Stromversorgung – WOHNMOBIL FÜR BEGINNER – DIE EINSTEIGER-REIHE

Auch im Wohnmobil kommt der Strom aus der Steckdose. Wenn er kommt. Denn im Normalfall sind nur die 12V-Steckdosen aus der Batterie versorgt. Die normalen 230V Steckdosen funktionieren nicht. 

Erst wenn man das Wohnmobil an den Strom des Campingplatzes oder Stellplatzes angeschlossen hat, gehen auch die 230 Volt Steckdosen. Wir nennen deswegen auch den Strom von außen: Landstrom

Das bedeutet: Während des Fahrens oder des Freistehens  funktioniert alles nur über die 12V Aufbaubatterie.
Das Wohnmobil hat mindestens 2 Batterien. Eine für den Motor und eine für das Wohnmobil. Die Aufbaubatterie (Der Name kommt von der Kabine oder den ‚Aufbau‘ auf das Basisfahrzeug). Beide sind voneinander getrennt. Sonst könnte es passieren, dass der Aufbau (das Wohnmobil) die Batterie leert und man den Motor nicht mehr starten kann.

Die Batterien werden, wenn der Motor läuft, über die Lichtmaschine geladen. Hängt man am Landstrom, wird oft nur 1die Aufbaubatterie geladen. 
In einem anderen Artikel habe ich einmal die täglichen Verbrauchswerte im Wohnmobil beziffert.
Zusammengefasst: Wenn man sein Smartphone lädt, TV schaut, abends liest, ist spätestens nach zwei Tagen Schluss mit dem Batteriestrom. Der TV und die SAT-Antenne ziehen da sehr viel und auch die Heizung und das Gebläse verbrauchen Strom.

Um unabhängig vom Landstrom zu sein, lohnt eine Solaranlage, die bei Sonnenschein die Batterie schnell wieder auflädt. Entsprechend dimensioniert kann man dann völlig autark werden. Alternativ gibt es z.B. eine Efoy oder ein Stromaggregat, was ich aber des Lärms wegen ablehne und m.E. nicht mehr zeitgemäß ist.

Bleibt das 230 Volt Problem. Denn im Wohnmobil funktionieren ohne Landstrom  nur 12 Volt Geräte.
Manche neueren Mobile haben schon eingebaute 15V / 5V Wandler mit USB Steckdose. Dort kann man direkt sein Handy anschließen. Für alle anderen gibt es Adapter. Wir verwenden diese, da billige oft schnell defekt wurden oder nicht genug Leistung brachten 

Aber aufgepasst: Immer eingesteckt verbrauchen sie IMMER Strom. Daher haben wir unsere USB Stecker mit einem Schalter versehen, um sie komplett ausschalten zu können!!!

TV und Co sollten unbedingt auch über 12 Volt betrieben werden, dass spart Umwandlungsverluste.

Für alle 230 Volt Geräte (die man nicht ersetzen kann) gibt es sogenannte Wechselrichter oder Konverter. Die Besonderheiten und den Einbau habe ich hier beschrieben.
Ein Wechselrichter wandelt die 12 Volt der Aufbaubatterie in handelsübliche 230 Volt um. Auch hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass günstigere Geräte durchaus funktionieren, aber unser teures im Standby so gut, wie nichts verbraucht und somit nicht ausgeschaltet werden muss.
Andere Geräte müssen vom Strom getrennt werden, sonst ziehen sie langsam aber stetig die Batterie leer. Einmal vergessen, sitzt man abends im Dunkeln und die Heizung geht auch nicht mehr.

Welche 230 Volt Geräte nutzen wir im Wohnmobil?
In allererster Linie den Föhn.
Dann einige Foto-Ladegeräte, für die es keinen 12V Möglichkeit gibt und unser 19 V Notebook.
Nach vielen billigen Versuchen habe ich aber auch für dieses ein Universalladegerät gefunden. Damit klappt es endlich auch ohne Umwandlungsverluste direkt aus der 12V Steckdose!

Fazit:
Strom ist nicht gleich Strom im Wohnmobil. Und der Batteriestrom ist nicht unendlich lang verfügbar.
Schaut euch eure Batterie an: Bei 80Ah und weniger sollte man sich überlegen, ob man nicht eine zweite oder gleich größere Batterie einbaut. LiFePo ist derzeit noch zu teuer. Wir haben eine 200Ah AGM eingebaut.
Ein Wechselrichter sollte nie mehr Leistung als 10fache der Ah Angabe an Watt liefern, um die Batterie nicht zu ruinieren: Bei uns 2000 Watt.
Die Solaranlage sollte 200 Watt leisten können (mehr ist immer gut)

So gerüstet kann man auch längere Zeit auf den Landstrom verzichten.

Noch ein TIP: Wann immer es geht, den Kühlschrank auf GAS laufen lassen. Gas ist günstiger als Landstrom (besonders am Campingplatz).
Da wir schon erlebten, dass wir für den Strom am Ende fast mehr bezahlen sollte, wie fpr den Platz, stehen wir im Sommer auf dem Campingplatz meist auch ohne Strom: Der Sonne sei Dank!

Mehr zum Thema: Batterie aufrüsten: Wie viel Strom braucht man im Wohnmobil?

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Ein Gedanke zu „Stromversorgung – WOHNMOBIL FÜR BEGINNER – DIE EINSTEIGER-REIHE“

  1. Ein nützlicher Artikel, auch für Wohnmobil Neulinge wie uns.
    Als wir unser ersten Wohnmobil geliehen hatten, wurde uns kein Konverter mitgegeben. Dann kam die Ernüchterung als die ersten Akkus leer gingen. Zu dem Zeitpunkt waren wir bereits in Norwegen und dann in diesem schönen großen Land mit wenig Einwohnern und Läden. Vor Ort ein passenden Konverter zu finden, hat uns 3 Tage gekostet und der Umwandler war doppelt so teuer wie hier in Deutschland 🙂

    Liebe Grüße
    Andreas&Regina

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