sogar Parkverbote wie in an der Küste in Piran. Ich denke es macht sich da Ernüchterung breit.

    1. Peter,
      ich bin bei dir, was die Datenqualität angeht.
      Nichts desto trotz ist es in Ermangelung einer aussagekräftigeren Quelle besser wie nichts.
      Gestützt werden die Zahlen vom Großhändler bei uns um die Ecke, bei dem momentan so viele Wohnmobile stehen, wie seit Jahren nicht mehr.
      Wirklich wissen, werden wir es aber erst in einigen Monaten, bzw. im Sommer 2023

  7. Ich glaube, vielen wird jetzt erst bewusst, dass die Zeiten sich ändern.
    Lebensmittelpreise, Immo-Raten, Mieten und jetzt noch auf Pump ein WoMo, das wird eng. Die die das wollen, die kaufen sowieso. Manchmal ist der Spass zu Ende.

    1. Sehe ich auch so…
      Aber ist wohl ein Spiegelbild der Gesellschaft…
      Klar sollte jeder die Möglichkeit haben sich zu entspannen, aber was derzeit in Sachen Camping und Reisen abgeht, ist wohl mehr als daneben…
      Es regiert der Konsum mit gleichzeitiger Ellenbogenmentalität…egal ich muss dahin, egal ob man‘s nachher noch mal nutzen kann..
      Kein Wunder, dass sich dann Widerstand regt, der uns Verbote und Anordnungen bringt…
      Wir erfahren’s jeden Tag neu. …
      Die Regierung macht’s vor… keiner dieser sogenanntenVolksvertreter macht wirklich einen ehrlichen Job, mehr den der jeweiligen Lobby… und wird nicht mal zur Rechenschaft gezogen bei Versagen ☹️…
      „Ein Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken…“ ☝🏻, Ich für meinen Teil versuche ich jedoch mich nicht wie ein Elefant im Porzellanladen zu bewegen, soweit möglich auch keinen Fußabdruck zu hinterlassen (gilt auch für Hund)…
      Nebenbei, hat’s eventuell den „Vorteil“, dass es etwas erträglicher wird, da weniger dann mehr wollen…

  8. Tja, da kann man nur hoffen, dass dieser Trend auch mal bei denen ankommt, die auf dieser Welle mitschwimmen und verdienen wollen….
    Nichts gegen Camping/Reisen und so, machen wir seit Jahren….,aber es ist schon etwas anderes, ob man dieses Hobby ernsthaft, oder nur aus Sachzwängen betreibt….
    Außerdem ist’s wie bei anderen Sparten bei weitem nicht mehr so wie früher…
    Und Wohnmobile/Wagen ect. sind nicht unbedingt besser als früher, denn ob der derzeitige Preis für ein „fahrfertiges“, aber bei weitem nicht fahrtaugliches,
    (weil realitätsfern) Reisemobil gerechtfertigt scheint, sehe ich als sehr fraglich an….
    Mittlerweile geht der Trent nicht mehr zu realem Reisen, sondern immer mehr zu Luxus und Nebensächlichkeiten, wichtige Details bleiben dabei auf der Strecke…, oder müssen teuer nachgerüstet werden…
    Hauptsache die Marge stimmt…
    Nun gut, wir bleiben bei unserem Mobil, da wir mittlerweile genug Kraft und KnowHow in unser Fahrzeug gesteckt haben und es jetzt so weitgehend unseren Bedürfnissen entspricht…

  9. Hallo
    Jetzt nicht alle über einen Kamm scheren!
    Wir verkaufen unsere Wohnmobil zur Zeit auch.Sind seit Jahren beim Camping dabei.
    Die Kinder sind jetzt groß fahren nicht mehr mit. Möchten auf einen Wohnwagen umsteigen weil es für uns dann einfach besser passt.
    Aber alles in allem ist das schon ein Wahnsinn was in der Camping szene die letzten Jahre abgeht.

  10. Wenn sich die Preise ändern wird da noch nicht viel an den Gegebenheiten bei den Händlern oder bei der Nutzung des Womo ändern.
    Das mit den Stellplätzen ist schon ein Graus. Da gibt es große Parplätze mit Parkverbot für´s Womo ganz oder übernacht, aber LKW und Busse dürfen da stehen. Hohe Parkgebühren fürs Womo, PKW frei, meist für 24 Stunden auch wenn ich nur mal 3 Stunden bleiben will und dann steht da noch das schöne Schild mit den durchgestriechenen Womo von 21:00 bis 8:00 wie passt das zusammen? Als Autofahrer bin ich verpflichtet meine Fahrttüchtigkeit zuerhalten, dazu gehört auch der Schlaf. Ob ich dann im PKW oder LKW auf einen Großparkplatz erlaubt dort schlafe oder es in meinen Womo muss, dort aber verboten, sollte doch egal sein. Wenn das Schlafen im Womo auf einen Parkplatz verboten ist dann muss das auch für alle Fahrzeuge gelten und nicht der Womofahrer einseitig diskreminiert werden. Wenn die Platzverhältnisse keine großen FZ erlauben kann ich es verstehen, dann aber bitte mit klarer Beschrängung auf 3,5t. Womos bis 3,5t passen meist auf einen PKW Parkplatz. Was die Aufsteller dieser Schilder vergessen ist dass das Geld für ihre Parkplätze auch von uns Womofahren gekommen ist. Ich halte es so das ich in den Orten wo mein Womo nicht zu jeder Tageszeit willkommen ist auch kein Euro von mir ausgegeben wird. Wenn das alle Womofahrer so machen würden dann werden diese Gemeinden das sicher irgendwann mal mitbekommen und ihr Handeln hoffendlich überdenken.

    1. Im allgemeinen, folge ich deiner Meinung.
      Im speziellen, aber ist es am Gesetzgeber hier eindeutig klare Regelungen zu schaffen und auch durchzusetzen.
      Da aber leider in Europa eher Vetternwirtschaft und Lobbyismus praktiziert wird sehe ich eher schwarz für eine gerechte Regelung.
      Schon die absolut fremde Einteilung in Gewichtsklassen ist schlichtweg unpraktikabel und falsch.
      Hersteller bauen Fahrzeuge lt. 3,5to., die aber im fahrbereiten und durchschnittlichen Gebrauch weit mehr auf die Waage bringen…
      Die Produzenten verweisen auf Toleranz…?
      Toll, der Dumme ist dann der Käufer.
      Andererseits mit dem Absatz der Freizeitmobile scheint das Interesse der Hersteller beendet, denn eine Mitarbeit dieser Branche bei Gemeinden erfolgt kaum…
      Aber es gibt immer noch und Gottseidank Plätze, die es gern sehen, Reisemobilisten, welche sich natürlich und nicht wie wildgewordene Kohorten verhalten einen vernünftigen Stellplatz bieten…
      Hier liegt’s somit an uns, uns vernünftig und möglichst bedacht zu verhalten und schwarze Schafe entsprechend auf eventuelles Fehlverhalten hinzuweisen,

  11. Wir wollten uns einen Adria kaufen. Preis 2021: 57,000, 2022: 63,000, Jetzt Mitte 2022: 72,000

    Bei den Händlern die ich ab und an besuche sind die Plätze wieder voll mit Fahrzeugen.
    Trotzdem aktuell kaum Rabatt möglich.
    Online fiel mir auch auf, dass die Angebote schon mehr werden und gebrauchte im Vergleich zu neuen wieder etwas attraktiver werden.

    Dazu kommt die weiter sinkende Kaufkraft.

    Normalerweise würde das auf bald stark sinkende Nachfrage hindeuten.

    Problem sind allerdings die extrem gestiegenenen Erzeugerpreise. Und der nun auch extrem schwache Euro ist in den aktuellen Herstellungskosten bestimmt auch noch nicht drin.

    Meine Prognose: Listenpreise werden eher nicht mehr fallen in nächster Zeit oder auch nie mehr. Rabatte könnten bald wieder drin sein beim Händler weil die Nachfrage sicherlich sinken wird. Der Gebrauchtmarkt wird sich etwas entspannen aber natürlich auch hohem Niveau einpendeln wegen den vergleichsweise weiterhin hohen Neupreisen.

    Warten zum Winter hin wird bestimmt eine Ersparnis mit sich bringen. Aber nahe an alte Niveaus werden wir nicht so schnell kommen.

    Sollte es zu einer starken Rezession kommen im nächsten Jahr könnte sich das ändern. Dann aber gepaart mit einem Kollaps der gesamten Industrie (inklusive der Hersteller).

    Soviel von meiner Glaskugel :p

    Normalerweise

  12. Hallo Jürgen, ich war am Sonntag (29.8.), seit langem mal wieder auf dem Caravan Salon. Ich fand es wieder sehr voll. Die Händlerbereiche, also da wo die Kunden-Verträge gemacht werden, aber sehr leer? Ist dir das auch aufgefallen, oder liege ich da falsch? Sind die aktuellen Preiserhöhungen für einige doch zu viel des Guten?
    LG Jolo

    1. Ganz unterschiedlich. Im Zubehörbereich, knackevoll, bei manchen Händlern zum gleichen Zeitpunkt wohl richtig Freiraum, andere hingegen berichten ebenfalls zur selben Zeit, dass sie nicht in die Womos kamen.
      Ich hatte auch den Eindruck und deswegen extra in einer Bloggergruppe nachgefragt und wir waren alle in unterschiedlichen Bereichen unterwegs.
      Insofern lässt sich das nur erahnen, aber überprüfen wohl nicht. Und aber Ende wird eh wieder von Superlativen berichtet. Da wird keiner von Umsatzrückgängen berichten.
      Aber zumindest beim Zubehör dürfte es wirklich extrem gute Umsätze gegeben haben. Da stand ich live mittendrin und konnte es kaum glauben.

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